Kommentare 11–20 von 9037

  • am

    Es zieht sich wie ein roter Faden durch bestimmte mediale Formate: Nicht nur das stupide Ignorieren von sich veränderten Verhältnissen, sondern auch ein mit Kauderwelsch dekadentes Zerpflücken sachlich fundierter Beiträge. Ein marodes Staatssystem wird wider besseres Wissens immer noch begrüßt, obwohl alle Zeichen auf Insolvenz stehen. Eine Affäre jagt die andere, Notstandsumbildungen des Machtapparates geistern durch die Presse, die Inflation klettert weiter und jedweder Hoffnungsträger wird gegeißelt. Was geht nur in manchen Hirnen vor sich. Und das obwohl Stimmen fairerweise auch immer wieder anmerken, wie hier kürzlich :“ Auch eine AfD-Regierung wird und kann die Sollbruchstellen aus vielen Jahrzehnten von Misswirtschaft, Massenmigration, und linker Hegemonie nicht unverzüglich zuschütten können.“ – begreifen einige eben die Dimension dieser staatlichen Misere immer noch nicht.
    Ist es physische Verwirrtheit oder eher die verständliche Angst biederer Kleinbürger vor eventuellen Einschränkungen ihres Lebensbereiches? Nun letztes musste angesichts der heutigen Entwicklung sogar die noch agierende Merz-Regierung in Aussicht stellen.
    Manche Bürger bekommen einfach keine eigene solide Haltung und Einstellung zustande - und zum Ausdruck. Auch wenn es müßig und absurd wäre, hier jedes solcher Pamphlete zu erwähnen – ist es wohl nicht nur in diesem Forum seit Anfang an Usus.
    • (geb. 1962) am

      @Corinna, das ist ja wieder das altbekannte Muster: Wenn die Argumente zur konkreten Programmatik ausgehen, flüchtet man sich in apokalyptische Untergangsrhetorik. Begriffe wie ‚Systeminsolvenz‘ oder ‚Kauderwelsch‘ sollen schlicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie auf die Kernfragen der sozialen Realität keine einzige greifbare Antwort haben.

      Mal Butter bei die Fische: Erst jüngst debattierte der Bundestag über schärferen Mieterschutz. Wo steht die AfD bei solchen sozialen Kernfragen? Sie verweigert Instrumente wie die Mietpreisbremse beharrlich mit Verweis auf den freien Markt. Das ist kein Kampf gegen ‚die Eliten‘, das ist Politik für Großinvestoren – gegen die eigene Wählerschaft. ‚Veränderung‘ predigen, aber im eigenen Bundestagswahlprogramm eine drastische Deregulierung des Marktes und den Abbau von Schutzrechten fordern, bedeutet reine Umverteilung von unten nach oben.

      Das hat absolut nichts mit dem ‚Wohl des deutschen Volkes‘ in Form einer Verbesserung der Lage des unteren Teils der Bevölkerung oder der ArbeiterInnenschaft zu tun.Das Schüren von Staatsverdrossenheit ersetzt kein tragfähiges Wirtschaftskonzept. Das permanente Schimpfen über Andersdenkende überspielt nicht mehr den Mangel an Substanz.

      Wollen wir nicht lieber konkreter werden? Mal über die geplanten Entlastungen für Spitzenverdiener sprechen – die AfD-Klientelpolitik für Vermögende?

      Oder uns einmal etwas tiefer mit dem immer offener zutage tretenden Widerspruch zwischen verbalem Sozialpopulismus im Osten und dem marktradikalen Bundesvorstand beschäftigen? Ich denke, es wird dann schnell eng.
    • (geb. 1974) am

      @Uli
      Wieso überraschen Sie mich eigentlich nicht mehr?!
      Kann ich sogar astrein erklären:

      Interessant ist vorweg, dass Sie in dem ganzen Zeitraum - seit dem ich hier unterwegs bin - fast ausschließlich nur die AfD kritisieren, aber kaum erklären, warum die Politik der Linken die besseren Lösungen sein soll.
      ...schon echt bemerkenswert, Ihr immergleiches Muster, was für das geübte Auge absolut auffällig ist!

