Netflix erteilt Anke Engelke „Das letzte Wort“

    Tod des Ehemanns wirft Redenschreiberin aus der Bahn

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 05.06.2019, 10:09 Uhr

    Hat „Das letzte Wort“: Anke Engelke – Bild: Jeanne Degraa/Netflix
    Hat „Das letzte Wort“: Anke Engelke

    Am vergangenen Wochenende ist mit „How to Sell Drugs Online (Fast)“ die dritte deutsche Netflix-Eigenproduktion gestartet, am 21. Juni folgt die zweite Staffel von „Dark“. Für den Streamingdienst kein Grund, sich auszuruhen: Er hat mit „Das letzte Wort“ gleich die nächste Produktion aus deutschen Landen angekündigt. Für die Serie hat man sich Anke Engelke als Hauptdarstellerin gesichert, produziert wird das Format von PANTALEON Films, hinter der Matthias Schweighöfer sowie Dan Maag und Marco Beckmann stehen.

    Im Zentrum der sechsteiligen Tragikomödie steht Engelke als Trauerrednerin – also jemand, der bei Beerdigungen salbungsvolle Worte spricht, vor allem, wenn die Beisetzung ohne religiösen Würdenträger abläuft. Als jedoch ihr eigener Mann verstirbt, bleiben ihr die Worte aus – sie verliert ihren Glauben in die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit und die Kontrolle über ihre Familie, ihr Leben. Sie verbeißt sich darin, die Beerdigung ihres Mannes so lange zu verhindern, bis ihr die richtigen Worte kommen.

    Damit reiht sich „Das letzte Wort“ in das Subgenre der Trauerkomödien ein, von denen Netflix zuletzt gleich mehrere an den Start gebracht hat: „Dead to Me“ mit Christina Applegate und Linda Cardellini sowie „After Life“ von und mit Ricky Gervais. Beide konnten sich die Fortsetzung für eine weitere Staffel verdienen.

    Aron Lehmann (auch Regie) und Carlos V. Irmscher fungieren als Showrunner. Zusammen mit den Autorinnen Nora Valo und Carolina Zimmermann werden die beiden die Serienidee von Thorsten Merten in Drehbücher übersetzen. Maag und Daniel Sonnabend von PANTALEON fungieren als Produzenten.

    Engelke kommentiert: „Ich freue mich riesig auf Das letzte Wort und die gemeinsame Arbeit und Reise mit Netflix, Pantaleon, dem tollen Regisseur Aron Lehmann, dem großartigen Buch und den wunderbaren Kollegen*innen. Hier knallen, wie im richtigen Leben, Drama und Humor ständig aufeinander. Familie und Beziehungen, Verlust und Trauer, Leben und Tod, die Absurditäten des Lebens, das Wiederfinden von Kraft und Lebensmut, alles drin. Zum Heulen schön.“

    Für Engelke ist es nicht der erste Ausflug in die Welt der Streamingdienste: Bei Prime Video stand sie in den letzten beiden „Pastewka“-Staffeln sowie in „Deutschland 86“ vor der Kamera.

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