In Österreichs Hobbyvereinen lernen Kinder und Jugendliche nicht nur Fußballspielen – der Club ist für die Spieler:innen wie eine erweiterte Familie. Hier begegnen sich unterschiedliche Nationen, Kulturen und Milieus – freundschaftlich vereint durch ein gemeinsames Hobby, nein – eine Leidenschaft. Viele Österreicherinnen und Österreicher leisten hunderte Stunden wenig bis gar nicht bezahlte Arbeit für diese Vereine. Tore aufbauen und Netze flicken, Linien ziehen und Rasen reparieren, Mannschaftsdressen pflegen und Geld aufstellen – all diese und noch viel mehr Arbeiten muss schließlich jemand machen. Ganz nebenbei leisten die Vereine und ihre überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter Sozial- und Erziehungsarbeit und
erfüllen unschätzbare Integrationsaufgaben. Sie sind Verbindungsglied für Familien und Sportbegeisterte über verschiedenste Bevölkerungsschichten hinweg, die einander sonst eher nicht begegnen würden. Dem Mannschaftssport wird nachgesagt, eine gute Lebensschule zu sein: Junge Menschen lernen hier idealerweise Manieren, Respekt und Toleranz, sehen etwas von der Welt, werden in der Abnabelungsphase vom Elternhaus begleitet und profitieren auch im späteren Leben von Fitness, Teamplay und Disziplin. Hanno Settele zeigt in dieser Dok1 den „Kosmos Hobbyverein“ einmal im Detail her und stellt jene Menschen vor, die still und leise im Hintergrund am Erfolg österreichischer Hobbyvereine werken. (Text: ORF)