Kommentare 11–20 von 8937
katinka1 am
Hat die Frau Tacke diesen anonymen Schwarzarbeiter mal überprüft? Das wurde nicht gesagt. Sonst kann sich da ja jeder hinstellen und sich dafür ausgeben. Ronzheimer ist neulich mal auf so einen reingefallen, was ich peinlich finde.UserUli (geb. 1962) am
@ katinka1 - vollkommen richtig. Frau Tacke betrieb hier Sensationsberichterstattung, die daran krankt, dass hier eigentlich gar nichts überprüft ist und nur behauptet wird. Ausnahmefälle werden zu repräsentativen Beispielen hochgejazzt, Zahlen in den Raum geworfen (30-40% Missbrauch), die allein technisch gar nicht möglich sein können.
Z.B. Belegpflichten und automatisierte Datenabgleiche verhindern dies, gesetzliche Vorgaben verpflichten zur Sanktionierung bei Bekanntwerdung eines Falles, die dann folgenden Verfahren sind nicht "hoch kompliziert", sondern routinisierte Standardverfahren. Das die Zahl so gering sind, bildet einfach die Realität ab. Auch bei unserem kommunalen Jobcenter sind die so, der Leiter der Leistungsabteilung stellt hier fest, dass er bei 16000 Ratsuchenden genau NULL Arbeitsverweiger in seiner Kartei hat.
Das Problem, dass über die realen Zahlen und die realen Probleme und Nöte der Betroffenen nicht berichtet wird, liegt einfach daran, dass man mit realen Zahlen und Fakten und Argumenten nicht mehr Quoten generieren kann, die bekommt leider anscheinend nur noch mit Geschichten von Walfischen und herbeifantasierten Skandalen - die nicht selten ganze Personengruppen diffamieren.
Richtig ist aber schon, dass in diesen Formaten seriöse journalistische Standards nicht mehr gehalten und populistische Narrative erzeugt werden, die selbst rechtsstaatlich bindende Vorgaben moralisch überformen. Da sind für mich Grenzen überschritten. Ich habe mich als Zuschauer in dieser Sache auch an die Medienaufsicht gewandt. So kann ein ÖRR seinen Aufgaben nicht gerecht werden.
katinka1 am
Sarah Tacke hat ihr Thema nur populistisch behandelt. Klar muss man ihre Seite auch vorbringen, aber in ihrer Doku ging sie nicht auf die anderen Bürgergeldempfänger ein, die wirklich Arbeit suchen und das z. B. aus Krankheitsgründen nicht erfolgreich tun. Nach ihrer Meinung sind ihre gezeigten Fälle auch nicht die Mehrheit der Bezieher. Aber wieso lebt sie dann so einseitig ihre Abneigungen in der Doku aus? Das ist auf keinem Fall eine ausgewogene Berichterstattung.
Gar nicht erwähnt wurde bei Lanz, wie die stark übergewichtige Mitarbeiterin des Jobcenters Adipositas verharmloste. Eine Bürgergeldempfängerin wollte sich den Magen verkleinern lassen. Und ohne den Fall mal näher zu überprüfen meinte die Frau vom Jobcenter, dass ssie selber auch übergewichtig sein und arbeite. Warum hat Frau Tacke sie dann nicht belehrt, dass Übergewichtige später auch die Solidargemeinschaft erheblich belasten durch Folgeerkrankungen? Warum hat sie der Frau nicht eine Ernährungsberatung und mehr Bewegung und Sport empfohlen. Stattdessen ließ sie alles unwidersprochen stehen, Hauptsache die Jobcenterfrau konnte nach unten treten.
Erst Felix Banarczak sagte richtigerweise, dass man beide Gruppen von Bürgergeldempfängern sehen und darstellen muss. Das sah dann Frau Tacke auch so. Aber wieso hat sie das in ihrer Doku nicht getan? Das wäre ihre Aufgabe gewesen im ÖRR. Frau Tacke hat grottenschlechten Journalismus betrieben.
