„Olive Kitteridge“: Neue HBO-Miniserie mit Frances McDormand

    Bill Murray und Peter Mullan in Nebenrollen dabei

    Marcus Kirzynowski
    Marcus Kirzynowski – 11.07.2014, 12:40 Uhr

    Frances McDormand im Film „Fargo“ von 1996 – Bild: Concorde-Castle Rock/Turner
    Frances McDormand im Film „Fargo“ von 1996

    Im Rahmen der ‚TCA Summer TV Press Tour‘ hat HBO Neuigkeiten über seine für den Winter geplante vierteilige Miniserie „Olive Kitteridge“ bekanntgegeben. Deren Beschreibung erinnert ein wenig an den HBO-Klassiker „Empire Falls“: Wie dieser basiert sie auf einem Pulitzerpreis-gekrönten Roman (von Elizabeth Strout, auf Deutsch als „Mit Blick aufs Meer“ bei Luchterhand erschienen) und erzählt über mehrere Jahrzehnte hinweg aus dem Leben der Bewohner einer Kleinstadt in New England. Die Hauptrollen haben Frances McDormand („Fargo“) und Richard Jenkins (der verstorbene Familienvater Nathaniel Fisher aus „Six Feet Under“) übernommen.

    Regie führt die ‚Oscar‘-nominierte Lisa Cholodenko („The Kids Are All Right“), fürs Drehbuch zeichnet Jane Anderson verantwortlich. McDormand spielt die Titelfigur, eine an Depressionen leidende Mathematiklehrerin an einer Mittelschule mit rauher Schale und warmherzigem Kern. Jenkins verkörpert ihren Ehemann Henry, den gutherzigen Apotheker der Gemeinde. Ihre Ehe und der Alltag ihrer Angehörigen und Nachbarn werden über 25 Jahre begleitet.

    Auch die Nebenrollen sind teils prominent besetzt: Bill Murray („Lost in Translation“) spielt Jack Kennison, einen mit Olive befreundeten Witwer, John Gallagher jr. („The Newsroom“) übernimmt die Rolle des Christopher, Olives und Henrys Sohn, Peter Mullan („Top of the Lake“) ist Jim O’Casey, ein Lehrer an Olives Schule, Rosemarie DeWitt („Taras Welten“, „Mad Men“) spielt Rachel Coulson, eine von Henrys Kundinnen in der Apotheke. Zoe Kazan ist als dessen Angestellte Denise Thibodeau dabei, Ann Dowd („The Leftovers“) als Bonnie, eine Freundin der Familie.

    Produziert wird die Miniserie, die Autorin Anderson bei dem Pressegespräch als „Traumedy“ beschrieb, von Tom Hanks’ Firma Playtone. Diese lieferte für HBO bereits erfolgreiche Miniserien wie die beiden Zweiter-Weltkrieg-Dramen „Band of Brothers“ und „The Pacific“.

    Laut Deadline Hollywood hat Frances McDormand das Projekt selbst an HBO herangetragen, nachdem sie den Roman gelesen hatte. „90 Minuten reichen nicht aus, um eine gute Geschichte aus weiblicher Perspektive zu erzählen“, sagte die ‚Oscar‘-Preisträgerin den Pressevertretern. „Deshalb ist die lange, serielle Form des Erzählens so großartig geworden“ – besonders für weibliche Schauspielerinnen, Autorinnen und Regisseurinnen.

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