„Enlisted“: Späte Deutschlandpremiere der Militärcomedy

    Geoff Stults, Chris Lowell und Parker Young als „Brothers in Arms“

    Bernd Krannich – 05.03.2020, 06:00 Uhr

    Die Hauptdarsteller von „Enlisted“: Parker Young, Geoff Stults, Angelique Cabral, Chris Lowell und Keith David

    In den Vereinigten Staaten war sie ein Geheimtipp, nun kommt sie mit einiger Verspätung nach Deutschland: Die Comedyserie „Enlisted“. ProSieben Fun zeigt die 13 Episoden ab dem 25. März immer mittwochs um 22:00 Uhr.

    „Enlisted“ wurde in den Vereinigten Staaten 2014 ausgestrahlt. Im Zentrum stehen drei sehr unterschiedliche Brüder, die allesamt in der gleichen Militäreinheit dienen und dazu „verdammt“ sind, in der Heimat den Stürzpunkt in Schuss und die Moral hoch zu halten, während ihre Kameraden in Afghanistan und Irak eingesetzt sind. Wie bei den meisten erfolgreichen Serien verspricht die Kurzbeschreibung nicht sonderlich viel, und es sind die Figuren, die der Serie eine überzeugte Fanbasis einbrachten – die allerdings zu klein war, um den Sender FOX von einer Verlängerung zu überzeugen.

    Hinter der Serie steht Kevin Biegel, der zuvor für „Scrubs“ als Autor gearbeitet hatte und von da mit Serienschöpfer Bill Lawrence zu „Cougar Town“ wechselte.

    Drei Brüder hat es in ein Fort nach Florida verschlagen. Ihr kommandierender Offizier Command Sergeant Major Donald Cody (Keith David, „Community“) hatte einst mit ihrem Vater gedient und diesem versprochen, sich um die drei zu kümmern. Der Älteste, Peter „Pete“ Hill (Geoff Stults, „The Finder“) braucht besondere Fürsorge scheinbar nicht – bis er nach einem Faustschlag gegen einen vorgesetzten Offizier aus dem Einsatz im Kriegsgebiet zurück in die Heimat strafversetzt wird. So landet er zusammen in der Einheit mit seinen jüngeren Brüdern Derrick (Chris Lowell, „Private Practice“) und Randall „Randy“ („Suburgatory“, „Imposters“). Beide sind auf ihre Art nicht der richtige Stoff für die kämpfende Truppe: Derrick hat ein Problem mit Autoritäten, während Randy so ungeschickt ist, dass er vermutlich seinen eigenen Tod verursachen würde.

    Untauglichkeit für die Front kann auch dem Rest der Einheit bescheinigt werden, die sich so an der Heimatfront mit der Instandhaltung der Basis sowie Hilfsdiensten für die Familien der im Ausland befindlichen Soldaten beschäftigt sind. Pete wird zum Anführer eines Platoons – und neben ihm umfasst die Einheit mit Staff Sergeant Jillian „Jill“ Perez (Angelique Cabral, danach „Life in Pieces“) nur eine einzige weitere fähige Soldatin. Sie führt das zweite Platoon und konkurriert mit Pete. Zum Cast gehört auch Mel Rodriguez, der seitdem in „The Last Man on Earth“ und „On Becoming a God in Central Florida“ zu sehen war.

    Grundsätzlich kann man sich „Enlisted“ als eine Art „Police Academy“ mit mehr Herz und weniger Schmuddelhumor vorstellen. Ziel der Serienmacher war es, auf dem schmalen Grad zu wandeln und das Leben der Soldaten menschlich, unverkrampft und mit Humor zu zeigen, ohne die Militärangehörigen lächerlich zu machen.

    Trailer zu „Enlisted“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen