2026

Folgenliste vmtl. lückenhaft
  • Folge 536 (45 Min.)
    Karneval in Viernau. – Bild: MDR/​Kathrin Welzel
    Karneval in Viernau.
    In Viernau haben fast alle etwas mit dem Karneval zu tun und so hält er den Ort zusammen. Die nächste Generation steckt schon in den Startlöchern. Jedes Jahr werden ein bis zwei Neue im Elferrat aufgenommen. Sie unterstützen bei den Events und schwappen so langsam vom Jugendelferrat in die Verantwortung für den großen Dorfkarneval. Landauf, landab wird in vielen Orten Karneval gefeiert. Er verbindet Menschen und fördert die Gemeinschaft. Die einen sagen Karneval, die anderen sagen Fasching oder Fastnacht. – Warum ist das so? Welche Traditionen und Ursprünge hat dieses Fest der Verkleidung? Ein Filmteam fragt Experten und hat Karnevalisten aus Viernau in Thüringen ein Jahr lang begleitet. Der Klingelmann läutet zum Beginn der Session den Marsch des Elferrates durch das Dorf mit seiner Glocke ein. Seit dem 11.11. sitzen die Kappen wieder fröhlich wippend auf den Köpfen des Rates. Ab jetzt geht’s wieder los, Prinzenproklamation des Dreigestirns, der Bau der Wagen, die Gala und ganz wichtig in Viernau – die Vorbereitung ihrer beiden Umzüge, der erste am Sonntag, der zweite Rosenmontag. Das macht jeder Ort ein wenig anders. In der langen Thüringer Karnevalstradition ist der Viernauer Verein einer der jüngsten, 1954 gegründet. Eine Woche vor Rosenmontag stellt sich dann das richtige Karnevalsgefühl ein. Die Viernauer schmücken ihr Dorf, die Endproben laufen und die Umzugswagen werden fertiggestellt. Richtig fiebrig wird es dann an den beiden Umzugstagen. Der Karneval wird in fast jeder Familie des Ortes gelebt. Nur wenige ziehen weg, die meisten sind befreundet seit Kindertagen, bleiben und gründen Familien. Sie lieben und schätzen das Zusammengehörigkeitsgefühl, besonders beim Karneval, dem größten Event im Dorf. (Text: MDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 03.02.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 MDR
  • Folge 537 (45 Min.)
    Große Auswahl an Süßspeisen
    Dresden ist nicht nur Barockstadt, Kunstmetropole und Musikzentrum – Dresden ist auch eine Stadt der süßen Verführungen. Es ist ganz einfach, sich auf eine genussvolle Reise durch die Geschichte der Patisserie zu begeben und zu zeigen, warum das Süße bis heute fester Bestandteil der Esskultur ist. Im Mittelpunkt steht das Deutsche Archiv der Kulinarik in Dresden – die größte öffentlich zugängliche Sammlung von Kochbüchern, Menü- und Speisekarten im deutschsprachigen Raum. Allein die rund 1.200 Bände aus der Schenkung von Walter Poganietz dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung der Patisserie vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie erzählen von Traditionen, Techniken und vom Wandel des Geschmacks. Dass ein gutes Menü klassisch deftig beginnt und süß endet, hat historische Gründe. Historiker Josef Matzerath verweist auf die antike Verdauungslehre: „Süßspeisen galten einst als hilfreich für die „Verkochung“ der Speisen im Körper. Auch wenn diese Vorstellung längst überholt ist, bleibt die Sehnsucht nach einem genussvollen Abschluss.“ Wie lebendig und anspruchsvoll das Zuckerbäckerhandwerk bis heute ist, zeigt die junge Konditorin Sophie Schinko aus Moritzburg vor den Toren Dresdens. Nach einem abgeschlossenen Studium entschied sie sich bewusst für einen Neuanfang und erlernte ihr Handwerk in Wien und arbeitete dort auch im traditionsreichen Hotel Sacher. Dort wurde ihr früh klargemacht: An einer Sachertorte misst sich wahres Können. „Bei einer Sachertorte kann man sich nicht verstecken“, sagt sie. „Erst nach 1.000 Stück beherrscht man es.“ Und doch bleibt jede einzelne Torte eine neue Herausforderung – kompromisslos in Geschmack und Qualität. Auch Spitzenkoch und Patissier Johann Lafer plädiert für bewussten Genuss statt Verzicht um jeden Preis. Natürlich habe sich das Ernährungsbewusstsein verändert, doch besondere Desserts seien unverzichtbare Höhepunkte. Die Qualität der Zutaten entscheidet: Nur mit erstklassigen Produkten entstehe jene Authentizität, die man schmecke. „Natürlich würde man heute nicht mehr kiloweise Butter, Zucker und Eier verwenden, wie noch in den 1960er-Jahren. Aber ich möchte auch nicht jeden Tag Kalorien zählen.“ Dass Süßes in Dresden seit Jahrhunderten eine besondere Rolle spielt, zeigt auch ein weltberühmtes Kunstwerk: Das „Schokoladenmädchen“ von JeanÉtienne Liotard, zu sehen in der Gemäldegalerie Alte Meister. Seit 1745 fasziniert das Gemälde mit seiner feinen Darstellung eines Stubenmädchens, das eine Tasse Schokolade auf einem silbernen Tablett trägt. Schokolade war damals ein Luxusgut – zunächst als Arznei geschätzt, später als Statussymbol an europäischen Fürstenhöfen etabliert. „Die Köstlichkeit wird auch durch Auftritt der Schokoladenmädchens betont. Ihr Rock, ihre Bluse, ihre Schürze, all das ist aus feinstem Stoff, genauso edel und teuer wie das besondere Getränk,“ sagt Julia Weber, Direktorin der Dresdner Porzellansammlung. Die dargestellte Tasse stammt aus der Porzellanmanufaktur Meissen – ein weiteres Zeichen für Exklusivität und handwerkliche Perfektion. „Zucker und Tradition. Dresdens süße Seiten“ verbindet kulinarische Geschichte, meisterhafte Handwerkskunst und kunsthistorische Perspektiven zu einem genussvollen Stadtporträt. Denn Süßspeisen sind weit mehr als ein Dessert. Sie sind Ausdruck von Kultur, Identität und bewusster Lebensart. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 MDR

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