Staffel 1, Folge 1–2

    • Staffel 1, Folge 1
      London, 6. September 1997. Das Duell zwischen Lady Diana und Königin Elisabeth ist mit dem Tod der Prinzessin eigentlich entschieden. Da kommt es am Rande von Dianas Trauerfeier zu einem letzten Kräftemessen. Wie wird sich die Queen verhalten, wenn der Sarg von Diana an ihr vorüber gezogen wird? Wird Elisabeth in Regungslosigkeit verharren und sich somit als späte Siegerin über ihre Rivalin in Szene setzen? Oder wird sie – wie so viele andere an diesem Tag – Tränen vergießen und ihrer Gegenspielerin einen letzten Triumph überlassen? Wie immer Elisabeth sich verhält – es gibt in dieser Situation keinen Königsweg. Auch für eine Königin nicht. Charles Anson, langjähriger Sprecher der Queen, schildert in einem seiner äußerst seltenen Interviews, wie der Konflikt zwischen Elisabeth II. und Lady Diana begann und wie die Prinzessin ihrer Schwiegermutter die Stirn bot. Dianas Privatsekretär Patrick Jephson und Dianas Leibwächter und langjähriger Vertrauter Ken Wharfe betrachten die Beziehung der beiden Frauen aus Dianas Perspektive. Für Patrick Jephson ist schnell klar: „Nachdem ihre Ehe mit Prinz Charles nicht mehr zu retten war, suchte Prinzessin Diana nach einer eigenen Rolle für sich“. Sie stichelte erst leise, dann immer lauter und begann die Staatsräson in Frage zu stellen. Diana weigerte sich, im engen Korsett der höfischen Verhaltensregeln zu leben und stilisierte sich zum charmanten Gegenentwurf zum verknöcherten Regierungsstil der Queen. Mit sorgsam inszenierten Interviews attackierte sie ihren Mann und – meist indirekt – auch ihre Schwiegermutter. Der Journalist Andrew Morton war der erste, dem sie sich anvertraute. „Um später glaubhaft versichern zu können, dass sie nie mit mir gesprochen habe, hat Diana ihre Antworten auf meine Fragen auf Tonband gesprochen. Über weitere Mittelsmänner sind die Bänder später zu mir gelangt“, schildert Morton die verzweifelten Versuche Dianas, sich Gehör zu verschaffen. Mit der Veröffentlichung des Buches „Diana – Ihre wahre Geschichte“ im Jahr 1991 wird der Kampf zwischen Diana und Elisabeth mit offenem Visier ausgetragen. Diana provoziert mit Affären (darunter Rittmeister, Playboys, Ärzte) das auf Anstand und größte Diskretion bedachte Familien- und Staatsoberhaupt. Auf dem Höhepunkt des Konflikts ordnet die Queen die Scheidung an. Schriftlich. Charles und Diana bekommen einen Brief gleichen Wortlauts. Als einen der ersten informierte Diana damals ihren Privatsekretär Patrick Jephson: „Sie war wütend und schockiert, das jemand ihre Scheidung anordnet,“ sagt Jephson, „und es hat sie noch aus einem anderen Grund geschmerzt: Es war der erste handschriftliche Brief, den sie je von ihrer Schwiegermutter bekommen hat.“ Und die Queen? Elisabeth werden nicht gerade warmherzige Gefühle gegenüber Diana nachgesagt. Dianas Bulimieanfälle etwa beobachtete die Königin mit größter Distanz. Sie schien in Diana hauptsächlich eine Frau zu sehen, die eine Funktion zu erfüllen hat: Mit Nachwuchs die Thronfolge sicherzustellen. So drängte sie ihren etwas widerstrebenden Sohn zunächst dazu, Diana zu heiraten. Und als ihre Diana 1982 schließlich Prinz William gebar, ließ das Interesse der Königin an ihrer Schwiegertochter merklich nach. Am Ende war es die Queen, die gegen den Willen der Prinzessin – auf einer Scheidung von Diana und Charles bestand. Jung gegen Alt, Moderne gegen Tradition, Natürlichkeit gegen Form – das war das eigentliche Duell im englischen Königshaus in den affärenreichen achtziger und neunziger Jahren. Möglich, dass ein Schuss Eifersucht dazu kam – dass die Königin die jüngere, und so beliebte, Diana um ihre Natürlichkeit beneidete. Diana gegen Elisabeth – das war auch ein Duell zwischen der „Königin der Herzen“ und der traditionsverbundenen Regentin um die Gunst des Volkes. (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungSo 01.07.2007Das Erste
    • Staffel 1, Folge 2 (45 Min.)
