Staffel 4, Folge 1–5

    • Staffel 4, Folge 1 (45 Min.)
      Die Halle des Mercado Central in Valencia ist eine Perle der Jugendstilarchitektur. Im Mittelpunkt stehen dort die fantastischen regionalen Produkte, die rund um die drittgrößte Stadt Spaniens auf fruchtbarem Boden angebaut oder in den nahen Gewässern gefangen werden. Bekannt ist die Stadt für ihre Paella, die ursprünglich eher ein Arme-Leute-Essen war. Auf dem Mercado Central bekommt man alles für eine authentische Paella: vom in der Region angebauten Rundkornreis bis zu den besonderen Garrofó-Bohnen, die nur dort wachsen und zum Teil sogar noch unter Einsatz von Pferden angebaut werden. Fischhändler bieten in der zweiten oder dritten Generation ihre erstklassige Ware an, darunter Muscheln und in Süßwasser gefangene Aale. Auf dem Markt zelebriert man das traditionelle zweite Frühstück „Esmorzaret“, ein mit frischen Lebensmitteln vom Markt belegtes Brot, für das die Stadt bekannt ist. Anschließend flanieren die Besucher weiter über den Markt, wo neben Fisch und Gemüse auch Chufas angeboten werden, Erdmandeln, die in der Region angebaut werden und aus denen Horchata, ein köstliches Getränk, hergestellt wird. Es gibt regional angebaute Bio-Orangen – und das traditionelle Nougat der Region, dessen Herstellung noch immer streng nach der Tradition erfolgt. Das Ergebnis ist köstlich! (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 01.02.2021arteDeutsche Online-PremiereSo 31.01.2021arte Mediathek
    • Staffel 4, Folge 2 (45 Min.)
      Der Fisketorget ist ein Markt im Herzen von Bergen, Norwegens zweitgrößter Stadt, die an der Westküste des Landes liegt. Es gibt – natürlich – jede Menge Fisch und Meeresfrüchte. Wegen des Klimawandels und der Überfischung hat sich einiges geändert, jedoch nicht nur zum Schlechten. Während der traditionelle Räucherlachs wegen der Überfischung nun größtenteils aus Zuchtlachs und nicht mehr aus Wildlachs hergestellt werden kann, eröffnen sich den Tauchern, die auf die Suche nach Meeresfrüchten gehen, ganz neue Welten. Neue invasive Arten, wie die Königskrabbe oder der Seeigel, der als Seetangfresser bekannt ist, werden gezielt gesammelt, auch um das Ökosystem nicht weiter zu strapazieren. Dank japanisch geprägter Lebensmitteltrends werden auch in Norwegen immer mehr Meerestiere roh verzehrt – so auch der Seeigel, dessen Geschmack mit dem von Mangos verglichen wird! Auch für seinen besonderen Käse ist der Fisketorget berühmt. Dort gibt es ganz traditionell hergestellten Ziegenkäse aus bäuerlicher Landwirtschaft, der leicht karamellisiert schmeckt, den sogenannten Brunost. Im Angebot sind außerdem ein besonders köstlicher Apfelsaft und Gemüse aus der Region. Ein Wirt hat sich einer ganz besonderen Spezialität verschrieben: dem Labskaus. Das Gericht vereint viele der klassischen, auch auf dem Markt erhältlichen Lebensmittel wie getrocknetes Fleisch, Wurzelgemüse und Fisch und zeigt anschaulich, dass die kulinarische Szene Norwegens und der Fisketorget-Markt sowohl der Tradition verhaftet als auch offen für Neues sind. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungDi 02.02.2021arteDeutsche Online-PremiereMo 01.02.2021arte Mediathek
    • Staffel 4, Folge 3 (45 Min.)
      Auf dem San-Benedetto-Markt in Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens, ist ein Gemüse nicht zu übersehen: die Artischocke. Insbesondere die sardische Stachelartischocke wird seit langer Zeit auf der Insel angebaut. Sie ist der ganze Stolz der Gemüsebauern und wird auch aufs Festland exportiert. Sie ist ein gutes Beispiel für die Vielfalt und die Besonderheiten des regionalen Angebots auf dem Markt: Das Klima der Insel lässt sie ganz besonders gut gedeihen. Das gilt auch für den Safran, der auf Sardinien in mühevoller Handarbeit kultiviert und geerntet wird. Eine Blüte ergibt nur drei Safranfäden – umso wichtiger ist es, dass der richtige Zeitpunkt genutzt wird und dass alle bei der Ernte mithelfen. Das Angebot auf dem Markt einer Insel im Mittelmeer ist natürlich auch ganz besonders vom Fisch geprägt. Aus Meeräschen wird Bottarga gewonnen, der getrocknete, gesalzene Rogen der Fische. Doch das Vorkommen der Fische nimmt beständig ab – was der Überfischung der Meere und auch dem Klimawandel geschuldet ist und zu einem Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit bei den Fischereiverbänden geführt hat. Neben Fisch und Gemüse ist Sardinien auch für seinen Käse bekannt, allen voran den Pecorino. Kleine Käsereien experimentieren mit lokalen Besonderheiten. Das köstliche Ergebnis kann auf dem San-Benedetto-Markt probiert werden. Das wissen auch engagierte Gastronomen, die dort ihre Waren beziehen; so wie Giorgio, ein mehrfach preisgekrönter Sandwich-Weltmeister. Schon der Anblick seiner ausgefallenen Kreationen macht Appetit. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungMi 03.02.2021arteDeutsche Online-PremiereDi 02.02.2021arte Mediathek
    • Staffel 4, Folge 4 (43 Min.)
