bisher 322 Folgen (Folge 301⁠–⁠322)

  • Folge 301 (47 Min.)
    Das Laufen am Berg und in der Natur ist heute so beliebt wie nie zuvor. Der Zillertaler Markus Kröll lief als einer der Ersten in Turnschuhen und langen Strumpfhosen auf die Berge, was damals eher kurios als populär war. Die jugendliche Rivalität mit seinem Bruder Willi trieb ihn zu sportlichen Höchstleistungen, die ihm später 17 österreichische Meistertitel und zahlreiche Rekorde einbrachten. Heute gilt er daher als Wegbereiter des österreichischen Berglaufsports. Als die Bergläuferin Österreichs schlechthin kann Andrea Mayr bezeichnet werden. Unter ihren zahllosen Wettkampferfolgen der letzten 20 Jahre ist der imposanteste wohl der aktuelle: Bei der Heim-WM 2023 in Stubai triumphierte sie nach langer Wettkampfpause und im beachtlichen Alter von 44 Jahren. Mayr trainiert im Morgengrauen vor ihren Diensten als Chirurgin und nach Feierabend gemeinsam mit ihrer Familie. Trailrun ist auch ein Heilmittel. Gela Allmann befand sich im Alter von 29 Jahren für ein Fotoshooting in Island. Ein falscher Tritt ließ sie 800 Meter in die Tiefe stürzen. Schwer verletzt, war ihr Körper eine einzige Baustelle. Angetrieben vom Wunsch, wieder auf Berge zu laufen, schaffte sie es wieder auf die Beine. Mit ihrer Lebensgeschichte motiviert sie Menschen dazu, ihre hochgesteckten Träume zu erreichen. Dem Südtiroler Extrembergläufer Andreas Kristandl half der Sport, aus einem Abgrund anderer Art zu steigen: der Alkoholsucht. Um seiner Leidenschaft nachzukommen, hat er Beruf gewechselt und trägt seitdem nachts Brot aus, um tagsüber jede freie Minute in den Bergen zu verbringen. Laufbegeistert ist ebenfalls der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier. Bis zu einer bakteriellen Herzinfektion war er als Läufer sehr erfolgreich, seither widmet er sich dem Laufsport von der analytischen Seite. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 22.09.2025 ServusTV
  • Folge 302 (47 Min.)
    Die Loferer und Leoganger Steinberge gelten als einer der letzten stillen Winkel der Alpen. Schroffe Kalkzacken, lange Zustiege, wilde Grate – ein Gebirge, das sich nie den Massen erschlossen hat. Wer hier unterwegs ist, muss Zeit und Kraft investieren. Doch genau das macht den Reiz aus: Abgeschiedenheit, Vielfalt und alpine Abenteuer im ursprünglichen Sinn. Einer, der wie kein anderer mit den Steinbergen verbunden ist, ist der Tiroler Alpinist und Routenerschließer Adi Stocker. Aufgewachsen in St. Ulrich am Pillersee, fand er schon als Jugendlicher den Weg in die Vertikale. Inspiriert von seiner Großmutter, einer Sennin auf der Niederkaseralm, begann eine Leidenschaft, die bis heute anhält. Seit den 1990er Jahren hat er das Kletterbild der Steinberge geprägt: mit über 200 Erstbegehungen, unzähligen beschriebene Routen, insgesamt mehr als 2000 Seillängen und über 80.000 Klettermeter. Eine seiner schönsten Touren, „Happy Days“ am Traunspitzl, widmete er seiner Großmutter. Doch die Steinberge haben auch eine dunkle Seite: den Lamprechtsofen. Eines der längsten Höhlensysteme der Welt, erforscht von internationalen Teams, offenbart den verborgenen Weg des Wassers, bevor es in der Saalach ans Licht tritt. Dieser Fluss zeigt in der Teufelsschlucht bei Lofer seine ganze Gewalt. Stromschnellen, Walzen und Siphone machen sie zu einem der schwierigsten Wildwasserreviere Europas – befahren von Könnern wie Herbert Schmiderer und Andrea Radler. Und auch die Gipfel tragen Stockers Handschrift: Viele Kreuze stammen aus seiner Werkstatt. Jüngstes Projekt: das „Himmelstor“ am Großen Reifhorn – ein drei Meter hoher Stahlbogen, gefertigt von seinem Sohn Lukas und per Helikopter auf den Gipfel gebracht. Ein Symbol für Übergänge und neue Wege. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 29.09.2025 ServusTV
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 20.10.2025
  • Folge 303 (47 Min.)
    Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit 1.856 km² das größte Schutzgebiet der Alpen. Er umfasst Teile von Kärnten, Salzburg und Tirol und erstreckt sich über rund 100 km von West nach Ost sowie etwa 40 km von Nord nach Süd. Seine Landschaft reicht von Gletschern und hochalpinen Tälern bis zu blühenden Almen. Hier leben Steinböcke, Bartgeier und Murmeltiere – und Menschen, die seit Jahrhunderten diese einzigartige Kulturlandschaft prägen. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern, ein Refugium unzähliger Pflanzen- und Tierarten. Mächtige Gipfel wie der Großglockner rahmen eine Landschaft aus Gletschern, Wasserfällen, klaren Bergseen und wilden Bächen. Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Bartgeier und sogar das seltene Schneehuhn sind hier zu Hause. Zwischen Felsen und Almen blüht das Edelweiß – Symbol der hochalpinen Natur. Wildbiologe Michael Knollseisen war fast zwei Jahrzehnte an der erfolgreichen Wiederansiedlung des einst ausgestorbenen Bartgeiers beteiligt. Heute überwacht er die Brutpaare im Nationalpark Hohe Tauern, die inzwischen selbstständig brüten. Der Nationalpark schützt nicht nur die Natur, sondern ist auch eng mit den Menschen verbunden, die dort leben. Im großen Fleißtal wird die traditionelle Pflege von Almen und Wiesen besonders intensiv betrieben. Die Bergbauern der Agrargemeinschaft Fleißner Ochsneralpe um Obmann Thomas Haritzer, tragen mit großem Einsatz zum Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft bei. Durch ihre Arbeit wird die Biodiversität gefördert, wovon insbesondere Pflanzen und Tiere profitieren. Ein Film, der den Nationalpark Hohe Tauern in seiner ganzen Größe und Schönheit erlebbar macht – von den höchsten Gipfeln bis in die entlegensten Täler. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 06.10.2025 ServusTV
  • Folge 304 (47 Min.)
    ‚Berge sind stumme Meister und machen schweigsame Schüler‘ Dichterfürst Goethe war nie in der Kreuzeckgruppe, aber nichts könnte dieses Gebirge zwischen Möll- und Drautal besser beschreiben als seine Worte. Das Handy braucht man hier erst gar nicht auszuschalten, denn es gibt größtenteils ohnehin kein Netz. Robert Danner – einst Manager, nun Hirte – sucht genau das. Wie auch Helmut Andraschko und Barbara Kratochwil, die die Salzkofelhütte, ein 1907 erbautes Juwel aus Holz, bewirtschaften. Dass es auch ein Gebirge für Sportler ist, beweisen Marion und Mario Hanschitz, die als Trailrunner die Kreuzeckgruppe überqueren. Stefan Lieb und Robert Zink sind und waren zeitlebens Abenteurer. Die ganze Welt haben sie mit Skiern bereist. Nun haben die beiden haben ihre Liebe zur Heimat wiederentdeckt – oder gar durch all die Reisen erst gefunden. Robert hat ein paar tausend Skitouren auf seinem Konto. 700 davon finden sich jetzt in seinen Skitourenführern – und eine davon ist die Durchschreitung der Kreuzeckgruppe, Übernachtung im eiskalten Schutzraum der Feldnerhütte inklusive. Die beiden brechen in die absolute Einsamkeit auf; denn auf dieser Tour wird ihnen niemand begegnen. Das wilde Mölltal und das breite Drautal umschließen die Kreuzeckgruppe wie ein gleichschenkliges Dreieck und grenzen es von den umliegenden Gebirgszügen ab. Ein Paradies für Paragleiter, denn dieses Dreieck hat genau die magische Grenze von 100 Kilometern und zieht Piloten aus aller Welt an. Einer von ihnen ist Peter Holzer, mehrfacher Landesmeister im Streckenfliegen. Geboren und aufgewachsen am Fuß der Kreuzeckgruppe macht er sich mit Rucksack und Wanderstöcken auf zum Nassfeldriegel, von wo aus er das einsame Gebirge in wenigen Stunden umrunden möchte. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 13.10.2025 ServusTV
  • Folge 305 (47 Min.)
    Wenige Alpentäler wurden so früh besiedelt wie das steirische Mürztal zwischen Semmering und Hochschwab. Hier wächst die Voralpenlandschaft zum Hochgebirge, hier trifft Berg auf Kultur und Sommerfrische auf Schwerindustrie – und hier wird in den 1890er Jahren Ski- und Alpingeschichte geschrieben: durch die Gründung der Bergrettung nach einem Lawinenunglück in den Südwänden der Rax und durch die erste schriftlich festgehaltene Ski-Abfahrt oberhalb von Mürzzuschlag. Ebenso gab es hier ‚Internationale Wintersport-Wettkämpfe‘ lange vor den ersten Olympischen Winterspielen. Für die Bergwelten-Doku suchen Spitzenkletterer und Highliner Mich Kemeter, Ex-Skistar Stephan Görgl und Wingsuiter Michael Maili nach neuen alpinen Herausforderungen in Fels, Luft und auf dem E-Mountainbike. Am Weg zu Hochschwab, Rax, Hoher Veitsch und hinauf auf die Amundsenhöhe zeigt sich ein Tal, dessen lange Geschichte von harter manueller Arbeit, von Schwerindustrie und nicht zuletzt großem Innovationsgeist geprägt ist. Das Mürztal, auf halber Strecke zwischen Wien und Graz und einst touristisch erschlossen durch die Semmeringbahn, ist auch Dreh- und Angelpunkt für die Geschichten des Peter Rosegger. Im Roman „Jakob der Letzte“ beschreibt er den gesellschaftlichen Wandel vom Bauernland zur Industrieregion. Viele Jahrhunderte vor Rosegger schon mischten sich heidnische mit christlichen Kultstätten. Sie finden sich überall entlang der Mürz. Und Bruno Baumann, weitgereister Abenteurer und Tibet-Kenner, macht sich im Oberen Mürztal auf die Spur alter Mythen. Wenn die jungen Mürztalerinnen Romana Schwager und Laura Sommer bei einer Skitour auf die Hohe Veitsch frei werden von den Sorgen des Alltags erinnert man sich gern an den Slogan der Pioniere: Davos ist Davos, aber Mürzzuschlag is’ a wos! (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 27.10.2025 ServusTV
  • Folge 306 (47 Min.)
