Prince Damien ist der Dschungelkönig 2020

    „DSDS“-Sonnenschein gewinnt souverän die RTL-Show

    Ralf Döbele und Gregor Löcher – 26.01.2020, 01:05 Uhr

    Prince Damien ist der Dschungelkönig 2020

    Ein Sieg der Diversität! Prince Damien geht quirlig, gutgelaunt und als eindeutiger Gewinner aus dem Dschungelcamp 2020 hervor. Der 29-Jährige setzte sich in dem mit Abstand Sterne-ärmsten Finale des Reality-Hits klar gegen Ex-Profiboxer und Charity-Befürworter Sven Ottke durch. Bereits zuvor war die stets Mann und Kinder ins Feld führende Danni Büchner als Drittplatzierte von den Zuschauern rausgewählt worden. Prince Damien tritt damit in die Fußstapfen von Reality-Sternchen Evelyn Burdecki, die 2019 „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ für sich hatte entscheiden können. Der offen bisexuelle „DSDS“- und „Dance Dance Dance“-Sieger hat letztendlich auch diese RTL-Show dominiert und erhält somit eine Siegprämie von 100.000 Euro.

    Die drittplatzierte Danni Büchner blieb ihrer bisherigen Linie treu und holte lediglich einen einzigen Stern in ihrer Final-Prüfung – Spinnen und Ratten sei Dank. Übrigens eine Leistung, die zuletzt vor zwölf Jahren von Bata Illic vorgelegt wurde. Sven Ottke benötigte dagegen nur wenige Minuten, um diesen Negativ-Rekord bei der Essens-Prüfung erneut einzustellen. Auch er konnte lediglich einen Stern abstauben. Immerhin blieben die Produzenten mit Schafs-Plazenta als Hauptspeise dem durch Danni allgegenwärtigen Mutter-Thema treu.

    „Nicht sexy!“ war leider das, was sich aus der phallischen Aubergine und der notdürftig mit Klebeband zusammengehaltenen Erdbeere über den tapferen Prince Damien ergoss. Doch wie in den vergangenen Wochen stellte er sich munter und gutgelaunt der durch die angehimmelten Ranger bereiteten Herausforderung. Vier Sterne konnte er für sich und das Team erobern. Vielleicht findet Prince Damien nun durch die Vermittlung von Dschungel-Kollege Raúl Richter den passenden Lebens-Ranger, der den frischgekürten Dschungelkönig samt Krone und Siegprämie sicher nach Hause bringt. Und falls nicht: Im großen Dschungel-“Nachspiel“ am 9. Februar soll der Sänger durch RTL verkuppelt werden, Freiwillige können sich bereits für ein Date mit ihm bewerben.

    Neben den drei Finalisten hatten in der 14. Staffel folgende Protagonisten ihren Hut in den Dschungel-Ring geworfen: Claudia Norberg, Noch-Ehefrau des Sängers Michael Wendler, „Love Island“-Veteranin Elena Miras, Toni Trips („DSDS“), Marco Cerullo („Bachelor in Paradise“), Anastasiya Avilova („Temptation Island“), Schauspieler Raúl Richter, Schauspielerin Sonja Kirchberger, Ex-CDU-Politiker Günther Krause, der das Camp aus gesundheitlichen Gründen früh verlassen musste, sowie „Superhändler“ Markus Reinecke, der zuletzt den Einzug in die Top 3 verpasste.

    Diese 14. Staffel stand zweifelsohne unter dem Stern von Danni Büchner. Nicht einmal die leicht entzündliche Elena Miras konnte es in Sachen Konfliktpotential mit der Witwe des vorherigen Dschungelcamp-Teilnehmers Jens Büchner aufnehmen. Mehr als deutlich wurde das, als die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich ihren üblichen Startruf zur Sendung variierten mit den Worten Ich bin Mama, holt mich hier raus!.

    Mit ihrer nach außen getragenen Trauer und ihrer demonstrativen Rolle als Mutter polarisierte Büchner sowohl die Mitcamper auf dem Bildschirm als auch die Zuschauer, die davor saßen. Es wurden Stimmen laut, die ihr vorhielten, dass sie ihr Schicksal für ihre Teilnahme am Dschungelcamp ausschlachte, um durch die Erregung von Mitleid die Gunst der Zuschauer zu gewinnen. Dass man damit erfolgreich Leute mobilisieren kann, zeigte sich deutlich, als sie zunächst in jedem Telefonvoting zur Dschungelprüfung die meisten Stimmen erhielt, anschließend aber auch genügend Anrufe bekam, um es zumindest bis unter die Top 3 zu schaffen.

    Letztendlich zeigte sich aber, dass derjenige, der die meisten Anrufe für die Dschungelprüfung erhält, eher nicht mit den meisten Stimmen für die Krone zu rechnen braucht. Einzig Larissa Marolt als Dauerprüfungsgast brachte es 2014 immerhin auf Platz 2 – andere Prüfungs-“Lieblinge“ wie Matthias Mangiapane, Helena Fürst oder Georgina Fleur schieden irgendwo im Mittelfeld aus. Dschungelkönigin Désirée Nick war nur viermal von den Zuschauern zur Prüfung geschickt worden.

    Daneben stand „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 2020 unter dem Eindruck der anhaltenden Feuerkatastrophe in Australien. So wurden besondere Vorsichtsmaßnahmen in Sachen Brandschutz eingesetzt und auf das traditionelle Lagerfeuer wurde zunächst zugunsten einer Gaskochstelle verzichtet. Erst nach einem Starkregen, der nach dem neunten Tag sogar zur Evakuierung der Teilnehmer führte, konnte das Lagerfeuer schließlich doch freigegeben werden.

