• 30 Min.
      Peter Stolberg-Stolberg ist der Ururenkel der österreichischen Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi. Er wünscht sich, genau wie seine nichtadeligen Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Verein Schwarz-Gelbe Allianz, die Rückkehr eines Kaisers als Staatsoberhaupt in Österreich. Dieser soll das Amt des Bundespräsidenten ersetzen und dessen Befugnisse auf Lebenszeit erhalten. In elf europäischen Staaten gibt es Könige, Fürsten und Großherzöge – meist mit hohen Zustimmungswerten in der Bevölkerung. Sie haben in der Regel nur die Aufgabe zu repräsentieren. Die politische Macht liegt beim Volk, bei gewählten Parlamenten und Regierungen. Doch für manche Menschen hat die Idee einer starken Führung an der Spitze durchaus etwas Verlockendes. Für Peter Stolberg-Stolberg hat die österreichische Republik ausgedient. Der Adel, glaubt er, besitze das Führungspotenzial, das Österreich brauche, um wieder zu alter Stärke zu finden. Woran der Verein Schwarz-Gelbe Allianz in Österreich noch arbeitet, existiert in der Tschechischen Republik bereits – eine Partei, die sich für die Rückkehr der Monarchie starkmacht. Ludmila Džuganová ist Spitzenkandidatin der Kleinstpartei Koruna Česká in Südböhmen. Tschechien ist zwar wirtschaftlich stabil – gesellschaftlich jedoch gespalten. Ludmila Džuganová ist überzeugt, dass ein Monarch mehr Stabilität bieten könnte als vom Volk gewählte Abgeordnete. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 arte
      Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 27.08.2026
    • Folge 1719 (30 Min.)
      Der 40-jährige Sahid lebt seit einigen Wochen mit seiner Frau Farzana und den beiden Töchtern Asia und Zainab in der Pfarrwohnung der evangelischen Kirchengemeinde in Burg auf der Ostseeinsel Fehmarn. Das Kirchenasyl schützt die Familie aus Afghanistan vor einer Rückführung nach Polen. Dort hat die Familie die EU das erste Mal betreten. Laut Dublin-Verordnung könnte sie somit nur in Polen um Asyl bitten. Ihr Asylantrag in Deutschland wird erst bearbeitet, wenn die Behörden es nicht schaffen, die Familie innerhalb von sechs Monaten ins Nachbarland zurückzuführen. Die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche befand, dass ein Leben in Polen für die Familie nicht zumutbar sei, polnische Grenzbeamte hätten Gewalt angewendet. Die Pastorinnen Bettina Axt und Susanne Platzhoff nahmen die Afghanen auf – sorgen für Obdach und Verpflegung, da Geflüchtete im Kirchenasyl keinerlei Sozialleistungen mehr erhalten. Rund zehn Ehrenamtliche organisieren den Alltag der Familie, begleiten sie zur Tafel und lernen mit ihnen Deutsch. Das Gelände der Kirchengemeinde darf die Familie nur in Ausnahmefällen verlassen. Das Kirchenasyl gibt es in Deutschland und Europa seit Jahrhunderten, rechtlich geschützt ist es aber nicht. Jederzeit könnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Pfarrwohnungen, Büros und Gemeindehäuser räumen lassen. Androhungen gibt es wöchentlich und Pfarrerinnen und Pastoren wurden bereits strafrechtlich verfolgt. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) ist im Juni 2026 verschärft worden – was bedeuten die neuen Gesetze für das Kirchenasyl? (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Di. 08.09.2026 arte
    • Folge 1720 (30 Min.)