    Der Tiroler Teil des Nationalparks Hohe Tauern entführt in eine wilde, atemberaubende Bergwelt mit Gletschern, steilen Tälern und klaren Bergseen. Der Film begleitet die preisgekrönte Glaziologin Andrea Fischer bei Gletschermessungen und Wildbiologen wie Gunther Gressmann bei der Schneehuhnforschung. Auch Bergbauer Matthias Berger, Wegbauer und Hüttenwirt Markus vom Defreggerhaus geben spannende Einblicke in ihren Alltag. Faszinierende Naturaufnahmen und persönliche Geschichten zeigen das sensible Zusammenspiel von Mensch, Natur und Forschung in einer sich wandelnden Bergwelt. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 03.11.2025 ServusTV
  • Folge 307 (47 Min.)
    In den Brenta-Dolomiten leben Braunbären in unmittelbarer Nähe zu Menschen und gewähren seltene Einblicke in ihr Verhalten. Im Mittelpunkt steht Horst Eberhöfer, der sich vom Wilderer zum Tierfotografen wandelt und über Jahre hinweg einzigartige Aufnahmen dieser Tiere macht. Aus der Begegnung von Kameramann Marco Polo und Regisseur Markus Frings entstand ein Film, der beeindruckende Naturaufnahmen mit dem Zusammenleben von Mensch und Bär verbindet.
    Diese BERGWELTEN-Dokumentation zeigt einen außergewöhnlichen Naturfilm aus den Brenta-Dolomiten im nordwestlichen Trentino. Im Mittelpunkt steht der Südtiroler Horst Eberhöfer. Ein Mann, der sich vom Wilderer zum Wildtierfotografen wandelt und den Bären in dieser einzigartigen Bergwelt so nah kommt, wie niemand sonst. Die Idee zu diesem Film entsteht in einem Gespräch zwischen Kameramann Marco Polo und Regisseur Markus Frings. Marco Polo hat Horst Eberhöfer schon vor Jahren auf der Jagd kennengelernt und war von seiner besonderen Gabe fasziniert, Tieren in freier Wildbahn auf die Spur zu kommen. Als er Frings Bärenfotos von Horst zeigt, wird schnell klar, dass diese Geschichte wie geschaffen für BERGWELTEN sein könnte. Die Dolomiten, ein außergewöhnlicher Natur-und Bergmensch und wildlebende Bären, deren Dasein in dieser Region nicht unumstritten ist. Ein Themenmix, der Hans-Peter Stauber, Leiter der Sendereihe BERGWELTEN sofort überzeugte. Der Film begleitet Horst Eberhöfer über mehrere Jahre hinweg durch die Brenta-Dolomiten, wo rund 80 bis 100 Braunbären durch Schluchten, Wälder und über Almen streifen. Es ist eine der wenigen Regionen Europas, wo Mensch und Bär in unmittelbarer Nähe zueinander leben. Nicht immer, aber doch immer wieder zu nahe. Mit unglaublicher Geduld, feinem Gespür für diese wilden Kreaturen und sensibler Kameraarbeit gelingt es Horst Bilder einzufangen, wie sie in der freien Natur bislang kaum zu sehen waren. Bären im Kampf und beim Liebesspiel, spielende und erstmals kletternde Jungtiere, aber auch Begegnungen zwischen Mensch und Bär. Hirten, die ihre Schafherden mit mobilen Zäunen, aber auch mit scharfen Hunden schützen. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 24.11.2025 ServusTV
  • Folge 308 (47 Min.)
    Landschaftsbild bei Dreharbeiten.
    Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein Naturraum der Extreme und ein Schatzhaus voller Geschichten. Der Film zeigt das harte Überleben der Wildtiere im Winter, begleitet Berufsjäger und Forscher bei ihrer Arbeit und führt zum Sonnblick-Observatorium, das seit 1886 wertvolle Klimadaten liefert. Im Frühling überrascht eine seltene Kreuzotterpaarung, und Geologen dokumentieren die Dynamik des Hochgebirges. Beeindruckende Bilder aus den Wildnisgebieten und ein spannender Fund eines Bergkristalls runden die Reise durch eine faszinierende Alpenwelt voller Leben, Forschung und Naturwunder ab. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 01.12.2025 ServusTV
  • Folge 309 (90 Min.)
