Märkische Chronik

    18 Folgen, Folge 1–18

    • Folge 1 (59 Min.)

      Man schreibt das Jahr 1939. In dem kleinen märkischen Dorf Güterlohe leben Hannes und Janne, die Adoptivkinder des Wagenbauers Kleinert. Auch leben dort der Knecht Wilm und die Magd Alma, die auf einem Gutshof angestellt sind. Man geht seiner täglichen Arbeit nach und träumt von einer Zukunft in Zweisamkeit, von Hochzeit und eigenen Kindern. Noch ahnen die jungen Leute nicht, dass der herannahende Krieg ihr Leben völlig verändern wird.

      Vorerst aber sorgt Jupp Keuner, ein Dachdecker aus der nahegelegenen Stadt, für Unruhe im Dorf. Er macht den Frauen des Ortes schöne Augen und auch auf Janne hat er es abgesehen. Dies führt natürlich zu Spannungen zwischen ihm und Hannes. Als Jupp allerdings den großmäuligen Sohn des Bürgermeisters, der Nationalsozialist ist, bei einer Schlägerei aufs Kreuz legt, werden er sowie Wilm und Hannes Freunde. Fortan treffen sich die drei zu gemeinsamen Unternehmungen. Dabei spielt immer mehr der herannahende Krieg eine Rolle und die Frage, was jeder tun wird. Für Jupp jedenfalls steht fest, dass er nicht daran teilnehmen wird. Wilm hingegen sieht in dem Krieg die Chance zu einer großen Veränderung. (Text: MDR)

    • Folge 2 (59 Min.)

      Die Geschichte der Bewohner des kleinen märkischen Dorfes Güterlohe im September 1939: Die Deutschen marschieren in Polen ein. Was die drei Freunde Wilm, Jupp und Hannes befürchtet hatten, bewahrheitet sich. Wilm setzt als Einziger Hoffnung in den Krieg, denn er sieht darin eine Chance, seinem Leben als Knecht zu entfliehen. Daher beteiligt er sich auch nicht an Jupps Aktion, „Wehrt euch gegen Hitlers Krieg“ an eine Havelbrücke zu schreiben. Bei der nächtlichen Unternehmung werden Jupp und Hannes von einer Wehrmachtskolonne überrascht und müssen fliehen. Beim Sprung von der Brücke verletzt sich Jupp schwer am Kopf. Pfarrer Weihmann nimmt Jupp in seinem Haus auf und pflegt ihn gesund. Wilm erhält unterdessen seine Einberufung. Da er den Freunden nicht geholfen hat, gehen Hannes und er im Zorn auseinander. Sturmbannführer Grauling versucht nach wie vor mit allen Mitteln herauszufinden, wer für die Schmiererei an der Brücke verantwortlich ist. Lehrer Dudei unterstützt ihn dabei und bespitzelt die Dorfbewohner. Grauling überwacht die Brücke in der Annahme, dass der Täter an den Ort seiner Tat zurückkehren wird. Und er wartet nicht umsonst. Jupp, inzwischen wieder gesund, begibt sich am Tag nach der Hochzeit von Hannes und Janne zur Brücke, um sein Werk bei Tageslicht zu betrachten. Grauling verhaftet ihn sofort. Auch Hannes kann ihm nicht helfen. Er wird kurz nach seiner Hochzeit zur Front eingezogen … (Text: MDR)

    • Folge 3 (58 Min.)