Und Lanz hat sie nicht mal auf sowas hingewiesen. Sehr schwach!User 1854545 (geb. 1950) am
LAnz ist für mich ein kranker Moderator, der nur auf Konfrontation, vorwiegend gegen Unions-Mitglieder, ist. Er ist ein Scharfmacher, ein Demagoge, verändert die Fakten nach seinem Denken. Eingeladen werden Journalisten, die links-grün gestrickt sind und dem Lanz in der Sendung nach dem Mund reden. LAnz ist im Grunde für unsere Demokratie ein Spalter, ein Schlechtredner! FÜr einen öffentlich-rechtlichenSender unzumutbar. Wer nur gegen alles Wetter, der Gäste diffamiert, in ein schlechtes Licht rückt, gehört in Behandlung. Irgend etwas ist wohl bei ihm in früheren Jahren sehr schief gelaufen!UserUli (geb. 1962) am
Gestern sah ich Olaf Lies bei Lanz. Während Lanz, sekundiert von einer beliebigen Journalistin mal wieder üblich notorisch unsachlich moralisierte (Fleiß, länger arbeiten, Feiertage streichen usw,), schien mir der Sozialdemokrat Lies zumindest ein paar Ideen mit ökonomischer Relevanz (Stichwort: Produktivität) zu haben. Es ging dabei um Produktionskooperation und Technologietransfer mit China.
Angesichts der Reaktionen der Moderation finde ich es inzwischen echt schade, dass z.B. selbst völlig inhaltslose AFDlerInnen heute sich unendlich in Talksshows ausbreiten dürfen ("Bei mir dürfen Sie Ihre Meinung sagen") und damit die längste Redezeit beanspruchen, während Leute, die einmal ein paar Argumente und neue Überlegungen bringen, vom MC gleich abgekanzelt werden.725819 am
O. Lies argumentierte sachlich und interessant. Dass die Entwicklungsabteilung jetzt in China sitzt lässt sich ohnehin nicht mehr ändern. Da sitzen die Chinesen inzwischen am längeren (Rohstoff) Hebel. Also macht man das Beste draus. Da kann man froh sein, wenn, wie er plant, ein Teil der Produktion noch im Inland stattfindet.
Es war auf jedenfall eine sehr sachliche Diskussion. O. Lies trug mit seiner Art wesentlich dazu bei.PauleHeißter (geb. 1984) am
Da sieht man mal, wie verschieden die Sichtweisen auf solch eine Sendung sind. Ehrlich gesagt tue ich mir diesen Selbstdarsteller Lanz schon lange nicht mehr an. Dafür ist mir meine Zeit zu schade!
– am
Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.
– am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.TRICKSER 028 (geb. 2000) am
Lebt denn der Alte HOLZ MICHEL noch?JAAAA,Er lebt noch.
– (geb. 2000) am
Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.TRICKSER 028 (geb. 2000) am
Lebt denn der ALTE HOLZ MICHEL NOCH? JAAAAA,Er lebt noch.– am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.UserUli (geb. 1962) am
@ Herr Holz: Demokratie beliebig umzudeuten ist eher eine Querfrontspezialität, genau wie die Neigung jener traditionellen Feinde der Moderne, sich fälschlich in eine Reihe mit vorwärts gerichteten Bewegungen zu stellen.
Diese Gedankenmanipulationen habe ich in einem Lied beschrieben, einem Cover des in wirren sprachlichen Ergüssen bis dato unerreichten Herrn Catweazle. Hören Sie:
Die Gedanken sind frei – wer kann sie erraten…“ – dessen Textfassung auf den Dichter August-Heinrich Hoffmann von Fallersleben zurückgeht – das ein klassisches Freiheitslied ist.
Man würde sich heutzutage doch sehr täuschen, wenn man denken würde, die Gedanken seien überall frei, wenn man diese nicht mehr wegen des zunehmend aggressiven Auftretens einer inzwischen offensichtlich demokratietäuschend und neoliberal-völkisch auftretenden Querfront-Mafia artikulieren darf, sondern nur noch in Worten der Polarisierung und Abwertung.
Auf Dauer ist das dann für viele schwer auszuhalten, wenn drumherum nur noch die Propaganda wabert. Wenn man die Menschen in dieser Echokammer lange genug zwingt, eine bestimmte hasserfüllte Sprache zu sprechen, dann wird es für diese Menschen immer schwerer klare, andere Gedanken zu fassen.
Psychologen nennen so was „kognitive Dissonanz“ – es ist im Grunde eine unerträgliche Dissonanz in der Wahrnehmung, die man dann dadurch überwindet, dass man am Ende genauso verwirrt denkt, wie man hier sprechen muss, um dazuzugehören.
Man kann es bei den Wortführern, der selbsternannten „Alternative“ täglich beobachten. Dass die echten Fakten systematisch tabuisiert werden und sie tatsächlich nur noch in einer Parallelwirklichkeit leben, die nur noch aus eigenen, aggressiven Sprachkonventionen aufgebaut worden ist rein auf die Anerkennung der eigenen elitären Identität zielt.
Wir sehen, ohne Konkretes lässt sich Catweazles Song beliebig singen.
– (geb. 1974) am
Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.
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