      Mal eben die Eltern um Rat fragen, finanzielle Unterstützung bekommen oder die Sicherheit haben, im Notfall nicht allein zu sein – all das bleibt vielen Careleavern vorenthalten. Gerade in Italien leben junge Erwachsene oft noch lange bei ihren Familien, während Careleaver schon früh vollständig auf sich gestellt sind. Entsprechend schwierig ist für viele der Start ins Erwachsenenleben: Wohnraum finden, eine Ausbildung abschließen oder psychische Belastungen bewältigen. Hinzu kommt ein hartnäckiges Stigma. Viele Menschen wissen kaum etwas über das Leben in Heimen oder Pflegefamilien – und begegnen Careleavern mit Vorurteilen oder Misstrauen, etwa als Vermieterinnen und Vermieter oder Arbeitgebende. Die Folgen sind häufig prekäre Lebensverhältnisse, soziale Isolation oder sogar Obdachlosigkeit. Mit dem Verein Agevolando ist in Italien ein europaweit einzigartiges Netzwerk entstanden, in dem Careleaver einander den Rückhalt geben, den sie sonst oft vermissen. Aus der Gemeinschaft wächst auch politisches Engagement. Die 23-jährige Olga besucht ein nationales Netzwerktreffen und erlebt mit, wie aus Zusammenhalt Stärke entsteht. Gleichzeitig arbeitet Vereinsgründer Federico Zullo unermüdlich daran, Careleavern Gehör zu verschaffen – auch auf politischer Ebene. Sein Engagement hat dabei auch persönliche Gründe. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 arte
    • Folge 1721 (30 Min.)
      Mehrere Hitzewellen trieben die Temperaturen 2026 auf Rekordwerte. Im Juni war es in Westeuropa so heiß wie nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 40 Grad im Schatten sind keine Ausnahme mehr. Doch die Hitze trifft nicht alle gleich. Wer in einer schlecht gedämmten Wohnung lebt oder draußen arbeitet, ist ihr besonders ausgeliefert. Die Reportage zeigt, wie Menschen in Paris, Berlin und Wien mit der Hitze leben und wo sie an ihre Grenzen stoßen. In Paris kämpft Klimaschutzreferentin Maïder Olivier von der Fondation pour le Logement des Défavorisés für bessere Dämmung und Außenrollos. Lia Blanchard-Litiques neun Quadratmeter großes Dienstmädchenzimmer unter einem typischen Pariser Zinkdach heizt sich extrem auf. Verdunstungskühler und Kreidepaste sollen helfen. Ihren Antrag, das Dach weiß zu streichen, lehnte die Stadt aus Denkmalschutzgründen ab. In Berlin ist Barbara Breuer mit dem „Hitzebus“ der Berliner Stadtmission unterwegs. Sie verteilt Wasser und Sonnenschutz an Menschen ohne festen Wohnsitz. Pensionistin Elisabeth Rauch besucht in Wien eine der „Coolen Zonen“ des städtischen Hitzeschutzprogramms. In klimatisierten Räumen können Menschen zusammenkommen und kostenlos Wasser trinken. Pflegekraft Anna Salnik versorgt Menschen, die wegen Krankheit nicht mehr selbst aus dem Haus können. Wie können sich Städte auf eine heißere Zukunft einstellen? Und was muss geschehen, damit 40 Grad nicht darüber entscheiden, wer den Sommer gesund übersteht und wer nicht? (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 arte
    • Folge 1722 (30 Min.)
      Das Erdbeben 2023 war eines der schwersten in der Türkei und forderte mehr als 50.000 Opfer in der Region. Rund 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Präsident Recep Tayyip Erdoğan versprach den Menschen, innerhalb eines Jahres neuen Wohnraum zu schaffen. Schnell wurden provisorisch riesige Containerdörfer errichtet und ein gewaltiges Bauprojekt gestartet. Aus einem Jahr wurden mittlerweile drei Jahre und die Lage ist angespannt: Enge, Überfüllung, fehlende Privatsphäre und eine permanente Unsicherheit führen in den Containerdörfern zu Erschöpfung, Angstzuständen und psychosozialen Problemen. Auch Sevinç, ihr Ehemann und ihre drei Kinder leben in einem der Container. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als ein neues Zuhause. Ihnen wurde jetzt endlich eine Wohnung zugelost, doch der Einzug verzögert sich. Nun macht auch noch das Gerücht die Runde, dass die Containerdörfer geräumt werden sollen. Sevinç und ihre Familie sind verzweifelt. Die Menschen in den Containern wünschen sich schnell ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die rasante Transformation der Stadt Antakyas verfolgt die Stadtplanerin Tuğçe Tezer mit großer Skepsis. In der Umgebung der historisch einst bedeutenden Stadt stehen jetzt endlose Reihen von Hochhäusern ohne Infrastruktur. Sie will die Erinnerung an das antike Antakya bewahren und organisiert Touren durch das zerstörte Zentrum und lädt Besucher dazu ein, ihre traumatischen Erinnerungen und Erfahrungen durch das Erdbeben zu teilen. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Fr. 11.09.2026 arte
    • Folge 1723 (29 Min.)
