• Folge 1672 (30 Min.)
    Die Zollfahndung in der Bucht von Algeciras fand in den letzten Jahren neben Tabak und Haschisch auch große Mengen Kokain bei ihren Kontrollen. – Bild: Hessischer Rundfunk/​Jan-Ole Sieg
    Die Zollfahndung in der Bucht von Algeciras fand in den letzten Jahren neben Tabak und Haschisch auch große Mengen Kokain bei ihren Kontrollen.
    Präparierte Container, Übergaben auf hoher See, sogar selbstgebaute U-Boote: Es gibt kaum etwas, was Drogenfahnder an der südspanischen Küste noch nicht gesehen haben. Ihr Dienstort: die Straße von Gibraltar. Die Meerenge zwischen Europa und Afrika ist ein „Hot Spot“. Auf dieser Route, die früher vor allem für Haschisch aus Marokko genutzt wurde, stellen Ermittelnde jetzt zunehmend Kokain sicher. Auf hochmotorisierten Schnellbooten zum Beispiel, die mit bis zu 900 PS den Fahrzeugen der Zollfahndung oft überlegen sind. Sicherheitsbehörden versuchen mittlerweile, die Lieferungen schon auf dem Atlantik abzufangen. Doch kaum steigt der Kontrolldruck an einer Stelle, verändern die Drogenkartelle ihre Routen und Methoden. Gegen den Einfallsreichtum der „Narcos“ anzukommen ist schwer. Neun europäische Staaten arbeiten deswegen in der Drogenbekämpfung eng zusammen. Das Analysezentrum MAOC-N in Lissabon sammelt Informationen der örtlichen Ermittler, wertet sie aus und koordiniert Einsätze. Eine der Analystinnen und Analysten hat mit ARTE Re über ihre Arbeit gesprochen. Ihre Aussagen bieten einen seltenen Einblick in die Herausforderungen, denen Ermittelnde in ganz Europa begegnen. Sie haben es mit einem finanzstarken Gegner zu tun, der hervorragend organisiert ist und seine globale Logistik schnell an neue Fahndungsmethoden anpassen kann. Auch wenn die gemeinsame Arbeit die europäischen Partner deutlich vorangebracht hat: Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität bleibt schwierig. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 20.04.2026 arte
  • Folge 1673 (30 Min.)
    In den Karpaten suchen ukrainische Soldaten Hilfe jenseits staatlicher Kliniken: in alternativen Reha-Zentren und bei traditionellen Heilern. Seit Beginn der russischen Vollinvasion wurden rund eine halbe Million von ihnen verwundet. Im Mittelpunkt stehen der 27-jährige Veteran Andriy und der aktive Soldat Vasya. Beide tragen die Spuren des Krieges – sichtbar und unsichtbar: Während Andriy nach einer schweren Kopfverletzung und einem Schlaganfall um seine körperliche und mentale Genesung ringt, bereitet sich Vasya nach einem Fronturlaub auf seine Rückkehr in den Krieg vor. Zur Erholung besucht Andriy ein Rehabilitationszentrum für Veteranen in den ukrainischen Karpaten. Hier finden traumatisierte Soldaten für kurze Zeit Ruhe: bei Wanderungen durch die Berge, kreativen Therapien und im Austausch mit anderen Betroffenen. Parallel dazu begleitet „Re:“ Vasya in seinem Fronturlaub auf seiner Suche nach innerer Stabilität. Er wendet sich an einen traditionellen Heiler, einen sogenannten Molfar, und sucht Halt im Glauben. Zwischen spirituellen Ritualen, Gesprächen mit einem Priester und Treffen mit Freunden ringt er mit Angst, Verantwortung und der Rückkehr an die Front. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 21.04.2026 arte
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 28.04.2026
  • Folge 1674 (30 Min.)
    Die Nachfrage nach Luxusjachten wächst weltweit kontinuierlich. Und somit auch ihre massive CO₂-Last. Doch auch die Jacht-Branche entdeckt langsam den grünen Trend. Der in Dubai lebende Alexander Reisch holt seine erste große Luxusjacht in Danzig ab: ein Hybridmodell mit Diesel, Batterien und Solaranlagen. Zwei Monate will er damit kreuz und quer durchs Mittelmeer fahren. Auf der internationalen Jachtmesse in Cannes stellt der pensionierte Manager allerdings fest: Fahren ganz ohne Diesel bleibt noch Zukunftsmusik. Zur gleichen Zeit auf Ibiza kämpft Meeresranger Kike Navarro gegen die Schäden, die vor allem große Jachten mit ihren Ankern anrichten. Mit seinem Patrouillenboot fährt er im Auftrag der Umweltbehörde von Jacht zu Jacht und weist Besitzer und Kapitäne auf die schützenswerten Posidonia-Seegraswiesen hin. Diese Unterwasserwälder speichern enorme Mengen CO₂, mehr als die größten Regenwälder. Als Unesco-Weltkulturerbe sind sie ein zentraler Baustein im Kampf gegen die Klimakrise. Doch viele Jachtbesitzer reagieren mit Unverständnis oder Ignoranz. Protest kommt derweil von der Klima-Aktivistengruppe Futuro Vegetal. Bilbo und Luna riskieren lange Haftstrafen, um auf den „Öko-Vandalismus“ der Luxusjachten aufmerksam zu machen. Während Frachter und Kreuzfahrtschiffe ab 2025 schrittweise ihre Emissionen senken müssen, bleiben Superjachten von EU-Klimaregeln bisher nahezu unberührt. Trotz des Risikos, im Gefängnis zu landen und seine zweijährige Tochter nicht aufwachsen zu sehen, kann Bilbo nicht tatenlos zuschauen: „Wenn wir es nicht tun, wer dann?“ (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 23.04.2026 arte
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 16.10.2025
  • Folge 1675 (30 Min.)
