2026

  • Folge 1610 (30 Min.)
    Bild: Juan Ignacio Garcia Felipe
    Weil viele Menschen gesünder leben wollen, nimmt der Alkoholkonsum in Europa ab: in den letzten 20 Jahren um gut 20 Prozent. Auch der Wein ist von diesem Trend betroffen. Experten warnen, dass auch deswegen in Deutschland in den nächsten Jahren fast ein Drittel der Weinbauflächen verschwinden könnte. Besonders betroffen sind die arbeitsintensiven Steillagen, die nicht nur charaktervollen Wein hervorbringen, sondern auch die Kulturlandschaft prägen und Touristen anziehen. Jürgen und Luca Dahms verbindet der Wein, doch ihre Perspektiven könnten kaum unterschiedlicher sein. Vater Jürgen, Winzer, steht für den klassischen, traditionellen Weingenuss, während Luca – beruflich in der Versicherungsbranche tätig – mit der Vermarktung alkoholfreier Weine überraschend erfolgreich ist. Inzwischen sehen beide eine Chance in der Entalkoholisierung guter Weine, um bedrohte Flächen zu erhalten. Jürgen hat selbst erlebt, wie schmerzhaft Rodungen sind: Einige seiner steilen Hanglagen musste er bereits aufgeben. In Spanien, in der traditionsreichen Weinregion Toro, wagt Winzer Iván Alonso Gil ein mutiges Experiment. Seine kräftigen Rotweine stammen von uralten Rebstöcken – können sie auch ohne Alkohol überzeugen? Iván lässt ein paar Flaschen seines Weins in Deutschland entalkoholisieren – mit einem Spezialverfahren inklusive Aroma-Rückgewinnung. Doch wird er seinen eigenen Wein danach wiedererkennen? Und könnte dies ein Projekt für die Zukunft sein? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 31.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 02.01.2026 arte
  • Folge 1611 (29 Min.)
    Forscher, Bauern und Umweltaktivisten kämpfen gegen die Dürre – und gegen die eigene Regierung, die weiter auf Wachstum setzt. Während jedes Jahr Millionen Urlauber auf die Insel drängen, bleibt für die Landwirtschaft kaum ein Tropfen Wasser. Schon seit Beginn der Besiedlung der Mittelmeer-Insel war das Wasser rar in Malta. Doch während frühere Zivilisationen umsichtig mit dem kostbaren Gut umgingen, indem sie strenge Regeln erließen, scheint der sorgsame Umgang mittlerweile in Vergessenheit geraten zu sein. Mehr als vier Millionen Touristen kamen 2025 auf die Insel, bei nicht einmal 600.000 Einwohnern. 70 Prozent des Wassers auf Malta werden mittlerweile künstlich erzeugt, mit riesigen Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Allein am Golden Beach, einem Strand im Westen der Insel, tummeln sich bis zu 9.000 Urlauberinnen und Urlauber pro Tag. Auch unter Wasser zeigen sich die Folgen: Delfine verlieren ihren Lebensraum, das Meer seine Reinheit, wie Expertin Francesca Soster auf einem wissenschaftlichen Bootsausflug zeigt. Visionäre wie Agrarökonom Malcolm Borg, Hydrologe Michael Schembri oder Umweltexperte Brian Restall suchen Wege aus der Krise: mit Bodenfeuchte-Sensoren, Grundwassernutzung, Überwachungskameras oder Pflanzen, die deutlich weniger Wasser verbrauchen. Auch wenn die Lage sich zuspitzt; das in Malta gewonnene Knowhow kann anderen Regionen im Mittelmeerraum helfen, den Wassermangel zu überwinden. Re: zeigt jene Menschen, die trotz widrigster Bedingungen nicht aufgeben – und Malta zu einem Labor der Zukunft machen. Eine eindringliche Warnung. Aber auch ein Hoffnungsschimmer. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 05.01.2026 arte
  • Folge 1612 (30 Min.)