      Wenn man sich nämlich die Programme beider Parteien mal genauer ansieht, wird deutlich, dass beide Parteien eigentlich sehr ambitionierte Versprechen machen.
      Die AfD setzt auf Steuersenkungen, Deregulierung und Einsparungen, deren Finanzierung von vielen Experten zwar kritisch gesehen wird, aber andererseits auch wiederum Zuspruch und ein Anfang für ein echten Neustart des altverkrusteten Systems darstellt.
      Die Linkspartei setzt auf einen massiven Ausbau des Sozialstaats, Mietendeckel, Vermögensteuern und umfangreiche Umverteilung - auch dort wird von vielen Ökonomen bezweifelt, dass sich die versprochenen Einnahmen und Wirkungen in dieser Form realisieren lassen.

      Der Unterschied ist dabei allerdings:
      Über die Schwächen der AfD schreiben Sie unentwegt ausführlich.
      Über die offenen Fragen im Programm der Linken hingegen kein sterbends Wort. Das wirkt weniger wie eine sachliche Analyse als wie parteipolitische Einseitigkeit.
      Wenn Sie doch unbedingt überzeugen möchten, wäre es doch endlich mal spannender zu erklären, warum ausgerechnet die Konzepte der Linken wirtschaftlich tragfähiger und realistischer sein sollen - anstatt sich darauf zu beschränken, andere Parteien abzuwerten.
      Kritik ersetzt schließlich keine Begründung für die eigene Position.

      Übrigens, die Wahlergebnisse der letzten Bundestagswahl zeigten zudem, dass viele Bürger zuletzt bewusst konservativere Parteien gestärkt haben. Wer diesen politischen Trend ausschließlich mit moralischer Empörung beantwortet, anstatt sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, wird die Menschen kaum zurückgewinnen.

      Also: Erklären Sie doch einmal, warum das Programm der Linken realistischer sein soll.
      Denn nur gegen die AfD zu argumentieren, ist noch lange kein Argument für die Linke.

      Vielen Dank im voraus!
  • am

    Bereits Routine von Pessimisten wie auch Menschen mit Vorurteilen, jedwede sich abzeichnende Veränderungen, gleich welchen Bereichs in Wirtschaft, Soziales oder Politik, generell zu verwerfen bzw. die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden – obwohl sich alles um sie herum in immer mehr Turbulenzen des Nichtmachbaren verstrickt. Man kann es durchaus mit den absurden Hoffnungsszenarien einer Titanic vergleichen. Und dieses „Rette sich wer kann“ setzte sich in den 40er Jahren noch dramatischer fort.
    Die heutigen Himmelfahrtkommandos - Krieg, Inflation, Fluchtbewegungen, Armut, Kriminalität, Korruption, Skandale scheinen alles Dagewesene wohl noch zu übertreffen.
    Jedoch, wiederum wird nach Lösungen gesucht, die jedoch dann nichts nützen, wenn man sie von vornherein verteufelt, was derzeit intensiv versucht wird.
    Im Unterschied zu früher hat jedoch das Bildungssystem inzwischen aufgeholt und auf den großen Rückhalt folgsamer Bürger kann dass schwer angeschlagene Establishment nicht mehr zählen. Die Lebensuhr der sich für ewig haltenden Politmechanismen ist abgelaufen. Auch in fast allen öffentlichen Einrichtungen werden Glockengeläute mittlerweile nicht mehr von Seilschaften betrieben. Ob diese „Modernisierung“ demnächst auch in Sachsen-Anhalt gelingt, sei dahingestellt. Kommt sie diesmal nicht zustande, wird sie später umso präziser sein.
    Wie mit Beginn der Eisenbahn-, PKW-, Flugzeugära gehörten Pannen und Rückschläge zur Motivation von Verbesserungen – die sich durch durchsetzten.
    In dem Sinne
    • (geb. 1962) am

