• 45 Min.
    Sonne, Strand und Seebäder: Die Lübecker Bucht gilt als Inbegriff norddeutscher Urlaubskultur. Badeorte wie Kellenhusen, Grömitz oder Travemünde ziehen jedes Jahr Millionen von Menschen an. Dieser Film nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise in diese spektakuläre Natur. Eine Landschaft, die von der letzten Eiszeit geformt wurde und bis heute im Wandel ist: Steilküsten, die langsam ins Meer abrutschen, junge Dünen, die entstehen, und stille Rückzugsorte, die seltenen Arten eine Heimat bieten. Im Zentrum steht der Kiebitz, einst ein „Allerweltsvogel“, heute vielerorts vom Aussterben bedroht. Der Film begleitet seinen Kampf ums Überleben – gegen Feinde, Wetterextreme und menschliche Eingriffe. Gleichzeitig erzählt er von Erfolgen des Naturschutzes, der dem Vogel eine Rückkehr ermöglicht. Doch die Lübecker Bucht ist auch Lebensraum für viele andere Tiere: Seeadler ziehen ihre Jungen groß, Fischotter kehren in die Gewässer zurück, Uferschwalben nisten in steilen Klippen und Schweinswale jagen in den flachen Küstengewässern. Selbst in stark genutzten Landschaften haben sich überraschende Nischen erhalten, vom ehemaligen Grenzgebiet am Dassower See bis zu stillen Trockenrasen und Dünen. Auch im Kulturland hinter der Küste gibt es viel zu entdecken. Im Herbst etwa streiten dort Wildschweine und Damhirsche um die Gunst der Weibchen. Tourismus, Landwirtschaft und Küstenschutz formen die Region ebenso wie historische Entwicklungen. Wo einst innerdeutsche Grenze und Sperrgebiet waren, sind heute wertvolle Rückzugsräume entstanden. Mit eindrucksvollen Bildern und Beobachtungen dokumentieren die Naturfilmer Klaus Weißmann und Wilma Kock, wie widerstandsfähig – und zugleich verletzlich – die Tierwelt der Lübecker Bucht ist. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 NDR
  • 45 Min.
    Mallorca: unzählige Strände und der berüchtigte „Ballermann“ ziehen jährlich über zehn Millionen Touristen an. Die wilde Seite der Insel bleibt den meisten Besuchern jedoch verborgen. Etwa im Norden, im schwer zugänglichen Tramuntana-Gebirge. Es ist die Heimat wilder Ziegen, von Rotmilanen und des größten Greifvogels Europas – dem Mönchsgeier. Vogelwart Pep Tapia überwacht seit Jahrzehnten den Bruterfolg der gewaltigen Vögel und unterstützt sie in der kritischen Aufzuchtphase. Auch Mallorcas Unterwasserwelt zeigt sich überraschend vielfältig. Wo vor der Insel Sa Dragonera früher Überfischung herrschte, patrouillieren heute wieder Zackenbarsche und imposante Schwärme von Barrakudas. Die Biologin Deborah Morrison versucht in einer aufwendigen Mission, bedrohte Seepferdchen wieder in den schützenden Seegraswiesen anzusiedeln. Auch an Land setzen sich Menschen für die Tierwelt der Insel ein. So zum Beispiel der Schweinezüchter Pep Martorell, der sich dem Erhalt des Porc Negre, einer einzigartigen schwarzen Schweinerasse, verschrieben hat. Ganz im Süden ist in den Salinen von d’Es Trenc ein besonderes Zusammenspiel von traditionellem Handwerk und Naturraum entstanden. Die Gewinnung von Meersalz sichert den Erhalt eines weitläufigen Feuchtgebiets, das Tausenden Vögeln als Rückzugsort dient. Der Rosaflamingo findet in den Salinen genau die Nahrung, die seinem Gefieder die charakteristische Färbung verleiht. Die Naturdoku ist eine Reise zu den verborgenen Wundern eines scheinbar vertrauten Ferienparadieses. Ein Film, der dazu einlädt, Mallorca mit völlig neuen Augen zu sehen. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 NDR

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