Wenn es kracht, wird es schnell teuer. Meistens für die Versicherer, die die Schäden übernehmen müssen. Doch die scheinen zu tricksen, indem sie Rechnungsbeträge für Reparaturen nach Unfallschäden systematisch kürzen. Und das seit Jahren im großen Stil. Dabei geht es um Millionenschäden zu Lasten von Autofahrern und Werkstätten. Wir decken das schmutzige System auf. Unsere Spur führt zu externen Prüfdienstleistern, die unbegründet Gutachten und Rechnungen kürzen. Insider berichten von bis zu 20 Prozent weniger! Wer sich nicht wehrt, der verliert häufig viel Geld. (Text: WDR)
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Immer mehr Parkplätze in Deutschland werden von privaten Firmen überwacht. Was eigentlich als Schutz für Kundenparkplätze gedacht ist, ist mittlerweile ein lukratives Geschäftsmodell – bei dem manche Firmen mit fiesen Tricks arbeiten. Reporterin Viktoria Merkulova trifft die Opfer der Park-Abzocker. Betroffene berichten ihr von fragwürdigen Methoden: Auch wer nur über einen Parkplatz fährt, ohne überhaupt zu parken, bekommt hohe Vertragsstrafen – teils über 100 Euro. In einigen Fällen drohen die Firmen auch noch mit Inkasso-Gebühren. Rechtlich eigentlich nicht zulässig, wenn Autofahrer gar nicht erkennen können, dass sie einen „Parkvertrag“ eingehen.
Doch die Firmen setzen offenbar darauf, dass Betroffene aus Angst oder Bequemlichkeit trotzdem zahlen. Insider berichten von hohem Druck innerhalb der Park-Firmen. Ziel sei es, möglichst viele Verstöße abzurechnen. Bei manchen gab es Vorgaben, wie viele tausend Strafzettel pro Woche generiert werden mussten. Und es gibt brisante Vorwürfe: Manche Firmen sollen Beweisfotos aus den Überwachungskameras manipuliert haben. Parkscheiben sollen wegretuschiert worden sein, Zeitstempel gefälscht.
Reporterin Viktoria Merkulova macht sich auf die Suche nach den Hintermännern – und stößt dabei auf ein ganzes Netzwerk von unseriösen Firmen. Die technische Entwicklung macht das Geschäft der Park-Überwacher immer einfacher. Kameras erfassen die Kennzeichen automatisch, Computersysteme erstellen massenhaft Zahlungsaufforderungen. Die Adressen bekommen den Firmen vom Kraftfahrtbundesamt: Dort ist die Zahl der Halterabfragen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen – von einigen zehntausend auf knapp vier Millionen im Jahr. (Text: WDR)