      Die vorgebliche „Routine von Pessimisten“ zu geißeln und gleichzeitig in der eigenen Argumentation das Wort „jedoch“ inflationär als gedankliche Vollbremsung zu nutzen, zeigt doch schon sprachlich das Problem, @discovery – der ungelöste Selbstwiderspruch im Vortrag. Die Kernfragen sind doch weiterhin:

      Wie soll eine Partei, die in ihrer Steuer- und Sozialpolitik marktradikale, neoliberale Positionen vertritt, die Interessen der klassischen Arbeiterschaft schützen?

      Wo ist das tragfähige Zukunftsmodell jenseits von Glockengeläut-Metaphern und dem Schüren von Ressentiments gegen staatliche Institutionen?

      Wer darauf auch heute nur selbstwidersprüchliche Antworten und Durchhalteparolen bietet, hat die Halbwertszeit bereits überschritten.
  • am

    Weniger Verbeamtungen

    Unsere Politiker vergessen komplett, das Beamte nicht streiken dürfen.

    Beamte halten den Staat am laufen, wenn gestreikt wird.

    Z.B. Lehrer
    Beamtete Lehrer dürfen nicht streiken. Alle anderen schon. Gibt es keine verbeamteten Lehrer mehr, wird unser Volk (ganz besonders die sowieso schwachen und ungebildeten Ausländer) noch dümmer als es mittlerweile eh schon sind.

    Aber soweit können unsere Politiker nicht denken.
    Die sollten zuerst mal bei sich selbst anfangen zu sparen. Kein Beamtenstatus und keine jährlichen Diätenerhöhungen mehr. Da spart man mit Sicherheit erhebliches ein. Denn welcher Beamte (auch nicht Beamte) erhält jedes Jahr 300 € Gehaltserhöhung im Monat?

    Am Ende schaut man blöd aus der Wäsche wenn gestreikt wird und es kein Schulunterricht mehr gibt. Wir haben sowieso viel zu wenig Lehrer. Wo soll denn gerade in der heutigen Zeit noch der Anreiz liegen, (z.B.) Lehrer zu werden? 🤷
    • am

      Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.
      R. D.
    • am

      @ 1698088

      Wie wahr, wie wahr.

      Meine Vermieter, die vor 12 Jahren meine Wohnung gekauft haben und vor dem Kauf meine Obdachlosigkeit angekündigt haben, haben nun einen windigen Anwalt gefunden, der mit Trick 17 den Mieter entsorgen will/wird.

      Es wird mit ANWALTSPOST einen Wohnungsverkauf erklärt. Dies soll den Zutritt eines windigen Makler gewähren, damit der heimliche Fotos von der Wohnung schießt, damit die windigen Anwälte nach Abmahnungsgründen suchen können. Dann wird alles mögliche (z.B. Heizen und Lüften) ins Blaue abgemahnt und die Kündigung wird auch erwähnt).

      Es gibt skrupellose Anwälte und Makler, die sich einfach für NICHTS zu schade sind.
    • am

      Hier "darf" man schon antworten:
      Ja, keine Einzelfälle - tausendfach vorhanden und sogar öffentlich zu recht angeprangert.
      Geholfen haben diese Kritiken nie.
      Was aber in unserer Welt weitaus schlimmer erscheint: Trotz aller Erkenntnisse ertrotzt sich die Führungsschicht unserer Mehrklassengesellschaft die Erhaltung dieser Ausuferungen - noch.
      Denn, natürlich "könnte" eine Regierung des Volkes Abhilfe schaffen - wenigstens Milderungen ermöglichen, denn auch unter weiterbestehenden Resten überkommener Lebensmodelle sind bleibende Fehler nicht auszuschließen.
      Ich meine nicht nur in Bezug auf dieses Thema - es gibt höchstwahrscheinlich nur wieder die eine Variante Lösung - die, "bis das Fass überläuft" !
    • (geb. 1962) am

      Man "darf" was dazu sagen - aber es ist redundant, wenn es sich in dem Versuch erschöpft, Mieternöte rein für die eigenen Feindbildkonstrukte auszubeuten.

