• Folge 1640 (29 Min.)
    Seit über 40 Jahren gibt es in Kielce die Milchbar Jagienka. Die Arbeit von Agata Bogulak beginnt früh am Morgen: Kartoffeln schälen, Piroggen füllen, Suppen ansetzen – bevor mittags bis zu 400 Gäste kommen. Studenten, Arbeiter, Familien aus dem Viertel. Die Milchbar wurde erst vor Kurzem komplett renoviert. Die sozialistische Einrichtung musste neuem weichen, doch die Gerichte sind die gleichen geblieben. Viele „Kantinen für Alle“ sind im Wandel zur kultigen Milchbar. Polens „Milchbars“ sind ein sozialistisches Relikt. Verteilt im ganzen Land bieten die einfachen Kantinen polnische Hausmannskost an – bis heute. Lange hat der Staat die Milchbars subventioniert, so dass sich jeder für wenig Geld eine warme Mahlzeit leisten kann. In den vielen Küchen der Milchbars arbeiten vor allem Rentnerinnen wie Wanda Szyszko. Die 73-Jährige hilft in der Stettiner Milchbar Kogel Mogel in der Küche aus. Die Milchbar bietet ihre Gerichte sehr günstig an, weil die Stadt sie mitfinanziert und die Supermärkte Lebensmittel spenden. Doch selbst diese günstigen Preise werden für viele zur Herausforderung. Auch in Bydgoszcz sieht Pfarrer Sławomir Bar, wie seine älteren Gemeindemitglieder sparen: zuerst beim Essen. Genau deswegen will er die erste „soziale Milchbar“ Polens eröffnen, direkt in seiner Kirche. Die kirchliche Milchbar ist für Menschen über 65 Jahre gedacht, deren Rente nicht zum Leben reicht. Warmes Essen für umgerechnet ein bis zwei Euro – und weniger Einsamkeit im Alter. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.02.2026 arte
  • Folge 1641 (30 Min.)
    Michael verlässt Deutschland und schließt sich freiwillig den ukrainischen Streitkräften an. Zwei Jahre später ist er tot. Zunächst heißt es, er sei gefallen. Doch dann verdichten sich die Hinweise auf einen Selbstmord. Für seinen Bruder Kai bleiben Zweifel – und viele offene Fragen. Kai macht sich auf den Weg, die Umstände von Michaels Tod zu klären. Er kämpft sich von Deutschland bis nach Charkiw in der Ukraine durch bürokratische Hürden, widersprüchliche Aussagen und ein Land im Krieg. Er trifft Menschen, die Michael kannten: Kameraden, Freunde, Helfer. Er beginnt zu verstehen, warum sein Bruder verzweifelte – doch die Entscheidung für die Front bleibt rätselhaft. Die Reportage zeigt, wie der Krieg auch jene betrifft, die weit entfernt von der Front leben. Die Familien, die zurückbleiben. Die Freunde, die mit Schuldgefühlen leben. Den Bruder, der jetzt über die letzten Gespräche grübelt. Der Beitrag ist auch eine Parabel auf die Fragen, die sich viele junge Menschen in Europa angesichts des Krieges in der Ukraine und der Bedrohung durch Russland stellen: Würde ich bereit sein, mein Land zu verteidigen? Was bedeutet es wirklich, in den Krieg zu ziehen? Wie verändert ein Einsatz an der Front den eigenen Blick auf das Leben – und auf den Tod? Was ist mein Leben wert – und was geschieht mit denen, die ich zurücklasse? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 arte
  • Folge 1642 (30 Min.)
    Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, der größte Binnensee Deutschlands, ist Ende Januar 2026 komplett zugefroren. Ein Ereignis, das vor allem Martina Riedel und ihre „Eisvögel“ erfreut. Die 68-Jährige leitet eine Gruppe von Eisbadern, die sich bei Wassertemperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt minutenlang in den See trauen. Eisbaden ist nicht ungefährlich, mehrere Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern beim Kältebad in zugefrorenen Teichen, Seen oder in der Ostsee tödlich verunglückt. Im Norden Deutschlands und Polens sind wichtige Schifffahrtswege zugefroren, auf der Weichsel und der Oder kommen keine Eisbrecher mehr durch und auch immer mehr Seitenkanäle der Elbe werden für die Binnenschifffahrt geschlossen. Viele Binnenschiffer hängen im Eis fest. Auf dem Mittellandkanal versucht Schiffsführer Anselm Hamann auf dem „Seewolf“ das Eis zurückzudrängen. Der Mittellandkanal ist eine der wichtigsten Binnenverbindungen für den Hamburger Hafen. Über ihn gelangen Güter aus Hamburg ins deutsche Binnenland und weiter nach Mittel- und Osteuropa – und umgekehrt. In Polen sind die Temperaturen in der Nacht noch niedriger als in Deutschland, was vor allem für Obdachlose lebensbedrohlich wird. Seit Winterbeginn sind bereits mehr als 40 Menschen erfroren. In Toruń kümmern sich Michał Piszczek und andere Freiwillige des Vereins Sercownia um Obdachlose, versorgen sie mit warmen Mahlzeiten und Thermozelten: In Nächten mit bis zu minus 16 Grad können diese kleinen Gesten lebensrettend sein. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 arte
  • Folge 1643 (30 Min.)
    Der 61-jährige Mathias Mahnke will so gesund und so lange wie möglich leben. Dafür lässt er sich als weltweit erster Patient nach der sogenannten TRIIM-Methode behandeln. Er spritzt sich unter anderem Wachstumshormone, die die Thymus-Drüse aktivieren sollen. Die ist wichtig für die Produktion von Abwehrzellen und bildet sich normalerweise ab der Pubertät zurück. Mögliche Nebenwirkung der Hormone: Sie könnten auch Krebszellen im Körper schneller wachsen lassen. Regelmäßig fliegt daher ein Arzt aus London ein, um nach Krebsmarkern in Mathias Mahnkes Blut zu suchen. Er prüft auch, wie sich dessen Thymusdrüse entwickelt – und ob sich sein Körper zellulär verjüngt. Die Ergebnisse sind überraschend. Nach einem Burnout hat Kristine Zeller ihr Leben radikal verändert. Das Ziel der zweifachen Mutter und Unternehmerin: Sie will 120 werden. Dafür achtet sie grammgenau auf Nährstoffe, misst ihren Blutzucker, folgt ausgefeilten Sport- und Bewegungsplänen. Longevity ist ihr Lebensthema geworden. Sie ist überzeugt, dass weniger kranke und mehr fitte ältere Menschen ein Gewinn für die ganze Gesellschaft sind. Mit dem Trend wächst auch eine Industrie, die ein längeres, gesünderes Leben verspricht. Der Schweizer Pascal Rode leitet ein Unternehmen für Nahrungsergänzungsmittel. Mit seinen Antioxidantien, Blutzuckerstabilisatoren oder Kollagenprodukten machte er 2024 laut eigener Aussage einen Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich. Auch Pascal Rode strebt nach Langlebigkeit. Dafür lässt er sich in einer Züricher Klinik behandeln, die ganz auf Longevity ausgerichtet ist. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 arte
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 20.02.2026
  • Folge 1644 (30 Min.)
    Der 38-jährige Familienvater Čičak ist einer der letzten Landminenräumer Kroatiens. Seit dem Ende des Krieges vor 30 Jahren wurden bereits 300.000 Minen entschärft. Der Job ist gefährlich, in den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Todesfälle unter den Räumern. Die kroatische Regierung will das Kapitel nun abschließen und verspricht, dass bis zum Frühjahr 2026 alle Minen beseitigt sein sollen. Kann dieses ambitionierte Ziel gelingen – und welche Zukunft bleibt Čičak, wenn das Programm endet? In Kroatiens Küstenstädten wie Skradin, einst hart umkämpfte Frontlinien, ist heute kaum noch etwas von den Altlasten zu spüren. Ivica, Ex-Kriegskommandant und Hotelier, profitiert vom boomenden Tourismus und plant den Bau eines attraktiven „Glampingplatzes“ auf einem geerbten Stück Land. Doch auch seine Familie trägt Narben: Sein Sohn überlebte als Kind nur knapp eine Explosion mit einer Panzerfaust, die er mit Freunden beim Spielen in einem alten Haus fand – ein Erlebnis, das die Schatten der Vergangenheit noch heute spürbar macht. Dreißig Jahre nach dem Krieg steht Kroatien zwischen Vergangenheit und Neuanfang. Tourismus und Wohlstand haben Einzug gehalten, Kriegsnarben verblassen langsam – doch einige Spuren bleiben – sichtbar oder unsichtbar. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 27.02.2026 arte
  • Folge 1645 (30 Min.)