      Die Geschichte der Bewohner des kleinen märkischen Dorfes Güterlohe in den Wirren des Jahres 1940: Nach acht Kriegsmonaten bekommt Wilm Fronturlaub und kehrt nach Güterlohe zurück. Als erster Fronturlauber ist er eine Attraktion im Dorf. Er erfährt, dass Jupp wegen der Brückenbemalung zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist. Er hatte die Schuld allein auf sich genommen und die Namen der Freunde nicht preisgegeben. Briefträger Dreibrots Sohn Wolf ist ebenfalls zur Front eingezogen worden. Seine Eltern haben bisher keine Nachricht von ihm erhalten. Die Angst um ihren Sohn macht Frau Dreibrot krank, sodass sie nicht einmal mehr das Haus verlässt. Dreibrot arbeitet auf dem Postamt und hat als ehemaliges SPD-Mitglied einen schweren Stand bei seinem Chef. Um seiner Frau zu helfen, greift Dreibrot zu einer Notlüge. Er schreibt Briefe und schickt sie unter dem Namen seines Sohnes ab. Seine Frau lebt zusehends auf. Schließlich erhält Dreibrot eine Vermisstenanzeige, die er seiner Frau jedoch verschweigt. Wilm kommt wieder ins Dorf, diesmal jedoch nicht als Fronturlauber, sondern als Kriegsversehrter mit einem amputierten Bein. Alma hält zu ihm und die Gutsfrau stellt ihn trotz seiner Behinderung wieder als Knecht ein. Als Wilm das Ehepaar Dreibrot trifft, erzählt er ihnen, dass er Wolfs Tod miterlebt hat. Über den Schmerz ihres verlorenen Sohnes bricht Frau Dreibrot völlig zusammen. (Text: MDR)

    • Folge 4 (58 Min.)

      1941. Mutter Kleinert stirbt an einem Herzanfall, dennoch bekommt Hannes keinen Heimaturlaub von der Front. Während der Beisetzung tobt ein Unwetter, so dass Wilm und Anna die einzigen Trauergäste bleiben. Von der Front kommt die Nachricht, dass Hannes und Edwin, der Sohn der Gutsfrau, gemeinsam an einem Frontabschnitt vor Moskau kämpfen. Die Gutsfrau macht indes keinen Hehl daraus, dass ihr ein Mann fehlt und dass Wilm diese Rolle ersatzweise übernehmen soll. Dazu fühlt Wilm sich jedoch nicht berufen.

      Briefträger Dreibrot, dessen Frau nach der Todesnachricht ihres Sohnes Wölfchen in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde, ist der Schicksalsbote im Dorf. Er bringt den Leuten die Post ihrer Angehörigen von der Front, darunter oft Vermisstenanzeigen und Todesnachrichten. Dreibrots Frau wird für immer in der Anstalt bleiben müssen. Käthe Wunderlich, ebenfalls Postangestellte, kümmert sich deshalb um den alleinstehenden Mann und beschließt von einem Tag auf den anderen, mit ihm zusammenzuleben. Auf einer seiner Posttouren hört Dreibrot die Schreie einer Frau. Rita, die seit zwei Jahren Witwe ist, bringt dort in aller Heimlichkeit ein Kind zur Welt. Niemand wusste von ihrer Schwangerschaft. Als Vater kommt Bürgermeister Keller in Betracht, das Kind wird jedoch tot geboren. Auch Käthe erwartet ein Kind. Trotz der Wirren der Zeit freuen Dreibrot und sie sich auf das gemeinsame Kind. (Text: MDR)

    • Folge 5 (52 Min.)

      1941. Gestapomann Grauling hat es weiterhin auf Jupp Keuner abgesehen. Regelmäßig schlägt er ihn in seiner Zelle brutal zusammen, weil er keinen seiner Freunde verrät und weil er sich wegen des verlorenen Boxkampfes gegen Jupps Vater rächen will. Auf dem Gutshof wünscht sich Wilm von Alma ein Kind, doch die sieht ihre derzeitige Bestimmung allein darin, der Gutsfrau zu dienen. Siegfried Zahn, Sohn der Gutsfrau, erhält das Eiserne Kreuz in Gold. Zur Ordensverleihung lässt sich die Gutsfrau von Wilm in die Stadt kutschieren. Beim Offizierstanz lernt sie Grauling kennen, der ihr sofort Avancen macht, die von der Gutsfrau wohlwollend entgegen genommen werden. Die Beziehung zur Gutsfrau nutzt Grauling aus, um Näheres über das Dorf und seine Bewohner zu erfahren. Deshalb möchte er auch Weihnachten auf dem Gutshof zusammen mit Wilm und Anna feiern. Das stößt aber auf den Widerspruch der Gutsfrau, die der Meinung ist, dass Gesinde und Herrschaft nicht an einen Tisch gehören. Briefträger Dreibrot steht wieder einmal ein schwerer Gang bevor. Er bringt Janne die Todesnachricht von Hannes, der gemeinsam mit Edwin, dem zweiten Sohn der Gutsfrau, gefallen ist. Janne ist verzweifelt, denn sie hat gerade einen Jungen zur Welt gebracht. An den Tod von Hannes kann und will sie nicht glauben. (Text: MDR)