    „Der lange Weg“ ist die längste Skitour der Alpen: Es ist der Versuch von sieben internationalen Athleten, eine Ost-West-Transalp von der Rax bis nach Nizza zu bewältigen – knapp 90.000 Höhenmeter in unter 40 Tagen. Vom österreichischen Skitouren-Speed-Spezialisten David Wallmann bis zur Südtiroler Achttausender-Alpinistin Tamara Lunger stellt sich ein Team aus fünf Nationen dieser ultimativen Herausforderung … (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 08.12.2025 ServusTV
  • Folge 310 (47 Min.)
    Andreas Hanser (Kalser Bergführer) und Michael Amraser (Kalser Bergführer) am winterlichen Stüdlgrat
    Am 18. Januar ereignete sich am Großglockner ein tragisches Unglück, das weit über die Region hinaus Bestürzung auslöste. Eine junge Salzburgerin verlor auf dem Stüdlgrat, einer der bekanntesten und zugleich anspruchsvollsten klassischen Anstiegsrouten, ihr Leben. Sie erfriert nur 50 Meter unterhalb des Gipfels. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat gegen ihren Freund einen 36-jährigen Alpinisten, Anklage wegen grob fahrlässiger Tötung erhoben . Das Unglück machte deutlich, wie schnell sich im winterlichen Hochgebirge eine Tour zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln kann – und wie entscheidend Erfahrung, Vorbereitung und richtige Entscheidungen sind. Die Bergwelten-Dokumentation „Tod am Großglockner“ nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um zu zeigen, worauf es bei einer winterlichen Hochalpentour wirklich ankommt. Zwei erfahrene Kalser Bergführer begleiten eine komplette Winterbegehung über den Stüdlgrat und geben tiefgehende Einblicke in jene Abläufe, die für Sicherheit und Orientierung entscheidend sind: Tourenplanung, Risikomanagement, technische Sicherungsmaßnahmen, Materialwahl und das richtige Verhalten bei Wettersturz, Kälte oder Erschöpfung. Ergänzend begleitet Bergwelten die Crew des Rettungshubschraubers „Martin 4“ und zeigt, welche Herausforderungen winterliche Einsätze am Großglockner mit sich bringen. Eine eindrucksvolle Dokumentation über Verantwortung, Vorbereitung und die Realität des Winteralpinismus. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 15.12.2025 ServusTV
  • Folge 311 (47 Min.)
    Barbara Zangerl auf der Kletterroute „Silbergeier“ mit der Schwierigkeitsklasse 8b+ auf der vierten Kirchlispitze im Raetikon
    Was zählt mehr, der Gipfel oder der Weg? In einer neuen, packenden Bergwelten-Dokumentation begleitet ServusTV eine der vielseitigsten Alpinistinnen unserer Zeit: Barbara Zangerl. Der Film zeigt ihre bisher größte Herausforderung, den Versuch, die berühmte Route „Freerider“ am El Capitan im Flash-Stil zu durchsteigen. Ein Projekt, das nur beim ersten Versuch gelingen kann, ohne vorherige Probe, ohne zweite Chance. Eine Begehung, die physische Stärke verlangt, aber vor allem mentale Reife, Erfahrung und Mut. Doch die Route ist nur die Spitze eines langen Weges. Der Film erzählt von Barbaras bemerkenswerter Entwicklung, vom jungen Boulder-Talent zur Allround-Alpinistin. Ein schwerer Bandscheibenvorfall zwang sie früh zur Neuorientierung, doch genau dieser Bruch wurde zum Ausgangspunkt einer neuen Stärke. Sie begann, mit Seil zu klettern, erweiterte ihren Horizont mit Big-Walls und Trad-Routen und fand im Alpinismus nicht nur sportliche Erfüllung, sondern ihren Lebensinhalt. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist ihre Partnerschaft mit Jacopo Larcher. Gemeinsam bilden sie eine Seilschaft, im Fels wie auch im Leben. Ihr gemeinsamer Alltag zwischen Van, Trainingslager und Wand ist ungewöhnlich: Zwei Weltklasse-Kletterer, die sich in Leistung, Risiko und Leidenschaft perfekt ergänzen. Jacopos ruhige und überlegte Wesensart gibt Barbara in Momenten, in denen alles auf dem Spiel steht, Halt und Rückenwind. Zugleich ist Barbara für ihn nicht nur Partnerin, sondern eine Weggefährtin, die ihn jeden Tag aufs neue Inspiriert. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 22.12.2025 ServusTV
  • Folge 312 (47 Min.)
