Partylärm im Ausgehviertel
Folge 1696 (30 Min.)
Bild: ArteMit dem Sommer beginnt in vielen europäischen Städten das Leben draußen auf den Terrassen und Straßen, vor den Bars und Restaurants. Mit den Massen kommt der Lärm, und die wenigsten kümmern sich um Nachtruhe. Hier sind die Städte gefordert, die dafür sorgen müssen, dass sowohl die Gastronomie als auch die Anwohner weiter miteinander auskommen. Am Brüsseler Platz in Köln schwelt seit Jahren ein Konflikt zwischen Anwohnern und Gastwirten. Seit 2013 klagen Menschen, die am Brüsseler Platz wohnen, gegen die Lärmbelästigung vor ihrer Haustür. Mit Erfolg! Seit Anfang 2026 dürfen Besucher am Platz zwischen 21 und 6 Uhr keinen Alkohol mehr konsumieren, die Außengastronomie muss spätestens um 22 Uhr schließen. Jeden Abend sorgt ein Ordnungstrupp für Ruhe und Ordnung.Doch nun fühlen sich die Gastronomen benachteiligt. Die Gastwirte befürchten, dass das quirlige Viertel durch die strengen Regeln seinen Charme und seine Anziehungskraft verlieren könnte. In Paris haben die Stadtviertel frühzeitig das Konfliktpotenzial entdeckt. Paris ist für sein Nachtleben bekannt. Um auch den Anwohnern gerecht zu werden, hat man eine besondere Institution ins Leben gerufen: die „pierrots de la nuit“, Nachtclowns. Deren Aufgabe ist es, zwischen Anwohnern, Bar- und Restaurantbesitzern und den Feiernden zu vermitteln. Dazu besuchen die Pierrots Gastronomen und Anwohner. Und wenn es Nacht wird in Paris, treten die Pierrots als Clowns auf und versuchen, auf spielerische Art den Lärm zu reduzieren. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 19.06.2026 arte Zugunglück in Tempi – Tragödie ohne Konsequenzen?
Folge 1697 (30 Min.)Bild: ArteAm 28. Februar 2023 stoßen im Tempi-Tal in Mittelgriechenland ein Personenzug und ein Güterzug frontal zusammen. Ein verheerendes Feuer bricht aus, dessen Ursache bis heute ungeklärt ist. 57 Menschen sterben. Es ist das schwerste Zugunglück in der Geschichte Griechenlands. Panos Routsis verliert an dem Tag seinen 22-jährigen Sohn Denis. Er vermutet, dass der Güterzug Gefahrgut transportierte. Panos fordert eine Exhumierung seines Sohnes und hofft, die Analyse der Überreste bringt Klarheit. Als die Behörden dies ablehnen, tritt er in einen öffentlichen Hungerstreik.Seither ist er zum Gesicht der sogenannten Tempi-Bewegung geworden, die lückenlose Aufklärung fordert. Auch Katarina will verstehen, wie es zu der Katastrophe kam. Sie war im Zug und hat das Unglück überlebt. Die Angehörigen und Überlebenden haben das Gefühl, dass die Ursachen vertuscht werden sollen. Ungereimtheiten werden bekannt: So soll die Unfallstelle bereits nach wenigen Tagen ohne gründliche Spurensicherung geräumt worden sein. Investigativjournalistin Eurydice Bersi recherchiert zu dem Fall und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Der Verdacht steht im Raum, dass EU-Subventionen zur Modernisierung des Bahnsystems veruntreut wurden. Im Februar 2025 entlädt sich die Wut der Bevölkerung über die verschleppten Ermittlungen auf der Straße. Der Ministerpräsident übersteht nur knapp ein Misstrauensvotum wegen Vertuschungsverdacht. Die Reportage begleitet die Protagonisten in den Tagen rund um den Prozessauftakt, der die Schuldfrage klären soll. Doch schon der erste Gerichtstag endet im Chaos. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 22.06.2026 arte Postboten und Ärzte im Einsatz für Gesundheit