    • Folge 6 (55 Min.)

      1944. Nach wie vor glaubt Janne daran, dass Hannes lebt. Sie ist viel mit Pfarrer Weihmann zusammen und leiht sich von ihm Bücher aus. Eines Tages erhält der Pfarrer einen anonymen Brief aus Breslau mit der Mitteilung, dass Hannes und der Gutssohn Edwin tatsächlich am Leben sind. Der Pfarrer übermittelt Janne diese Nachricht, möchte jedoch vorerst nicht, dass die Gutsfrau davon erfährt. Er drängt Janne, mit keinem darüber zu sprechen. Auf dem Hof arbeiten die beiden russischen Kriegsgefangenen Mirsa und Iwan. Durch sie erfährt Wilm erstmalig von Konzentrationslagern. Die Gutsfrau feiert unterdessen ihren 50. Geburtstag. Auf Drängen von Grauling verschickt sie gezielt Einladungen an die Dorfbewohner, denen aber nur Lehrer Dudei und seine Frau Folge leisten. Einen Tag nach dem Geburtstag lässt sich Pfarrer Weihmann von Janne überreden und sagt der Gutsfrau, dass ihr Sohn Edwin lebt. Er bittet aber auch sie, darüber Stillschweigen zu bewahren. Über die Tatsache, dass Edwin am Leben sein soll, ist die Gutsfrau alles andere als erfreut. Sie war darauf eingestellt, sich auf ihren viel erfolgreicheren Sohn Siegfried zu konzentrieren. Sie berichtet Grauling vom Besuch des Pfarrers. Daraufhin setzt der Gestapomann alle Hebel in Bewegung, um aufzudecken, woher die Information stammt. Er verhört Wilm, jedoch ohne Erfolg. Schließlich verhaftet er Janne wegen Hören des Feindsenders und Pfarrer Weihmann wegen des Besitzes feindlicher Bücher. (Text: MDR)

    • Folge 7 (55 Min.)

      1944. Nachdem Sturmbannführer Grauling Janne und Pfarrer Weihmann verhaften lassen hat, verhört er sie abwechselnd. Jedoch ohne Erfolg, denn beide lassen sich über den Brief aus Breslau, durch den sie erfahren hatten, dass Hannes und Edwin Zahn noch leben, nichts entlocken. Auf der Suche nach dem Schreiben lässt Grauling das Haus von Pfarrer Weihmann durchsuchen, findet aber nichts. Briefträger Dreibrot leugnet sogar, um dem Pfarrer zu helfen, den Brief jemals überbracht zu haben. Er ahnt nicht, dass Pfarrer Weihmann bereits bei einem der Verhöre umgekommen ist. Für die Dorfbewohner ist es unheimlich, dass Janne und Pfarrer Weihmann wie vom Erdboden verschluckt sind. Die Nazis versuchen zwar, das Verschwinden der beiden mit „Blutschande“ und „Vaterlandsverrat“ zu erklären, stoßen damit aber bei den Dorfbewohnern auf taube Ohren. Die Gutsfrau erhält unterdessen für ihren Verrat – und weil der Sohn an der Front heldenhaft gefallen ist – das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse. Die Ordensverleihung wird groß ausgerichtet, und in der Lokalzeitung erscheint ein Artikel mit dem Foto der Gutsfrau. Während der Feier besucht Wilm Mutter Keuner und erfährt von ihr, dass Jupp noch am Leben ist. Aber auch sie hat ihren Sohn seit fünf Jahren nicht gesehen.