      Als im Finale der Fußball-WM 2006 Italien und Frankreich aufeinander treffen, treten auch ihre Sponsoren Puma und Adidas gegeneinander an. Ein Kampf um Prestige und Marktanteile. Angefangen hat dieser Zweikampf in einer Waschküche in der fränkischen Kleinstadt Herzogenaurach vor mehr als 80 Jahren. Dort stellen die beiden Brüder Adolf und Rudolf Dassler mit einfachsten Mitteln Sportschuhe her. Adolf, der Tüftler, entwickelt immer neue Modelle, Rudolf, der Verkäufer, bringt sie unter die Leute. Die gemeinsame Firma „Gebrüder Dassler“ floriert – vor allem unter den sportbegeisterten Nazis. Bei den Olympischen Spielen 1936 siegt Jesse Owens in Laufschuhen der Brüder Dassler. Doch während des Krieges geraten die beiden Familien heftig aneinander. Rudolf ist lange im Kriegseinsatz. Adolf dagegen muss nur kurz als Soldat dienen und kann die Fabrik alleine weiter führen – was zu großen Spannungen und bitteren Vorwürfen führt. Das Misstrauen gegeneinander wächst, und die beiden Ehefrauen Käthe und Friedel sind daran nicht unschuldig. Als einmal beide Familien in einem Keller Schutz vor den Bombern der Alliierten suchen, kommt es zum offenen Streit. Betti Billwatsch, Schwägerin von Rudolf Dassler, erinnert sich: „Der Adolf hat im Keller immer gerufen: „Jetzt sind sie ja schon wieder da, die Schweinehunde! Meine Schwester, die Frau von Rudolf, hat sich eingebildet, dass sie gemeint sei. Dabei hat der Adolf nur die feindlichen Flieger im Sinn gehabt.“ Völlig vergiftet ist das Verhältnis der Dassler-Brüder und ihrer Ehefrauen in den Monaten nach dem Krieg. Während sich Adolf um den Wiederaufbau der gemeinsamen Firma kümmern kann, muss Bruder Rudolf ins Internierungslager. Jörg Dassler, Enkel von Rudolf: „Im Lager hat ihm ein Amerikaner erzählt, dass er denunziert wurde. Vor jemand aus seiner nächsten Nähe.“ Rudolf Dassler ist überzeugt, dass ihn sein Bruder verpfiffen hat. Eine untragbare Situation. Nach Rudolfs Freilassung teilen die Brüder ihr Unternehmen. Adolf gründet Adidas, Rudolf Puma – auf der anderen Seite des Flüsschens Aurach – und die Angestellten müssen sich entscheiden, für wen sie künftig weiter arbeiten wollen. Bernhard Nadler, ehem. Fahrer von Adolf Dassler: „Es ist knallhart ums Geld gegangen.“ Seit diesem Tag hält der Kampf der verfeindeten Firma die Sportwelt in Atem: Adidas stattet 1954 die deutschen Fußballweltmeister mit Schuhen aus, Puma hält später mit prominenten Vereinsmannschaften – wie Borussia Mönchengladbach – und Sportlern von Günter Netzer bis Boris Becker dagegen. Nicht immer wird die Konkurrenz mit sauberen Mitteln geführt – von gebrochenen Vereinbarungen ist die Rede, von Abhöraktionen und vielem mehr. Ein Zweikampf voller Emotionen in der schillernden Welt des Sports – lange vor dem Ausrüsterstreit zwischen Adidas und Nike um den DFB und der versuchten Übernahme von Puma durch französische Investoren. Bis zum heutigen Tage gibt es Adidas-Sportler und Puma-Sportler. Der Streit ging auch weiter, als die beiden Brüder starben und sich demonstrativ an entgegen gesetzten Seiten desselben Friedhofs beerdigen ließen. Jetzt war es an den jeweiligen Söhnen, Horst (Adidas) und Armin (Puma), die Fehde in neue Höhen zu treiben. Die Cousins lieferten sich über Jahre einen erbitterten Konkurrenzkampf. Kein Wunder, dass dieses Duell auch den Ort Herzogenaurach fest im Griff behielt: Je nach Arbeitsplatz gehört man zu einer Adidas- oder einer Puma-Familie – und schaut den Menschen zuerst auf die Schuhe und dann in die Augen. (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 02.07.2007Das Erste

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