      "Nie etwas geändert" ist im Übrigen die Unwahrheit, tatsächlich hat das deutsche Mietrecht inzwischen im internationalen Vergleich recht starke Regularien, Gerichte, Mietervereine, Mietrechtsnovellen haben ihren Anteil dazu geleistet.

      Aber natürlich versucht der neo-liberale Zeitgeist heuer, erzielte Fortschritte wieder rückgängig zu machen und läßt die Mieter wachsend finanziell bluten. Nicht von ungefähr stemmt sich z.B. die Linke gegen wachsende Entgleisungen.

      Was aber tut z.B. die AFD real in der Sache? Nichts. Sie affimiert ständig dem neoliberalen Zeigeist und kapitalisiert die Nöte der Mieter durch Umdeutung in ein ideologisches "die da oben" Geraune und bietet vage Scheinversprechen ("das Volk könnte ...").

      Kuirzum: Real nix machen, aber große Reden schwingen - man hat den Eindruck, dass da ein politischer Trittbrettfahrer nur die "korrupten Eliten" beerben will, möglichst ohne einen Finger krumm zu machen.
  • am

    Die politische Weltentwicklung ermöglicht eine immer mehr differenzierter Auslegung des jeweiligen staatlichen Kurses. Besonders „Demokratie“, die von fast allen Regimes als ihre ureigene DNA reglementiert wird, wird in jeder brauchbaren Situation als Schutzschild zum Machterhalt gebraucht.
    Aufgrund dieser strategischen Sackgassen hat sich in einigen politikwissenschaftlichen Nischen und auch der Union selbst ein Debattenstrang über Minderheitsregierungen und sogenannte flexible Mehrheiten entsponnen. Wo die direkte Kooperation mit der AfD ausgeschlossen bleiben soll und Altparteienbündnisse (auch mit Linken) politisch toxisch werden, erscheint die Minderheitsregierung als eine Art parlamentarische Krücke, in der sich auch die AfD wird offenbaren müssen. Ob es dazu kommen wird, bleibt zweifelhaft. Bisher galten Minderheitsregierungen in der BRD lediglich als politische Improvisationen, aber nicht als institutioneller Normalzustand.
    Für die AfD selbst ist diese Situation ambivalent. Die Realität der Brandmauer bestätigt ihren Anhängern, dass diese Partei als einzige wirkliche Opposition zum etablierten System wahrgenommen wird. Sie schützt die AfD zugleich aber auch vor den Kosten des regierens. Man muss zugeben, dass diese Situation den politisch maximalen Erwartungshorizont der AfD-Wählerschaft offen hält. Auch eine AfD-Regierung wird und kann die Sollbruchstellen aus vielen Jahrzehnten von Misswirtschaft, Massenmigration, und linker Hegemonie nicht unverzüglich zuschütten können.

    Damit erübrigen sich die von Hartlinern aufgeputschten Ängste mancher labiler Zeitgenossen, dass Opposition keinerlei Fähigkeiten für ein besseres Lebensmodell aufbringen könnte.
    Dass ist richtig, von heute auf morgen, sofort oder unverzüglich sind derartige Reparaturen von niemanden zu bewerkstelligen.
    • (geb. 1962) am

      Ein interessanter analytischer Ansatz, @Herr T. Sie beschreiben die Minderheitsregierung als strategischen Schutzraum für die AfD, der sie vor den Abnutzungseffekten des Realregierens bewahrt und maximale Erwartungshorizonte offenlässt.