      Im Dorf entdeckt Wilm, dass Rita, die Frau des Bürgermeisters, ein Verhältnis mit einem russischen Kriegsgefangenen hat. Bürgermeister Keller schöpft Verdacht und drängt die Gutsfrau, den Russen verschwinden zu lassen. Als sie mit Wilm darüber spricht, weigert er sich den Auftrag auszuführen und beschimpft sie als Mörderin und Verräterin. Das ganze Dorf ist gegen sie. In ihrer Verzweiflung reitet sie nachts zu Grauling, doch der hat andere Probleme. Bei dem Versuch, sich mit Graulings Pistole zu erschießen, kommt es zu einem Handgemenge, bei dem Grauling tödlich getroffen wird. (Text: MDR)

    • Folge 8 (40 Min.)

      1945. Siegfried Zahn, der älteste Sohn der Gutsfrau, kommt zurück ins Dorf und berichtet vom bevorstehenden Ende des Krieges. Als hochrangiger Offizier der Luftwaffe weiß er, dass die Alliierten immer schneller vordringen. Deshalb rät er seiner Mutter, sich auf den Umschwung vorzubereiten. Im Dorf werden die Hitlerbilder abgenommen, Parteiabzeichen versteckt und Nazifahnen eingefärbt. Wilm versucht, die Gutsfrau davon zu überzeugen, sich für eine kampflose Übergabe des Dorfes einzusetzen, denn Bürgermeister Keller und der Hitlerjunge Egon Schuster wollen gegen die Russen kämpfen. Selbst Lehrer Dudei erkennt die Sinnlosigkeit dieses Vorhabens. Um den Jungen außer Gefecht zu setzen, schießt er ihm ins Bein.

      Bürgermeister Keller bittet die Gutsfrau nochmals, den Russen Mirsa, der ein Verhältnis mit seiner Frau Rita hat, verschwinden zu lassen. Diesmal lehnt sie allerdings ab. Im Hause des Bürgermeisters entbindet Rita derweil Zwillinge. Ihr Mann hofft nach wie vor, dass er der Vater ist, zumal es sich um Jungen handelt. Bei dem Versuch, zur Roten Armee überzulaufen, wird Mirsa von fliehenden Nazis erschossen. Mit der Roten Armee kehren auch Hannes und Edwin Zahn ins Dorf zurück. Auf dem Totenbett kann Vater Kleinert noch erleben, wie Hannes seinen Sohn Jannek in die Arme schließt. (Text: MDR)

    • Folge 9 (52 Min.)

      1945. In Güterlohe zieht der Frieden ein. Kurz nach Hannes’ Rückkehr aus dem Krieg stirbt Meister Kleinert. Auch Hannes’ Hoffnung, dass Janne noch am Leben sein könnte, wird zerstört, als er erfährt, dass sie bei einem Bombenangriff auf das Gefängnis ums Leben gekommen ist. Zusammen mit Jupp Keuner, der ebenfalls zurückgekehrt ist und in der Landesleitung arbeitet, wendet sich Hannes neuen Aufgaben zu. Jupp ernennt ihn zum Verantwortlichen für Nahrungsmittelbeschaffung. Diese Arbeit soll er zusammen mit Martin Schlosser ausführen, der zehn Jahre Gefängnis hinter sich hat. Schlosser ist ein Hitzkopf und schnell aufbrausend, so dass es zwischen den beiden oft zum Streit kommt. Edwin Zahn, der mit Hannes aus Russland zurückgekommen war, wendet sich, nachdem er von den Vorfällen im Dorf gehört hat, von seiner Mutter ab. Er hat seine Jugendliebe, Ulrike von Fock, wiedergetroffen und zieht bei Baron Fock als zukünftiger Schwiegersohn ein. (Text: MDR)

    • Folge 10 (58 Min.)

