„Marvel’s Inhumans“ schafft es als Kaufvideo nach Deutschland

    Kurzlebige Marvel-Serie in Synchronfassung erhältlich

    "Marvel's Inhumans" schafft es als Kaufvideo nach Deutschland – Kurzlebige Marvel-Serie in Synchronfassung erhältlich – Bild: ABC
    Der Königshof von „Marvel’s Inhumans“: Gorgon, Karnak, Black Bolt, Medusa, Crystal und Maximus

    „Everything’s Connected“ – so lautet der Slogan des Marvel Cinematic Universe, der Filme und Fernsehserien zu den Marvel-Comics. Nicht immer ist die Verbindung besonders eng. Das gilt auch für „Marvel’s Inhumans“, das als Aushängeschild geplant worden war, aber als veritable Blamage endete. Die Serie handelt vom Königshof der sogenannten Inhumans – Nachfahren von Menschen, an denen Außerirdische (die Kree) genetische Veränderungen durchgeführt hatten und die nun nach der Pubertät durch eine Spezialbehandlung körperliche und geistige Veränderungen durchlaufen. In Deutschland ist die Serie nun als Kaufvideo in den einschlägigen Online-Shops von iTunes, Amazon, maxdome, Google Play und mehr auch in deutscher Synchronfassung käuflich zu erwerben. Ins Fernsehen oder eines der Paketangebote der Streaming-Anbieter hat es die Serie bisher nicht geschafft.

    „Marvel’s Inhumans“ sollte im Herbst 2017 als Genre-Aushängeschild beim US-Sender ABC laufen. Mehr noch: Die beiden Auftaktfolgen wurden in IMAX-Theatern gezeigt. Das Endergebnis blieb allerdings hinter den Planungen zurück – für Special Effects, die auf der Leinwand beeindrucken, fehlte die Zeit und auch das Geld. Statt Begeisterung gab es Spott, auch das Zuschauerinteresse in den USA war gering, so dass die Serie nach einer Staffel endete. Zwar war die Handlung der ersten Staffel abgeschlossen, aber trotzdem stand recht deutlich die Frage nach dem „Wie geht es jetzt weiter?“ im Raum – vor allem eben im vernetzten Marvel-Universum, wo die Handlung von „Marvel’s Inhumans“ nun andere Formate berührt.

    Marvel’s Inhumans
    Das Reich von König Black Bolt (Anson Mount) heißt Attilan – und befindet sich unentdeckt auf dem irdischen Mond. Dort ist man sich allerdings der Erde, der Menschheit und deren allmählicher Fortschritte Richtung Erdtrabanten bewusst. So plädiert Königsbruder Maximus („Game of Thrones“-Bösewicht Iwan Rheon) für einen Präventivschlag, um der seiner Ansicht nach bevorstehenden Entdeckung der Inhumans auf dem Mond zuvorzukommen – denn die könne nur in der Vernichtung der zahlenmäßig deutlich unterlegenen Inhumans enden. Da Black Bolt dem nicht zustimmt, zettelt Maximus schließlich einen Putsch an. Der König und seine Getreuen müssen auf die Erde fliehen – genauer gesagt verschlägt es sie nach Hawaii – und von dort ihren Bürgerkrieg führen.

    Attilan hat das Problem einer geringen Bevölkerung, so dass jeder Inhuman nach der Bestimmung der Kräfte seinen Platz-auf-Lebenszeit in der Gesellschaft zugewiesen bekommt – viele sind durch die Gen-Lotterie auf niedere Arbeiten und ein sehr bescheidenes Leben beschränkt.

    Black Bolt (Anson Mount, „Hell on Wheels“) verfügt über eine donnernde Stimme, deren Schallwellen alles in Schutt und Asche legen – daher spricht er nicht. Seine Ehefrau Medusa (Serinda Swan, „Graceland“) kann ihre Haare kontrollieren und wie zusätzliche Arme einsetzen. Medusas Schwester Crystal (Isabelle Cornish) kann die Elemente kontrollieren und hat den gewaltigen Hund Lockjaw an ihrer Seite, der sich und andere Personen teleportieren kann. Black Bolts Cousin Karnak (Ken Leung, „Lost“, „The Night Shift“) kann „in allem den Fehler sehen“ und fungiert als Stratege und Philosoph am Hof. Ein weiterer Cousin, Gorgon (Eme Ikwuakor), kann mit seinen hufförmigen Füßen seismische Beben auslösen und kommandiert die Palastwache.

    Bei ihrer Flucht auf die Erde laufen einzelne Inhumans der Mondforscherin Louise (Ellen Woglom) über den Weg.

    Die erste und einzige Staffel von „Marvel’s Inhumans“ umfasst acht Episoden.

    „Marvel’s Inhumans“ (deutscher Trailer zum IMAX-Release; das mit „demnächst im Fernsehen“ hat sich letztendlich nicht bewahrheitet)

    26.11.2018, 14:00 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • markox am 01.12.2018 12:13

      Zu abgedrehte Superhelden Storys mag ich nicht. Sobald das ungewöhnliche auf der Welt oder darüber hinaus zur Normalität geworden ist wird es meist langweilig.
      Am spannendsten finde ich meist die Anfänge, wo Außergewöhnliches auf eine annähernd reale Welt trifft. Wonder Woman z.B. war der Hammer, dieser Erstkontakt beider Welten.
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      • Aymalin am 26.11.2018 15:45

        Was soll der Quatsch mit Inhumans vom Mond, wenn es sie durch Agents of SHIELD doch ohnehin auf der Erde gibt? Die Story, so wie hier geschildert, klingt sowas von bescheuert - kein Wunder, daß die Serie ein Flop wurde.
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