      Machttechnisch mag das gelten. Systemisch gesehen scheint hier jedoch die Sollbruchstelle auf:

      Eine Formation, die sich als fundamentale Alternative und Umstürzlerin inszeniert, aber strategisch von der eigenen Regierungsunfähigkeit profitiert, bekommt in naher Zukunft ein Glaubwürdigkeitsproblem. Denn die zugesagte „Reparatur“ bleibt weiter ein indifferentes Abstraktum für die Menschen, während sich die emotionalisierten Feindbilder von „Massenmigration“, „linker Hegemonie“ und „Massenmanipulation“ immer mehr abnutzen. Bei einer rein destruktiven Opposition ohne tragfähiges Zukunftsmodell werden die Fragezeichen somit zwangsläufig immer größer.

      Zudem hat sich innerhalb der fragmentarisch skizzierten Programmatik ein systemischer Knoten eingeschlichen, der analytisch unlösbar erscheint: Der Versuch, die durch den Niedergang der klassischen Sozialdemokratie heimatlos gewordene Arbeiterschaft zu absorbieren, kollidiert diametral mit den ordnungspolitischen, teils dezidiert marktradikalen Kernpositionen der AfD im Bereich der Steuer- und Sozialpolitik.

      Die AfD steht damit unter erheblichem zeitlichen Druck: Wie lange kann sie den Spagat aufrechterhalten zwischen dem bloßen Bedienen von Migrations- und Hegemonie-Narrativen und einer ökonomischen Vision, die den bestehenden Neoliberalismus im Kern nicht überwindet, sondern ihn vielmehr zu einem marktradikalen, beinahe sozialdarwinistischen Modell zuspitzt? Eine solche Umsetzung würde genau jener heimatlos gewordenen Arbeiterschaft, die man zu repräsentieren vorgibt, vollends den wirtschaftlichen Boden unter den Füßen wegziehen.

      Vielleicht nicht heute oder morgen, doch das Ende jener Bewegung ohne Inhalt erscheint bereits am Horizont auf.
  • (geb. 1954) am

    Vor lauter Langeweile habe ich mich nochmal angemeldet.Höhlendödel und Konsorten schreiben wie immer nur die gleichen langweiligen Phrasen.
    Wie wäre es mal mit aktuellen Themen.
    Der Regierung geht es mit den # Reformen# gar nicht schnell genug,die Mehrheit der Bevölkerung immer noch ärmer zu machen.Jeder muss seinen Beitrag leisten,nur nicht Politiker,hohe Beamte,Privatversicherte und die Reichen und Superreichen.Stellen wir uns schonmal das neue Stadtbild vor.Mehr Zahnlose,mehr Obdachlose,mehr Tafeln,mehr Suppenküchen und mehr Flaschensammler.Die Rüstungsindustrie jubelt,fahren demnächst Panzer durch die Städte um einen Bürgerkrieg, wie in den USA,zu verhindern.Dabei steht doch Putin morgen schon vor dem Brandenburger Tor.Und Wir Willigen Kriegstüchtigen Europäer,als Kriegspartei,tun doch nun wirklich alles,dass Er seine Drohungen endlich wahr macht. Na auch das Interview gesehen mit der ehemaligen Pressesprecherin von Selenskij? Wurde natürlich bei uns nicht drüber berichtet.
    Und so tolle Umfrageergebnisse für die Fitze Fatze Black Rock Merz Regierung,mit Kriegsminister Pistorius an der Spitze.Da frage ich mich immer,wen hat man da befragt?Genauso bei der Alternative für Doofe,Die erst recht nichts zur Verbesserung der Mehrheit derBevölkerung beitragen wird.
    • am