    „Re:“ begleitet in Aveyron zwei junge Paare, eines bereitet sich noch darauf vor, einen alten Hof zu übernehmen: Woher soll man das Geld nehmen, das man braucht, um den Betrieb zu kaufen? Wie kann man Privat- und Berufsleben miteinander verbinden? Für Sylvain und Sarah, beide gerade über 30 und nahe Paris, besteht die Herausforderung erst einmal darin, sich mit dem alten Hofbesitzer Jean-Claude über den Preis der Maschinen und des Viehs zu einigen. Das zweite Paar hat seinen Traum schon verwirklicht: Jessica und Loïc sind Mitte 20, sie haben sich verschuldet, um eine Milchschafzucht zu übernehmen. „Re:“ begleitet sie in schwierigen Stunden auf dem Hof. Mitten in der Zeit, in der die neuen Lämmer geboren werden, müssen sie Tag und Nacht wachen – vor allem Jessica, die gerade selbst Mutter von Zwillingen geworden ist. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 01.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 arte
  • Folge 1646 (30 Min.)
    Hunderttausende Tierarten sind akut vom Aussterben bedroht. Zoos versuchen daher, durch Zuchtprogramme eine Reservepopulation gefährdeter Arten zu schaffen – wie eine moderne Arche Noah. Der Tiergarten Nürnberg züchtet seit Jahren erfolgreich gefährdete Guinea-Paviane. In dem geschützten Habitat vermehrten sich die Tiere so stark, dass der Platz im Gehege nicht mehr ausreichte. Stress, Aggression und Verletzungen innerhalb der Pavian-Gruppe waren die Folge. Der Zoo entschied sich, zwölf der Tiere zu töten. Bemühungen, sie woanders unterzubringen, waren fehlgeschlagen. Artenschutz vor Tierschutz – das ist der Leitsatz vieler Zoos. Ob strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen folgen, ist unklar. Dennoch entschieden die beiden Direktoren von Beginn an, mit der Maßnahme an die Öffentlichkeit zu gehen. Das ist auch die Strategie des Kopenhagener Zoos. „Wir präsentieren keine Disney-Welt, sondern die reale Welt“, so Direktor Mads Bertelsen. 2014 geriet auch er in die Schlagzeilen. Als Tierarzt des Zoos tötete er einen Giraffenbullen, sezierte ihn öffentlich und verfütterte ihn an Löwen und andere Raubtiere. Heute leitet er den Zoo. Transparenz ist für ihn der Schlüssel zur Akzeptanz. Seine Raubtiere bekommen so oft wie möglich frisches Fleisch, auch von gespendeten Nutztieren wie Pferden. Für jede Tierart, die in europäischen Zoos gehalten wird, gibt es ein Zuchtbuch. Anhand dieser Informationen werden die Tiere weltweit verteilt. Auch Giraffendame Jahi muss vom Zoo Zürich in den Serengeti-Park in Hodenhagen umziehen, wo sie für den Erhalt ihrer Art sorgen soll. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 arte
  • Folge 1647 (29 Min.)
    Fatima Keblawi ist eine der „Nachbarinnen“ aus Wien. Sie begleitet Migrantinnen wie Maisaa oder Hiba, die meist isoliert leben und keinen Zugang zu Bildung oder Arbeit haben – beim Deutsch lernen, bei Arztterminen und bei Fragen zur Kindererziehung, Finanzen oder Partnerschaft. Maisaa wurde in Syrien mit ihrem Cousin verheiratet und hat mit fünfzehn Jahren ihr erstes Kind bekommen. Die 26-Jährige lebt mit ihren fünf Kindern und dem Mann seit 2022 in Wien – ohne Verwandtschaft oder Sprachkenntnisse. Die Familie muss nun aus ihrer Wohnung ausziehen. Fatima unterstützt sie bei der Suche. Doch Hilfe gibt es nur im Austausch gegen aktive Schritte in Richtung Integration. Es sind kleine, aber entscheidende Aufgaben für Frauen wie Maisaa: tägliches Zähneputzen mit den Kindern als neue Routine, der erste eigene Einkauf, ein Gespräch auf Deutsch und der Mut, Grenzen zu setzen. Hiba ist einen Schritt weiter. Die 35-Jährige spricht sehr gutes Deutsch, sie sucht nach der Elternzeit Arbeit und steht für ihre Wünsche ein. Die „Nachbarinnen“ – selbst Frauen mit Migrationserfahrung – kennen die Hürden und Ängste der Migrantinnen. Für sie beginnt Integration hinter den Wohnungstüren. Gegründet wurde der Verein von Ärztin Christina Scholten, die erkannte, wie wichtig Brückenbildnerinnen sind. Heute betreuen elf „Nachbarinnen“ jährlich hunderte Familien, finanziert von Stadt, Bund und eigener Nähwerkstatt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 05.03.2026 arte
  • Folge 1648 (30 Min.)