      Der English Market in der irischen Stadt Cork war bei seiner Errichtung 1788 nur der englischen Bevölkerung vorbehalten – das hat sich zum Glück vor langem geändert. Der Fischhändler Pat ist stolz darauf, dass sogar die Königin von England schon an seinem Stand war, den er von seiner Mutter übernommen hat. Berühmt ist er vor allem für seinen Seeteufel. Der eher unansehnliche Fisch wurde früher an Katzen verfüttert. Doch längst haben die Iren begriffen, welche Köstlichkeit sie da vor sich haben. Es hat sich viel geändert, seit die Iren Hunger leiden mussten, weil die Kartoffelernte ausblieb, doch noch immer ist die Kartoffel eines der beliebtesten Lebensmittel auf der Insel. Auf dem English Market gibt es zahlreiche Biosorten, die je nach Saison variieren. Daneben sind 95 Sorten Brot im Angebot, darunter das traditionelle Sodabrot, und natürlich Rindfleisch von besonderer Qualität. Im Pub am Markt kann man alles zusammen in der täglichen frischen Pub Soup genießen. Doch nicht nur Traditionelles findet sich auf dem Markt. Zwei junge Leute haben sich dem Prinzip der Fermentation verschrieben und bieten veganen Wasserkefir in diversen Geschmacksrichtungen an, darunter Gurke, Hibiskus und Ingwer – und sind damit erfolgreich! Die Tradition bleibt trotz allem wichtig – so ist Geraldines Plumpudding zu Weihnachten der Renner. Er besteht aus 13 Zutaten, die für die zwölf Apostel plus Jesus stehen, und wird traditionell mit Rindertalg hergestellt. Der English Market in Cork bleibt sich treu – ohne Angst vor Veränderungen zu haben. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 04.02.2021arteDeutsche Online-PremiereMi 03.02.2021arte Mediathek
    • Staffel 4, Folge 5 (43 Min.)
      Der Kapani-Markt mitten in der griechischen Stadt Thessaloniki ist chaotisch und eindrucksvoll und widersetzt sich den Veränderungen, die die globale Fast-Food-Kultur in die Stadt bringt. Tag für Tag versorgt er die Bewohner der Stadt mit einfachen, aber authentischen und frischen Lebensmitteln. Einst galt Thessaloniki als das „Jerusalem des Balkans“, und so mischen sich auf dem Kapani die kulinarischen Traditionen des Balkans mit griechischen, sephardischen und türkischen Einflüssen. Das Ergebnis ist eine reiche kulinarische Tradition. Der charmante Händler Harilaos bietet Trockenfrüchte, Nüsse und andere Köstlichkeiten an und legt ganz besonderen Wert auf Qualität. Viele seiner Lieferanten kennt er persönlich, darunter Stavros, der ihn mit Süßigkeiten aus selbst angebautem Sesam versorgt. Evripides, der auf dem Markt groß geworden ist, serviert in seiner Bar den frischesten Kaffee und köstlich-vielfältige Meze-Häppchen. Er hofft, dass eines Tages seine Kinder das Café übernehmen. Das Angebot auf dem Markt reicht von Paprika aus der Region bis zu frischem Fisch. Auch wer Süßes sucht, wird fündig: Die Konditorin Fotini verkauft seit vielen Jahren köstliches mit Sirup getränktes Gebäck, dessen Zubereitung sie von ihrer Großmutter gelernt hat und für das sie selbst bei im Ausland lebenden Griechen bekannt ist. Und die Restaurantbesitzerin Despoina folgt bei der Zubereitung ihrer Speisen den Grundsätzen von Slow Food – da ist sie am Kapani mit seiner regionalen Vielfalt genau an der Quelle. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungFr 05.02.2021arteDeutsche Online-PremiereDo 04.02.2021arte Mediathek

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