Das Eisenbahnzeitalter in Deutschland begann auf Bahnschienen in Bayern. Bis heute, knapp 180 Jahre später, haben die Bahnstrecken hier nichts von ihrer Faszination verloren. Die „Eisenbahnromantik“ macht eine Reise durch die Bergwelt Bayerns. Zu den schönsten Eisenbahnstrecken der Alpen gehört die Karwendelbahn. Vor über 100 Jahren begannen die Bauarbeiten für diese spektakuläre Bahnstrecke vom Inntal hinauf nach Seefeld. In Mittenwald hält der Zug auf 933 Metern am höchsten Schnellzugbahnhof Deutschlands, bevor er Garmisch-Partenkirchen erreicht, von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Karwendelgebirge hat. Gut 70 Kilometer lang ist die Bayerische Waldbahn zwischen Plattling und Bayerisch-Eisenstein, die älteste Linie im Bayerischen Wald. In Plattling im Donautal beginnt ihr 400 Meter hoher Aufstieg. Zehn Kilometer erreicht sie Deggendorf, dem „Tor zum Bayerischen
Wald“. In Zwiesel führt die Tour erst in eine Dampfbierbrauerei, dann geht es mit dem Dampfross 70 083 des Bayerischen Localbahn Vereins weiter, diese Lok hatte 2013 100-jähriges Jubiläum. Das Berchtesgadener Land, der südöstlichste Zipfel Deutschlands, wirkt seit jeher wie ein Magnet auf die Menschen. Durch den Bau der Bahnlinien begann ein regelrechter Besucheransturm, aber auch Güter wurden auf den Strecken transportiert. Der alten Saline verdankt Bad Reichenhall seinen einstigen Reichtum und den Bahnanschluss. Am Watzmann und am Königssee erholten sich schon früher die Salzburger. Sie bauten später von Salzburg aus eine zweite Strecke direkt nach Berchtesgaden und zum Königssee. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde diese anno 1939 dem Erdboden gleich gemacht. Das Filmteam begibt sich daher auf Spurensuche und auf die Suche nach dem Bahnecho vom Königssee. (Text: NDR)