    Portrait von Mich Kemeter
    Kaum einer vereinigt in sich derart viele alpine Spezialdisziplinen wie Mich Kemeter: Sowohl als Highliner als auch als Basejumper und Wingsuiter hat er weltweit eine Reihe von spektakulären Acts vorzuweisen. Er balanciert, fliegt und klettert über Abgründe, reale wie mentale, in die normale Menschen nicht einmal zu blicken wagen. Seine Leichtigkeit beeindruckt, aber sie lässt immer auch ein wenig schaudern. Ein falscher Schritt, eine kleine Unachtsamkeit, ein Hauch von Pech – und es ist vorbei … mit der Freiheit und im schlimmsten Fall mit dem Leben. Parallel dazu kann ihm wohl im Felsklettern österreichweit keiner seiner männlichen Kollegen das Wasser reichen. Und da beackert der Mürztaler zurzeit vor allem die ungelösten Probleme im Gesäuse – der „Kaiserschmarrn“ (13 Seillängen, 8c+) in der Dimension der Yosemite-Wände ist gelöst, nun geht es dem legendären „Dachinierer“ an den Kragen. Um für dieses Vorhaben fit zu sein, verbringt er mit seiner Freundin und Kletterpartnerin Rose einen Großteil des Jahres in Frankreichs Kletter-Dorado, in der legendären Verdon-Schlucht. Die Bergwelten-Doku begleitet Mich und Rose dorthin und blickt zurück auf die spektakulärsten Climbs und Jumps des Ausnahmekönners, der einst als erfolgreicher Pistolenschütze die Bühne des Leistungssports betrat. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 22.12.2025 ServusTV
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 27.10., dann für den 10.11.2025
  • Folge 313 (90 Min.)
    Archivaufnahme vom Dalai Lama und Heinrich Harrer zu den Dreharbeiten zu ServusTVs „Bergwelten – Heinrich Harrer – Vom Eiger nach Lhasa“.
    Harrer war ein Mann, der das Unmögliche suchte – und fand: Mit der Erstbesteigung der legendären Eiger-Nordwand schrieb er Alpingeschichte. Doch sein Weg führte weit über die Gipfel der Alpen hinaus. Als Forscher, Abenteurer und Freund des Dalai Lama erlebte er ferne Welten und betrat Regionen, die vor ihm kaum jemand gesehen hatte. Harrers Geschichte fasziniert bis heute – unter anderem auch Reinhold Messner und Alexander Huber. Beide teilen mit uns ihre ganz persönliche Sicht auf Heinrich Harrer – einen Menschen, der sein Leben lang auf der Suche war nach der nächsten Herausforderung. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 05.01.2026 ServusTV
  • Folge 314 (47 Min.)
    Protagonisten Matthias Weger und Jakob Weger mit deren Partnerinnen und Eltern bei Dreharbeiten während Servus TV’s BGW Bergwinter Südtirol, Weißkugel, Vinschgau, Südtirol, Italien am 12.06.2025.
    Die Südtiroler Brüder Jakob und Matthias Weger sind seit Jahren in den extremsten Couloirs ihrer Heimat unterwegs. In den Dolomiten und der Ortler Gruppe haben sie spektakuläre Erstbefahrungen gemeistert – Jakob mit dem Snowboard und Matthias auf Skiern. Ein neues Projekt sind zwei wilde Couloirs in der Pala Gruppe im Trentino, in den südlichen Dolomiten. Beide bisher unbefahren. Wie zwei finstere Tunnels ziehen sie sich fast fünfhundert Höhenmeter als schmale Rinne durch den Fels. Die beiden Brüder waren schon von Kindesbeinen an sehr sportlich und zählten bereits in jungen Jahren zur Weltklasse im Wildwasser-Kajakfahren. Heute sind sie in Südtirol mit die Besten, wenn es um spektakuläre Abfahrten durch exponierte Couloirs geht. Nach der Erstbefahrung großer Teile des King Couloirs an der Königsspitze liegt jetzt ihr Fokus auf den Rinnen der südlichen Dolomiten. Doch eine Lawine setzt ihrem Vorhaben eine brutale Grenze. Nur durch ein Wunder überlebt Matthias, und die Brüder müssen nach dem Schock im weiteren Weg erst neu überdenken. Es ist ein Weg zurück in den Winter, mit neuem Blick, neuen Werten, zurück in die Schönheit der Berge abseits allen Leistungsdrucks. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 19.01.2026 ServusTV
  • Folge 315 (47 Min.)