    Katerina Neydenova war 2014 die beste Physik-Schülerin der Welt. Dank der Hilfe ihres Lehrers Teodosi Teodosiew gewann sie damals die Physik-Olympiade. Heute untersucht sie mit High-Tech-Elektronenmikroskopen Proteine, um künftig bakterielle Krankheiten bekämpfen zu können. Womöglich erhält Katerina eines Tages einen Nobelpreis für ihre Arbeit in Cambridge. Die Leidenschaft für Naturwissenschaften hatte einst Teodosi in ihr entfacht. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet und will bis zu seinem Tod weitermachen. Dafür baut er gerade eine alte verlassene Schule in einem Dorf im Balkan-Gebirge aus. „Ohne Internet können wir uns dort auf Physik-Aufgaben konzentrieren.“ Seinen Schülern gibt er Humor und Disziplin mit auf den Weg: „Ihr müsst euch 15 Stunden am Tag mit Physik beschäftigen, sonst besteht ihr nicht an den Elite-Unis gegen das Heer an Chinesen.“ Wenn er an die Konkurrenz aus Fernost denkt, kommt der 77-Jährige ins Schwärmen. Dort herrsche noch dieselbe Disziplin, die er aus seiner Jugend im kommunistisch geprägten Bulgarien kenne. Bildung wurde damals – analog zur Sowjetunion – zentral organisiert und den Naturwissenschaften hohe Bedeutung beigemessen. Dagegen sei Bulgariens Bildungssystem heute unterfinanziert, die Jugend abgelenkt durch soziale Medien und unkonzentriert durch die damit einhergehende kurze Aufmerksamkeitsspanne. „Ich kämpfe als einer der Letzten gegen diesen fatalen Trend an“, erklärt Teododsi. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 06.01.2026 arte
  • Folge 1613 (30 Min.)
    Vor der nordspanischen Küste, in der rauen Bucht von Biskaya, ist die Juan de la Cosa im Einsatz – ein Hospitalschiff, das Spaniens Fischereiflotte medizinisch begleitet, manchmal bis weit hinaus zu den Azoren. Es ist eines der wenigen zivilen Krankenhausschiffe weltweit, ausgestattet mit OP-Saal, Labor und Intensivstation. Erster Offizier Francisco Martínez Arroyo koordiniert die Einsätze auf See. Wenn ein Notruf eingeht, arbeitet er eng mit dem medizinischen Team zusammen. Während Ärzte und Pflegepersonal die Versorgung vorbereiten, sorgt die Crew für das sichere Aussetzen der Rettungsboote – oft bei starkem Wellengang. Kann ein Verletzter nicht an Bord seines Schiffes behandelt werden, wird er mit dem Rettungsboot zur Juan de la Cosa gebracht. In besonders kritischen Fällen muss ein Hubschrauber zur Evakuierung anfliegen – ein riskantes Manöver über offenem Meer. Die Reportage zeigt, wie Präzision und Teamarbeit Leben auf See retten können. Zwischen Wind, Wellen und der Ungewissheit des Atlantiks wird die Juan de la Cosa zu einem Ort der Sicherheit – für alle, die fern der Küste arbeiten und auf Hilfe angewiesen sind. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 07.01.2026 arte
  • Folge 1614 (29 Min.)
    Wie ihre Spinnenphobie begann, daran erinnert sich Céline Kaiser noch ganz genau: Sie war 14 Jahre alt, als beim Duschen plötzlich diese riesige schwarze Spinne den Duschvorhang hoch krabbelte. Panische Angst stieg in ihr hoch, sie war unfähig, sich zu bewegen. Die Situation ist lange her, doch das Gefühl überkommt sie auch als erwachsene Frau noch immer – wenn sie auch nur an eine Spinne denkt. Spinnenangst ist weit verbreitet, rund fünf Prozent der Bevölkerung leiden wie Céline an einer klinisch relevanten Spinnenphobie. Céline will etwas dagegen unternehmen. Deshalb nimmt sie an einem speziell auf sie zugeschnittenen Therapieseminar an der Uni Zürich teil. Bastian Rast aus Tägerig in der Schweiz kann dagegen gar nicht genug von Spinnen bekommen. Der Polizist hat sein Leben den großen Krabblern verschrieben. Seit 20 Jahren sammelt er die Tiere, für die er eigens ein isoliertes, mit 130 Terrarien bestücktes Zimmer im Keller eingerichtet hat. Und es werden immer mehr. Der Spinnen- und Tiergiftforscher Tim Lüddecke melkt den Achtbeinern das Gift ab. Mit seinem Team erforscht er, wie es in der Schmerztherapie zum Beispiel bei Nervenerkrankungen wie Epilepsie, Alzheimer oder Parkinson eingesetzt werden kann. Sein Spezialgebiet sind dabei Gifte von einheimischen Spinnenarten, zu denen in den letzten Jahren aber auch immer mehr Spinnen aus dem Mittelmeerraum zählen. So breitet sich aufgrund des Klimawandels etwa zunehmend die Nosferatu-Spinne in Mittel- und Nordeuropa aus. Sie ist für den Menschen ungefährlich, jedoch aufgrund ihrer Größe für viele furchteinflößend. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 09.01.2026 arte
  • Folge 1615 (30 Min.)