    Dorfärztin Julia L. untersucht eine Patientin.
    Die Einwohner von Vjazhi, 350 Kilometer südwestlich von Moskau, freuen sich auf ihre neue Ärztin. Zu Sowjetzeiten war Vjazhi ein blühendes Dorf, heute leben hier nur noch rund 200 Menschen, überwiegend ältere Frauen. Die Jüngeren sind weggezogen, dorthin, wo es Arbeit gibt. Vjazhi ist kein Einzelfall. Deswegen hat Russland ein Förderprogramm für den ländlichen Raum aufgelegt. Dazu gehört auch medizinische Versorgung. Die junge Ärztin Julia L. siedelt sich in Vjazhi an. Die Reportage begleitet Julia in ihren ersten Arbeitstagen. Sie kommt frisch von der Uni. „Am ersten Tag fühlte ich mich wie ein Kind, dem man Süßigkeiten gekauft hat. Oder ein Spielzeug“, erzählt Julia. „Man will alles sehen, alles entdecken, etwas Eigenes anfangen.“ Im Nachbarort Odinok arbeitet Anastasia S. schon seit zwei Jahren als Dorfärztin. Sie muss das ganze medizinische Spektrum abdecken, auch Notfälle. Das wird auch auf Julia zukommen. Die Reportage bietet seltene Einblicke in das alltägliche Leben in der russischen Provinz. Dort, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Wo alles nach Sowjetunion aussieht. Doch gleichzeitig ist die Gegenwart ganz nah. Die Region liegt im Grenzgebiet zur Ukraine. Fast täglich gibt es ukrainische Drohnenangriffe. Das sei beängstigend, erzählt Anastasia. „Wer weiß, ob die Drohne vorbeifliegen wird oder hier irgendwo einschlägt. Das ist schrecklich.“ Und Julia hat Angst um ihren Bruder. 2022 wurde er zwangsmobilisiert und kämpft seitdem als Soldat in der Ostukraine. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 28.04.2026 arte
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 21.04.2026
  • Folge 1676 (30 Min.)
    Was bedeutet es innerhalb weniger Minuten alles zu verlieren? Wie gehen Menschen damit um? Wie kann man den Verlust überwinden? Wie umgehen mit einer Familiengeschichte, die ohne materielle Erinnerungsstücke auskommen muss? Das Hotel von Esther Bellwald ist zerstört. Biolandwirt Dani Ritler ist ebenfalls schwer vom Bergsturz von Blatten betroffen. Doch Aufgeben ist keine Option. Dani Ritler und seine Frau Karin wollen im Nachbarort Ferden einen Neuanfang wagen. Ihr Ziel ist es, ein neues Hotel zu eröffnen – einen Ort, der Hoffnung und Zusammenhalt symbolisiert. Doch zwischen Bauplänen, Bürokratie und der Frage nach der Finanzierung wird der Traum zur Zerreißprobe. Auch Esther Bellwald und ihr Mann Laurent Hubert wollen im Lötschental bleiben. In Blatten führten sie mit dem „Nest und Bietschhorn“ das älteste Hotel im Tal in vierter Generation. Nun soll auf der Lauchernalp ein temporäres Hotel entstehen – eine provisorische Heimat für Gäste und ein Neuanfang für das Team. Der Weg dorthin ist geprägt von Unsicherheit, aber auch von erstaunlicher Willenskraft und Gemeinschaftssinn. Die Reportage begleitet die beiden Geschichten über Monate hinweg und zeigt, was es heißt, in den Bergen nicht nur Häuser wieder aufzubauen, sondern auch Hoffnung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 30.04.2026 arte
  • Folge 1677 (30 Min.)
