Schweinefleisch nach balinesischer Art: Lawar Babi In Indonesien gibt es eine Insel, die sich von den anderen unterscheidet: Bali! Sie liegt im Herzen des größten muslimisch geprägten Landes der Welt, zeichnet sich aber durch ihren hinduistischen Glauben und ihre Gastronomie aus. Auf der heutigen Speisekarte stehen Schweinefleisch und Lawar. Die Journalistin Orane Delépine begibt sich in die Küche von Pande Putu Sri Sukaningsih, um Lawar Babi zu kosten. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erzählt, wie Bali zu einer Hochburg des Hinduismus in Indonesien geworden ist.
Außerdem berichtet er über die Gewürzvielfalt auf der Insel und erklärt verschiedene Bräuche weltweit rund um den Verzehr von Blut. Ein Biss’chen Heimat: Pino, von Bali nach England Pino, ursprünglich aus Bali, wohnt nur einen Katzensprung vom Buckingham Palace entfernt. Für seine Gäste bereitet er Gulai Daun Singkong und einen Fisch nach Jimbaran-Art zu. Er ist überzeugt, dass sein Schicksal ihn nach London geführt hat. Er erzählt von der Anpassung seiner Rezepte an die englischen Lebensmittel, von der
Verwendung balinesischer Gewürze und von seiner Erinnerung an gegrillten Fisch an der Küste Indonesiens bei Sonnenuntergang.
Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier das Rezept für Lawar Babi zum Nachkochen. Also: Ran an die Töpfe! ------ Rezept für Lawar Babi Zutaten für sechs Personen: 800 g Schweinebauch 300 g Kokosraspel 200 ml Schweineblut 1 EL Garnelenpaste 1 TL Röstzwiebeln 5 cm Thai-Ingwer (Galgant) 5 cm Kurkuma 3 cm Ingwer 3 Chilischoten 1 Limette Zubereitung: – Zunächst das Fleisch von der Schwarte trennen und diese kochen, bis sie weich ist.
– Anschließend abkühlen lassen und in Stücke schneiden. – Das Fleisch fein hacken und bei mittlerer Hitze zehn Minuten lang anbraten. – Thai-Ingwer, Kurkuma und Ingwer zerstoßen und mit dem Fleisch vermengen. – Schwarte und Kokosraspel in eine Schüssel geben. Das Schweineblut hinzugießen und zu einer homogenen Masse verarbeiten. – Die Garnelenpaste, Röstzwiebeln und zerkleinerte Chilischoten sowie die Mischung aus Fleisch und Gewürzen hinzugeben. Erneut rühren. – Die Limette auspressen und ein letztes Mal mischen. (Text: arte)