    Die 72-jährige Kathleen Sterling aus Sheffield hat ein Leben lang gearbeitet. Doch heute reicht ihre Rente kaum aus, um ihren Hund Bernhard mit ausreichend Futter zu versorgen. Sterling bekommt deshalb Hilfe von der Tierschutzorganisation Blue Cross. Regelmäßig bringen freiwillige Helfer kostenloses Tierfutter vorbei. Kathy Orton leitet die Sheffielder Filiale von Blue Cross. Dort geben immer mehr Menschen ihre Tiere ab, weil sie das Futter oder den Tierarzt nicht bezahlen können. „Das nimmt definitiv zu“ sagt sie. Und es trifft nicht nur ältere Menschen. Die Corona-Pandemie, der Brexit, die Inflation und der Krieg in der Ukraine haben Preise für Futter und medizinische Versorgung in die Höhe getrieben, während Einkommen und Renten kaum Schritt halten konnten. Ein großer Hund kostet da schon einmal bis zu 134 Euro im Monat. In Deutschland gibt es in jedem zweiten Haushalt ein Haustier. Und auch hier nehmen die finanziellen Probleme zu. Tierärztin Christiana Brathe hilft auf ihre Art. Einmal wöchentlich fährt sie mit einem Tierarzt-Mobil in die Innenstadt von Bottrop und versorgt die Haustiere von bedürftigen Rentnern. Der gemeinnützige Verein „Europäischer Tier- und Naturschutz“ stellt die mobile Klinik zur Verfügung. Seit einer Gebührenreform 2022 sind die Tierarztkosten enorm gestiegen. Die Untersuchung eines Hundes kostet statt 13,47 Euro jetzt 23,62 Euro – ein Plus von 75 Prozent. Größere Operationen liegen bei über tausend Euro. Dank der kostenlosen Behandlungen von Christina Brathe müssen die Rentner ihre Tiere nicht abgeben oder einschläfern lassen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 arte
  • Folge 1616 (29 Min.)
    Panagiotis Souroukli will seine Eltern finden – seine biologischen Eltern, die nicht auf Zypern leben, wie er, sondern in Georgien. Er ist sich sicher: Er wurde nach seiner Geburt für tot erklärt und verkauft, ist Opfer eines Adoptionsskandals in Georgien. Für ihn ist es eine Staatsaffäre, an der auch die Regierung beteiligt gewesen sei. Vermutlich wurden mehr als 100.000 Kinder ihren Eltern weggenommen. Schon seit Jahren sucht Panagiotis mit Hilfe von DNA-Tests nach seiner Mutter und seinem Vater. Der Betrug flog bei ihm auf, als er feststellte, dass seine Adoptionspapiere gefälscht waren. Die angegebenen Namen seiner angeblichen biologischen Eltern und die Passnummern passten nicht zusammen. Bei seiner Suche wird Panagiotis von der Organisation Vedzeb, „Ich suche“, unterstützt, die schon viele Betrugsfälle aufgedeckt hat. Maria Tskvitaia, ein Mitglied dieser Organisation, schickt die DNA-Tests in ein Labor in Deutschland. Eine Großtante konnten sie so finden, aber die Suche kann noch sehr lange dauern. So wie bei Lika Jishkariani. Sie hat vor kurzem ihre Todesurkunde bei der Verwaltung in Tiflis abgeholt. Von ihrer Adoption hatte sie erfahren, als sie 17 war. Nachdem sie ihren Sohn zur Welt gebracht hatte, begann sie nach ihren leiblichen Eltern zu suchen – und fand ihre Mutter über die Facebook Gruppe von Vedzeb. Nach 43 Jahren sind Tochter und Mutter wieder vereint. Lika ist ein gut dokumentierter Fall des groß angelegten Menschenhandels: Nach der Geburt in der Klinik für tot erklärt und dann mit gefälschten Papieren von fiktiven Eltern für die Adoption freigegeben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 13.01.2026 arte
  • Folge 1617 (29 Min.)
    Das Thema Sterbehilfe sorgte im französischen Parlament bereits mehrfach für Aufruhr und ist in Frankreich bis heute verboten. In Belgien ist selbstbestimmtes Sterben unter genau definierten Bedingungen seit über zwanzig Jahren legal. Viele französische Patienten wie Valérie, die an der unheilbaren, degenerativen Krankheit ALS leidet, möchten ihrem Leben auf der anderen Seite der Grenze ein würdiges Ende setzen. Claudette Pierret arbeitet als freiwillige Vermittlerin für Freitodbegleitung. Sie leistet Betroffenen Beistand und stellt den Kontakt zum belgischen Arzt Yves de Locht her. Aber letzterer gibt an, inzwischen von der schieren Anzahl von Freitodanträgen aus Frankreich überfordert zu sein … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 15.01.2026 arte
  • Folge 1618 (30 Min.)