      Im Jahr 1945: Eine Gruppe ostpreußischer Aussiedler kommt in Güterlohe an. Sie brauchen Quartier und Arbeit, und Wilm organisiert ihre Unterbringung. Rita nimmt gegen den Willen ihres Mannes, dem ehemaligen Bürgermeister Keller, zwei Familien auf. Den größten Teil der Aussiedler bringt Wilm im Gutshaus unter. Gegen die Gutsfrau findet in dieser Zeit ein Prozess statt. Sie wird für den Tod von Janne und Pfarrer Weihmann verantwortlich gemacht und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Wilm sagt als Zeuge gegen sie aus.

      Jupp Keuner kommt nach Güterlohe und überzeugt Wilm davon, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Lehrer Dudei, von seinem Lehramt suspendiert, kann als Einziger im Dorf Schreibmaschine schreiben und wird zum Sekretär des neuen Bürgermeisters ernannt. Paula, eine der ostpreußischen Aussiedlerinnen, arbeitet als Sekretärin für Hannes in der Kreisleitung und beschäftigt sich darüber hinaus besonders liebevoll mit dem kleinen Jannek. Sie sieht Janne, der verstorbenen Mutter von Jannek, sehr ähnlich. Im Dorf geschieht viel Neues. Wilm und Alma wollen heiraten, ein neuer Lehrer und ein neuer Pfarrer treten ihren Dienst an und die ersten Schritte zur Bodenreform werden eingeleitet. (Text: MDR)

    • Folge 11 (56 Min.)

      1945, Baron von Fock erhält Besuch von seinem alten Freund, dem Notar Heimchen. Dieser rät ihm, seine Töchter zu verheiraten und den Besitz an Grund und Boden aufzuteilen, um so der Enteignung durch die Bodenreform zu entgehen. Martin Schlosser deckt dieses Vorhaben auf und bringt Hannes vor Jupp Keuner in eine unangenehme Lage, denn er sollte sowohl Edwin Zahn, als auch den alten Fock im Auge behalten. Wie die Dinge jetzt liegen, gibt es gegen die Familie von Fock keine rechtliche Handhabe.

      Edwin erzählt seiner zukünftigen Frau Ulrike die Geschichte des Briefes aus Breslau: Er hat Hannes genötigt, den Brief an Pfarrer Weihmann mit der Mitteilung, dass sie beide leben, zu schreiben. So fühlt er sich am Tod von Janne und dem Pfarrer mitschuldig. Edwin Zahn und Ulrike von Fock heiraten. Auch Hannes nimmt an der Feier teil und seine Tischdame ist Paula. Zwischen den beiden scheint sich alles zum Guten zu wenden, denn Paula möchte sowohl eine liebevolle Mutter für Jannek, als auch Frau für Hannes sein. Edwins Bruder Siegfried, der inzwischen in Bremen lebt, erscheint ungeladen zur Hochzeit. Zwischen ihnen kommt es zum großen Krach, denn Siegfried hält nach wie vor an den Wehrmachtszeiten fest. (Text: MDR)

    • Folge 12 (55 Min.)

      1945. Susi, eine der Aussiedlerinnen aus Ostpreußen, hat ein Verhältnis mit Neulehrer Hilscher und ist schwanger. Während der Flucht hat sie zwei Kinder verloren und möchte, dass ihr Neugeborenes in gesicherten Verhältnissen aufwachsen wird. Sie überredet Hilscher, den prall gefüllten Vorratskeller eines Bauern zu plündern. Auf dem Weg zum Schwarzmarkt in die Stadt werden die beiden im Zug von Mitreisenden ausgeraubt. Inzwischen hat der bestohlene Bauer die Tat bemerkt und schlägt Alarm. Wilm wird mit der Lösung des Falles beauftragt und kommt auch bald auf die richtige Spur. Im Dorf häufen sich Fälle von Schwarzbrennerei und Ähnlichem. Da aber Wilm die Motive für diese Taten nur zu gut verstehen kann, drückt er meist ein Auge zu.

