• Folge 1615 (30 Min.)
    Bild: Eco Media TV
    Die 72-jährige Kathleen Sterling aus Sheffield hat ein Leben lang gearbeitet. Doch heute reicht ihre Rente kaum aus, um ihren Hund Bernhard mit ausreichend Futter zu versorgen. Sterling bekommt deshalb Hilfe von der Tierschutzorganisation Blue Cross. Regelmäßig bringen freiwillige Helfer kostenloses Tierfutter vorbei. Kathy Orton leitet die Sheffielder Filiale von Blue Cross. Dort geben immer mehr Menschen ihre Tiere ab, weil sie das Futter oder den Tierarzt nicht bezahlen können. „Das nimmt definitiv zu“ sagt sie. Und es trifft nicht nur ältere Menschen. Die Corona-Pandemie, der Brexit, die Inflation und der Krieg in der Ukraine haben Preise für Futter und medizinische Versorgung in die Höhe getrieben, während Einkommen und Renten kaum Schritt halten konnten. Ein großer Hund kostet da schon einmal bis zu 134 Euro im Monat. In Deutschland gibt es in jedem zweiten Haushalt ein Haustier. Und auch hier nehmen die finanziellen Probleme zu. Tierärztin Christiana Brathe hilft auf ihre Art. Einmal wöchentlich fährt sie mit einem Tierarzt-Mobil in die Innenstadt von Bottrop und versorgt die Haustiere von bedürftigen Rentnern. Der gemeinnützige Verein „Europäischer Tier- und Naturschutz“ stellt die mobile Klinik zur Verfügung. Seit einer Gebührenreform 2022 sind die Tierarztkosten enorm gestiegen. Die Untersuchung eines Hundes kostet statt 13,47 Euro jetzt 23,62 Euro – ein Plus von 75 Prozent. Größere Operationen liegen bei über tausend Euro. Dank der kostenlosen Behandlungen von Christina Brathe müssen die Rentner ihre Tiere nicht abgeben oder einschläfern lassen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 arte
  • Folge 1616 (29 Min.)
    Panagiotis Souroukli will seine Eltern finden – seine biologischen Eltern, die nicht auf Zypern leben, wie er, sondern in Georgien. Er ist sich sicher: Er wurde nach seiner Geburt für tot erklärt und verkauft, ist Opfer eines Adoptionsskandals in Georgien. Für ihn ist es eine Staatsaffäre, an der auch die Regierung beteiligt gewesen sei. Vermutlich wurden mehr als 100.000 Kinder ihren Eltern weggenommen. Schon seit Jahren sucht Panagiotis mit Hilfe von DNA-Tests nach seiner Mutter und seinem Vater. Der Betrug flog bei ihm auf, als er feststellte, dass seine Adoptionspapiere gefälscht waren. Die angegebenen Namen seiner angeblichen biologischen Eltern und die Passnummern passten nicht zusammen. Bei seiner Suche wird Panagiotis von der Organisation Vedzeb, „Ich suche“, unterstützt, die schon viele Betrugsfälle aufgedeckt hat. Maria Tskvitaia, ein Mitglied dieser Organisation, schickt die DNA-Tests in ein Labor in Deutschland. Eine Großtante konnten sie so finden, aber die Suche kann noch sehr lange dauern. So wie bei Lika Jishkariani. Sie hat vor kurzem ihre Todesurkunde bei der Verwaltung in Tiflis abgeholt. Von ihrer Adoption hatte sie erfahren, als sie 17 war. Nachdem sie ihren Sohn zur Welt gebracht hatte, begann sie nach ihren leiblichen Eltern zu suchen – und fand ihre Mutter über die Facebook Gruppe von Vedzeb. Nach 43 Jahren sind Tochter und Mutter wieder vereint. Lika ist ein gut dokumentierter Fall des groß angelegten Menschenhandels: Nach der Geburt in der Klinik für tot erklärt und dann mit gefälschten Papieren von fiktiven Eltern für die Adoption freigegeben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 13.01.2026 arte
  • Folge 1617 (30 Min.)