    Wolfgang, 78, gelernter Drucksetzer, Musiker und biodynamischer Berater, liebt sein einfaches Leben in der Toskana. Seit Jahrzehnten ist dieser Landstrich für viele Deutsche ein echter Sehnsuchtsort. Wolfgang wanderte 2007 in die Maremma, den südlichen und wilderen Teil der Toskana aus. Sie ist für ihn inzwischen zur Heimat geworden. Doch gesundheitliche Sorgen, ein auslaufender Pachtvertrag für seine Druckwerkstatt und die Trennung von seiner Frau stellen ihn vor Herausforderungen. Eine Rückkehr nach Deutschland ist für ihn keine Option – ohne Krankenversicherung und feste Bleibe möchte er lieber dort bleiben, wo er längst Wurzeln geschlagen hat. Die Dorfgemeinschaft betrachtet ihn schon lange als einen der Ihren. Er liebt die Auftritte mit seiner jungen Band und steht täglich an der Druckpresse. Seine Werke verkaufen sich von Siena bis in die USA. Auch Roman, 81, genießt den Alltag in der Natur und alles, was das italienische Leben für einen Deutschen so verführerisch macht. Schon 1979 kam er nach Italien – damals als Italienkorrespondent. Vor 30 Jahren haben er und seine Frau Christine sich entschieden, hier sesshaft zu werden, und sich ein Anwesen mit Blick auf die weiten Hügel der Toskana gekauft. Doch jetzt, im hohen Alter, erkennt er die Grenzen des Landlebens: Der nächste Nachbar ist weit entfernt, die Wege sind steil, und das Gelände ist nicht rollstuhlgerecht. Gemeinsam mit seiner Frau plant er wehmütig den Abschied und die Rückkehr nach München in eine altersgerechte Wohnung. Wie gestaltet sich der Alltag von Auswanderern im höheren Alter, wenn die täglichen Aufgaben nicht mehr so einfach zu bewältigen sind, die Kinder weit weg wohnen und der nächste Arzt ohne Auto nicht zu erreichen ist? Freiwillig möchte kaum einer gehen – die Einheimischen bleiben doch auch! (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 06.03.2026 arte
  • Folge 1649 (30 Min.)
    Wolfgang, 78, gelernter Schriftsetzer, Musiker und biodynamischer Berater, liebt sein einfaches Leben in der Toskana. Seit Jahrzehnten ist dieser Landstrich für viele Deutsche ein echter Sehnsuchtsort. Wolfgang wanderte 2007 in die Maremma, den südlichen und wilderen Teil der Toskana aus. Sie ist für ihn inzwischen zur Heimat geworden. Doch gesundheitliche Sorgen, ein auslaufender Pachtvertrag für seine Druckwerkstatt und die Trennung von seiner Frau stellen ihn vor Herausforderungen. Eine Rückkehr nach Deutschland ist für ihn keine Option – ohne Krankenversicherung und feste Bleibe möchte er lieber dort bleiben, wo er längst Wurzeln geschlagen hat. Die Dorfgemeinschaft betrachtet ihn schon lange als einen der Ihren. Er liebt die Auftritte mit seiner jungen Band und steht täglich an der Druckpresse. Seine Werke verkaufen sich von Siena bis in die USA. Auch Roman, 81, genießt den Alltag in der Natur und alles, was das italienische Leben für einen Deutschen so verführerisch macht. Schon 1979 kam er nach Italien – damals als Italienkorrespondent. Vor 30 Jahren haben er und seine Frau Christine sich entschieden, hier sesshaft zu werden, und sich ein Anwesen mit Blick auf die weiten Hügel der Toskana gekauft. Doch jetzt, im hohen Alter, erkennt er die Grenzen des Landlebens: Der nächste Nachbar ist weit entfernt, die Wege sind steil, und das Gelände ist nicht rollstuhlgerecht. Gemeinsam mit seiner Frau plant er wehmütig den Abschied und die Rückkehr nach München in eine altersgerechte Wohnung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 arte
  • Folge 1650 (29 Min.)