      Im Dorf findet eine Doppelhochzeit statt. Hannes heiratet Paula, und Alma und Wilm werden auch endlich ein Ehepaar. Der ehemalige Bürgermeister Heine Keller arbeitet noch immer gegen die neue Ordnung. Er stiftet den ehemaligen Hitlerjungen Schuster zu einem Bombenanschlag an, dessen Opfer Jupp Keuner wird. Er fährt mit einem neuen Traktor auf eine Mine, die der junge Schuster auf Geheiß von Keller vergraben hat. Als Rita ihren Mann im Schuppen beim Minenscharfmachen entdeckt, kommt es zu einem Handgemenge, bei dem sie ihn mit einer Mistgabel ersticht. Der kleine Jannek verlässt Wilm und Alma und lebt fortan bei seinem Vater und Paula. (Text: MDR)

    • Folge 13 (68 Min.)

      1947. Eines Tages kommen zwei Fremde nach Güterlohe: Kniebein, der einen Buckel hat, und sein Gehilfe, der Mechaniker Karl Knorr. Nachdem sie die Kirchturmuhr repariert haben, finden sie bei den Dorfbewohnern Zutrauen und bekommen bei der Witwe Loni und deren Tochter Toni Quartier. Knorr erledigt alle Arbeiten, Kniebein streicht aber den Gewinn ein und handelt auf dem Schwarzmarkt. Gegenüber Loni und deren Tochter empfindet er eine große Zuneigung und würde sich dort gern einnisten. Loni hat es aber eher auf Karl Knorr, den „Rotkopf“ abgesehen. Ihn belastet jedoch seine Vergangenheit als Wehrmachtsoffizier. Bei Landrat Dreibrot taucht plötzlich der ehemalige Landrat Kernmeyer auf. Jetzt lebt er im Westsektor und möchte in Güterlohe „mal nach dem Rechten sehen“. Hannes und Martin Schlosser begeben sich auf die Spur dieser verdächtigen Person … (Text: MDR)

    • Folge 14 (69 Min.)

      Im Jahr 1948 trifft bei Baron von Fock Post von Notar Heimchen ein, einem alten Freund der Familie, der sich jetzt an der Mosel niedergelassen hat. Er verspricht, dass der Marshall-Plan und Adenauer dafür sorgen, dass „die Roten“ das Feld bald räumen. Von Fock gibt er den Rat, alle Wertsachen in den Westen zu bringen, weil bald neues Geld kommen wird. Baron von Fock traut diese Mission keinem seiner Familienangehörigen zu, deshalb begibt er sich selbst auf die Reise nach Westberlin, um wertvolle Münzen dorthin zu bringen.

      Bei seinem Versuch, den Familienschatz in Sicherheit zu bringen, wird von Fock gefasst und von Jürgen Gärtner, der bei der Schutzpolizei ist, verhaftet. Diese Demütigung und der Verlust des letzten Familienbesitzes führen bei dem alten Baron zum völligen körperlichen und geistigen Zusammenbruch. Als Friedhelm erfährt, was sein Bruder getan hat, lauert er ihm auf und schlägt ihn zusammen. Edwins Frau Ulrike bringt einen Jungen zu Welt. Kurz nach der Geburt stirbt der alte Baron von Fock. Der Versuch der Familie, sich mit dem verbleibenden Besitz in den Westen abzusetzen, wird von den Behörden vereitelt. Trotzdem verlassen alle von Focks, bis auf Edwin und Ulrike, Güterlohe. Edwin, der sich bei der Gründung der Bauernhilfe hervorgetan hat, wird als Treuhänder für das von den Focks hinterlassene Land eingesetzt. (Text: MDR)

    • Folge 15 (63 Min.)

