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    Staffel 2, Folge 1–5

    • Staffel 2, Folge 1 (26 Min.)
      Der Awaji Yumebutai ist eine Sinfonie aus Himmel, Erde und Wasser. Aus den Hängen ragen Arkaden, Treppen, Wasserspiele. Strenge Linien aus Beton, umgeben von einem natürlichen Rund. Ist das Architektur? Ist das ein Garten? Im Süden Japans auf der kleinen Insel Awaji liegt die Yumebutai-Anlage, deren Dimension mit 28 Hektar atemberaubend ist. Sie umfasst ein Konferenzzentrum, ein Luxushotel, ein Freilichttheater und eines der größten Gewächshäuser Japans. Der Garten wurde von dem bekannten japanischen Architekten Tadao Ando entworfen, der Träger des Pritzker-Architekturpreises ist. Der Garten liegt in einem schroffen Gelände und zieht sich von den umliegenden Hügeln hinab zum Meer. Der Besucher kann sich also sowohl horizontal als auch vertikal bewegen, aber es gibt auch Diagonalen. Und im Zentrum gibt es ein Labyrinth.
      Ando spielt mit den abrupten Höhenunterschieden der Hänge, indem er den Garten dem Gefälle der Hänge anpasst. Der Einsatz von Treppenanlagen ist eines der Hauptmerkmale des Awaji Yumebutai. Ein Spaziergang in diesem Garten bedeutet auch Erinnern: Der Garten, dessen Stufen wie ein gigantisches Netz den Hang emporklettern und mit 100 leuchtenden Blumenbeeten übersät sind, wurde als Gedenkstätte für die Opfer des Erdbebens von Kobe im Jahr 1995 entworfen. Der Garten würdigt das Zusammenleben von Mensch und Natur und erinnert zugleich daran, wie empfindlich dieses Gleichgewicht ist. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 02.09.2018arte
    • Staffel 2, Folge 2 (26 Min.)
      Im Jahr 1996 ließen sich die Landschaftsgärtner Sylvie und Patrick Quibel etwa 15 Kilometer von Rouen entfernt, bei Auzouville sur Ry, auf einem alten Bauernhof nieder. Sie wählten den schlichten ehemaligen Apfelgarten als Standort für ihr neues Projekt – zu einer Zeit, in der prachtvolle Hortensienblüten die Gärten in der Normandie dominierten. Die Anlage sollte zu einem der schönsten Beispiele für das „New Perennial Movement“ – was so viel bedeutet wie neue Ganzjährigkeit – werden, eine von dem niederländischen Landschaftsgärner Piet[BA1] Oudolf begründete Strömung. Er propagiert den Verbund von mehrjährigen Pflanzen, um den Eindruck einer natürlichen, spontanen Vegetation zu erzeugen.Dabei geht es ihm nicht darum, Landschaften nachzubilden, sondern Emotionen auszulösen.
      Die Quibels setzen in ihrem Garten eine botanische Pflanzenfamilie in Szene, die bei den Gestaltern lange Zeit wenig Beachtung fand, nämlich Gräser. Den üppig wuchernden, duftig-leichten Gewächsen verdankt die grüne Oase ihren Namen: Jardin Plume – Federgarten. Er ist ein Königreich der Gräser, einer botanischen Großfamilie, die ihre Zeit brauchte, bis sie die Zuneigung der Gärtner gewann. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 09.09.2018arte
    • Staffel 2, Folge 3 (26 Min.)
      Natur trifft auf Industriekultur: Ein Jahrhundert lang prägte die Schwerindustrie die Landschaft entlang der Ruhr und hinterließ Schlote und Hochöfen. Auch am Stadtrand von Duisburg erhebt sich noch ein solcher Riese aus Stahl. Ein Anblick, der so gar nicht unserer Vorstellung eines Parks zu entsprechen scheint. Und doch erstreckt sich zu seinen Füßen – auf einer ehemaligen Brache zwischen Autobahnen – eine der bemerkenswertesten Gartenanlagen des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Auf 230 Hektar sind Bahngleise, verrostete Anlagen und ein Gewirr von Rohrleitungen zu einer monumentalen Landschaft gestaltet worden. Das revolutionäre Konzept des Parks wurde in den 90er Jahren von Peter Latz entworfen. Mit der Revitalisierung dieses Ortes ist ihm und seinem Team ein Wunderwerk gelungen, das die Landschaftsarchitektur weltweit beeinflusst hat.