      Lazar Milutinović und Marko Andrejević sind Studierende aus Bor, einer Kleinstadt im Osten Serbiens, die vom Kupferbergbau lebt. Die beiden gehören zur Studierendenbewegung, die seit zwei Jahren gesellschaftlichen Wandel in Serbien vorantreibt. Bor leidet unter den Emissionen des Kupferbergbaus. Kritiker verweisen darauf, dass weiterhin hohe Schwermetallbelastungen gemessen werden: Viele Menschen erkranken an Krebs, die Lebenserwartung ist niedrig. Umweltingenieurin Snežana Šerbula untersuchte die Auswirkungen der Mine auf Bor über ihr gesamtes Berufsleben. Sie ist eine der bekanntesten kritischen Stimmen zum Bergbau in Serbien und hat viele wissenschaftliche Studien zu den Auswirkungen der Schwermetallemissionen auf die Natur und die Gesundheit der Menschen veröffentlicht. In der Reportage berichten Arbeiter, nicht ausreichend über mögliche Langzeitfolgen informiert worden zu sein. Auch aus der Bevölkerung kommt Kritik: Behörden und dem Unternehmen wird mangelnde Transparenz vorgeworfen. Lazar und Marko haben im Ort eine Oppositionsbewegung gegründet, die mehr Kontrolle und strengere Umweltauflagen fordert. Jasna Tomić aus dem Dorf Krivelj in der Nähe von Bor droht wegen der Mine ihre Heimat zu verlieren. Das Dorf, das seit Jahrhunderten von der ethnischen Minderheit der Walachen bewohnt wird, soll der Mine weichen. Viele Nachbarn haben das Dorf bereits verlassen. Auch Jasna ahnt, dass sie ihr Zuhause verlieren wird, und kämpft darum, dass wenigstens die Dorfgemeinschaft als Ganzes eine neue Heimat erhält. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 arte
    • Folge 1724 (30 Min.)
      Ein Pferd, das einen Pflug über einen staubigen Acker zieht. Pferde, die auf klapprigen Karren Ernte, Einkäufe oder Menschen transportieren. Was uns wie eine Szene aus einer lang vergangenen Zeit vorkommt, ist im Nordosten Rumäniens heute immer noch Alltag. Dort sind Pferde überlebenswichtig. Viele der rund 250.000 Arbeitspferde leben unter harten Bedingungen. Vor 18 Jahren reiste der deutsche Hufschmied Markus Raabe erstmals dorthin. Was er sah, schockierte ihn: abgemagerte Tiere, offene Wunden, Pferde am Ende ihrer Kräfte. Er gründete die Hilfsorganisation Equiwent. Heute betreibt sie eine Tierklinik, eine mobile Hufklinik, eine Suppenküche, Bildungsprojekte an Schulen und unterstützt notleidende Familien, die ohne fließendes Wasser leben, Kinder, die in bitterer Armut aufwachsen, und ein Waisenheim, welches es ohne Hilfe nicht mehr geben würde. Die Reportage begleitet Raabe und sein Team bei ihrer täglichen Arbeit. Sie fahren von Dorf zu Dorf, versorgen Arbeitspferde, verteilen Medikamente und beraten die Besitzer. Für Raabe gibt es für die Hilfe nur eine Bedingung: Sie unterstützen nur diejenigen, die ihre Tiere gut behandeln. In den Schulen vermitteln die Tierärztinnen Andreea Capmaze und Veronica Moresan von Equiwent, dass Tiere keine Werkzeuge, sondern fühlende Lebewesen sind. Markus Raabe hilft längst nicht mehr nur Tieren. Für ihn gehören Tier- und Menschenschutz untrennbar zusammen. Jeden Tag kämpft er gegen Not, Hoffnungslosigkeit und die Frage, ob seine Hilfe ausreicht. (Text: arte)
      Deutsche Streaming-Premiere So. 13.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 arte
    • Folge 1725 (30 Min.)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 arte
    • Folge 1726 (30 Min.)
