Kommentare 11–20 von 9005
Rostock am
Unsere Gesellschaft – in Aufruhr. Zahllose persönliche, soziale und wirtschaftliche Umbrüche des Lebens haben ihre Spuren hinterlassen und – wirken nach. So ist es keineswegs verwunderlich, dass sich auch das Verhalten zum Umfeld geändert hat.
Vor Jahrzehnten gab es zwei Optionen, wie es mit Mitteldeutschland weiter gehen könnte und - eine hat sich durchgesetzt.
Wurde aus machtpolitischer Perspektive mehr oder weniger versprochen und mehr oder weniger eingehalten – als vor 1989/90? Für demokratisch gesinnte Bürger, wie auch einigen Usern in den medialen Plattforen, sind die wahren Sachverhalte glasklar zu erkennen. Die Auslegung vom wahrlich schon überstrapazierten Slogan Demokratie wird erkennbar in jedem System unterschiedlich dargestellt. Dafür werden aus den Archiven der jeweiligen Regime immer mal wieder einstig verantwortliche Personalien in den Stuhlkreisen der TV-Formate platziert. Für Weissagungen, persönlicher Ansichten und natürlich Rechtfertigungen und Schönfärberei eigener unrühmlicher Abgänge aus den Machtzirkeln finden sich schon exotische, mit reichlich „Abfindungen“ und „Pensionen“ ausgestattete Leute ein, welche den deutschen Bürgern unentwegt ihre inzwischen unpopuläre Weltansichten erklären wollen.
Von letzter DDR – Regentschaft und dortig konvertierten Pfaffen bis hin zu „verkannten“ Politanwärtern der zweiten, gar dritten Reihe der Alt-BR werden die Stuhlkreise des ÖRF fleißig belegt. Lösungen oder gar unverzügliche Umsetzung der seit Jahrzehnten andauernden Flaute sind nie Thema bei Lanz & Co.
Weiter so – scheint trotz ewiges Mosern auch einiger hier einziger Weg zum göttlichen Glück zu sein: Christlich? - Dämlich !- Unterirdisch!
Catweazle74. (geb. 1974) am
Ein wahres wetteifern um die besten Positionen ist im vollen Gange! Links gegen Rechts, Oben gegen Unten oder doch Schwarz gegen Weiß.
Egal, so recht scheint es wohl niemanden mehr zu durchblicken oder sogar noch zu intressieren, ein ganzes Mobilee der Meinungen - von Spitzenklasse bis völlig unbrauchbar. Einige haben sich definitiv schon entschieden, ...womöglich auch unbewusst.
Doch das Hintergrundrauschen ist inzwischen kaum überhörbar!
Man versucht es trotz aussichtsloser Lage doch immer wieder, und die eigene Hilflosigkeit scheint dabei deutlich sichtbarer zu werden. Jetzt sollen der AfD-Fraktion im EU-Parlament die Fördermittel entzogen werden, während Marine Le Pen, die in den Umfragen weit vorne liegt, durch eine Fußfessel im Wahlkampf eingeschränkt werden soll.
Na, herzlichen Glückwunsch zu diesem genialen Move!
Man gewinnt zunehmend den Eindruck - oder man weiß es ehrlich gesagt - dass dem politischen System inzwischen jedes Mittel recht ist, um die eigene Macht zu sichern.
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde die Demokratie als höchstes Gut verkauft und politische Entscheidungen stets damit begründet, dass man dem Willen der Bevölkerung entspricht. Doch sobald die Menschen ihre Meinung ändern und Parteien wählen, die einen anderen politischen Kurs einschlagen wollen, scheinen sich plötzlich die Spielregeln wie auf magische Weise zu verändern.
Man versucht kritische Stimmen und politische Gegner nicht nur mit politischen Argumenten, sondern auch durch finanzielle Einschränkungen und juristische Kniffs zu schwächen. Das Vorgehen gegen Le Pen und die AfD wird dabei als eindeutiges Zeichen gewertet, dass der politische Druck auf oppositionelle Kräfte nämlich zunimmt und auch systematisch verstärkt werden soll.
Doch man wird damit sicherlich nicht verhindern können, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung irgendwo verändert. Solche erfahrungsgemäß sinnlose Maßnahmen könnten sogar wieder dazu führen, dass halt noch mehr Menschen hinterfragen, wie mit politischen Gegnern eigentlich undemokratisch umgegangen wird.