      Ein Charakteristikum des Parks sind die sogenannten Pionierpflanzen. Die ersten siedelten sich dort an, wo nichts mehr wuchs. Sie kamen als blinde Passagiere mit den Erzladungen oder wurden aus den Gärten der Arbeiter herübergeweht. In den 80er Jahren zählte man hier etwa 300 Arten. Heute ist der Park ein Musterbeispiel für die Umwidmung postindustrieller Stätten in urbane Erlebnisräume. Der alte Gasometer wurde 1996 stillgelegt und mit beträchtlichem Aufwand von Rost und Ablagerungen gereinigt. Mit 45 Meter Durchmesser und 13 Meter tief ist es eines der größten Tauchbecken Europas. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 16.09.2018arte
    • Staffel 2, Folge 4 (26 Min.)
      Lanzarote ist 800 Quadratkilometer groß und die trockenste der Kanarischen Inseln. Kaum vorstellbar, dass auf der windgepeitschen Vulkaninsel ein Garten entstehen kann. Und doch: Schwarz, rot und grün erstreckt sich seit 1990 im Osten der Insel der Jardín de Cactus zwischen Felsen und Kratern. Er ist eine Ode an eine der widerstandsfähigsten Pflanzenfamilien überhaupt – den einzigen, die in solch einem aridem Klima überleben können. Das letzte Werk des einheimischen Künstlers und Naturliebhabers César Manrique enthält Hunderte Kaktusarten aus Amerika, Afrika und Ozeanien, die kunstvoll auf Terrassen angeordnet sind. Sie gleichen einem 24 Hektar großen Amphitheater aus Stein. Der Garten zeugt von der einmaligen Ästhetik des Künstlers, aber auch vom engen Verhältnis der Inselbewohner zu ihrer Natur und der exotischen Schönheit ihrer Ökosysteme. César Manrique zeigte mit seinem Kaktusgarten, was seine Heimat Lanzarote ausmacht: das perfekte Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 07.10.2018arte
    • Staffel 2, Folge 5 (27 Min.)
      Grüne Trasse inmitten von Manhattan: Der New Yorker High Line Park zählt seit einigen Jahren zu den neuen Wahrzeichen des Big Apple. Die in neun Meter Höhe verlaufende Grüntrasse ist naturbelassen und städtisch zugleich. Sie erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer von der Gansevoort Street bis zur 34. Straße. Früher führte hier eine Eisenbahnlinie entlang, an die die Fabriken in West-Manhattan angebunden waren. Die Bahngleise sind zwischen 1929 und 1934 gebaut worden und waren für den Viehtransport wichtig. Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte der Meatpacking District seine Blütezeit: In den vielen Hallen, die heute von trendigen Bars, Hotels und Restaurants genutzt werden, waren Schlachtereien angesiedelt. Bis 1980 wurde die Hochbahn auch für den Transport von Milch und Getreide für die Bäckereien genutzt.
      Nach der Stilllegung der Strecke verfielen Gleisanlagen und Gebäude allmählich. Es ist dem Engagement der Bürgerinitiative „Friends of the High Line“ zu verdanken, dass die letzten Zeugen des Industriezeitalters vom Abriss verschont blieben. Anfang der 2000er Jahre wurde das Areal unter der Federführung der Landschaftsarchitekten Fields Operations, des Architekturbüros Diller Scofidio + Renfro und des Gärtners Piet Oudolf in eine öffentliche Parkanlage verwandelt, die als zeitgenössische Neuinterpretation des Stadtbummels schnell zu einem beliebten und viel besuchten Treffpunkt der New Yorker geworden ist. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 14.10.2018arte

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