      1951. Hannes rät Wilm, ein Studium zu beginnen. Wilm kann sich jedoch nicht recht entschließen. Er ist Bürgermeister und hat darüber hinaus ein neues Hobby: ein Ponypaar, dessen Stute bald fohlen wird. Letztlich lässt er sich jedoch überreden und ernennt Jürgen Gärtner zu seinem Stellvertreter. Ulrike arbeitet unterdessen mit auf den Feldern. Sie ist die schwere körperliche Arbeit nicht gewöhnt und erleidet einen Zusammenbruch. Edwin befürchtet, dass Ulrike ihr Leben lang gelähmt bleiben wird. Sohn Lutz wird deshalb für die Zeit ihres Krankenhausaufenthaltes bei Wilm und Alma untergebracht. Ulrike erholt sich jedoch langsam und nach einem Weihnachtsurlaub bei ihrer Familie kann sie im Frühjahr wieder nach Hause zurückkehren.

      In der Gegend um Güterlohe werden die ersten Genossenschaften gegründet. Das trifft nicht bei allen Bauern auf Zustimmung. Immer häufiger findet Wilm heraus, dass Bauern ihr Vieh verbergen, um sich somit den staatlichen Abgaben zu entziehen. Einige setzen sich auch in Richtung Westen ab, um ihr Eigentum zu sichern. Auch in Güterlohe wird eine Genossenschaft gegründet, zu deren Vorsitzenden Edwin ernannt wird. Ulrike übernimmt nach ihrer Gesundung die Buchhaltung. (Text: MDR)

    • Folge 16 (68 Min.)

      1953. Egon Schuster kehrt nach sieben Jahren Haft wieder ins Dorf zurück. Er hatte seinerzeit die Mine gelegt, die Jupp Keuner den Tod brachte. Jetzt arbeitet er auf dem Hof seiner Eltern, die den Anschluss an eine Genossenschaft rigoros ablehnen. Bei einem gemeinsamen Ernteeinsatz mit Helfern aus der Stadt lernt er Uschi kennen und die beiden werden ein Paar. Die Volkserhebung von 1953 wirft ihre Schatten voraus. Telefonleitungen werden gekappt, die Gefängnisse öffnen ihre Tore und Oskar Gärtner wird brutal niedergeschlagen. Eines Abends steht Sieglinde Zahn bei Wilm und Alma vor der Tür. In den allgemein herrschenden Unruhen ist es ihr gelungen, aus dem Gefängnis zu entkommen. Sie führt Wilm und Alma zu einem Versteck, wo sie eine Kassette vergraben hat, in der sich eine detaillierte Schilderung von Graulings Tod, wie er sich tatsächlich zugetragen hat, befindet. Der Tod des ehemaligen Sturmbannführers Grauling galt als Selbstmord. Sieglinde Zahn bittet darum, das Geständnis dem Gericht zuzustellen, damit der Prozess neu aufgerollt werden kann. Daraufhin wird entschieden, dass sie auf freien Fuß gesetzt wird und zu ihrem Sohn Siegfried nach Bremen fahren darf. Sie entscheidet sich jedoch anders und bleibt bei ihrem zweiten Sohn Edwin und seiner Familie in Güterlohe. Der ehemalige Landbriefträger Wilhelm Dreibrot erliegt einem Herzanfall. (Text: MDR)

    • Folge 17 (63 Min.)

      1959. Im Dorf herrscht Aufruhr. Bäckermeister Stange ist krank und kann nicht backen. Im ganzen Dorf gibt es kein Brot. Bürgermeister Wilm greift zu recht ungewöhnlichen Methoden. Der ehemalige Bäcker und jetzige Schweinezüchter Junkermann soll in Stanges Bäckerei backen. Wilm pachtet gegen den Willen von Frau Stange die Bäckerei. Sie bricht während des Streits zusammen, aber schließlich kommt es dennoch zu einer Einigung. Junkermann erhält seinen Lohn von der Genossenschaft und darf die Räume der Bäckerei nutzen.