    Ein Name ist untrennbar mit den Julischen Alpen verbunden: Julius Kugy. Der Sohn eines Unternehmers aus Triest gilt an der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert als Erschließer der ‚Julier‘, dem gewaltigen Kalkmassiv an der Grenze von Österreich, Italien und Slowenien. Sein Lieblingsberg, der Jalovec, erhebt sich unmittelbar hinter der gewaltigen Skiflugschanze von Planica. Ales Cesen, der slowenische Top-Alpinist und zweimalige ‚Piolet d‘Or’ Preisträger klettert hier eine der klassischen Routen: die Comici-Kante im 6. Grad. Als Partner hat er sich den Kärntner Patrick Oitzinger genommen. Er ist ein Nachfahre von Kugys Lieblings-Bergführer, Anton Oitzinger, aus (dem heute italienischen) Wolfsbach bzw. Valbruna nahe Tarvis. Ein anderer Kärntner kennt die Julischen Alpen seit seiner Kindheit. Es ist der Spitzen-Kajaker Felix Oschmautz. Mit seinem Vater war er als Kind immer wieder in den Bergen der Julischen Alpen, doch heute kennt er die Wasserwege der Soca besser als die Pfade auf die Berge. Sie ist ihm zu Beginn seiner Kajak-Leidenschaft ans Herz gewachsen und nie fremd geworden, auch wenn er zurzeit im Kajak-Weltcup durch die ganze Welt reist. Nives Meroi und Romano Benet sind als Ehepaar gemeinsam auf allen 14 Achttausendern gestanden – ohne zusätzlichen Sauerstoff aus der Flasche. Das hat ihnen noch kein anderes Paar nachgemacht. Für sie waren die langen Klettertouren in den Julischen Alpen die Grundschule des Bergsteigens und die Basis ihres Erfolgs auf den Achttausendern. Sie leben in der Nähe von Tarvis, und nach wie vor ist das Klettern ihre große Leidenschaft. Ihre Touren finden sie bevorzugt im Dreiländereck, in den Wänden der Julischen Alpen. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ServusTV
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 15.12.2025
  • Folge 316 (47 Min.)
    Protagonisten während ServusTVs „Bergwelten – Ybbstaler Alpen“ in Göstling an der Ybbs, Niederösterreich, Österreich.
    Immer wieder ist es der Aufstieg über den Rauen Kamm zum Ötscher-Gipfel, der die Bergsteiger fasziniert – und das zu jeder Jahreszeit. Benjamin Karl, am Fuß des Ötscher geboren und mittlerweile der erfolgreichste Snowboarder aller Zeiten, erinnert sich gerne an einen winterlichen Aufstieg über den Rauen Kamm auf den knapp 1.900m hohen Gipfel. Die Snowboard-Abfahrt über eine der Nordrinnen komplettiert damals die Besonderheit der Tour. Auch für Trailrunner Gerald Demolsky ist der Weg über den Rauen Kamm auf den Ötscher der schönste. Erst recht, wenn er in aller Herrgottsfrüh startet; denn dann kann er am Gipfel den Sonnenaufgang in vollen Zügen genießen. Geralds Motivation ist seine tiefe Verbindung zur Natur, die er beim Laufen intensiv erleben kann, erst recht auf den Bergen – hier geht sein Herz auf, hier ist er zuhause. Radprofi Gregor Mühlberger haben die Ybbstaler Alpen als Jugendlichen stark geprägt: ist es zuerst einfach die Lust am Radln, wird daraus bald die Liebe zum Rennsport. Bei ausgedehnten Trainingstouren kann er seit einigen Jahren absolut „safe“ unterwegs sein: am Ybbstal-Radweg auf der Trasse der ehemaligen Ybbstal-Bahn. Eine der anspruchsvollsten und steilsten Rad-Etappen bringt Gregor aufs Hochkar. Dieser Berg gehört nicht nur den Radlern, er ist im Winter ein Skigebiet, das eine Weltmeisterin geformt hat: Kathrin Zettel, eine der besten Slalomläuferinnen ihrer Zeit mit WM-Gold in der Super-Kombi (Val d’Isere, 2009) und Olympiabronze im Slalom (Sotschi, 2014). Genussklettern auf der Voralpe, die mysteriöse Quellhöhle in der Wasserlochklamm, schon vor über 20 Jahren von wagemutigen Tauchern in aufwändigen Expeditionen betaucht und erforscht, Gipfelerlebnisse auf Dürrenstein und Ötscher: die Vielfalt alpiner Abenteuer in den Ybbstaler Alpen ist groß. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 13.04.2026 ServusTV
  • Folge 317 (47 Min.)
    Landschaftsbild mit Lukas Wörle und Ales Cesen im Shimshal Valley, Pakistan.
    Die Achttausender im Karakorum faszinieren den Tiroler Extrembergsteiger Lukas Wörle. Die Berge im Norden Pakistans sind für ihn das faszinierendste Gebirge der Welt. Im Sommer 2025 bricht er mit dem slowenischen Top-Alpinisten Ales Cesen auf, um im abgelegenen Shimshal-Tal den 6.224 Meter hohen Cherireen Sar zu besteigen. Es soll eine Erstbesteigung im Alpinstil sein – und alles, was den beiden Unterstützung sein könnte, sind Satellitenbilder und die Erzählungen ihrer pakistanischen Freunde, die schon einmal zum Fuß des Bergs vorgedrungen sind. Die Bergwelten-Dokumentation begleitet die Alpinisten bei der intensiven Vorbereitung auf diese Unternehmung und auf ihrer Expedition durchs einsame Shimshal-Tal, das weder Berg- noch Trekking-Tourismus kennt. Es ist einer der heißesten Sommer überhaupt im Karakorum, und die Situation durch abschmelzende Gletscher, abbrechende Felsen und Temperaturen weit über null Grad auf 5.000 Meter drohen das Unternehmen scheitern zu lassen. Schließlich öffnet sich doch noch ein kleines Wetterfenster für einen Gipfelversuch. Doch wollen sie sicher auch wieder ins Basecamp zurückkehren, müssen sie vor allem schnell sein – und das in unbekannten Terrain und teilweise in der Nacht. (Text: ServusTV)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 20.04.2026 ServusTV OnOriginal-TV-Premiere Mo. 20.04.2026 ServusTV
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 09.03.2026
  • Folge 318 (47 Min.)