    Als Emily Wittmann vor einigen Monaten die Diagnose Multiple Sklerose erhält, ist das ein Schock – aber auch eine Erleichterung. Endlich kann die Dreißigjährige ihre wiederkehrenden Probleme mit Gleichgewicht, Konzentration und Sprachvermögen einordnen und behandeln lassen. „Erstmal habe ich mega geheult, aber nach und nach ist mir klar geworden, dass das jetzt nicht das Aus ist und es mir auch eine gewisse Handlungsfähigkeit wieder gibt“, so die Hamburgerin. Emily ist eine von mehr als einer Million Menschen in Europa, die mit MS leben, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems. MS ist unheilbar und durch unterschiedliche Verläufe gekennzeichnet. Da die Symptome stark variieren, wirken Medikamente und Behandlungsmethoden nicht immer gleich gut. Auch Emilys weiterer Therapieverlauf ist noch unklar. Ricky Baerg war 24, als er an MS erkrankte. Anfangs hatte er nur wenige der MS-typischen Symptome, doch inzwischen tragen ihn seine Beine nicht mehr. Seit 2020 nutzt der heute 36-Jährige einen Rollstuhl und meistert einen trubeligen Alltag: als Ehemann, Vater von drei Kindern, in der Sozialberatung einer Klinik und als Mitglied einer Baugemeinschaft. Seine krankheitsbedingten Schwächen thematisiert er offen: „Es gibt Tage, an denen mich die MS lahmlegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber ich will mich weiterbewegen und mich nicht einschränken lassen, sondern das Leben in meinen Möglichkeiten genießen.“ (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 arte
  • Folge 1618 (29 Min.)
    Das Thema Sterbehilfe sorgte im französischen Parlament bereits mehrfach für Aufruhr und ist in Frankreich bis heute verboten. In Belgien ist selbstbestimmtes Sterben unter genau definierten Bedingungen seit über zwanzig Jahren legal. Viele französische Patienten wie Valérie, die an der unheilbaren, degenerativen Krankheit ALS leidet, möchten ihrem Leben auf der anderen Seite der Grenze ein würdiges Ende setzen. Claudette Pierret arbeitet als freiwillige Vermittlerin für Freitodbegleitung. Sie leistet Betroffenen Beistand und stellt den Kontakt zum belgischen Arzt Yves de Locht her. Aber letzterer gibt an, inzwischen von der schieren Anzahl von Freitodanträgen aus Frankreich überfordert zu sein … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 15.01.2026 arte
  • Folge 1619 (30 Min.)
    Wer nüchtern bleibt, kann auch einen Rausch erleben! Davon ist Marius Beyer überzeugt. Auf seinen Ecstatic Dance-Partys tanzen sich die Teilnehmer barfuß in einen Rausch – ganz ohne Alkohol oder andere Drogen. Marius Beyer möchte, dass andere spüren: man kann auch ohne Alkohol loslassen. Beim ekstatischen Tanzen soll jeder die Möglichkeit haben, den eigenen Körper wahrzunehmen und Gemeinschaft zu erleben – immer mit null Promille. Auch Sängerin Joséphine Hurtut lebt inzwischen alkoholfrei. Noch vor zwei Jahren gehörten Drinks mit Freunden oder bei ihrer Arbeit in der Pariser Kulturszene selbstverständlich dazu. Heute fühlt sie sich ohne Alkohol wacher, klarer und mehr im Einklang mit sich selbst. Das Nachtleben in den Pariser Bars und Kabaretts erlebt sie nun nüchtern – und erfährt dabei immer wieder, wie sehr Alkohol in der französischen Kultur verankert ist. In der Ardèche, im Südosten Frankreichs, leitet Delphine Courgey Frankreichs einzigen Campingplatz, auf dem es keinen Tropfen Alkohol gibt. Viele ihrer Gäste kommen seit Jahren hierher und haben eines gemeinsam: den Kampf gegen ihre Alkoholsucht. Delphine selbst hat früher auch getrunken und will heute anderen Mut machen. Sie möchte zeigen, wie erfüllt und frei ein Leben ohne Alkohol sein kann – und wie viel Spaß ein gemeinsamer Sommer auf einem alkoholfreien Campingplatz macht. Die Reportage erzählt die Geschichte dieser drei Menschen – und zeigt, warum der Verzicht auf Alkohol für sie kein Verlust, sondern ein Gewinn ist. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 16.01.2026 arte
  • Folge 1620 (30 Min.)
