Marie-Luise Marjan bei „Rote Rosen“: Aus Mutter Beimer wird Frederike Prinzessin zu Lüdecke

    Gastrolle für „Lindenstraße“-Urgestein in Telenovela

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 10.09.2018, 14:18 Uhr

    Marie Luise-Marjan spielt Frederike Prinzessin zu Lüdecke – Bild: ARD/Nicole Manthey
    Marie Luise-Marjan spielt Frederike Prinzessin zu Lüdecke

    Seit der allersten Folge im Jahr 1985 spielt Marie-Luise Marjan in der „Lindenstraße“ Helga Beimer und wurde mit dieser Rolle zur „Mutter der Nation“. Nun absolviert die 78-Jährige einen Gastauftritt bei „Rote Rosen“ und übernimmt eine gänzlich anders gelagerte Rolle: Sie spielt Frederike Prinzessin zu Lüdecke, geborene Holsten, die der sommerlichen Hitze Hamburgs entflohen ist und sich Lüneburg als Zwischenstopp ihrer Reise an die Cote d’Azur ausgesucht hat. Zu sehen ist Marjans Auftritt ab Folge 2788 im Dezember.

    Hotelier Gunter Flickenschild (Hermann Toelcke) erwartet einen hochkarätigen Gast im „Drei Könige“ und gibt die Anweisung, dass niemand, insbesondere nicht die Presse, davon Wind bekommen soll, um die Privatsphäre des Gastes nicht zu stören. Zu seiner Überraschung sorgt die Adlige jedoch selbst für großen Bahnhof, da sie pompöse Auftritte liebt: Frederike Prinzessin zu Lüdecke reist im Blitzlichtgewitter der Regenbogenpresse an, denn wo sie ist, ist immer etwas los. Frederike ist vom ersten Moment an vom Zauber der Stadt angetan – und von diesem charmanten Hotelier …

    Frederike ist allerdings nicht mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen, sondern stammt aus einfachen Verhältnissen der ostwestfälischen Provinz. Sie war fest entschlossen, sich durchzubeißen und entwickelte früh ihr Talent, Trends und Moden zu erkennen und das Beste daraus zu machen. Durch den Handel mit Feuchties, Dosierkugeln für die Waschmaschine und Mikrofaser-Tüchern hat sie sich ein beachtliches Vermögen erarbeitet, das sie jedoch großzügig für soziale Stiftungen und die Förderung junger Künstler einsetzte.

    Frederikes Liebesleben war nicht von Ruhe geprägt – mehrere Ehen rauschten durch ihre Biografie, bis sie in ihrem letzten Ehemann den Partner fürs Leben fand: Possidius Prinz von Lüdecke, kurz Poppi genannt. Er gehörte zum verarmten Landadel, sodass der fast 20 Jahre ältere Prinz neben dem Titel nichts als Schulden in die Ehe einbrachte. Frederike hielt ihm dennoch bis zu seinem sanften Ableben die Treue. Obwohl sie seit Jahrzehnten Glamour ausstrahlt, stilsicher auftritt und mit allen namhaften Künstlern der Gegenwart befreundet ist, hat sie sich stets eine gute Portion Gewitztheit bewahrt. Frederike ist eine Grande Dame mit einem noch immer erstaunlich großen Hunger nach Leben!

    Neben Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“, die zur Rolle ihres Lebens wurde, hat Marie-Luise Marjan in zahlreichen anderen Produktionen mitgespielt, darunter „Smog“, „Ein Herz und eine Seele“, „Palermo oder Wolfsburg“, „Berlin Alexanderplatz“, „Tatort“, „Das Traumschiff“ und „Die Schwarzwaldklinik“. „Nur eine Kunstmäzenin habe ich noch nie gespielt, darauf freue ich mich sehr!“, so die Schauspielerin über ihr neues Engagement.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ein Grund mehr vorerst Rote Rosen nicht wieder einzuschalten. Einmal Mutter Beimer ist genug in der Woche.
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      • (geb. 1963) am melden

        Mutter Beimer hat einen ganz schrecklichen Haarschnitt, so kurz die Haare geschrabbelt finde ich gruselig.Habe nur mal aus aus Neugierde die beiden letzen Folgen der Lindenstrasse gesehen.
        Eine von und zu in Rote Rosen? Herrje da muß man sie aber ordentlich herrichten und die Haare nicht so schrecklich kurz vor allem hinten.
        Bin gespannt
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        • (geb. 1979) am melden

          Boaaahhh...ich dachte jetzt echt, die nächste Todesmeldung trudelt jetzt ein. Mutter Beimer...schon etwas älter...puuuhhh...sie lebt noch
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