    Wer nüchtern bleibt, kann auch einen Rausch erleben! Davon ist Marius Beyer überzeugt. Auf seinen Ecstatic Dance-Partys tanzen sich die Teilnehmer barfuß in einen Rausch – ganz ohne Alkohol oder andere Drogen. Marius Beyer möchte, dass andere spüren: man kann auch ohne Alkohol loslassen. Beim ekstatischen Tanzen soll jeder die Möglichkeit haben, den eigenen Körper wahrzunehmen und Gemeinschaft zu erleben – immer mit null Promille. Auch Sängerin Joséphine Hurtut lebt inzwischen alkoholfrei. Noch vor zwei Jahren gehörten Drinks mit Freunden oder bei ihrer Arbeit in der Pariser Kulturszene selbstverständlich dazu. Heute fühlt sie sich ohne Alkohol wacher, klarer und mehr im Einklang mit sich selbst. Das Nachtleben in den Pariser Bars und Kabaretts erlebt sie nun nüchtern – und erfährt dabei immer wieder, wie sehr Alkohol in der französischen Kultur verankert ist. In der Ardèche, im Südosten Frankreichs, leitet Delphine Courgey Frankreichs einzigen Campingplatz, auf dem es keinen Tropfen Alkohol gibt. Viele ihrer Gäste kommen seit Jahren hierher und haben eines gemeinsam: den Kampf gegen ihre Alkoholsucht. Delphine selbst hat früher auch getrunken und will heute anderen Mut machen. Sie möchte zeigen, wie erfüllt und frei ein Leben ohne Alkohol sein kann – und wie viel Spaß ein gemeinsamer Sommer auf einem alkoholfreien Campingplatz macht. Die Reportage erzählt die Geschichte dieser drei Menschen – und zeigt, warum der Verzicht auf Alkohol für sie kein Verlust, sondern ein Gewinn ist. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 16.01.2026 arte
  • Folge 1619 (30 Min.)
    Im Februar 2025 rief Abdullah Öcalan, der in der Türkei inhaftierte Führer der PKK, die bewaffneten Einheiten seiner „kurdischen Arbeiterpartei“ auf, die Waffen niederzulegen. Könnte dies den jahrzehntelangen Konflikt mit dem türkischen Staat beenden? Im Nordosten Syriens, in Rojava, lebt Biyan M., bekannt unter dem Kampfnamen „Kurdistan Kojer“. Die autonome kurdische Region setzt auf demokratische Prinzipien und Gleichberechtigung, Frauen spielen eine zentrale Rolle. Biyan stammt aus einem Dorf nahe der irakischen Grenze. Als 2011 der Aufstand gegen Syriens Machthaber Assad begann, schloss sie sich mit ihrem Bruder lokalen Kampfeinheiten an. Heute führt sie die Frauenmiliz YPJ, ihr Bruder kommandiert die Volksverteidigungseinheiten YPG. Öcalans Appell versteht sie, doch sagt: „Wir geben die Waffen nicht ab, solange unser Ziel einer stabilen Demokratie nicht erreicht ist.“ Etwa 200 Kilometer nördlich, in der mehrheitlich kurdischen Stadt Diyarbakir, engagieren sich die „Friedensmütter“ für Dialog. Sie suchen den Kontakt zu Familien vermisster PKK-Kämpfer und setzen auf Amnestien. Auch Hava Kiran, 67, hofft, dass ihr seit elf Jahren vermisster Sohn noch lebt und wünscht sich, dass der Friedensprozess seine Rückkehr ermöglicht. Öcalans Aufruf hat sie zunächst erzürnt, heute verbindet sie damit Hoffnung: „Wir haben mit dem Blut unserer Kinder einen hohen Preis gezahlt. Das soll anderen Müttern erspart bleiben.“ Ob die derzeitige Friedensinitiative den Weg zu einem dauerhaften friedlichen Zusammenleben in der Region ebnet, bleibt offen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 19.01.2026 arte
  • Folge 1620 (29 Min.)
    Russlands Angriff auf die Ukraine hat in Lettland – einem Land mit direkter Grenze zu Russland – tiefe Ängste und Erinnerungen an die sowjetische Besatzung wachgerufen. Angesichts der unmittelbaren Bedrohung entschieden sich viele Bürgerinnen und Bürger, selbst aktiv zu werden: Sie traten der lettischen Nationalgarde bei und bereiten sich seither auf den Ernstfall vor. ARTE Re: begleitet einen Künstler, einen Sportjournalisten, einen Industriekletterer und einen katholischen Priester bei ihrer Ausbildung. Die Reportage zeigt sie nicht nur beim militärischen Training, sondern auch in ihrem Alltag, gibt ihre Gedanken und Fragen wieder. Der Beitrag verdeutlicht, wie sich Menschen in einem Land, dessen Zukunft alles andere als sicher erscheint, mit einem neuen Verantwortungsgefühl auseinandersetzen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 14.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 arte
  • Folge 1621 (30 Min.)