    Im Februar 2025 rief Abdullah Öcalan, der in der Türkei inhaftierte Führer der PKK, die bewaffneten Einheiten seiner „kurdischen Arbeiterpartei“ auf, die Waffen niederzulegen. Könnte dies den jahrzehntelangen Konflikt mit dem türkischen Staat beenden? Im Nordosten Syriens, in Rojava, lebt Biyan M., bekannt unter dem Kampfnamen „Kurdistan Kojer“. Die autonome kurdische Region setzt auf demokratische Prinzipien und Gleichberechtigung, Frauen spielen eine zentrale Rolle. Biyan stammt aus einem Dorf nahe der irakischen Grenze. Als 2011 der Aufstand gegen Syriens Machthaber Assad begann, schloss sie sich mit ihrem Bruder lokalen Kampfeinheiten an. Heute führt sie die Frauenmiliz YPJ, ihr Bruder kommandiert die Volksverteidigungseinheiten YPG. Öcalans Appell versteht sie, doch sagt: „Wir geben die Waffen nicht ab, solange unser Ziel einer stabilen Demokratie nicht erreicht ist.“ Etwa 200 Kilometer nördlich, in der mehrheitlich kurdischen Stadt Diyarbakir, engagieren sich die „Friedensmütter“ für Dialog. Sie suchen den Kontakt zu Familien vermisster PKK-Kämpfer und setzen auf Amnestien. Auch Hava Kiran, 67, hofft, dass ihr seit elf Jahren vermisster Sohn noch lebt und wünscht sich, dass der Friedensprozess seine Rückkehr ermöglicht. Öcalans Aufruf hat sie zunächst erzürnt, heute verbindet sie damit Hoffnung: „Wir haben mit dem Blut unserer Kinder einen hohen Preis gezahlt. Das soll anderen Müttern erspart bleiben.“ Ob die derzeitige Friedensinitiative den Weg zu einem dauerhaften friedlichen Zusammenleben in der Region ebnet, bleibt offen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 19.01.2026 arte
  • Folge 1621 (29 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 arte
  • Folge 1622 (30 Min.)
    Ein internationales Team der NGOs Clean Air Task Force und Greenpeace dokumentiert in Kroatien, wie Erdgas- und Erdölanlagen trotz der EU-Methanverordnung von 2024 große Mengen des Gases freisetzen. Methanexperte Théophile Humann-Guilleminot zeigt, dass die Regelung in der Praxis bislang kaum wirkt, sei es, weil Betreiber sie ignorieren oder Behörden nicht reagieren. Mit einer Spezialkamera entdeckt das Team an Förderanlagen und Pipelines zahlreiche Lecks – teilweise an denselben Stellen wie bereits ein halbes Jahr zuvor. Immer wieder wird er von der Polizei bei seinen Messungen kontrolliert. Das Team vermutet, dass die Betreiber die Messungen verhindern wollen. Methan ist wesentlich schädlicher für das Klima als CO2 – und es entweicht weiterhin ungehindert aus undichten Pipelines, Öllagern und Gasnetzen. Doch es gibt auch Fortschritte: In Hamburg zeigt das städtische Unternehmen „Hamburger Energienetze“, wie Lecks an Gasleitungen mit moderner Technik aufgespürt werden können. Ein Spezialfahrzeug ortet Methanaustritte dreimal schneller als zuvor – und beweist, dass schnelles Handeln möglich ist. Im Münsterland akzeptiert Landwirt Andreas Thesing nicht länger, dass Methan aus seinem Stallmist ungenutzt in die Atmosphäre entweicht. Zusammen mit 46 Kollegen hat er eine Biogasanlage gebaut, die dem Mist das Methan entzieht. Der Probebetrieb läuft bereits: Das Gas treibt Frachtschiffe, Gas-PKW und -LKW an. Der methanfreie Mist kann sogar als Dünger für die Felder genutzt werden, ganz ohne Geruchsbelästigung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 arte
  • Folge 1623 (30 Min.)
