Catherine O’Hara ist tot. Die kanadisch-amerikanische Schauspielerin starb am Freitag nach kurzer Krankheit in ihrem Haus in Los Angeles, wie ihre Agentur CAA bestätigte. Sie wurde 71 Jahre alt. Über Jahrzehnte hinweg prägte O’Hara Film, Fernsehen und das Comedy-Genre mit ihrer Beobachtungsgabe, mit präzise gezeichneten Charakteren – und mit Hits wie „Schitt’s Creek“ und „Kevin – Allein zu Haus“.
Geboren 1954 in Toronto, wurde Catherine O’Hara dem Fernsehpublikum ihres Heimatlandes und auch in den USA zunächst vor allem durch die Sketch Comedy „SCTV“ bekannt. Jahrelang war sie darin an der Seite von Eugene Levy, John Candy, Rick Moranis und Andrea Martin zu sehen. 1982 wurde O’Hara für ihre Leistung als Autorin des Formats mit ihrem ersten Emmy ausgezeichnet.
Ein spätes Karrierehoch erlebte Catherine O’Hara mit „Schitt’s Creek“, einer kanadischen Comedy, die sie durch die erneute Zusammenarbeit mit Eugene Levy zu ihren Fernsehwurzeln zurückführte. Als Moira Rose, einstiger Soapstar im Exil, gewann sie 2020 ihren zweiten Emmy. Die Serie wurde erst in ihren späteren Staffeln zum internationalen Erfolg und gilt als Musterbeispiel dafür, wie ein Format durch spätere Streaming-Verwertung ein noch viel größeres Publikum erreichen kann.
Zuletzt war O’Hara noch einmal als Delia Deetz in „Beetlejuice Beetlejuice“ zu sehen, zudem in der zweiten Staffel der von Kritikern gefeierten HBO-Max-Serie „The Last of Us“ sowie in der Comedyserie „The Studio“ von Apple TV. Für diese Auftritte wurde sie jeweils für einen Emmy als beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie sowie als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie nominiert.