    Ein internationales Team der NGOs Clean Air Task Force und Greenpeace dokumentiert in Kroatien, wie Erdgas- und Erdölanlagen trotz der EU-Methanverordnung von 2024 große Mengen des Gases freisetzen. Methanexperte Théophile Humann-Guilleminot zeigt, dass die Regelung in der Praxis bislang kaum wirkt, sei es, weil Betreiber sie ignorieren oder Behörden nicht reagieren. Mit einer Spezialkamera entdeckt das Team an Förderanlagen und Pipelines zahlreiche Lecks – teilweise an denselben Stellen wie bereits ein halbes Jahr zuvor. Immer wieder wird er von der Polizei bei seinen Messungen kontrolliert. Das Team vermutet, dass die Betreiber die Messungen verhindern wollen. Methan ist wesentlich schädlicher für das Klima als CO2 – und es entweicht weiterhin ungehindert aus undichten Pipelines, Öllagern und Gasnetzen. Doch es gibt auch Fortschritte: In Hamburg zeigt das städtische Unternehmen „Hamburger Energienetze“, wie Lecks an Gasleitungen mit moderner Technik aufgespürt werden können. Ein Spezialfahrzeug ortet Methanaustritte dreimal schneller als zuvor – und beweist, dass schnelles Handeln möglich ist. Im Münsterland akzeptiert Landwirt Andreas Thesing nicht länger, dass Methan aus seinem Stallmist ungenutzt in die Atmosphäre entweicht. Zusammen mit 46 Kollegen hat er eine Biogasanlage gebaut, die dem Mist das Methan entzieht. Der Probebetrieb läuft bereits: Das Gas treibt Frachtschiffe, Gas-PKW und -LKW an. Der methanfreie Mist kann sogar als Dünger für die Felder genutzt werden, ganz ohne Geruchsbelästigung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 arte
  • Folge 1622 (30 Min.)
    Dass die Risiken für Bergsteiger in den letzten Jahren gestiegen sind, beobachtet Bergführer Karl Wieser auf dem Großvenediger in Österreich. Seit mehr als 30 Jahren leitet er Bergsteigerkurse. „Das Eis geht zurück, das ist irre. Gletscherspalten sind mehr und größer geworden. Wir haben heute mehr Stürze“, sagt er. Der Obersulzbachgletscher am Großvenediger hat seit 1870 fast 70 Prozent seiner Fläche verloren. Durch die warmen Temperaturen schritt die Schmelze in den letzten drei Jahren besonders voran. Bei mehrtägigen Trainings vermittelt Karl seinen Kursteilnehmern Techniken, die für den sicheren Aufstieg im Hochgebirge unerlässlich sind. Die Unberechenbarkeit der Umweltbedingungen in den Bergen kann lebensbedrohlich werden. So verunglückte die deutsche Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier am Laia Peak in Pakistan im Juli 2025 tödlich. Aufgrund eines plötzlichen Wetterumschwungs entschied sich die ausgebildete Bergführerin zu einem vorzeitigen Abstieg. Auf 5.700 Metern Höhe geriet sie in einen Steinschlag und verstarb. Mit gefährlichen Steinschlägen sieht sich auch Extrembergsteiger Jost Kobusch konfrontiert. Am Mont Blanc trainiert er für seine nächste Solo-Expedition zum Mount Everest und muss dabei das berüchtigte Grand Couloir durchqueren. Hier kommt es regelmäßig zu Unfällen, weshalb die Passage unter Bergsteigern auch als „Todeskorridor“ bekannt ist. „Die Berge werden instabiler, trockener und schwieriger. Alpinismus ist Risiko“, sagt er. Dieses Risiko nimmt Jost Kobusch nur noch auf sich, wenn der Boden noch gefroren ist. Im Sommer meidet er die Passage. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 arte
  • Folge 1623 (30 Min.)