      Bauer Schuster weigert sich nach wie vor beharrlich gegen einen Eintritt in die Genossenschaft. Er will Einzelbauer bleiben. Sein Sohn Egon und dessen Verlobte Uschi bringen ihn jedoch soweit, dass er den von ihnen ausgearbeiteten Bedingungen zustimmt: Er kann sich aufs Altenteil zurückziehen und sie wollen aus ihren Beständen und denen der Genossenschaft eine leistungsstarke Milchviehherde bilden. Dafür muss Alma allerdings ihre besten Milchkühe hergeben, was zwischen ihr und Wilm zu einer ernsten Ehekrise führt. Wilm bietet dem alten Schuster die Stelle des Futtermeisters an, aber er lehnt entschieden ab und genießt nun geradezu die Vorstellung von einem ruhigen Lebensabend.

      Der im Dorf als Frauenheld bekannte LPG-Vorsitzende Jürgen Gärtner sieht Vaterfreuden entgegen. Seine Frau Ruth fühlt sich aber mit vierzig Jahren für eine Schwangerschaft zu alt. Deshalb erkundigt er sich bei einer befreundeten Krankenschwester wegen eines Schwangerschaftsabbruchs. Da es aber keine gesundheitlichen Gründe gibt, wird eine Unterbrechung abgelehnt. Lehrer Dudei verlässt gemeinsam mit seiner Frau schweren Herzens das Dorf, um in Siebenwalde als Lehrer zu unterrichten. (Text: MDR)

    • Folge 18 (77 Min.)

      1960. Wilm entwirft zusammen mit Karl Knorr ein Modell für ein neues Dorf. Es soll aus Punkthäusern, Wohnblöcken und Freizeitanlagen bestehen. Die beiden reden sich so in Begeisterung, dass ihre Ehefrauen es nicht leicht haben, sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Während Loni die Aktivitäten, die sie für eine Unterstützung der neuen Ordnung hält, rigoros ablehnt, versucht Alma, nach Aussprachen mit Hannes und Kienast, Wilm ins Gewissen zu reden. Er möge lieber dafür sorgen, dass das Dorf ein Dorf bleibt und kein schlechter Abklatsch einer Stadt wird. Loni befindet sich zudem im ständigen Konflikt mit ihrer Tochter Toni, die als heranwachsende FDJlerin nichts von der Kirche und den Lebensvorstellungen der Mutter wissen will. Darüber hinaus interessiert sich Toni, nach Meinung ihrer Mutter, viel zu sehr für das andere Geschlecht. Zwischen Karl, der auf Tonis Seite steht, und Loni kommt es zu einer ernsthaften Ehekrise.

      Die ehemalige Gutsfrau Sieglinde Zahn führt inzwischen ein gut gehendes Fischrestaurant. Als eines Tages der zukünftige Schwiegervater ihres Sohnes Siegfried aus Bremen auftaucht, und ihr die Einladung zu dessen Hochzeit überbringt, lehnt sie ab. Bauer Schuster ist in großer Not, denn seine Lieblingskuh Liese ist krank. Erfahrungsgemäß kann ihr nur das Heu aus dem Buchengrund helfen, der jetzt allerdings der Genossenschaft gehört. Heimlich stiehlt er nachts Heu für seine kranke Kuh – und wird dabei erwischt. Dieser Vorfall veranlasst ihn, nochmals über den Eintritt in die Genossenschaft nachzudenken, und eines Morgens zieht er mit seiner Kuh Liese vor das Haus des Bürgermeisters und verkündet, dass er den Posten des Futtermeisters doch annimmt. Ruth, die Geliebte des LPG-Vorsitzenden Jürgen Gärtner, schenkt einem Sohn das Leben. (Text: MDR)

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