77. Die Tricks von Langnese, Wagner & Co.
Staffel 18, Folge 6 (45 Min.)
Die Tricks von Langnese, Wagner & Co. – Sebastian Lege deckt auf.Bild: ZDF und Kai SchulzSebastian Lege deckt die Tricks der Lebensmittelindustrie auf. Chicken Wings – aufgepumpt mit Flüssigwürze, teure Mini-Pizzen und Chili-Cheese-Nuggets mit wenig Käse und noch weniger Chili. Sebastian Lege checkt die Tiefkühltruhen deutscher Supermärkte. Er zeigt in seiner Werkstatt, wie beliebte Lebensmittel optimiert werden. Im Cornetto Eis von Langnese steckt Alginat – dadurch wird das Eis cremiger und schmilzt später. Chicken Wings sind marinierte und frittierte Hühnerflügel. Ab Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts entwickeln sie sich zum beliebten Snack in den USA.Allein zum Superbowl 2025 aßen US-Amerikaner 1,5 Milliarden Chicken Wings – an einem Tag. Bei uns liegen Chicken Wings tiefgekühlt im Supermarkt – und bestehen meist nur zu 92 Prozent aus Hühnerfleisch. Sebastian Lege zeigt in seiner Werkstatt, wie die Industrie arbeitet. Mit Flüssigwürze und einem knusprigen Mantel werden Hähnchenflügel zum Kassenschlager. Wagner hat Mini-Pizzen groß gemacht und unter dem Namen Piccolinis auf den Markt gebracht. Sie gelten als abwechslungsreich und unkompliziert, ein kleiner Snack für zwischendurch. Sebastian Lege backt kleine Pizzen in seiner Werkstatt und zeigt, wie profitabel Piccolinis für Wagner sind. Langnese hat mit seinem Cornetto ein höchst beliebtes Eis im Sortiment. Dahinter stecken eine ganze Menge cleverer Tricks: Die knusprige Waffel darf nicht aufweichen und die feine Eiscreme soll lange lagerfähig sein und in der Sonne nur langsam schmelzen. Langnese setzt unter anderem Kakaoglasur und Hilfsstoffe wie Natriumalginat ein. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Di. 24.03.2026 ZDF 78. Die Wahrheit über Dr. Oetker
Staffel 19, Folge 1 (50 Min.)Kuchen, Pizza oder Dessert: Dr. Oetker steht weltweit im Supermarktregal. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bielefelder Apotheke ein internationaler Lebensmittelkonzern wurde.Bild: ZDF und Kai SchulzKuchen, Pizza oder Dessert: Dr. Oetker steht weltweit im Supermarktregal. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bielefelder Apotheke ein internationaler Lebensmittelkonzern wurde. 1891 legt August Oetker mit portioniertem Backpulver den Grundstein der Marke. Bald folgen Pudding und Vanillinzucker. Produktentwickler Sebastian Lege lüftet das Geheimnis der Gelinggarantie und deckt auf, was in Paradiescreme, Vitalis Müsli und Backmischung steckt. Der Startschuss für die Erfolgsgeschichte von Dr. Oetker fällt im Jahr 1891: Der Apotheker Dr. August Oetker bringt in Bielefeld Backpulver in praktischen Portionstütchen auf den Markt.Während herkömmliche Produkte zuvor umständlich und schwer zu dosieren waren, bietet er damit eine einfache und alltagstaugliche Lösung – ein echter Verkaufsschlager. Auf Backin folgen 1894 Instant-Puddingpulver und Vanillinzucker. Mit diesen neuartigen Produkten wächst Dr. Oetker zu einer der beliebtesten Lebensmittelmarken Deutschlands heran. Als nationalsozialistischer Musterbetrieb wächst Dr. Oetker auch während des NS-Regimes weiter und trägt nach dem Zweiten Weltkrieg wesentlich zur Ernährung der britischen Besatzungszone bei. In den 1950er-Jahren trifft die Marke mit ihren typischen Werbespots den Zeitgeist und profitiert vom neuen Medium Fernsehen. Ab den 1960er-Jahren expandiert das Unternehmen international und übernimmt zahlreiche Firmen weltweit. 1970 folgt der nächste Meilenstein: die Tiefkühlpizza. Dr. Oetker wird schnell Marktführer, doch der Wettbewerb bleibt hart. Mit der Suprema will das Unternehmen im Premiumsegment punkten – eine Verkostung zeigt jedoch, dass die Konkurrenz in Qualität und Geschmack aufschließt. 1971 kommen Backmischungen zum Sortiment dazu. Sie versprechen schnelles und einfaches Backen. Sebastian Lege testet die angebliche Zeitersparnis im direkten Vergleich zu Kuchen aus frischen Zutaten. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 ZDF 79. Die Wahrheit über die Bahlsen-Dynastie