    Verlassene Kinos, verfallene Kurorte, Dörfer im Dornröschenschlaf – in Rumänien ist das kulturelle Erbe vielerorts dem Untergang geweiht. Der Fotograf und Urban Explorer Alex Iacob begibt sich auf eine Reise durch ein Land voller verborgener Geschichten. Für seinen Blog Reptilianul dokumentiert er Orte, die einst Zentren des Lebens waren: das kaiserliche Thermalbad von Băile Herculane, das verlassene Dorf Gherdeal in Siebenbürgen oder das Art-Déco-Kino Marconi in Bukarest, das eine neue Chance bekommt. Mit seiner Kamera und unerschütterlicher Neugier trotzt Alex dem Verfall und der Gleichgültigkeit, die viele dieser Orte bedroht. Seine Bilder sind stille Anklagen – und zugleich Liebeserklärungen an das, was bleibt. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die nicht aufgeben: die Architektin Oana Chirilă, die das Herkulesbad retten will, und den Aktivisten Edmond Niculuşcă, der sich für den Erhalt des Kinos „Marconi“ einsetzt. Der Film zeigt ein Rumänien jenseits der Klischees – zwischen Erinnerung und Aufbruch, Schönheit und Zerstörung. Ein eindringliches Porträt einer Generation, die um ihr kulturelles Gedächtnis kämpft. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 23.01.2026 arte
  • Folge 1624 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.01.2026 arte
  • Folge 1625 (30 Min.)
    Liza Weber, 35, bekam im März 2025 die Diagnose Brustkrebs. Jetzt steckt die Kraftsportlerin mitten in der Chemotherapie und versucht durch Fasten die Nebenwirkungen zu verringern. Wie so viele Betroffene leidet auch Liza unter dem Haarausfall und den vielen Eingriffen in ihren Körper. Doch ihre Kinder, ihr Partner und der Sport geben der zweifachen Mutter Halt. Auf Social Media spricht sie offen über ihre Erkrankung und zeigt sich stark: „Die Krankheit zeigt mir, was mein Körper kann, wenn er muss.“ In Frankreich stellt Magalie Toutain unter Beweis, wie wichtig Bewegung und Gemeinschaft auch nach der Erkrankung sind. Vor 14 Jahren war sie selbst erkrankt, heute organisiert Magalie Radtouren, Laufgruppen und gemeinsame Aktionen für andere Betroffene. Denn Sport, so zeigen Studien, kann nicht nur das Rückfallrisiko senken – er bringt Lebensfreude zurück. Auch beruflich lässt Magalie das Thema Brustkrebs nicht los: Sie ist Gesundheitsmanagerin im Institut Curie, dem größten Brustkrebszentrum Europas. Libidoverlust, Fatigue, Narbenpflege oder Scheidentrockenheit sind Themen, die Frauen nach der Krebstherapie mitunter jahrelang begleiten, mit denen sie sich aber oft allein gelassen fühlen. Birte Schlinkmeier arbeitet seit 17 Jahren in der Rehaklinik Bad Oexen und spricht mit ihren Patientinnen gezielt über diese vermeintlichen Tabu-Themen. „Das ist eine Versorgungslücke, die ich versuche zu schließen“, so die Brustkrebs-Krankenschwester. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 arte
  • Folge 1626 (30 Min.)
    Als nach 1990 Rumäninnen und Rumänen auf der Suche nach Arbeit ins Ausland gingen, wurde das für viele Familien zur Zerreißprobe. Vor allem in ländlichen Gegenden blieben nicht nur verwaiste Dörfer zurück, sondern auch Kinder, die bei ihren Großeltern aufwuchsen, und alte Menschen ohne Angehörige. Auch Antoanela Andonescu, kurz Coca genannt, verließ Rumänien in den 1990er Jahren. In Italien arbeitete sie als Altenpflegerin, immer mit dem Gedanken: „Je härter ich arbeite, desto schneller kann ich zurückkehren.“ Doch das dauerte. Ihre Schwestern folgten ihr, das Zuhause wurde zur Erinnerung. Als Coca schließlich in ihre Heimat, die ostrumänische Kleinstadt Bicaz, zurückgeht, bringt sie Ersparnisse mit und eine neue Idee von Verantwortung: Sie eröffnet ein Pflegeheim – für all die alten Menschen, die allein in Rumänien geblieben sind. Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner ihres Pflegeheims haben Angehörige im Ausland. Vasile, ehemals Arbeiter in einer Zementfabrik, lebt hier, nachdem seine Kinder emigriert sind. Bei einem Ausflug mit den Bewohnern zum Bicaz-See wird Coca nachdenklich: „Ich weiß nicht, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich geblieben wäre.“ Doch während Coca ihren Weg zurück nach Hause gefunden hat, leben ihre Nichten in Italien – in einer neuen Welt, mit einer neuen Sprache. Die Region rund um Ostia bei Rom, wo sie wohnen, ist Heimat für eine große rumänische Auslandscommunity, rund 250.000 Menschen. Auch Cocas Nichte Andra ist hier heimisch geworden. Sie fragt sich, wie viel Rumänien in ihrer kleinen Tochter Gizelle weiterleben wird – und was Heimat heute überhaupt bedeutet. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 27.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 29.01.2026 arte
  • Folge 1627 (30 Min.)
