Ausbruch des Ätna-Vulkans in Catania, Italien, am 10. Februar 2022.
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Feuer, Eis und brodelnde Erde prägen einige der eindrucksvollsten Landschaften Europas. Diese Bergwelten-Dokumentation führt zu den aktivsten Vulkanen Italiens – vom schneebedeckten Ätna über die Liparischen Inseln bis zu den kaum sichtbaren, aber hochgefährlichen Campi Flegrei am Golf von Neapel. Gemeinsam ist ihnen eine Urkraft, die Landschaften formt, Leben ermöglicht – und jederzeit bedrohen kann. Der Ätna, Europas mächtigster Vulkan, zeigt sich im Winter von seiner extremsten Seite. Skitouren führen über vereiste Flanken, während wenige Stunden später glühende Lava aus neu entstandenen Spalten austritt.
Der ständige Wechsel zwischen Ruhe und Ausbruch macht den Berg zu einem der dynamischsten Vulkansysteme der Erde. Gleichzeitig prägen fruchtbare Vulkanböden seit Jahrhunderten Kultur, Landwirtschaft und Alltag der Menschen an seinen Hängen. Im Frühjahr
wird der Ätna zum Schauplatz sportlicher Grenzerfahrungen. Ascheboarding und Mountainbiking auf frischen Lavahängen verdeutlichen, wie schmal der Grat zwischen Faszination und Risiko ist. Tief im Inneren des Berges geben weitverzweigte Lavahöhlen Einblick in frühere Ausbrüche – stille Archive einer Landschaft, die niemals abgeschlossen ist.
Die Reise führt weiter zu den Liparischen Inseln. Auf Vulcano, dem Namensgeber aller Vulkane, treten Schwefelgase und Fumarolen aus der Erde und lassen die geologischen Prozesse unmittelbar spürbar werden. Stromboli, der „Leuchtturm des Mittelmeers“, ist seit Jahrtausenden nahezu ununterbrochen aktiv. Begleitet wird die Dokumentation von der Expeditionsfotografin und Vulkanexpertin Ulla Lohmann, die alle vier Regionen besucht und die komplexen Zusammenhänge zwischen Geologie, Natur und menschlichem Leben einordnet. (Text: ServusTV)