      Manche Vereine und Parteien lösen sich auch wieder mal auf oder verlieren zumindest an Bedeutung
      Während sich der Niedergang der Sozialdemokratie als natürliche Repräsentation der klassischen Arbeiterschaft in nahezu allen Wahl- und Studiendaten seit geraumer Zeit bestätigt, treffen die jüngsten Verschiebungen die CDU – und das noch härter. Ihr indentitäres Selbstbild war über Jahrzehnte das einer natürlichen Ordnungspartei und bürgerlichen Sammelformation der alten Bundesrepublik Deutschland. Nun muss sich die Union jedoch klar entscheiden, was für sie in der voraussichtlich blockierten Mehrheitslage noch möglich ist. Eine CDU, die mit der der Linkspartei kooperiert oder sich von ihr tolerieren lässt, wird sich vielleicht in die Staatskanzleien und Ministerämter retten können. Sie wird aber zugleich weiter in ihrer restkonservativen Substanz aufgezehrt.
      • (geb. 1962) am

        Soweit nachvollziehbar, @Herr T. Aber was wäre die Alternative? Etwa den rechtsextremen Rand gewähren lassen oder gar mit ihm paktieren?

        Alle diese Versuche auf europäischer Ebene zeigen verlässlich, dass sich die etablierten Konservativen damit endgültig verzwergen und die Rechtsradikalen nur weiter stärken.

        Am Ende steht der Verlust der Mehrheitsfähigkeit in der breiten Wählermitte – und damit die Stabilität der gesamten demokratischen Ordnung auf dem Spiel.

        Es ist doch so: Wer die Zerstörung der Brandmauer als "Rettung" tarnt, ebnet faktisch den Weg für eine radikale Systemtransformation, an deren Ende die Demontage der bürgerlichen Demokratie steht.

        Würden Sie es also etwa vorziehen, in einer kaputten Demokratie sich am Ende alles von einer rechtsextremistischen Minderheit diktieren zu lassen?
    • am

      Leihmutterschaft

      Endlich ist Jens Spahn zurückgetreten.

      Wer Wasser predigt und selbst Wein säuft hat in der Politik nichts zu suchen.

      Egoistisch, selbst eine Leihmutterschaft in Anspruch nehmen aber seinem eigenen Volk dies nicht zu gönnen.

      Er, wohl mehrfacher Millionär, geht halt ins Ausland. Der Rest von Deutschland hat halt Pech gehabt, das jene kinderlosen Paare, wo eine Frau keine Kinder bekommen kann, sich dies nicht leisten können.

      Ich bin der Meinung: Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater.

      Wie werden sich Kinder wohl fühlen, in deren Leben keine wirkliche Mutter eine Rolle spielt. Ihre Freunde aber von "Meine Mutter ..." oder "Meine Mama hat ..." oder "Mama und Papa ...." erzählen/sprechen?

      Die nicht wirklich eine Mutter in ihrem Leben kennen werden.

      Will Jens Spahn diese Leihmutter - Frau ab und zu nach Deutschland einfliegen lassen?
      Und will diese Frau dies überhaupt? Oder wird sie für diese Zeit nochmal extra bezahlt?

      Gut das DER jetzt weg ist ...
      • am

        @ PaterNoster1 Ja, es ist gut, dass Jens Spahn ging. Dass er sich mit seinem Partner für ein Kind entschied, ist dabei eher lobenswert, und ich denke, diesem Jungen wird es auch ohne seine biologische Mutter an nichts fehlen.

        Zu verurteilen ist allein der Weg, den er mit seinem Mann einschlug, um seinen Sohn zu bekommen. Scheinheilig in Deutschland einem Gesetz gegen Leihmutterschaft zustimmte, als die Leihmutter in USA bereits mit dem vom Ehepartner "gezeugten" Wunschkind schwanger war.