    Eine alte Tradition, die im Winter ganze Städte elektrisiert und immer mehr Anhänger findet – der Krampusbrauch in Österreich. Als teufelsähnliche Gestalten verkleidet, ziehen Männerhorden los, ein furchterregendes Schauspiel. Bei den Schlägen mit der Reisigrute soll eigentlich niemand zu Schaden kommen, dennoch gibt es immer wieder schwere Verletzungen und Beschwerden wegen übermäßiger Gewalt. Viele Menschen haben so viel Angst vor den Krampussen, dass sie in dieser Zeit kaum das Haus verlassen. So wie Julia und Marie, die versuchen, ihre Furcht mit einer Art Schocktherapie in den Griff zu bekommen. In vielen Vereinen dürfen als Krampus nur Männer mitmachen. Lisa bricht mit dieser Tradition: Sie ist die erste und einzige Frau Österreichs, die hauptberuflich Krampusmasken schnitzt – ein Handwerk, das über Jahrhunderte fest in Männerhand lag. Mit ihrer Spezialität, weiblichen Teufelsmasken, scheint Lisa einen Nerv zu treffen: Ihr Geschäft boomt. Inzwischen arbeitet sie nicht mehr auf Bestellung, sondern versteigert ihre fertigen Masken an den Meistbietenden. In Klagenfurt organisiert Christian den größten Krampuslauf Österreichs – Ritual, Volksfest und Party-Event. Rund 800 Teilnehmende reisen dafür aus der Schweiz, Südtirol und Tschechien an. Sie alle verbindet die Lust, einen Tag in eine andere Rolle zu schlüpfen. In Anif, in der Nähe von Salzburg, bereitet sich Philipp fast das ganze Jahr auf die Krampusshow vor. Mit einem atemberaubenden Bühnenprogramm begeistern er und seine Krampuskollegen jedes Jahr mehr als 1.000 Menschen. Doch in diesem Jahr steht kurz vor dem Termin weder die professionell inszenierte Show noch der Ablauf des gesamten Tages … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 arte
  • Folge 1628 (30 Min.)
    Mit Beginn der Pandemie 2020 startete der digitale Buchclub BookTok seine Erfolgsgeschichte. Allen voran nutzen ihn junge Frauen, die eine besondere Art von Literatur feiern: New Adult. Die neuen Bücher sind bunt und glitzernd, ihre Sprache leicht zugänglich, die Geschichten romantisch, spannend und mit viel Erotik aus weiblicher Sicht. Aber nicht nur online kultivieren die jungen Frauen den leidenschaftlichen Austausch über ihre Lieblingsbücher. Buchbloggerin Jess „miss.Nerdstagram“ trifft ihre Follower auf Events wie dem Buchball auf Burg Namedy. Auch Autorin Kim Leopold aus Rheine ist oft unterwegs, um ihren Fans nahe zu sein. Sie ist „Own Voice“ Autorin und bedient mit ihren Geschichten den Hunger nach authentischen Geschichten. Themen wie psychische Gesundheit, Body Positivity und ADHS liegen ihr am Herzen. Kim erwartet nervös den Launch ihres neuen Buches, das sich in neue Gefilde vorwagt: nicht mehr die Singlefrau steht im Zentrum, sondern ein junges Ehepaar. Wird auch diese Story bei ihren Fans ankommen? Die beiden Riekes leben in Jever ihren Traum: Mitten im Ort haben sie einen Laden rund um das Phänomen New Adult eröffnet. Die Jungunternehmerinnen sind auch privat ein Paar und posten Clips als komisches Duo auf Social Media. Für die beiden, genau wie für Kim und Jess – ist der Besuch der Frankfurter Buchmesse ein Höhepunkt im Jahr. Doch gerade hier spüren sie auch Gegenwind. Die etablierten Kritiker fremdeln mit den bunten Büchern. Werden sie sich trotzdem behaupten? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.02.2026 arte
  • Folge 1629 (30 Min.)