    Anna kam als Au-pair von den Philippinen in die Niederlande und hat das Land seitdem nicht mehr verlassen. Sie ist undokumentiert, arbeitet aber trotzdem. Sie putzt, sechs Tage die Woche, drei Haushalte an einem Tag. Aus Angst vor einer Abschiebung will Anna unerkannt bleiben. Ihr Sohn ist in den Niederlanden geboren, einen Status hat er dadurch trotzdem nicht, ihm droht das Schicksal seiner Eltern – ein Leben im Verborgenen. Auch Marion kommt von den Philippinen. Mehr als zehn Jahre hat sie ohne Dokumente in Hotels, Küchen und Haushalten Amsterdams gearbeitet – und auch Ausbeutung erlebt. Für ihr Leben in den Niederlanden hat Marion ihre drei Kinder bei den Großeltern gelassen. Marion hat ihre Kinder finanziell unterstützt, ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht – ihre Kindheit konnte sie nur aus der Ferne erleben. Inzwischen besitzt Marion eine Aufenthaltserlaubnis und ist Mitglied der Gewerkschaft FNV, die die Rechte der undokumentierten Arbeitskräfte stärken will. Zu oft hat sie erlebt, dass Familien von heute auf morgen alles verlieren und nach Jahren in den Niederlanden zurückkehren müssen. Viele philippinische Migrantinnen und Migranten arbeiten in Privathaushalten, in der Kinderbetreuung oder in der Gastronomie. Sie werden bar bezahlt, haben keinen Arbeitsvertrag und keine soziale Absicherung. Im Alltag versuchen sie, nicht aufzufallen, auch deswegen bleiben sie unter sich. Der Arzt Tom Matthews versucht, ihnen zu helfen: Er bietet kostenlose Sprechstunden für die Undokumentierten und Unversicherten an – aus Angst suchen sie meist erst spät medizinische Hilfe. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 05.05.2026 arte
  • Folge 1678 (30 Min.)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 05.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 arte
  • Folge 1679 (29 Min.)
    Gwladys und Margot hüten in diesem Jahr 800 Schafe von fünf verschiedenen Züchtern in den französischen Alpen. Zwischen Juni und Oktober ist ihre Arbeit intensiv und gefährlich, denn die Herde ist durch Wölfe bedroht. Die beiden sind rund um die Uhr für das Wohl der Tiere verantwortlich. Arbeitsschutz oder geregelte und fair bezahlte Arbeitszeiten stehen dabei hinten an. Gerade als Frauen geraten sie manchmal in heikle Situationen. Immer wieder kommt es bei Hirtinnen zu sexueller und sexualisierter Gewalt im Job – teils auch durch Arbeitgeber. Lange Zeit standen sie damit allein da. Benoît will die Arbeitsbedingungen für Hirtinnen und Hirten verbessern. Er hütet in den Pyrenäen Kühe und knüpft nebenbei ein Netzwerk unter den Hirtinnen und Hirten. Benoît kritisiert, dass viele Züchter ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, die Unterkünfte verkommen lassen und die Schuld auf die Gemeinden schieben. Deshalb nimmt er an Gesprächen in Paris teil und drängt bei der Bauerngewerkschaft Fnsea auf den Abschluss eines Tarifvertrags – mit verbindlichen Zusagen für mehr finanzielle Sicherheit, strengere Vorgaben an die Bauern zur Qualität der Unterbringung und für faire Bezahlung. Aber können sich die Hirten damit durchsetzen? Ihre Situation wird im Sommer 2025 nicht leichter. Ein ausgebrannter Schäfer nimmt sich wegen prekärer Arbeitsbedingungen das Leben – ein anderer wird während der Arbeit vom Blitz getroffen und stirbt. Gwladys und Margot haben zwar Glück, sie kommen diesmal ohne große Zwischenfälle durch die Saison. Doch ihre Zukunft bleibt ungewiss. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 07.05.2026 arte
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 25.02.2026
  • Folge 1680 (30 Min.)
    Retro ist längst mehr als eine Mode – es ist für einige Menschen ein Lebenskonzept. So wie für Hebe (27) und Henk (34), die in Antwerpen leben. In ihrem Alltag dreht sich alles um 20er und 30er Jahre. Kleidung, Möbel, Musik und viele Gebrauchsgegenstände stammen aus vergangenen Zeiten. Sie sehen es als Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben und ihr Leben zu entschleunigen. Dabei bleiben Hebe und Henk aber sehr pragmatisch: Sie schätzen moderne Technik ebenso wie die Freiheiten der heutigen Gesellschaft. Auch Sébastian (55) aus Lyon hat seine Leidenschaft für frühere Jahrzehnte zum Lebenskonzept gemacht. Mit seiner Frau Lesley organisiert er in Chamrousse in den französischen Alpen das Vintage-Event „Alpine Classique“, bei dem Retro-Fans aus ganz Europa zusammenkommen. In einer Zeit, die ihnen nicht sehr vielversprechend erscheint, ist die Flucht in die Vergangenheit eine Art Ventil für sie. Höhepunkt ist jedes Jahr das Fest in den Alpen. Zwischen Holzskiern, Oldtimern und Vintage-Kleidung entsteht dort eine eigene nostalgische Welt. Die niederländische Musikerin Floor (30) lebt den Retro-Gedanken über die Musik der 60er und 70er Jahre. Ihre Eltern sind beide Musiker und sie ist mit dem Sound der 60er und 70er Jahre aufgewachsen. Schon als Teenager hat sie angefangen, Schallplatten und Kleidung aus dieser Zeit zu sammeln. Floor ist ein Fan von Musikern wie Bob Dylan und David Bowie, von denen sie sich inspirieren lässt. Nun geht sie auf Tour. Was alle verbindet, ist der Wunsch, für einen Moment auszusteigen aus einer komplexen, oft überfordernden Gegenwart. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 08.05.2026 arte

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