    Christina Wechsel (Heilpraktikerin und Autorin) bei der Besteigung der Kampenwand in Bayern.
    Angelino Zeller, querschnittgelähmt seit einem Gleitschirmunfall, ist heute mehrfacher Paraclimbing-Weltmeister. Jetzt will er sich an einer alpinen Mehrseillängentour in den Dolomiten versuchen. Christina Wechsel verliert bei einem Autounfall ein Bein und kämpft sich schließlich ins Leben zurück. Beim Sportklettern und sogar beim Surfen zeigt sie, dass nichts Unmöglich ist. Die Menschen in diesem Film verzagen nicht und schaffen es auf erstaunliche Weise, das Tragische in etwas Gutes zu verwandeln. Sie stellen sich ihrem Schicksal, statt sich ihm zu ergeben – und werden dadurch zu Vorbildern, die Lebensfreude ausstrahlen, wo man sie am wenigsten erwartet. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 04.05.2026 ServusTV
  • Folge 319 (47 Min.)
    V.li.: Peter Lampacher und Gunnar Amor beim Canyoning.
    Das Karwendelgebirge gehört zu den Nördlichen Kalkalpen, ist rund 950 qkm groß und liegt zu rund 80% in Tirol, zu etwa 20% in Bayern. Es umfasst vier große Gebirgsketten, die sich über fast 40 km von West nach Ost ziehen. Wie kann man dieses riesige Gebirge am besten kennenlernen? Die perfekte Einstiegstour ist der Mittenwalder Höhenweg, eine großartige Gratwanderung am Westrand dieser Bergwelt – mit herrlichen Ein- und Ausblicken ins Karwendel. Auch hinüber zur Pleisenspitze und Pleisenhütte, deren spannende Geschichte mit einem wahren Karwendel-Pionier verbunden ist. Hier beginnt auch eine der schönsten Höhenwanderungen durch das Karwendel – über den Gratverlauf der Hinterautal-Vomper-Bergkette bis zum Karwendelhaus. Das Karwendel ist wild und in großen Teilen noch abgeschieden. Eine weitgehend „unbekannte Welt“ ist das Gnaupenloch, eine spektakuläre, enge Wildbachschlucht und Schauplatz für eine extreme Canyoning-Tour. Extrem ist auch die Durchsteigung der Laliderer Nordwand, hier wurde einst Klettergeschichte geschrieben. Das Karwendel ist das größte Naturschutzgebiet der Ostalpen. Die Arbeit der Parkranger reicht vom Monitoring an der jungen Isar bis zum Schwenden der Latschen an den Berghängen. Und den Abschluss dieser filmischen Karwendel-Entdeckungsreise bildet die Besteigung der Birkkarspitze, mit 2.749 Meter der höchste Gipfel des Karwendels. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 11.05.2026 ServusTV
  • Folge 320 (47 Min.)
    Ausbruch des Ätna-Vulkans in Catania, Italien, am 10. Februar 2022.
    Feuer, Eis und brodelnde Erde prägen einige der eindrucksvollsten Landschaften Europas. Diese Bergwelten-Dokumentation führt zu den aktivsten Vulkanen Italiens – vom schneebedeckten Ätna über die Liparischen Inseln bis zu den kaum sichtbaren, aber hochgefährlichen Campi Flegrei am Golf von Neapel. Gemeinsam ist ihnen eine Urkraft, die Landschaften formt, Leben ermöglicht – und jederzeit bedrohen kann. Der Ätna, Europas mächtigster Vulkan, zeigt sich im Winter von seiner extremsten Seite. Skitouren führen über vereiste Flanken, während wenige Stunden später glühende Lava aus neu entstandenen Spalten austritt. Der ständige Wechsel zwischen Ruhe und Ausbruch macht den Berg zu einem der dynamischsten Vulkansysteme der Erde. Gleichzeitig prägen fruchtbare Vulkanböden seit Jahrhunderten Kultur, Landwirtschaft und Alltag der Menschen an seinen Hängen. Im Frühjahr wird der Ätna zum Schauplatz sportlicher Grenzerfahrungen. Ascheboarding und Mountainbiking auf frischen Lavahängen verdeutlichen, wie schmal der Grat zwischen Faszination und Risiko ist. Tief im Inneren des Berges geben weitverzweigte Lavahöhlen Einblick in frühere Ausbrüche – stille Archive einer Landschaft, die niemals abgeschlossen ist. Die Reise führt weiter zu den Liparischen Inseln. Auf Vulcano, dem Namensgeber aller Vulkane, treten Schwefelgase und Fumarolen aus der Erde und lassen die geologischen Prozesse unmittelbar spürbar werden. Stromboli, der „Leuchtturm des Mittelmeers“, ist seit Jahrtausenden nahezu ununterbrochen aktiv. Begleitet wird die Dokumentation von der Expeditionsfotografin und Vulkanexpertin Ulla Lohmann, die alle vier Regionen besucht und die komplexen Zusammenhänge zwischen Geologie, Natur und menschlichem Leben einordnet. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 18.05.2026 ServusTV
  • Folge 321 (47 Min.)