        Das war einmal Doppelmoral und Arroganz zu viel. Insbesondere in diesen Zeiten!
        Scheinheilig ist jedoch auch die Schelte einer Alice Weidel, ist sie doch auch mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerin zusammen, hat hier zwar den biologischen Vorteil des selbst Austragen eines Kindes, aber einen Vater braucht man dazu auch irgendwoher..........(und jede Menge Geld kostet auch das)
      • am

        @Paternoster, dieser Rücktritt war richtig und sowieso überfällig. Seine Fehltritte sind reichlich. Ich bin gegen Leihmutterschaft, weil es den Körper einer anderen Frau ausbeutet. Jede, die Kinder geboren hat, weiß, dass das 
        nicht ohne Spätfolgen ausgeht. Es sind in der Regel Frauen aus nicht gut betuchten Kreisen, die ihren Körper zur Verfügung stellen. Das Geld lockt. Als Mitglied einer Partei mit dem „C“ im Namen finde ich es von Spahn doppelt verwerflich.
        Im Podcast „Machtwechsel“ wird aktuell zu dem Thema berichtet. Gut, dass sich insbesondere die Frauen in der CDU für den Abgang von Spahn eingesetzt haben.
      • am

        @ Hera
        @ 725819

        In Amerika sind Hauptsächlich Ehefrauen die bereits Kinder haben als "professionelle Gebärmaschinen" tätig. Sie finanzieren so ihre Familien um den Lebens - Standard zu erhöhen oder wenn der Ehemann arbeitslos geworden ist, sind sie die finanzielle Haupteinnahmequelle.

        An Spätfolgen wird wohl keine der Frauen denken. Da zählen nur die Dollarzeichen. 🤷

        Aber immernoch besser als sich zu Prostituieren.


        Und ja, Jens Spahn hat sich viele Schnitzer erlaubt, was dem Steuerzahler aufgedrückt wurde.

        Wäre er Regressflichtig gewesen, hätte er sicher nicht so leichtfertig Entscheidungen getroffen. Aber es kostete ja nur dem Steuerzahler Geld 💰. Da erhöht man eben alle nur möglichen Steuern, um den Bürger, der keine Millionen auf dem Konto hat, ordentlich zu schöpfen. 👿

        Ich bin froh das er weg ist. Hoffentlich kommt der auch nicht wieder zurück. 🤯
    • (geb. 1962) am

      @ Holm Maurer. Man hat es hier im Forum ja nun schon mehrfach gesehen: Wenn die neurechte Blase mit konkreten internen Widersprüchen, realpolitischen Fakten und moralischen Leitfiguren konfrontiert wird, kollabiert ihr einfaches Schwarz-Weiß-Narrativ vom "bösen Regime" und der "rettenden Alternative" sofort.

      Zurück bleibt eine argumentative Peinlichkeit, die sich in riesige, nebelhafte Geschichtserzählungen flüchtet.

      Was mich bei Ihnen allerdings wundert, ist Ihr ausgeprägter Querfront-Habitus. Einerseits bedienen Sie sich munter im sozialistischen Werkzeugkasten und schwadronieren pathetisch über die "Endphase des BR-Kapitalismus-Kartells".

      Andererseits jubeln Sie im selben Atemzug einer Partei zu, die ein zutiefst kapitalistisch-neoliberales Programm vertritt, und unterwerfen sich diesem autoritären Marktliberalismus geradezu glücklich.

      Diese totale logische Entkernung wirft eine Frage auf: Ist diese moderne "Querfront" vielleicht nichts anderes als die Wiederkehr des autoritären Charakters im Elsässer-Gewand? Der Sehnsuchtsort ist offensichtlich nicht die soziale Gerechtigkeit, sondern schlicht das Ressentiment und die Lust an der Zerstörung.

      Karl Marx bemerkte einmal treffend, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.