    Sammler Christian Link zählt zu den bekanntesten Fossilien-Händlern Europas. Der gebürtige Schweizer handelt seit Jahren mit Kuriositäten aller Art: Von Briefen, die auf dem Mond waren, bis zu seltenen Eiern des Elefantenvogels. Seit wenigen Jahren kommen bei ihm auch Überreste von Dinosauriern unter den Hammer. Die Preise für Fossilien erreichen international neue Rekordhöhen. 2023 sorgte Link für Aufsehen, als er ein T-Rex-Skelett für 5,6 Millionen Euro versteigerte. Link arbeitet im Vorfeld der Auktion eng mit Wissenschaftlern zusammen, damit diese die Funde dokumentieren können. Die Kritik, Skelette könnten in Privatsammlungen verschwinden, teilt er nicht. Yolanda Schicker-Siber leitet das beliebte Saurier-Museum im Aathal. Ihre Sammlung ist eine der wertvollsten der Welt. Das meiste hat ihre Familie selbst in den USA ausgegraben. Seit ein paar Jahren sind auch sie im Dino-Knochen-Business. Sie bereiten Auktionen vor, indem sie Knochen präparieren und Gestelle bauen. Auch Nils Knötschke ist Dino-Präparator und bereitet Saurierknochen für Auktionen vor – und er ist immer wieder auf der Suche nach neuen Fund- und Grabungsorten. Knötschke weiß, dass viele paläontologische Grabungen ohne private Geldgeber nicht möglich wären. Museen können sich die Dino-Knochen nicht leisten und sind auf Leihgaben oder Schenkungen angewiesen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 arte
  • Folge 1651 (30 Min.)
    Im Zentrum der Entwicklung steht die 13-jährige Stella: Sie war das erste Mädchen, das in den Verein der Mini-Macchina aufgenommen wurde – jener Kindertradition, aus der später die Träger der großen Macchina hervorgehen. Nun bereitet sie sich auf ihre wichtigste Herausforderung vor: Zum ersten Mal darf sie die steile Etappe zum Santuario di Santa Rosa tragen, ein symbolisches Highlight des Rituals. Stellas Vater David ist selbst Träger und unterstützt den Traum seiner Tochter – auch wenn der Wunsch für Mädchen noch immer ungewöhnlich ist. Stellas Cousin Matteo erlebt die Tradition hingegen selbstverständlich aus der männlichen Perspektive – ein Kontrast, der zeigt, wie tief verwurzelt die Rollenbilder in Viterbo sind. Eine Schlüsselfigur dieser kleinen Revolution ist Gianni Baiocco, selbst Träger und Vorsitzender des Vereins der Mini-Macchina des historischen Zentrums. Er war einer der Initiatoren, die vor zwei Jahren die Aufnahme von Mädchen ermöglichten – ein mutiger Schritt, denn diese Entwicklung ist nicht nur auf Befürworter gestoßen. Doch er sichert auch die Zukunft der Tradition, denn die dünn besiedelte Gegend hat ein Nachwuchsproblem. Am Tag des Mini-Macchina-Umzugs wird sich zeigen, wieweit Wille und Kraft von Stella ausreichen. Und Viterbo fiebert mit. Die Frage bleibt, wie weit eine jahrhundertealte, männlich geprägte Tradition bereit ist, sich zu öffnen. Eine 30-minütige Reportage über Mut, kulturelles Erbe und den Wandel einer Stadt zwischen Glauben, Tradition und einer neuen Generation. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 arte
  • Folge 1652 (30 Min.)
    Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat vor zehn Jahren ein System von mobilen medizinischen Teams aufgebaut, die monatlich in Piräus auf die Fähre steigen, um kleine entlegene Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten für einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten, und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: „Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück“. Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammographiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-Up Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang über die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt – mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet; viele der knapp 1.500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das „reisende Krankenhaus“ hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten – so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen – ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 13.03.2026 arte

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