Der Weg bis dorthin wird sicher noch schwierig und lang sein - aber eine gesellschaftliche Veränderung lässt sich auf Dauer eben nicht einfach so aufhalten.
Nur völlig Verblendete oder ferngesteuerte Schlafwandler bemerken tatsächlich immer noch nichts.
Die Kleinen wissen, dass sie klein sind.
Die Dicken wissen, dass sie dick sind.
Nur die Dummen wissen mal wieder von nichts!UserUli (geb. 1962) am
@ Catweazle - Bei Le Pen scheinen Sie Willkür zu suggerieren, wo doch ein rechtsstaatliches Verfahren vorliegt. Das Urteil gegen sie basiert auf einem jahrelangen, transparenten Strafverfahren wegen der Veruntreuung von Steuergeldern (EU-Mittel).
Es handelt sich somit um die Awendung des Strafrechts, das für alle Bürger gleichermaßen gilt und von unabhängigen Gerichten umgesetzt wird.
Zu argumentieren, eine Politikerin dürfe wegen hoher Umfragewerte nicht bestraft oder im Wahlkampf eingeschränkt werden, würde das Prinzip „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ aushebeln.
Kurzum - es gibt in der Demokratie keine Sonderrrechte für "LieblingspolitikerInnen".
Oder ist es genau dieses, was sie stört?Catweazle74. (geb. 1974) am
Nun ja, @Uli.
Der Grundsatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, gehört selbstredend zu den wichtigsten Pfeilern eines Rechtsstaats. Entscheidend ist aber hierbei Wichtiges, dass dieser Grundsatz nicht nur auf dem Papier stehen sollte oder im Denken mancher Leute, sondern auch in der Praxis für alle gleichermaßen gelten muss.
Genau daran kann man nämlich berechtigte Zweifel haben.
Ursula von der Leyen bspw. steht wegen der bekannten "Pfizer-Verträge" und der fehlenden Transparenz ihrer wie durch Zauberhand gelöschten SMS-Kommunikation seit Jahren in der Kritik, ohne dass dies bislang strafrechtliche Konsequenzen hatte.
Dieses ist eben mehr als ein nur ein "Geschmäckle", darüber braucht man nun wirklich nicht mehr reden - ein riesen Skandal sondergleichen ist das!
Auch Christine Lagarde wurde im "Tapie-Fall" zwar wegen Fahrlässigkeit im Amt schuldig gesprochen, blieb komischerweise aber ebenso straffrei und konnte ihre politische Karriere sogar nahezu unbeeinträchtigt fortsetzen.
Ein Schelm, wer dabei auch wieder Böses denkt!
Deshalb ist es auch völlig legitim, kritisch zu hinterfragen und von mir eben angemerkt, ob bei allen Politikern tatsächlich dieselben Maßstäbe gelten. Das heißt nicht, Marine Le Pen von ihrer Verantwortung freizusprechen - das sicherlich nicht.
Es bedeutet jedoch, den Anspruch so zu erheben, dass Recht und Gesetz unabhängig von politischer Stellung oder Einfluss wirklich für alle gleichermaßen gilt.
Was deutlich sichtbar nicht der Fall ist, und die eigentliche politische Motivation dabei leicht erkennbar wird.
Und deshalb ist meine Aussage auch in dieser Form richtig, wie Ihre aber auch nicht falsch ist.UserUli (geb. 1962) am
@ Catweazle - Vielen Dank für die differenzierte Antwort.
Der Beitrag von @ 1933617, den @KritikAnbringer treffend krisierte, zeigt ja, dass Sachlichkeit bei einigen anderen nicht die starke Seite ist.
Wir, als Freunde des demokratischen Diskurses, können so etwas also übergehen und in Gemeinsamkeit feststellen, dass Recht und Gesetz unabhängig von politischer Stellung für alle gleichermaßen gelten müssen.
Wenn wir diesen Maßstab der fairen, universellen Teilhabe anlegen, ergibt sich daraus aus meiner Sicht eine klare Linie: Bei Marine Le Pen hat der Rechtsstaat bei nachgewiesener Veruntreuung von Steuergeldern geliefert. Das Prüfverfahren gegen die ESN (AfD) im EU-Parlament kann ebenso als logische und berechtigte Konsequenz angesehen werden:
Wer die demokratischen Spielregeln der universellen Teilhabe durch ethnische Exklusion angreift, muss mit den Abwehrkräften einer wehrhaften Demokratie rechnen.
