Die Tricks des Überlebens

    Originalfassung – Staffel 1, Folge 1–4weiter

    • Staffel 1, Folge 1 (45 Min.)
      Bild: SWR
      Mit seinem scharfen Gebiss ist das Nagetier Aguti in der Lage die harte Schale der Paranuss zu öffnen. – © SWR

      Wer im Dschungel überleben will, muss einen raffinierten Trick beherrschen, schnell rennen oder klettern können, gut aussehen oder riechen. Am besten, man kann etwas, was sonst keiner kann – so wie Aguti, Prachtbiene und Paranuss-Baum am Amazonas. Einmal im Jahr lösen sich die kokosnussgroßen Früchte des Paranuss-Baums aus der Krone und krachen 50 Meter tief auf den Urwaldboden. Auf diesen Moment hat das Aguti gewartet. Paranüsse sind schließlich die Lieblingsspeise des kleinen Nagetiers. Zwar ist die Schale steinhart – aber genau daran hat sich das Aguti angepasst: Niemand außer ihm besitzt so ein scharfes Gebiss, um die Frucht zu öffnen. Die Samen im Innern knackt das Aguti mühelos, ein paar verspeist es sofort, den Rest vergräbt der Nager einzeln im ganzen Revier. Dies wiederum ist die Überlebensstrategie des Paranuss-Baumes: Seine Samen werden im Regenwald verteilt und können weit weg vom Mutterbaum neue Standorte erobern. Denn je weiter die jungen Sämlinge von ihren Elternbäumen entfernt aufwachsen, desto sicherer sind sie vor ihren Fressfeinden. Auch zum Bestäuben braucht der Baum einen tierischen Helfer – die Prachtbiene. Nur sie ist groß und stark genug, den Deckel der Paranuss-Blüte anzuheben, um hinein zu tauchen. Der Nektar nährt ihre Brut und sie selbst – und beim Besuch der nächsten Blüte trägt sie den Pollen weiter. Sind die Kelche bestäubt, dauert es 15 Monate, bis die neuen Früchte reif werden und dem Aguti vor die Nase fallen. So tragen zwei kleine Tiere dazu bei, dass der riesige Amazonas-Baum nicht ausstirbt – dafür versorgt er sie mit Nüssen und Nektar. Das ist nur eine von vielen Geschichten über die geniale Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen im Regenwald. Warum hilft die Winker-Krabbe dem Mangrovenwald? Warum sind Nektarvögel die „Bienen“ des tropischen Regenwalds? Und was hat die Passionsblume mit Blausäure zu tun? Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. Wie vielfältig die Abhängigkeiten sind und wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigen die Macher der Mini-Serie in spektakulären Bildern. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 23.08.2014 Bayerisches Fernsehen
      Original-Erstausstrahlung: So 17.06.2012 BBC Two
    • Staffel 1, Folge 2 (45 Min.)
      Bild: SWR
      Großer Ameisenbär (Goias, Brasilien). Weitere Bilder finden Sie unter www.br-foto.de. – © SWR

      Graslandschaften erscheinen oft eintönig. Doch sie sind es ganz und gar nicht. Viele Bewohner überleben hier nur, weil sie ganz besondere Bündnisse mit einer anderen Art schließen. In Kenia zum Beispiel kämen Impala-Antilopen in der Savanne ohne Nashörner nicht zurecht, in Brasilien legen Mähnenwölfe regelrechte Obstplantagen an und in Australien halten sich Nasenbeutler eigene Wiesen – und das alles, um die nährstoffarmen Savannengräser aufzupeppen und an den lebenswichtigen Eiweißbestandteil Stickstoff zu gelangen. Ohne Tiere wie „gärtnernde“ Bürstenkängurus, den Nasenbeutler, das Nashorn oder den Mähnenwolf gäbe es die Grassavannen nicht, in denen sie leben. Eine besonders ausgeklügelte Lebensgemeinschaft pflegen Akazien in Afrika. Sie nutzen gerne die stickstoffreichen Termitenhügel als Keimgrund. Viele wachsen direkt neben den Hügeln, ihre Wurzeln reichen in den Bau hinein. Akazien, die einen derart vorteilhaften Standort ergattert haben, tragen doppelt so häufig Früchte wie andere, die weiter entfernt von Termitenbauten stehen. Kein Wunder, dass sie besonders verlockend auf Pflanzen-fresser wirken. Zur Verteidigung nutzen sie ihre Stacheln und halten sich Ameisenarmeen, die sie mit süßen Saft anlocken. Die Winzlinge schlagen dann sogar Elefanten und Giraffen in die Flucht. Die wilden Bewohner von Savannen haben sich eine Menge Strategien und Tricks einfallen lassen, um im Grasland an lebenswichtigen Stickstoff zu kommen und zu überleben. Doch nur durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Organismen, gelingt es immer wieder aufs Neue karges Grasland in blühende Landschaften zu verwandeln. Es gibt eine Menge dieser Geheimnisse, die nur entdeckt werden wollen. Das zeigen die Macher des Dreiteilers in spektakulären Bildern. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 30.08.2014 Bayerisches Fernsehen
      Original-Erstausstrahlung: So 24.06.2012 BBC Two
    • Alternativtitel: (3/3): Im Wald
      Staffel 1, Folge 3 (45 Min.)
      Bild: NDR
      Grizzlybären - Great Bear Rainforest, British Columbia, Kanada. – © NDR