      Ihre historische Inszenierung hier – der Versuch, den völkischen Kulturkampf von heute in eine Reihe mit der Bastille oder 1989 zu stellen – ist genau das: die intellektuelle Farce einer Pseudorevolte von rechts, die das Autoritäre glorifiziert. Sie haben einfach zu viel Compact Comics konsumiert.
      • am

        @Uli, das war wieder ein voller Treffer! 
        Ich muss gestehen, dass ich das Gefasel nach dem ersten Halbsatz nicht weiterlese. 
        Diese albernen Versuche, uns Geschichte erklären zu wollen.
      • am

        @ Uli 👍! Übrigens: mein Post vom 18.07. 9:40 war kein versteckter Vorwurf, sondern ernst gemeinter Dank für Ihren Post, der auf eine perfekte Art den meinen ergänzt, was wohl auf eine ähnliche Denkart hinweist! 😉 Also absolut nicht erklärungsbedürftig Ihrerseits.
      • (geb. 1962) am

        @ Hera, ähnliche Denkweise, glaube ich auch. Ich wollte nur ausdrücken, dass es mich gefreut hat, wie zwei praktisch unabhängig voneinander entstandene Texte so perfekt zusammenpassen.
    • (geb. 1962) am

      Der gelernte Verkäufer und Geruchspsychologe Ulrich Siegmund könnte der nächste sachsen-anhaltische Ministerpräsident werden. Das Wahlprogramm der Partei besteht aus rechtsextremistischem (oder besser: völkischem?) Kulturkampf und kapitalistisch-neoliberalen Parolen. Diese in sich höchst widersprüchliche Mischung ist in der Umsetzung völlig unrealistisch und vor allem gegen die mittleren und unteren Bevölkerungsgruppen gerichtet – was sicher zu großen Enttäuschungen führen wird.

      Das weiß auch der vor allem an individuellem Nutzen und Macht interessierte Siegmund, dem neben autoritärer Ordnungspolitik schnell neue und alte Sündenböcke einfallen werden, um vom eigenen Versagen abzulenken. Langfristig werden sich die negativen Folgen jedoch nicht verbergen lassen. Der Machterhalt der AfD ist dann nur noch möglich, wenn alle anderen von einer echten politischen Partizipation ausgeschlossen werden.

      Dies scheint mir auch der wahre Hintergrund zu sein, warum Siegmund als allererstes die Landesverwaltung massiv austauschen und zu einem linientreuen Verein machen möchte – und warum bereits jetzt im Wahlprogramm so viel von Diktatur die Rede ist. Noch werden die eigenen Absichten einfach auf die politischen Gegner projiziert.

      Besser für alle und vor allem für die „kleinen Leute“, wenn uns so eine Landesregierung erspart bliebe! Meine Meinung.
      • am

        @ Uli, das ist meine Meinung auch! Sie erläutern in Ihrem Post den Hintergrund, weshalb die in meinem Post erwähnten Einstein-Zitate zu zutreffend sind! Danke dafür. Schönes Wochenende.
      • am

        Interessant sind die (wieder einmal)  tobenden internen Machtkämpfe um Listenplätze. 
        Die Parteispitze greift ganz offen ein. Damit es wieder einmal bei der extremen rechten Ausrichtung bleibt. Von wegen normale Partei. 
        Aber rd. 40 Prozent in Sachsen-Anhalt finden solche Zustände ok. Aber wehe, wenn sonst einer von „oben“ Vorgaben macht. 
        Verkehrte (Denk-) Welt.
      • (geb. 1962) am

        @ Hera, es war tatsächlich eher ein Zufall, insofern ich meinen Post schon im Kopf zusammen hatte, als ich mich einloggte und Ihren las. Aber es ergänzte sich dann ideal. Schönes Wochenende.
      • (geb. 1962) am

        Haben Sie dermaßen recht, @ 819. Frage mich auch, wie man dieses Ausmaß an Doppelmoral überhaupt im Kopf aushalten kann.
    • am

      Was mir zu diesen letzten Kommentaren im Forum zu Albert Einstein einfällt - und das sind tatsächliche Zitate von ihm -

      > Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die
      das Böse zulassen!

      Passend dazu:

      > Ein kluger Mensch löst ein Problem - ein weiser vermeidet es!

      Sind wir also weise und lassen eine neuerliche, rechtsextreme Führung, die uns weit zurück in eine Vergangenheit führen würde, mit der wir längst abgeschlossen haben, nicht zu!

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