Aber – und hier teile ich Ihre Kritik an der Asymmetrie: Genau diese unbestechliche Härte vermisst man bei Verfehlungen und mangelnder Transparenz der etablierten Eliten (wie von der Leyen oder Lagarde).
Wenn dort weggeschaut wird, wo ökonomische Machtkonzentration das System verzerrt, schadet das dem Vertrauen massiv.
Das Problem wäre also nicht, dass der Rechtsstaat gegen Le Pen oder die ESN konsequent agiert – das läßt sich als Schutz der Demokratie ausargumentieren.
Das Problem ist, dass er gegenüber den Verfehlungen der eigenen Eliten allzu oft die nötige Konsequenz und Härte vermissen lässt. Da sind wir uns im Grunde völlig einig.Catweazle74. (geb. 1974) am
Ja, genau - da sind wir uns völlig einig!
725819 am
Alltag im Parlament: AfD-Vertreter unterbricht den Vortragenden der SPD mit einem Hinweis auf eine wo immer hergeholte Statistik, die belegen soll, dass die Leute kein Vertrauen mehr in ARD & Co. haben. Dafür in NIUS und Co? Science Fiction?
Der SPD-Vertreter pariert gelassen. Und weist bei der Gelegenheit auf den Unterschied zwischen Rundfunkstaatsvertrag und Bundesverfassungsgericht hin, Scheint bei den blauen nicht ganz klar zu sein :).– am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.Hera am
......für Dämliche, wie der Name impliziert: AfD!!! 😂
– am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.Hera am
.......nicht einmal rechnen funktioniert! Bundesweit ca. 73% - nicht nur für mich eine klare Mehrheit ( nach Umfragen) - wählt die Rechtsextremen n i c h t! Und die unrühmlichen Vorfahren gibt es in allen Teilen unsers Landes. Nur, im westlichen Teil hat man dazu gelernt........
Auch die papageienartigen Wortverdrehungrn ändern nichts an der Tatsache, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist, die nicht einmal die Rechten in benachbarten Europäischen Ländern akzeptieren und die unserer Demokratie schaden wird, für echte Demokraten unwählbar!!!!
Hera am
Kritik an etablierten Parteirn ist legitim und gehört zur Demokratie! Jedoch ist Unzufriedenhrit kein Beweis dafür, daß eine AfD die bessere Lösung wäre! Jede Partei muss sich an ihren Ideen, ihrem Umgang mit dem Rechtsstaat, realistischen Konzepten und den Folgen ihrer Politik messen lassen - nicht an Ihren Parolen!
"Alles ist schlecht, also ist die AfD besser" ist wahrlich kein Argument, eher ein Trugschluss! In einer Demokratie sollten Fakten, Programme und die Achtung der Verfassung wichtiger sein als Protest oder Empörung!
Demokratie heißt auch eine Regierung abzuwählen, wenn die Mehhrheit der WählerInnen das so will. Heißt aber auch jede Alternative kritisch zu hinterfragen. Wer Verantwortung übernehmen will, muss zeigen, dass er demokratische Grundwerte achtet und tragfähige Lösungen für die Zukunft bietet. Das ist bei der AfD nicht der Fall. Ich wähle keinesfalls eine solch rechtsextreme Partei!!!725819 am
Die abschreckenden Beispiele, Ungarn, USA, fruchten leider bei vielen Wählern im Osten nicht. Dabei zeigten diese Länder so deutlich, was an demokratischen Errungenschaften für den einzelnen geschreddert wird. Das merken diese Leute erst, wenn sie persönlich betroffen sind. Dabei kann jeder Geschichte und Tagesgeschehen verfolgen und logische Schlüsse ziehen. Warum man sich auf eine Partei wie die AfD verlassen will, die ihren Anhängern von Kirche, Kindern bis Text in Kommentaren schon jetzt Vorschriften macht, völlig Gaga.
– am
Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.725819 am
„Staatslenker“, nicht neutrale Moderatoren, die AfD-Anhängerschaft mit ihren Begrifflichkeiten.