    Eine weitere Veränderung betraf die Ernährung im Camp. Erstmals seit dem Start der Realityshow im Jahr 2004 mussten diesmal bei den Dschungelprüfungen keine lebenden Tiere mehr verzehrt werden – diese Neuerung hatte zuvor schon das britische Mutterformat „I’m A Celebrity … Get Me Out Of Here!“ eingeführt und damit auf die anhaltenden Proteste von Tierschützern reagiert.

    Am heutigen Sonntag kommt es zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr bei RTL zum „großen Wiedersehen“ mit den diesjährigen Dschungel-Teilnehmern. Für alle, die auch nach „Dr. Bob’s Australien“, „Die große Dschungelparty“, „Inside Versace – Das Dschungel-Hotel“ und Laura Müllers überaus geistreicher Instastory noch nicht komplett durchgedschungelt sind, gibt es wie erwähnt am 9. Februar dann „Das Nachspiel“. Sonja Zietlow und Daniel Hartwich begrüßen darin die Camper zurück in Deutschland, um noch eventuelle offene Rechnungen zu begleichen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Die schlimmste Ekel Show im deutschen Fernsehn, aber hier sieht mann mal wie weit manche Menschen fürs liebe Geld gehen.
      Ich glaube wenn man denen Kot und Urin vorsetzen würde, dann würden sie den auch noch essen.
      Eine Sendung für Perverse und Hirnlose die alles tun um im TV Präsent zu sein.
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      • am melden

        Ich habe mir dieses mal die Staffel erspart. Und wie ich jetzt feststellen muss zu Recht. Früher kannte man fast alle "Stars", jetzt gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch Leute die irgendwann mal ihren Kopf in eine Kamera gehalten haben. Ach ja...und der obligatorische alte Mann!!! Wie fast jedes Jahr! Erst darf er die Prüfung aus gesundheitlichen Gründen nicht mit machen und schließlich muß er ganz raus. Immer die selbe Leier. Mir haben schon die kleinen Einspieler am nächsten Tag bei RTL gereicht.Allein schon Danni Büchner über eine Stunde sehen zu müssen ging gar nicht. Das diese Büchner auf Rang 3 kam ist unglaublich. Ausser aus dem Tod ihres Mannes so richtig einen auf Mitleid zu machen hat sie doch nichts gebracht. Das die anderen Campmitbewohner z.T. 2 Wochen mit der ausharren mussten war schon selbst eine Dschungelprüfung. Wenigstens hat diesmal nicht so eine Dumpfbacke gewonnen wie letztes Jahr.
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        • (geb. 1989) am melden

          Vielen Dank, ist korrigiert. (DB)
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          • (geb. 1969) am melden

            Ihr müsst das mal korrigieren er hat nicht „Let‘s dance“ gewonnen, sondern die Show „Dance Dance Dance“ die auf SAT.1 lief.
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            • (geb. 1979) am melden

              Wer?!
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              • (geb. 1969) am melden

                Hm, Hm. Sonnenschein, ja. Sicher ein netter Typ. Zu gönnen ist es ihm und seiner Omi auch. Aber begeistern tut mich das Ergebnis nicht. Da ja immer so viel von Unterhaltungswert gesprochen wird: Prince Damien hat nix falsch gemacht - schon mal wichtig, durchaus - aber mich groß unterhalten hat er auch nicht. Wenn ich irgendwo mitbekomme, dass Ross Anthony in einer Sendung dabei ist, schalte ich ein. Wegen Prince Damien mache ich das sicher nicht. Da hätte man auch Anastasiya oder Claudia die Krone geben können, die fand ich genauso nett UND (nicht weniger) unterhaltsam. Aber Prince D. hat natürlich zwei große Vorteile bzw. Voraussetzungen (und bevor hier gelästert wird, wenn es Tatsache ist, muss man es auch ansprechen können, ich schildere hier wertfrei, aber) in D ist es leider auch im 21. Jhdt. noch so, dass Mann Frau aussticht, und (entgegen der Unkereien rassistischer linker Politiker (ja, Bevorzugung ist keine Gleichbehandlung bzw. die weiße Bevölkerung zu diskriminieren ist auch Diskriminierung) ) schwarz sticht im D von heute definitiv weiß - und dann darf man sich noch ständig als Nazi diskriminieren lassen, und gegen diese permanenten und massiven Pöbeleien aus Aus- und Inland schützt kein einziger führender Politiker die deutsche Bevölkerung - wie ein Gericht befand: Deutsche sind keine Rasse und eine Nation beleidigen ist okay. Das nenne ich mal mies und KEINE Gleichbehandlung - wenn schon, dann bitte keine Beleidigung von niemand, äh, also keine Beleidigung von irgendwem! Aber zurück: schwarz und Mann - da musste man ja nicht rätseln, wer wohl gewinnt, sorry, ist nicht gehässig, ist leider Fakt. Und wie gesagt, auch nicht verkehrt, v.a. in diesem Fall, aber Gleichbehandlung wär besser. Schade, dass es keinen interessanteren Kandidaten gab, der das erfüllt hat. Aber wie gesagt: wenigstens sympathisch. Ich hätte mir aber eine Königin gewünscht, und zwar mal wieder eine gute nach der Hohlbirne Evelyn (sorry, aber die ist wirklich kein Argument für/ein Rückschritt für intelligente Blondinen). Ich würd ja sagen, ich hoffe auf Besseres, aber auf dieser Welt gibt es keine Gerechtigkeit, wenn man lange genug lebt, muss das auch der letzte Naivling anerkennen.
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