      Nur auf der Nordhalbkugel gibt es Wälder, deren Leben durch große Veränderungen geprägt wird. Jedes Jahr lässt sich hier ein wundersamer Wechsel beobachten: im Winter sinken die Temperaturen dramatisch und die Wälder werden völlig kahl. Im Frühjahr kehren mit steigenden Temperaturen die grünen Blätter und damit das Leben zurück. Bei diesen Extremen helfen oft nur Tricks beim Überleben – und häufig auch Verbündete. So kann ein Pilz beispielsweise ohne Gleithörnchen nicht überleben. Diese grauen Nager können bis zu 30 Meter durch die Luft segeln, sie leben auf Bäumen, bevorzugt in alten Spechthöhlen. Doch ihre Lieblingsspeise wächst unter der Erde: Pilze. Pilzsporen gehen daher im Magen-Darm-Trakt der Gleithörnchen auf Reisen und können sich so bestens verbreiten. Pilze wiederum gehen im Boden eine Symbiose mit Bäumen ein, beide profitieren von mehr Nährstoffen. Ein einzelner Pilz ist in der Lage sich über 10 Quadratkilometer ausbreiten und kann tausende von Bäumen miteinander verbinden. Im Endeffekt bilden Pilze ein intelligentes Netzwerk, ein echtes „wood-wide-web“, jeder Wald ist daran angeschlossen. Das ist nur eine von vielen Überlebensgeschichten in den Wäldern der Nordhalbkugel. Und auch hier heißt es: Beziehungen sind alles … Warum geht der nordamerikanische Luchs einen Bund mit einer Raupe ein? Welche Rolle spielen Schneehasen dabei? Warum sind Lachse für die Küstenwälder Kanadas lebenswichtig? Wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigt der Dreiteiler in spektakulären Bildern. Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 18.10.2014 Bayerisches Fernsehen
      Original-Erstausstrahlung: So 01.07.2012 BBC Two
    • Staffel 1, Folge 4 (45 Min.)
      Bild: WDR
      Im Wasser (Staffel 1, Folge 4) – © WDR

      Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde. Kein einziges Lebewesen kann jedoch für sich alleine existieren. Im Laufe von Jahrmillionen sind komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den Organismen entstanden. Sie sichern gegenseitig Fortpflanzung, bieten Schutz und Nahrung.

      Im und am Wasser gibt es besonders ausgefallene Lebensgemeinschaften. Und mehr noch als in anderen Lebensräumen sind selbst Tiere voneinander anhängig, von denen man es nicht erwarten würde: der Tiger von einer Krabbe, der Riesenotter von einer Schnecke und alle Lebewesen des Riffs von einem Schwamm. Was noch faszinierender ist, dass alles Wasser in einen Kreislauf des Lebens eingeht. Von der Quelle eines Flusses bis zu seiner Mündung ins Meer und weiter bis zur Tiefsee sind unglaublich komplexe Nahrungsketten entstanden. Von einigen weiß man bis heute nicht, wie sie funktionieren, andere tun ihre Arbeit seit Jahrmillionen und passen sich trotzdem ständig den aktuellen Gegebenheiten an. Die filmische Reise führt von den klaren Bergflüssen über den sumpfigen Pantanal bis ins Korallenriff – eine Reise voller außergewöhnlicher Tiere und Pflanzen. (Text: Bayerisches Fernsehen)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 25.10.2014 Bayerisches Fernsehen
      Original-Erstausstrahlung: So 08.07.2012 BBC Two

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