Dass aber die AfD nach neuesten Recherchen eine spezielle Software (wie das KI-Studio "Alternita") nutzt, um automatisiert digitale "Wutausbrüche" und Kommentare für ihre Schäfchen zu produzieren, ist völlig neutral 😆?Tiroler747 (geb. 1953) am
„Zeit, dass sich was dreht“ sang Herbert Gröhnemeyer bereits 2006. Markus Lanz hat sich heute 180 Grad gedreht. Statt AfD Bashing bringt er den Ostdeutschen Ministerpräsidenten und CDU-Vorsitzenden Sven Schulze in Erklärungsnot. Unterstützt wird Lanz von zwei CDU/SPD/Grünen/Linken kritischen Journalisten. Das gab‘s noch nie im ZDF. Lanz’s Fazit: die AfD sei doch nicht Schuld am Niedergang von Sachsen-Anhalt und dem wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands. Herr Sven Schulze sieht die Ursache in Berlin. Mit finanziellen „Lollies“ will er dagegen halten was seine Parteifreunde in Berlin seit Jahrzehnten mit Milliardenverschwendungen und katastrophalen Entscheidungen angerichtet haben und weiterhin planen. Armer Mann! Da platz Lanz der Kragen: „ Energiekosten, Steuern und Bürokratie sind zu hoch in Deutschland!“ Das hätte der Südtiroler „Welterklärer“ Lanz schon seit zehn Jahren seinem schläfrigem Publikum sagen können. Tja, wenn der smarte Italiener ne ordentliche journalistische Ausbildung hätte. Das fordert die AfD künftig sogar für Berufspolitiker. „Zeit, das sich was dreht!“ dafür ist allerhöchste Zeit. Auch für hochbezahlte ZDF-Schwätzer dürfte mit der Wahl in Sachsen-Anhalt das garantierte Millioneneinkommen der Zwangsgebührenzahler entfallen. Den Lanz interessiert das bestimmt nimmer.
Für alle AfD-Hasser: Wenn ich wähle, geht in einer Demoktatie niemanden was an. CiaoUser 1939945 (geb. 1956) am
Es ist wichtig, das Journalisten alle Bereiche in unserem Leben kritisch hinterfragen. Solange es auch immer faire Beiträge, Diskussionen und fundierte Kritik u.a. sind.
Ich sehe seid vielen Jahren regelmäßig Takeshows, auch "Markus Lanz". Bei allem Positiven für sein Angagement, Herr Lanz wird immer aggresiver in seinen Bemerkungen, läßt die Gäste immer seltenen ausreden, fällt ständig Gästen in`s Wort und läßt häufig Gäste zu Wort kommen, die nicht immer über das richtige Maß an Wissen verfügen, leider! Es ist immer äußerst einfach, Kritik in hohem Maße von der "Außenlinie" zu üben, wo man selbst nicht in Verantwortung steht, vielleicht nicht aktuell alle Beschlüsse, Gesetze, Verordnung usw. kennt. Politik ist ein schwieriges Geschäft, das nicht über Nacht passiert. Auch Erfolge brauchen Zeit, wenn die richtigen Fachleute daran arbeiten. Herr Lanz bitte auch Kritik annehmen !UserUli (geb. 1962) am
@ Tiroler 747 - Sie behaupten Unzutreffendes.
Der Showmaster und meinetwegen selbsternannte Welterklärer Lanz hat sich in keiner Phase gewendet, sondern immer schon die neoliberale Linie verfochten, mit letzten Endes Nullphrasen von " Energiekosten, Steuern und Bürokratie sind zu hoch in Deutschland" die Sendung bestritten.
Während Sven Schulze auf Landesebene immer schon das Gleiche fordert (wie Lanz - und die Wirtschaftsverbände) und insofern die Bundesregierung seit Jahren für die hohen Energiekosten und den "Bürokratiedschungel" kritisiert.
Ihn in der Sendung so vorzuführen, als sei er der Urheber dieser Standortnachteile, geht dann an den realen politischen Kompetenzen zudem völlig vorbei, insofern er auf Landesebene gar nicht beschließen oder beheben kann, was Lanz da von ihm fordert.
Kurzum: Einmal mehr nur ein inszenierter "Hahnenkampf", der jeder sachlichen Grundlage entbehrte. Ihnen als erklärtem Lanz-Fan sollte das eigentlich aufgefallen sein. Oder macht gerade dies den Reiz aus?
– am
Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.
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