75. Golden Globes – Die Gewinner: „Handmaid’s Tale“, „Mrs. Maisel“, „Big Little Lies“

    Fatih Akin gewinnt mit deutsch-französischem Film „Aus dem Nichts“

    75. Golden Globes - Die Gewinner: "Handmaid's Tale", "Mrs. Maisel", "Big Little Lies" – Fatih Akin gewinnt mit deutsch-französischem Film "Aus dem Nichts" – Bild: Hulu
    Elisabeth Moss als Offred in „The Handmaid’s Tale“

    Die 75. Golden Globes standen deutlich im Zeichen der Enthüllungen über jahrelange, unter den Teppich gekehrte sexuelle Übergriffe in der Unterhaltungsindustrie. Zahlreiche Seitenhiebe enthielt etwa die Eröffnungsansprache von Host Seth Meyers. Und viele der geladenen Gäste hatten sich als stummes, aber beredtes Zeichen ihrer Unterstützung der Opfer und der Aufklärung in schwarz gekleidet. Kurz vor der Veranstaltung war unter dem Namen „Times Up“ ein Hilfsfond gegründet worden, der denjenigen mit Geldmitteln helfen soll, die wegen sexueller Belästigung vor Gericht ziehen wollen. Zahlreiche Gäste der Veranstaltung hatten entsprechende Pins der Organisation angesteckt.

    Eröffnungsansprache von Seth Meyers

    Unter den großen Gewinnern der Globes fanden sich in diesem Jahr die Streaming-Dienste Hulu und Amazon sowie HBO: Hulu konnte Drama-Globes für „The Handmaid’s Tale“ und dessen Hauptdarstellerin Elisabeth Moss abstauben, Amazon für die Comedyserie „The Marvelous Mrs. Maisel“ sowie dessen Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan und HBO räumte mit „Big Little Lies“ und dessen Hauptdarstellerin Nicole Kidman und den Nebendarstellern Alexander Skarsgård und Laura Dern ab.

    Aziz Ansari wurde für seine Hauptrolle in der von ihm geschaffenen Netflix-Comedy „Master of None“ geehrt, Ewan McGregor erhielt einen Preis als männlicher Hauptdarsteller in der Miniserie „Fargo“ und Sterling K. Brown wurde für „This Is Us“ ausgezeichnet: Als erster schwarzer Schauspieler bei den Globes in der Drama-Hauptdarsteller-Kategorie überhaupt und als einziger Seriendarsteller, der für ein Broadcast-Network arbeitet (also weder Kabel-Fernsehen noch Pay-TV oder Streaming-Dienst).

    Leer ausgegangen sind vor allem die Miniserien „Feud: Bette and Joan“ sowie „Top of the Lake: China Girl“. Etwas ungewöhnlich ist, dass die Golden Globes in ihren elf TV-Kategorien gleich sieben Überschneidungen mit den Emmys haben.
    Im Filmbereich konnte Fatih Akins „Aus dem Nichts“ (englischer Titel „In the Fade“) mit Diane Kruger den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film gewinnen.

    Dankesrede von Faith Akin

    Die Gewinner im TV-Bereich:

    Beste Dramaserie
    „The Crown“
    „Game of Thrones“
    Gewinner: „The Handmaid’s Tale“
    „Stranger Things“
    „This is Us“

    Beste Comedy- oder Musicalserie
    „Black-ish“
    Gewinner: „The Marvelous Mrs. Maisel“
    „Master of None“
    „SMILF“
    „Will & Grace“

    Beste Darstellerin in einer Dramaserie
    Caitriona Balfe – „Outlander“
    Claire Foy – „The Crown“
    Maggie Gyllenhaal – „The Deuce“
    Katherine Langford – „13 Reasons Why“ (aka „Tote Mädchen Lügen nicht“)
    Gewinner: Elisabeth Moss – „The Handmaid’s Tale“

    Bester Darsteller in einer Dramaserie
    Jason Bateman – „Ozark“
    Gewinner: Sterling K. Brown – „This is Us“
    Freddie Highmore – „The Good Doctor“
    Bob Odenkirk – „Better Call Saul“
    Liev Schreiber – „Ray Donovan“

    Beste Darstellerin in einer Comedy- oder Musicalserie
    Pamela Adelon – „Better Things“
    Alison Brie – „G.L.O.W.“
    Gewinner: Rachel Brosnahan – „The Marvelous Mrs. Maisel“
    Issa Rae – „Insecure“
    Frankie Shaw – „SMILF“

    Bester Darsteller in einer Comedy- oder Musicalserie
    Anthony Anderson – „Black-ish“
    Gewinner: Aziz Ansari – „Master of None“
    Kevin Bacon – „I Love Dick“
    William H. Macy – „Shameless“
    Eric McCormack – „Will & Grace“

    Beste Miniserie oder TV-Film
    Gewinner: „Big Little Lies“
    „Fargo“
    „Feud: Bette and Joan“
    „The Sinner“
    „Top of The Lake“ (China Girl)

    Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem TV-Film
    Robert De Niro – „Wizards of Lies“
    Jude Law – „The Young Pope“
    Kyle MacLachlan – „Twin Peaks“
    Gewinner: Ewan McGregor – „Fargo“
    Geoffrey Rush – „Genius“

    Beste Darstellerin in einer Miniserie oder einem TV-Film
    Gewinner: Laura Dern – „Big Little Lies“
    Ann Dowd – „The Handmaid’s Tale“
    Chrissy Metz – „This is Us“
    Michelle Pfeiffer – „Wizards of Lies“
    Shailene Woodley – „Big Little Lies“

    Beste Nebendarstellerin in einer TV-Serie, einem TV-Film oder einer Miniserie
    Jessica Biel – „The Sinner“
    Gewinner: Nicole Kidman – „Big Little Lies“
    Jessica Lang – „Feud: Bette and Joan“
    Susan Sarandon – „Feud: Bette and Joan“
    Reese Witherspoon – „Big Little Lies“

    Bester Nebendarsteller in einer TV-Serie, einer Miniserie oder einem TV-Film
    David Harbour – „Stranger Things“
    Alfred Molina – „Feud: Bette and Joan“
    Christian Slater – „Mr. Robot“
    Gewinner: Alexanders Skarsgard – „Big Little Lies“
    David Thewlis – „Fargo“

    Die Gewinner im Film-Bereich:
    Bester Film – Drama: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Beste Performance einer Film-Darstellerin – Drama: Frances McDormand – „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Beste Performance eines Film-Darstellers – Drama: Gary Oldman – „Darkest Hour“
    Bester Film – Musical or Comedy: „Lady Bird“
    Beste Performance einer Film-Darstellerin – Musical or Comedy: Saoirse Ronan – „Lady Bird“
    Beste Performance eines Film-Darstellers – Musical or Comedy: James Franco„The Disaster Artist“
    Beste Regieleistung – Motion Picture: Guillermo del Toro„The Shape of Water“
    Bester Film – Fremdsprachig: „Aus dem Nichts“ (Deutschland, Frankreich)
    Bester Film – Animiert: „Coco – Lebendiger als das Leben!“
    Bestes Film-Drehbuch: Martin McDonagh – „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Beste Performance einer Film-Darstellerin in einer Nebenrolle (Drama, Comedy oder Musical): Allison Janney – „I, Tonya“
    Beste Performance eines Film-Darstellers in einer Nebenrolle (Drama, Comedy oder Musical): Sam Rockwell – „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Bester Film-Song: „This Is Me“ – „The Greatest Showman“
    Bester Film-Score: Alexandre Desplat – „The Shape of Water“

    08.01.2018, 06:24 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • User_172462 am 09.01.2018 19:11

      Ich freue mich nicht über Akins Gewinn. Er steht für alles, was mit D und der Beziehung zwischen D und der Welt schief läuft. Die Deutschen sind geisteskrank. Wir werden von der ganzen Welt seit Jahrzehnten bespuckt und beleidigt und verleumdet – und was machen wir? Wir bücken uns tief und sagen, “Ja, Massa, mehr, Massa, zurecht, Massa” und reichen unseren Peinigern und Schmähern noch die Peitsche in die Hand und machen fröhlich mit, geißeln uns, schleimen uns bei den hasserfüllten Hollywood-Bullies ein, drehen bevorzugt Nazifilme, DDR/Stasi-Filme und jetzt auch noch NSU-Filme. Dresden wird verschwiegen, die Greuel USamerikanischer Soldaten, den “Helden”, im zweiten Weltkrieg werden untern Tisch gekehrt. Ich bin absolut gegen Gewalt (auch wenn ich Gefahr laufe jetzt wie Trump zu klingen, aber) von jedweder Seite! Und gegen Rassismus, aber die Deutschen machen genau das, nur dass sie Gewalt und Rassismus verüben an ihrem eigenen Volk – bzw. an dem Teil, der seit Tausenden von Jahren in diesem Land lebt – und das ist ein historischer Fakt, kein Nazitum, und wer sich daran stört, der müsste sich auch über Noah Beckers Aussage über das “weiße Berlin” aufregen - wer Farbenblindheit verlangt, darf nicht selbst mit Farbzuweisungen anfangen, Herr Becker, sonst muss man sich über Reaktionen nicht wundern und dann klagen!!! Aber das genau ist das Problem, wer auf Beckers, etc., Seite steht, agiert erst recht rassistisch – denn Diskriminierung gilt in beide Richtungen, und es kann nicht eine akzeptierte und eine verdammte Richtung geben!! Zudem wollen meiner Erfahrung (sorry, so hab ichs mitbekommen) nach Menschen mit anderer/vielfältiger Ethnizität gar keine Gleichbehandlung, den dann haben sie kein Druckmittel mehr, das sie als Waffe verwenden können, wann immer ihnen etwas nicht past/ sie keine Vorzugsbehandlung bekommen! Sorry, ist ein Fakt.
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