      Vanessa Langer hatte in der 15. Schwangerschaftswoche einen Blasensprung. Ein Schock. Für ihren Frauenarzt war klar: Ihr Baby wird es nicht schaffen. Ähnlich erging es Dania di Natali, sie bekam mit der Diagnose „Hydrothorax“ gleich auch die Sternenkinder-Mappe in die Hand gedrückt – eine Info-Broschüre für die Eltern verstorbener Babys. Professor Thomas Kohl vom Uniklinikum Mannheim ist rund um die Uhr erreichbar für verzweifelte Paare. Er operiert seit fast 25 Jahren Babys noch im Mutterleib. Babys mit schweren Fehlbildungen: Spina Bifida (Offener Rücken), Wasseransammlungen in Bauch- und Brusthöhle oder Zwerchfellbruch. Kohl hat bestehende OP-Verfahren weiterentwickelt, aber auch völlig neue Wege beschritten. Mit seinen Methoden wird weltweit gearbeitet – Schüler praktizieren in Nachbarländern wie Polen, aber auch im weit entfernten Japan. Für komplexe, minimalinvasive vorgeburtliche Eingriffe steht Thomas Kohl stundenlang im OP, und immer hochkonzentriert. Jede Bewegung erfordert Präzision, jeder kleinste Fehler hätte fatale Auswirkungen auf Mutter und Kind. Doch der Pränatalchirurg versteht sich nicht nur als „Techniker“ – er ist auch zugewandter Berater von Menschen in einer psychischen Ausnahmesituation. Die Community ehemaliger Patientinnen und Patienten ist groß; die Dankbarkeit der allermeisten noch größer. Doch zur Wahrheit gehört auch: nicht alle Kinder schaffen es. Marlons Eltern entschieden sich bewusst für eine palliative Geburt – und sind dankbar für die Chance, ihren Sohn kennengelernt haben zu dürfen. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Do. 17.09.2026 arte
    • Folge 1727 (30 Min.)
      Tausende Bunker liegen in den Bergen, unter Chalets und Städten oder wurden tief in den Felsen gehauen: Die Schweiz besitzt die weltweit höchste Dichte an Zivilschutzanlagen. Ein Abwehrsystem, mit welchem das Land der nuklearen Bedrohung begegnete und das heute noch fasziniert, aber auch Fragen aufwirft. Die Reportage durchstreift die eidgenössischen Kantone, um diese verborgenen Bauten zu ergründen, die auch für ein Stück Nationalgeschichte stehen. Hinter den schweren Panzertüren stehen: Passionierte, die alte Bunker restaurieren; Unternehmer, die ihnen als Hotels, Weinkeller, Rechenzentren oder Tresorräume ein zweites Leben schenken; Architekten, die darin Symbole einer Kultur sehen, in der Vorsorge und Schutz an vorderster Stelle stehen, die aber auch eine Nutzung der Bunker in Zeiten des Klimawandels planen. Bei dem Streifzug wird deutlich, dass die Bunker weit mehr sind als militärische Bauten. Sie offenbaren ein außergewöhnliches Sicherheitskonzept, bei dem die Vorwegnahme von Krisen Teil des Gesellschaftsvertrags ist und das jedem Schweizer Bürger einen Platz in einem Schutzraum garantiert. Was erzählen die Bunker über die Schweiz und ihr Verhältnis zur Welt? Welche Einstellung zu Risiko, Staat, Vertrauen und Solidarität verbirgt sich dahinter? Sind sie das Symbol einer wehrhaften Demokratie oder Zeugnisse einer fortwährenden Angst? Angesichts zunehmender Konflikte und geopolitischer Unsicherheiten gewinnen diese Infrastrukturen an Aktualität. (Text: arte)
      Deutsche Streaming-Premiere Fr. 11.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 18.09.2026 arte
    • Folge 1728 (29 Min.)
