Expeditionen ins Tierreich Magisches Frankreich – Vom Mont Blanc zum Pic du Midi
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Magisches Frankreich – Vom Mont Blanc zum Pic du Midi
45 Min.
Im Osten der Mont Blanc, im Süden der Pic du Midi: Die Alpen und Pyrenäen markieren die Höhenlinien Frankreichs. Zwei Gebirge, geprägt von Eis, Fels und extremen Bedingungen. Über allem: der Mont Blanc. Mit über 4800 Metern ist er nicht nur der höchste Berg der Alpen, sondern auch ein Rückzugsort für Arten, die weiter unten keinen Platz mehr finden. Der Klimawandel verändert die Regeln: Schnee schmilzt, Gletscher schwinden, die Lebensräume verschieben sich. Einige Tiere passen sich an. Murmeltiere verkürzen ihren Winterschlaf, sobald die Nahrung sprießt.
Kaum ist der Bau verlassen, beginnen Kämpfe um die Rangordnung – nicht alle dürfen bleiben. Alpendohlen haben sich den Tourismus zunutze gemacht: Sie folgen Menschen bis an die Gipfel auf der Suche nach Essbarem. Ihr Verhalten geben sie an die nächste Generation
weiter. Auch Sperlingskäuze profitieren: milde Winter, frühe Beute, die kleinsten Eulen Europas breiten sich aus. Ähnlich wie die Steinböcke, denen Felsen genügen. In den Pyrenäen wurden sie wieder angesiedelt, seither springen Jungtiere über die Hänge, während brunftige Böcke den Geißen folgen.
Der Wandel zeigt sich nicht nur im Großen. Forscher entdeckten, dass Rotalgen den Schnee schneller schmelzen lassen. Im Tauwasser erwachen Tiere, die Jahrzehnte im Eis überdauert haben: Bärtierchen, Gletscherflöhe, winzige Überlebenskünstler. Der Film taucht ein in diese wenig bekannte Welt – mithilfe von Makro- und Nestkameras, spektakulären POV-Drohnenflügen und über 100 Drehtagen in den Hochlagen. Eine filmische Bestandsaufnahme zweier Landschaften im Umbruch – und ein Blick auf das, was bleibt, wenn das Eis geht. (Text: NDR)