CBC mit Startdaten für „X Company“ und „Schitt’s Creek“

    Öffentlich rechtlicher kanadischer Sender mit Programm für 2015

    CBC mit Startdaten für "X Company" und "Schitt's Creek" – Öffentlich rechtlicher kanadischer Sender mit Programm für 2015 – Bild: CBC
    Die fünf Hauptfiguren von „X Company“

    Wie viele öffentlich rechtliche Sender steckt das kanadische CBC in Zeiten klammer Kassen und wachsender alternativer Bezugsmöglichkeiten von Unterhaltungsprogrammen in einer schwierigen Zeit des Umbruchs. Vor knapp zwei Jahren bekam der Sender von der konservativen Regierung harsche Sparauflagen und Budget-Kürzungen auferlegt und verlor zudem die Übertragungsrechte für Eishockey, das als Nationalsportart in Kanada etwa den Fußball in Deutschland noch weit in den Schatten stellt.

    Als Reaktion auf diese Herausforderungen verschrieb sich der Sender einen Strukturwandel und wollte sein Serienprogramm auf Produktionen umstellen, die typisch kanadisch seien. Dazu gehörte der Verzicht auf Procedurals amerikanischer Machart, die früher mit Blick auf eine internationale Vermarktbarkeit hergestellt wurden – etwa „Cracked“ und „Arctic Air“„.

    Neben der bereits angelaufenen Serie „Strange Empire“ wurden unter anderem die beiden neuen Serien „Schitt’s Creek“ und „X Company“ (ehemals „Camp X“) angekündigt, für die es nun konkrete Ausstrahlungsdaten gibt. Daneben hat es den Anschein, als würde auch die Miniserie „The Book of Negroes“ (eine Ko-Produktion mit dem US-Sender BET, wunschliste.de berichtete) seine Weltpremiere bei CBC feiern: Am 7. Januar 2015 geht es los, aus den USA .

    X Company
    Acht Folgen ab 18. Februar 2015.
    Basierend auf realen Ereignissen handelt die Serie „X Company“ von einem Lager am Lake Ontario, in dem ausgewählte junge Personen während des zweiten Weltkriegs auf einen Einsatz als Spione gegen Nazi-Deutschland vorbereitet wurden. Nicht nur die entsprechenden Fähigkeiten mussten ihnen vermittelt werden, sondern auch die Kaltblütigkeit, im Einsatz die Gräuel des Kriegs wegstecken zu können. Im Zentrum steht der an einer neurologischen Erkrankung leidende Alfred Graves, der dadurch aber auch ein nahezu perfektes Gedächtnis hat – in der Zeit vor USB-Sticks, Drahtlosnetzwerken und Handykameras ein unglaublicher Vorteil bei der Spionagearbeit.

    Die fünf jungen Spione in der Serie werden von Warren Brown (Neil), Evelyne Brochu („Orphan Black“;Aurora), Jack Laskey (Alfred), Connor Price (Harry) und Dustin Milligan („90210“, Tom) gespielt. Hugh Dillon („Flashpoint – Das Spezialkommando“) porträtiert als Ausbilder Duncan Sinclair „das Herz und die Faust“ des Camps. Hinter der Serie stehen die „Flashpoint“-Schöpfer Mark Ellis und Stephanie Morgenstern.

    Schitt’s Creek
    Ab 13. Januar 2015
    Der Videotheken-Gigant Johnny Rose (Eugene Levy) hat die Zeichen der Zeit verschlafen: Nach ausbleibenden Einnahmen kann er die jüngste Steuerforderung nicht mehr bezahlen, die Behörde pfändet ersteinmal seinen gesamten Besitz. Für ihn und seine durch Reichtum verwöhnte Familie bleibt nur ein Rückzugsort: Das Nest „Schitt’s Creek“, das Johnny einst als Gag gekauft hatte.

    Johnnys Ehefrau Moira (Catherine O’Hara) war mal Schauspielerin, doch zuletzt hat sie nur an der Seite ihres Mannes repräsentiert. Tochter Alexis (Annie Murphy) wuchs als Socialite auf und war es bisher gewohnt, mal eben aus einer Laune heraus nach Paris zu jetten. Eugene Levys Sohn Dan Levy spielt auch in der Serie den Sohn, David. Dan und sein Vater produzieren die Serie auch.

    In Schitt’s Creek hat Bürgermeister Roland Schitt (Chris Elliott, Lilys Vater bei „How I Met Your Mother“) das Sagen. Wer sich an Elliots Rollen als Kameramann im Film „ … und täglich grüßt das Murmeltier“ und als Dom in „Verrückt nach Marry“ erinnert kann erahnen, wie diese Rolle ausgelegt ist: Der Bürgermeister ist keinesfalls würdevoll und ein Aushängeschild seiner Gemeinde, sondern vielmehr schleimig und unangenehm.

    Blick hinter die Kulissen von „Schitt’s Creek“

    28.11.2014, 10:03 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

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