      Jeden Morgen vor Sonnenaufgang öffnet Carla Palmisano ihren Zeitungskiosk in Neapel. Seit Generationen lebt ihre Familie von diesem Beruf, auch ihre Schwester betreibt nur wenige Straßen weiter einen eigenen Kiosk. Doch die kleinen Verkaufsstände verschwinden zunehmend aus dem italienischen Stadtbild. Von einst 33.000 sind landesweit nur noch knapp 10.000 übriggeblieben. Ursachen sind die fortschreitende Digitalisierung des Zeitungsmarktes, steigende Miet- und Instandhaltungskosten und fehlender Nachwuchs. Auch Alessandro Ghidini setzt sich für den Erhalt der Kioskkultur ein. Obwohl er ursprünglich als Journalist arbeitete, übernahm er einen Zeitungskiosk in Mailand, um dessen Schließung zu verhindern. Die Anwohner schätzen den Laden als wichtigen Treffpunkt im Viertel. Alessandro weiß, dass ein Kiosk heute mehr bieten muss als den Verkauf von Zeitungen. Inzwischen ist sein Geschäft ein Ort der Begegnung für Schulkinder und Nachbarn geworden. Mit der Feier zum zweijährigen Bestehen möchte er auf die Bedeutung solcher Einrichtungen aufmerksam machen. Dass gedruckte Zeitungen auch im digitalen Zeitalter wichtig bleiben, glaubt man auch in Amatrice. Hier besucht Priester Don regelmäßig gemeinsam mit Jugendlichen den Kiosk von Roberto Serafini, um sie für das Lesen zu begeistern. Bei dem schweren Erdbeben von 2016 verlor Roberto sowohl sein Haus als auch sein Geschäft. Dennoch gelang es ihm, einen neuen Laden zu eröffnen. Heute kämpft er gemeinsam mit anderen Betreibern für den Erhalt der Zeitungskioske in der abgelegenen Region. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Mo. 21.09.2026 arte
      Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 04.09.2026
    • Folge 1729 (30 Min.)
      Der Comté ist aus der französischen Gastronomie nicht wegzudenken. Die Produktion der Käsesorte gilt oftmals als Vorzeigemodell: Familienbetriebe, lokale Verankerung, generationenübergreifendes Know-how. Heute stellt sich jedoch mehr und mehr die Frage, wie diese Erfolgsgeschichte fortgeführt werden kann, ohne dabei die Flusslandschaft im Juragebirge langfristig zu schädigen. Die Reportage beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven die Folgen der landwirtschaftlichen Praktiken für die Flüsse im Jura. Sie lässt beispielsweise Milchproduzenten zu Wort kommen, die sehr an ihrem Beruf hängen und sich gleichzeitig der ökologischen Folgen bewusst sind. Zwischen wirtschaftlichen Herausforderungen, administrativen Vorgaben und dem Wunsch, zukunftsorientiert zu handeln, versuchen sie ihre Arbeitsweisen zu modernisieren, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Die Realität der Fischer an den Flussufern sieht hingegen anders aus. Seit mehreren Jahren gehen die Fischbestände zurück und das ehemals beispielhafte Ökosystem ist zunehmend belastet. Verschmutzung, starkes Algenwachstum und ein biologisches Ungleichgewicht haben erheblichen Einfluss auf die Zukunft der für die Region bedeutsamen Flussläufe. Landwirte haben sich neue Arbeitsansätze überlegt: weniger Düngemittel, bessere Abwasserbewirtschaftung, Anpassung der Tierhaltungspraktiken, Wiederherstellung natürlicher Lebensräume. Sie sind überzeugt, dass die landwirtschaftliche Produktion und der Umweltschutz Hand in Hand gehen können, und veranschaulichen resilientere Betriebsmodelle. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Di. 22.09.2026 arte
    • Folge 1730 (30 Min.)