    Dass die Risiken für Bergsteiger in den letzten Jahren gestiegen sind, beobachtet Bergführer Karl Wieser auf dem Großvenediger in Österreich. Seit mehr als 30 Jahren leitet er Bergsteigerkurse. „Das Eis geht zurück, das ist irre. Gletscherspalten sind mehr und größer geworden. Wir haben heute mehr Stürze“, sagt er. Der Obersulzbachgletscher am Großvenediger hat seit 1870 fast 70 Prozent seiner Fläche verloren. Durch die warmen Temperaturen schritt die Schmelze in den letzten drei Jahren besonders voran. Bei mehrtägigen Trainings vermittelt Karl seinen Kursteilnehmern Techniken, die für den sicheren Aufstieg im Hochgebirge unerlässlich sind. Die Unberechenbarkeit der Umweltbedingungen in den Bergen kann lebensbedrohlich werden. So verunglückte die deutsche Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier am Laia Peak in Pakistan im Juli 2025 tödlich. Aufgrund eines plötzlichen Wetterumschwungs entschied sich die ausgebildete Bergführerin zu einem vorzeitigen Abstieg. Auf 5.700 Metern Höhe geriet sie in einen Steinschlag und verstarb. Mit gefährlichen Steinschlägen sieht sich auch Extrembergsteiger Jost Kobusch konfrontiert. Am Mont Blanc trainiert er für seine nächste Solo-Expedition zum Mount Everest und muss dabei das berüchtigte Grand Couloir durchqueren. Hier kommt es regelmäßig zu Unfällen, weshalb die Passage unter Bergsteigern auch als „Todeskorridor“ bekannt ist. „Die Berge werden instabiler, trockener und schwieriger. Alpinismus ist Risiko“, sagt er. Dieses Risiko nimmt Jost Kobusch nur noch auf sich, wenn der Boden noch gefroren ist. Im Sommer meidet er die Passage. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 arte
  • Folge 1624 (30 Min.)
    Verlassene Kinos, verfallene Kurorte, Dörfer im Dornröschenschlaf – in Rumänien ist das kulturelle Erbe vielerorts dem Untergang geweiht. Der Fotograf und Urban Explorer Alex Iacob begibt sich auf eine Reise durch ein Land voller verborgener Geschichten. Für seinen Blog Reptilianul dokumentiert er Orte, die einst Zentren des Lebens waren: das kaiserliche Thermalbad von Băile Herculane, das verlassene Dorf Gherdeal in Siebenbürgen oder das Art-Déco-Kino Marconi in Bukarest, das eine neue Chance bekommt. Mit seiner Kamera und unerschütterlicher Neugier trotzt Alex dem Verfall und der Gleichgültigkeit, die viele dieser Orte bedroht. Seine Bilder sind stille Anklagen – und zugleich Liebeserklärungen an das, was bleibt. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die nicht aufgeben: die Architektin Oana Chirilă, die das Herkulesbad retten will, und den Aktivisten Edmond Niculuşcă, der sich für den Erhalt des Kinos „Marconi“ einsetzt. Der Film zeigt ein Rumänien jenseits der Klischees – zwischen Erinnerung und Aufbruch, Schönheit und Zerstörung. Ein eindringliches Porträt einer Generation, die um ihr kulturelles Gedächtnis kämpft. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 23.01.2026 arte
  • Folge 1625 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.01.2026 arte
  • Folge 1626 (30 Min.)
    Liza Weber, 35, bekam im März 2025 die Diagnose Brustkrebs. Jetzt steckt die Kraftsportlerin mitten in der Chemotherapie und versucht durch Fasten die Nebenwirkungen zu verringern. Wie so viele Betroffene leidet auch Liza unter dem Haarausfall und den vielen Eingriffen in ihren Körper. Doch ihre Kinder, ihr Partner und der Sport geben der zweifachen Mutter Halt. Auf Social Media spricht sie offen über ihre Erkrankung und zeigt sich stark: „Die Krankheit zeigt mir, was mein Körper kann, wenn er muss.“ In Frankreich stellt Magalie Toutain unter Beweis, wie wichtig Bewegung und Gemeinschaft auch nach der Erkrankung sind. Vor 14 Jahren war sie selbst erkrankt, heute organisiert Magalie Radtouren, Laufgruppen und gemeinsame Aktionen für andere Betroffene. Denn Sport, so zeigen Studien, kann nicht nur das Rückfallrisiko senken – er bringt Lebensfreude zurück. Auch beruflich lässt Magalie das Thema Brustkrebs nicht los: Sie ist Gesundheitsmanagerin im Institut Curie, dem größten Brustkrebszentrum Europas. Libidoverlust, Fatigue, Narbenpflege oder Scheidentrockenheit sind Themen, die Frauen nach der Krebstherapie mitunter jahrelang begleiten, mit denen sie sich aber oft allein gelassen fühlen. Birte Schlinkmeier arbeitet seit 17 Jahren in der Rehaklinik Bad Oexen und spricht mit ihren Patientinnen gezielt über diese vermeintlichen Tabu-Themen. „Das ist eine Versorgungslücke, die ich versuche zu schließen“, so die Brustkrebs-Krankenschwester. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 arte
  • Folge 1627 (30 Min.)