    Landschaft – der Pragserwildsee.
    Tamara Lunger, Barbara Zangerl, Angelika Rainer, Lara Neumeier – junge Bergsteigerinnen mit großen Erfolgen in den Bergen. Sie sind Alpin-Ikonen unserer Zeit und nur einige einer großen Zahl an namhaften Alpinistinnen, die sich in einer noch immer männerbestimmten Welt durchgesetzt haben und sich ihren Platz in der Alpingeschichte gesichert haben. Was heute normal scheint, hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten etabliert: nämlich das Bild der erfolgreichen Alpinistin, die auf Graten und in Wänden ihre „Frau“ steht. Die Autorin und Historikerin Ingrid Runggaldier hat sich intensiv mit der Rolle der Frau im beginnenden Alpinismus beschäftigt. Sie kommt zum Schluss, dass gar nicht so wenige Frauen treibende Kräfte waren, allerdings nicht in der ersten Reihe, sondern bestenfalls in der zweiten. Dazu zählt in der Mitte des 19. Jahrhunderts als weitblickende Wirtin und Touristikerin unter anderen Emma Hellenstainer aus Niederdorf, und als eine der ersten Alpinistinnen mit Pioniergeist, die in die Männerdomäne „Bergsteigen“ eindringt, die Engländerin Amelia B. Edwards. Vroni Schrott, dagegen, entschied sich in den 1980er Jahren, Bergführerin zu werden. In jenen Jahren eine ungewöhnliche Entscheidung, die von ihren männlichen Kollegen aber weniger kritisch beäugt wurde als ihre Entscheidung, auch in die Bergrettung einzutreten. Heute weiß die Sportmedizin, dass der Unterschied zwischen Frauen und Männern minimal ist. Wenn das männliche Testosteron für mehr Muskelkraft sorgt, gleichen die bessere Beweglichkeit und Ausdauer von Frauen den Unterschied aus. Die angesehene Innsbrucker Sportmedizinerin Anne Hecksteden verweist auf Kletter-Ass Barbara Zangerl, die die Big-Wall Route „Freerider“ im Yosemite Valley als Erste überhaupt in einer Flash-Besteigung meisterte. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 25.05.2026 ServusTV
  • Folge 322 (47 Min.)
    Dreizinnenblick.
    Der aufkommende Tourismus verändert die Dolomiten-Region in den zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachhaltig – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Eine entscheidende Rolle in dieser Entwicklung spielt die Wirtin Emma Hellenstainer, die als außergewöhnliche Gastgeberin den Gasthof „Schwarzer Adler“ in Niederdorf zu einem internationalen Treffpunkt von Alpinisten und Bergtouristen macht. Mit Charisma, gutem Gefühl für die Bedürfnisse der gehetzten Städter, großem Organisationstalent und exzellenter Kochkunst gelingt es ihr, Gäste aus aller Welt anzuziehen und den Ruf des kleinen Orts in den Dolomiten weit über Tirol hinaus bekannt zu machen. Ihr Lebensweg ist jedoch kein einfacher, sondern von Herausforderungen und Schicksalsschlägen geprägt: frühe Verantwortung, familiäre Verluste und die schwierigen Bedingungen in einer von Männern dominierten Gesellschaft kennzeichnen ihre Lebensgeschichte. Dennoch baut sie eine erfolgreiche Hoteltradition auf und erkennt früh die Chancen des Fremdenverkehrs – auch gegen Widerstand der Dörfler. Parallel dazu trägt Paul Grohmann maßgeblich zur Erschließung der Dolomiten bei. Mit zahlreichen Erstbesteigungen, darunter bedeutende Gipfel wie die Große Zinne, wird er zum „König der Dolomiten“. Seine Leistungen, kombiniert mit wissenschaftlichem Interesse und einer Reihe von Publikationen, machen das Bergsteigen populär und legen den Grundstein für den organisierten Alpinismus in Südtirol. Die Bergwelten-Dokumentation zeigt, dass schon in der Frühzeit des Alpinismus Frauen und Männer gemeinsam den Boden für den heutigen Alpentourismus bereiteten. (Text: ServusTV)
    Original-TV-Premiere Mo. 25.05.2026 ServusTV

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