      Papageien sind weltweit verbreitet, sogar dort, wo sie von der Natur überhaupt nicht vorgesehen waren. Eine Spätfolge von jahrhundertelanger Gefangenschaftshaltung in Zoos und privaten Haushalten. Mittlerweile findet man sie fast überall in Europa, allen voran Mönchs- und Halsbandsittiche. In den betroffenen Städten sind die von ihnen verursachten Problemen sehr ähnlich: Die gefiederten Invasoren besetzen städtische wie private Grünflächen, produzieren Unmengen hartnäckigen Kot und machen zu bestimmten Tages- und Nachtstunden reichlich Lärm. Der Umgang mit ihnen ist sehr unterschiedlich. In Köln werden die kleinen Krachmacher zwar nicht durchgehend geliebt, aber doch toleriert. Naturschützer versuchen den Überblick über die grünen Gäste zu behalten und vermitteln, wenn sie sich etwa anschicken, an Hausfassaden zu brüten. Graffiti-Künstler verewigen sie auf Mauern und Wänden, und die Kölschrockband Kasalla widmet ihnen mit „Jröne Papajeie“ einen eigenen Song und sieht in ihnen genau die „bunten Vögel“, die hier schon immer willkommen waren. In London sind die Sittiche ebenfalls heimisch geworden. Hier füttern viele Menschen sie sogar und machen begeistert Selfies mit ihnen. Der Autor Nick Hunt hat ein Buch über sie geschrieben und die wildesten Theorien gesammelt, woher sie eigentlich stammen. Am meisten amüsiert ihn die Geschichte, dass Jimi Hendrix sie auf die Insel gebracht haben solle … In Madrid sind Papageien gänzlich unwillkommen, man würde sie am liebsten ausrotten. Die Nester der dort lebenden Mönchssittiche werden regelmäßig zerstört und auch mit Luftgewehren geht man gegen sie vor. Vogelschützer wehren sich dagegen – es ist ein zäher Kampf. (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 arte
    • Folge 1731 (30 Min.)
      Nur eine halbe Stunde blieb Hanna Maksiuta, als sie aufbrach, um ihre Heimat zu verlassen. Ihr Mann und ihre Eltern blieben zurück. Heute lebt sie in Schondorf am Ammersee und hofft, bald wieder als Maschinenbauingenieurin arbeiten zu können. Doch obwohl Deutschland viel in die Arbeitsmarktintegration investiert und in hoch qualifizierten Geflüchteten wie Hanna eine Antwort auf den Fachkräftemangel sieht, bleibt der Einstieg schwierig. Ukrainische Geflüchtete profitieren EU-weit von einer besonderen Regelung: Statt eines langwierigen Asylverfahrens erhalten sie vorübergehenden Schutz. In Deutschland ermöglicht dieser Status einen schnellen Zugang zu Aufenthalt, Arbeit, Bürgergeld sowie Sprach- und Integrationskursen. Polen setzt stattdessen auf eine schnelle Integration über Arbeit. 2025 lag die Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter dort mit rund 70 Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland. Doch auch in Polen verändert sich die Stimmung. Die Regierung verschärft den Ton, Leistungen werden eingeschränkt. Gleichzeitig wächst die Debatte über Unterstützung und Zusammenhalt. Grzegorz Żulewski aus Opole betreibt zwei Bars und vermietet Apartments. Ohne ukrainische Arbeitskräfte wäre dieser Erfolg kaum möglich. Er setzt auf Zusammenarbeit und kann sich die Zukunft seines Unternehmens ohne seine ukrainischen Mitarbeitenden nicht vorstellen. Doch auch in der Kleinstadt zeigen sich erste Anzeichen, dass die Solidarität nachlässt. Je länger der Krieg dauert, desto drängender wird die Frage: Wie kann aus einem Zufluchtsort ein Zuhause werden? (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Do. 24.09.2026 arte
    • Folge 1732 (30 Min.)
      57 Quadratmeter, zwei Erwachsene, ein Kleinkind – und der Wunsch nach etwas mehr Platz: Laura und Konstantin leben mit ihrer zweijährigen Tochter in einem Berliner Altbau. Eine größere bezahlbare Wohnung ist nicht in Sicht. Deshalb muss jetzt eine andere Lösung her – auch weil die drei sich in ihrem Kiez wohlfühlen. Die junge Familie macht sich auf die Suche nach Ideen, wie aus ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung ein Zuhause werden kann, das mitwächst. Unterstützung bekommen sie von Architekt Van Bo Le-Mentzel. Der Berliner gilt als Pionier für „kluges Wohnen“ auf kleinem Raum. Er selbst lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Mit seinem Wohnungsbau-Unternehmen „Gemeinwohlbau“ entwickelt der 49-Jährige neue Modelle für gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen. Laura und Konstantin schlägt er vor, mit einem selbst gebauten Raumteiler neue Rückzugsorte zu schaffen. Einziges Manko: Die beiden bringen wenig handwerkliche Vorerfahrung mit. Gelingt der Plan, die kleine Wohnung im Do-It-Yourself-Projekt familientauglich umzubauen? (Text: arte)
      Deutsche TV-Premiere Fr. 25.09.2026 arte

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