    Bruder Jeremias Borgards lebt seit drei Jahren als Priester des Kapuzinerordens im Norden Albaniens. Eigentlich ist er aus Oberhausen, war aber schon in vielen Gegenden der Welt im Einsatz, zuletzt in der Ukraine. Der gelernte Krankenpfleger macht regelmäßig Hausbesuche bei Kranken und Alten in den albanischen Bergen. Viele Dörfer sterben wegen der anhaltenden Auswanderung junger Menschen regelrecht aus, die Bevölkerung hier in den Bergen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten halbiert. Zurück bleiben oft nur noch Alte und Kranke, die vereinzelt in Dörfern in den Bergen leben. Für sie sind die Kapuziner-Brüder Krankendienst und Seelsorge zugleich, sie verteilen Lebensmittel, Medikamente – und sogar Baumaterialien, wenn sich jemand ein Haus bauen möchte. Die Kapuziner freuen sich dabei über Nachwuchskräfte, damit ihr Hilfsprojekt eine Zukunft hat. Seit kurzem wird Bruder Jeremias bei seinen Hausbesuchen von Angelos Delija begleitet. Der 18-Jährige hat gerade Abitur gemacht und möchte eine Ausbildung bei den Brüdern machen: „Ich will in meinem Land bleiben. Ich will da arbeiten, wo ich auch aufgewachsen bin“, erzählt der junge Albaner. Die meisten seiner Klassenkameraden zieht es in die Metropolen oder gleich ins europäische Ausland. Der Job ist hart, die Schicksale der Menschen in den Bergen noch härter. Doch aufhören und auswandern, wie so viele seiner Altersgenossen, kommt für Angelos nicht in Frage. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 arte
  • Folge 1630 (30 Min.)
    Lotta Kokemohr zählt zu den Star-Athletinnen im Ninja-Sport. Mit 13 Jahren gewann sie die Kids-Version von „Ninja Warrior Germany“ – ein Erfolg, der ihr Leben prägte. Heute trainiert die 17-Jährige fast täglich in ihrem selbstgebauten Ninja-Parcours im Garten. Ihr Ziel: die Europameisterschaft in Krakau und vielleicht eines Tages Olympia – denn Hindernisparcours im Ninja-Stil wird 2028 Teil des Modernen Fünfkampfs. René Casselly, der erste Titelträger „Ninja Warrior Germany“, zählt zu den legendären Figuren der Szene. Zwischen Trainingszeiten zu Hause bei seiner Familie in Ungarn, Wettkämpfen in TV-Shows und todesmutigen Auftritten im Zirkus ringt er mit der Frage, ob er den Weg Richtung Olympia einschlagen soll, und entdeckt ein bisher unbekanntes Terrain für sich. Dritter Protagonist ist Steffen Moritz, Gründer der deutschen Ninja-Bundesliga. Er organisiert bundesweite Wettkämpfe und will den jungen Sport einer breiten Masse zugänglich machen. Seinen Sohn Jonas begleitet er durch Trainings und als Sportwissenschaftler erklärt er, warum sich gerade Kinder und Jugendliche so stark vom Ninja-Sport angezogen fühlen. Die Sportart greift natürliche Bewegungsmuster auf, fördert Kreativität und verbindet Communities weltweit. Zwischen Wettkampfstress, persönlichem Antrieb und familiärem Rückhalt erzählt die Reportage davon, wie eine vermeintliche Nische rasant wächst und weltweit begeistert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 arte
  • Folge 1631 (30 Min.)
    Im Süden Italiens, in Kalabrien, schmücken sanfte Hügel die Landschaft. Doch die Idylle trügt. Auf den Straßen und Feldern rund um die Gemeinde Cittanova ziehen Hunderte freilaufende Rinder umher. Sie sind ein Relikt aus den Zeiten der großen Mafia-Kriege, Hinterlassenschaften der ’Ndrangheta-Clans. Die Herden der „heiligen Kühe“ verursachen schwere Verkehrsunfälle, zerstören Zäune und vernichten die Ernten der Bauern. Und oft werden sie gezielt als Druckmittel zur Einschüchterung eingesetzt. Nur wenige Menschen wagen es, sich dagegen zu wehren. Giuseppe „Peppe“ Morabito, Gemeinderat von Cittanova, kämpft schon seit Jahren gegen die Präsenz der Tiere und das Schweigen der Behörden. Nachdem seine Tochter einen schweren Autounfall mit einem Stier hatte, gründete er die Bürgerinitiative „No Bull“. Unermüdlich ist er in dem unwegsamen Gebiet unterwegs, um die Bewegung der Herden und die Schäden, die sie verursachen, zu dokumentieren. Sein Ziel: Er will den Staat, der nicht besonders präsent ist, zum Handeln bewegen. Doch Widerstand ist gefährlich, denn die Kühe sind ein Machtsymbol. Das erlebt auch Bruno Bonfà, der als Landwirt Bergamotten anbaut. Die Rinderherden verwüsten immer wieder seine Plantage. Bruno hält das für den gezielten Versuch, ihn von seinem Land zu vertreiben. Denn sein Vater wurde vor Jahren von der Mafia ermordet, und Bruno fragte öffentlich nach den Namen der Mörder. Aufgeben kommt für ihn trotz der immer neuen Attacken nicht in Frage. Genau wie Giuseppe Morabito will er dazu beitragen, dass seine Heimat sich endlich aus dem Griff der organisierten Kriminalität befreit. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 03.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 05.02.2026 arte

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