Staffel 19, Folge 2 (50 Min.)Mit der Erfindung des Leibniz-Keks legte Hermann Bahlsen den Grundstein für ein Familienimperium. Sebastian Lege zeigt, wie das Unternehmen seine Produktpalette immer weiter ausbaute.Bild: ZDF und Kai SchulzDer Leibniz-Keks von Bahlsen – ein Klassiker mit Kultstatus. Sebastian Lege lüftet seine Geheimnisse und blickt hinter die Kulissen des Familienunternehmens. Bahlsen zählt zu den größten Lebensmittelherstellern Deutschlands. Sebastian Lege zeigt, wie aus dem Leibniz-Imperium Salzstangen, NicNacs und Chips hervorgingen – und worin sie sich von günstigen Alternativen unterscheiden. Der Grundstein des Erfolgs Der Leibniz-Keks ist bis heute das Herzstück des Sortiments. 2,3 Milliarden Butterkekse produziert Bahlsen jährlich – und bleibt damit Marktführer und Vorbild für viele Konkurrenten. Mit Klassikern wie Ohne Gleichen, Waffeletten oder Pickup füllt das Unternehmen die Keksregale in ganz Deutschland.Die Erfolgsgeschichte beginnt in den 1880er-Jahren, als Firmengründer Hermann Bahlsen in London erstmals die dortigen „Cakes“ entdeckt. Zurück in Hannover entwickelt er nach englischem Vorbild den Leibniz-Keks – das Fundament einer bis heute prägenden Familiendynastie. Sebastian Lege rekonstruiert das Originalrezept und analysiert das Erfolgsgeheimnis des Kultkekses. Über Rückschläge und Innovationen zum Verkaufsschlager 1905 führt Hermann Bahlsen als Erster in Deutschland die Fließbandarbeit ein und steigert so die Produktion enorm. Die luftdichte TET-Verpackung macht den Leibniz-Keks schließlich zum idealen Reisebegleiter. Trotz Krieg und dem frühen Tod des Gründers gelingt den Söhnen ein neuer Hit: die Salzstange. Nach amerikanischem Vorbild setzen sie auf Massenproduktion – und erschließen mit Chips und Erdnuss-Snacks auch in der Nachkriegszeit neue Märkte. In den 1990er-Jahren kommt es zur Trennung: Aus dem Familienunternehmen entstehen die Marken Bahlsen und Lorenz. Sebastian Lege baut eine Spezialmaschine, um Salzstangen selbst herzustellen. Testesser vergleichen daraufhin Saltletts, NicNacs und Crunchips mit günstigen Alternativen. Lege zeigt, was Markenprodukte wirklich ausmacht – und worin sie sich von Discounter-Snacks unterscheiden. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 ZDF 80. Die Wahrheit über Storck
Staffel 19, Folge 3 (50 Min.)Bild: ZDFKnoppers, Toffifee und nimm2 gehören alle zu einem deutschen Milliardenkonzern: Storck. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bonbonmanufaktur ein Süßigkeitengigant wurde. Storck macht viel Umsatz mit etablierten und bekannten Marken. Aber auch günstige Eigenmarken werden von dem Unternehmen produziert. Sebastian Lege zeigt, was in den Produkten steckt. Storck zählt zu den dominierenden Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie. Aus einer kleinen Bonbonmanufaktur, gegründet 1903 im nordrheinwestfälischen Werther, entsteht innerhalb von Jahrzehnten ein internationaler Konzern mit Milliardenumsatz und 22 Standorten weltweit.Der frühe Erfolg basiert auf einer einfachen, aber damals innovativen Idee: einzeln verpackte Karamellbonbons. Der Ein-Pfennig-Riese legt den Grundstein für den Aufstieg des Unternehmens. Aus diesen wurden später die Riesen, die auch heute noch als reine Karamellversion oder mit Schokolade erfolgreich sind. Das Sortiment erweitert sich stetig, neben Knoppers, Toffifee, Merci und nimm2 stammen auch die bekannten Marken Werther’s Original, Mamba und Dickmanns aus der Produktfamilie von Storck. Emotionale Werbung und verheißungsvolle Werbeversprechen bilden einen großen Teil des Erfolgs von Storck: Knoppers ist das „kleine Frühstück für zwischendurch“, bei dem die meisten wohl den Werbeslogan „Morgens um halb zehn in Deutschland“ im Kopf haben. Die Werbung verspricht ein gesundes Frühstück für die perfekte Pause. Doch wie viel gesunde Haselnüsse und Milch stecken wirklich in der Haselnussschnitte? nimm2 und die bekannten Lachgummis suggerieren gesundes Naschen durch zugesetzte Vitamine und Fruchtsaft. In den 1960er Jahren war dies eine Neuheit und Besonderheit. Doch steckt dahinter mehr als ein reiner Marketingtrick? Toffifee steht für gemeinsamen Genuss der ganzen Familie. Mit Toffifee hat Storck ein Produkt im Sortiment, das nur schwer nachzumachen ist und deswegen wenig direkte Konkurrenz erfährt. Ein zentraler Erfolgsfaktor von Storck ist die enge Zusammenarbeit mit dem Discounter Aldi. Über die Tochterfirma WIHA produziert Storck seit Jahren zahlreiche Eigenmarken und No-Name-Produkte. Diese langfristige Partnerschaft sichert hohe Produktionsmengen, niedrige Kosten und wirtschaftliche Stabilität. Mit der Marke Moser Roth bedient Storck zudem das Discounter-Premiumsegment bei Schokoladen. Ein Chocolatier nimmt die Discounter-Schokolade unter die Lupe und macht den Direkt-Vergleich mit teurer Markenschokolade. Letzte Folge „besseresser“ (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 ZDF