    Als nach 1990 Rumäninnen und Rumänen auf der Suche nach Arbeit ins Ausland gingen, wurde das für viele Familien zur Zerreißprobe. Vor allem in ländlichen Gegenden blieben nicht nur verwaiste Dörfer zurück, sondern auch Kinder, die bei ihren Großeltern aufwuchsen, und alte Menschen ohne Angehörige. Auch Antoanela Andonescu, kurz Coca genannt, verließ Rumänien in den 1990er Jahren. In Italien arbeitete sie als Altenpflegerin, immer mit dem Gedanken: „Je härter ich arbeite, desto schneller kann ich zurückkehren.“ Doch das dauerte. Ihre Schwestern folgten ihr, das Zuhause wurde zur Erinnerung. Als Coca schließlich in ihre Heimat, die ostrumänische Kleinstadt Bicaz, zurückgeht, bringt sie Ersparnisse mit und eine neue Idee von Verantwortung: Sie eröffnet ein Pflegeheim – für all die alten Menschen, die allein in Rumänien geblieben sind. Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner ihres Pflegeheims haben Angehörige im Ausland. Vasile, ehemals Arbeiter in einer Zementfabrik, lebt hier, nachdem seine Kinder emigriert sind. Bei einem Ausflug mit den Bewohnern zum Bicaz-See wird Coca nachdenklich: „Ich weiß nicht, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich geblieben wäre.“ Doch während Coca ihren Weg zurück nach Hause gefunden hat, leben ihre Nichten in Italien – in einer neuen Welt, mit einer neuen Sprache. Die Region rund um Ostia bei Rom, wo sie wohnen, ist Heimat für eine große rumänische Auslandscommunity, rund 250.000 Menschen. Auch Cocas Nichte Andra ist hier heimisch geworden. Sie fragt sich, wie viel Rumänien in ihrer kleinen Tochter Gizelle weiterleben wird – und was Heimat heute überhaupt bedeutet. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 27.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 29.01.2026 arte
  • Folge 1628 (30 Min.)
    Eine alte Tradition, die im Winter ganze Städte elektrisiert und immer mehr Anhänger findet – der Krampusbrauch in Österreich. Als teufelsähnliche Gestalten verkleidet, ziehen Männerhorden los, ein furchterregendes Schauspiel. Bei den Schlägen mit der Reisigrute soll eigentlich niemand zu Schaden kommen, dennoch gibt es immer wieder schwere Verletzungen und Beschwerden wegen übermäßiger Gewalt. Viele Menschen haben so viel Angst vor den Krampussen, dass sie in dieser Zeit kaum das Haus verlassen. So wie Julia und Marie, die versuchen, ihre Furcht mit einer Art Schocktherapie in den Griff zu bekommen. In vielen Vereinen dürfen als Krampus nur Männer mitmachen. Lisa bricht mit dieser Tradition: Sie ist die erste und einzige Frau Österreichs, die hauptberuflich Krampusmasken schnitzt – ein Handwerk, das über Jahrhunderte fest in Männerhand lag. Mit ihrer Spezialität, weiblichen Teufelsmasken, scheint Lisa einen Nerv zu treffen: Ihr Geschäft boomt. Inzwischen arbeitet sie nicht mehr auf Bestellung, sondern versteigert ihre fertigen Masken an den Meistbietenden. In Klagenfurt organisiert Christian den größten Krampuslauf Österreichs – Ritual, Volksfest und Party-Event. Rund 800 Teilnehmende reisen dafür aus der Schweiz, Südtirol und Tschechien an. Sie alle verbindet die Lust, einen Tag in eine andere Rolle zu schlüpfen. In Anif, in der Nähe von Salzburg, bereitet sich Philipp fast das ganze Jahr auf die Krampusshow vor. Mit einem atemberaubenden Bühnenprogramm begeistern er und seine Krampuskollegen jedes Jahr mehr als 1.000 Menschen. Doch in diesem Jahr steht kurz vor dem Termin weder die professionell inszenierte Show noch der Ablauf des gesamten Tages … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 arte

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