Folge 1698 (30 Min.)In vielen ländlichen Regionen Frankreichs wird medizinische Versorgung zur Herausforderung: Hausärztinnen und -ärzte gehen in den Ruhestand, Praxen schließen und die nächste Anlaufstelle ist oft weit entfernt. Um diese Lücken zu schließen, entstehen ungewöhnliche Kooperationen. Der Postbote Mourad ist seit Jahrzehnten in Voiron im Département Isère unterwegs und genießt das Vertrauen seiner Kunden. Seit Neuestem verabredet er sich mit den älteren unter ihnen auch zu einem kleinen Gesundheitscheck. Dabei stellt er ihnen Fragen zum Gedächtnis und zur Stimmung, testet das Hörvermögen und die Beweglichkeit. Die Ergebnisse werden an das Universitätskrankenhaus in Grenoble weitergeleitet und dort analysiert.Falls es Auffälligkeiten gibt, werden die Personen dort weiter betreut. Drei Tage die Woche ist auch eine mobile Arztpraxis in der Region unterwegs. Das maßgeschneiderte Fahrzeug macht Halt in abgelegenen Gemeinden, die vom Ärztemangel betroffen sind. Hier bietet der pensionierte Allgemeinmediziner Yves mit seinen Kollegen täglich bis zu zehn Sprechstunden an. In kurzer Zeit muss er sich dort ein Bild von Patientinnen und Patienten machen, die oft lange ohne medizinische Betreuung waren und deren Krankheitsgeschichte er noch nicht kennt. Wie früher in seiner eigenen Praxis ist das Spektrum der Krankheiten groß, und manchmal kann seine Behandlung Leben retten. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 23.06.2026 arte Folge 1699
30 Min.Tilman Rumland entwickelte die Sicherheits-App „Safe Now“ – ausgelöst durch ein persönliches Erlebnis: Seine damalige Freundin wurde in einem Club Opfer eines Übergriffs und konnte keine Hilfe holen. „Ich war fassungslos. Und dachte: Dafür muss es im 21. Jahrhundert doch eine Lösung geben.“ Seine Antwort: ein Alarm-System, das per Smartphone ausgelöst wird. Über eine App wird das Sicherheitspersonal alarmiert- inklusive präziser Ortung, auch ohne Mobilfunknetz. Doch Technik allein reicht nicht. Das Berliner Unternehmen „think SI3“ will Konflikte lösen, bevor sie eskalieren – durch Präsenz, Kommunikation und Vertrauen – kurz Awareness.Im Berliner Mauerpark und am Bahnhof Zoo ist Varvara Borodkina mit ihrem Team im Einsatz, um zu vermitteln und Übergriffe zu verhindern. Um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum nachhaltig zu verbessern, setzt Wien auf geschlechts-sensible Stadtplanung. Angsträume umgestalten – oder gleich anders zu planen – das ist das Ziel der Architektursoziologin Julia Girardi Hoog. Mit ihrem „Gender Planning Netzwerk“ baut sie bedrohlich wirkende Plätze um zu freundlichen, gut beleuchteten, einladenden Orten. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mi. 24.06.2026 arte Land am Limit, wie der Staat die Kommunen verliert
Folge 1700 (29 Min.)Die Reportage erzählt von einer Region in Sachsen-Anhalt, in der sich verdichtet, was vielerorts in Europa zu beobachten ist: Ländliche Räume geraten unter Druck. Finanzierungsmodelle wirken aus der Zeit gefallen, Förderprogramme verlieren sich in Bürokratie und Überkontrolle. Zwischen Kommunen, Kreis, Land und Bund wird Verantwortung weitergereicht – während vor Ort die Herausforderungen wachsen. Die Probleme sind strukturell. Genau hier setzt der Beitrag an. Er blickt nicht abstrakt auf Politik, sondern dorthin, wo Demokratie im Alltag erfahrbar wird: in Rathäusern, Kreistagen, Notaufnahmen und Wartezimmern.Der Altmarkkreis Salzwedel wird so zum Beispiel für eine Krise von unten – und für die Frage, was passiert, wenn staatliche Handlungsfähigkeit vor Ort schwindet. Im Zentrum stehen zwei Frauen, die sich diesem Zustand nicht ergeben. Mandy Schumacher ist seit 2015 Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen. Sie gilt als pragmatisch, durchsetzungsstark und nah an den Menschen. Doch auch sie stößt zunehmend an Grenzen: steigende Kosten, neue Aufgaben, leere Kassen, wachsende Erwartungen. Aber aufgeben liegt nicht in ihrer DNA. Alke Seibt kam einst aus Berlin nach Salzwedel und wollte zunächst sofort wieder abreisen. Sie blieb. Heute ist sie Betriebsratsvorsitzende des Altmarkklinikums und arbeitet an Wochenenden und Feiertagen weiterhin als Krankenschwester in der Notaufnahme. „Damit ich den Blick für die Arbeit der Kollegen nicht verliere“, sagt sie. Während die Klinik ums Überleben kämpft, erlebt sie täglich, was Versorgungslücken für Patienten und Personal bedeuten. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Di. 23.06.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Do. 25.06.2026 arte Nähen für Europa – Die unsichtbaren Frauen von Durrës
Folge 1701 (30 Min.)Flutura Onuzi arbeitet in einer Schuhfabrik bei Durrës. Wie viele Beschäftigte der albanischen Textil- und Schuhindustrie verdient sie den gesetzlichen Mindestlohn von rund 515 Euro brutto – und arbeitet dafür bis zu 50 Stunden pro Woche. Für Flutura reicht dieses Einkommen kaum zum Leben. Die Branche beschäftigt überwiegend Frauen und zählt zu den wichtigsten Exportzweigen des Landes. Hoher Zeitdruck und körperlich belastende Arbeit prägen ihren Alltag. Vielen Arbeiterinnen ohne höheren Schulabschluss bleibt jedoch keine Wahl, als jede Beschäftigung anzunehmen, um ihre Familien zu versorgen. Fluturas Tochter Ferdez Onuzi engagiert sich für Arbeitnehmerrechte. Die Aktivistin versucht, eine unabhängige Gewerkschaft in der Bekleidungsindustrie aufzubauen.Vor Fabriktoren spricht sie Arbeiterinnen an und organisiert Treffen. Viele Frauen berichten von unbezahlten Überstunden, mangelndem Arbeitsschutz oder fehlender sozialer Absicherung. Nur wenige sind bereit, öffentlich über ihre Situation zu sprechen, da die Angst vor dem Jobverlust groß ist. In einer Bekleidungsfabrik nahe Tirana arbeitet Produktionsmanager Elidon Avrami. Der Betrieb produziert für europäische Auftraggeber. Avrami verweist auf den internationalen Wettbewerbsdruck. Die Preise würden von den Auftraggebern bestimmt, während die Fabriken vor Ort um jeden einzelnen Auftrag kämpfen müssten. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 26.06.2026 arte Neustart auf dem Campingplatz
Folge 1702 (30 Min.)Familie Maaß hat ihr altes Leben hinter sich gelassen und alles auf eine Karte gesetzt: den eigenen Campingplatz. Dafür haben Anne, Michael und ihre Söhne Thore und Noah das Eigenheim in Hannover verkauft und einen Kredit aufgenommen, obwohl sie über keinerlei Erfahrung in der Campingbranche verfügen. Die „Campingoase Eider“ in Schleswig-Holstein ist einer von mehr als 3000 Campingplätzen in Deutschland. Die Maaßens haben den Platz vergangene Saison übernommen und müssen ihn komplett modernisieren, größtenteils während des laufenden Betriebs.Investitionskosten: rund eine Million Euro. Doch die erste Saison verlief enttäuschend. Nach Unwettern versanken Teile des Platzes im Schlamm, die Gäste blieben weg. „Trotzdem haben wir so viel gearbeitet, dass wir abends nur noch müde ins Bett gefallen sind“, berichtet Anne Maaß. Angst vor schlechtem Wetter und ausbleibenden Gästen kennt Holger Frenzel nicht. Der 65-jährige Oldenburger betreibt mit seinen Söhnen Kai und Tim erfolgreich das „Autocamp Nordsee“ an der kroatischen Adria – und zwar schon seit 1998. Holger sah in Kroatien Ende der 1990er Jahre eine Chance, kündigte seinen Job als Ergotherapeut und startete ebenfalls als Quereinsteiger. Sein Erfolgsgeheimnis: voller Einsatz, rund um die Uhr, und auf die richtige Zielgruppe setzen. Heute kommen rund 90 Prozent seiner Gäste aus Deutschland. 2025 wurden EU-weit 413 Millionen Camping-Übernachtungen gezählt. Doch das Geschäft ist kein Selbstläufer: finanzieller Druck, Instandhaltungsarbeiten, der Kontakt zu den Gästen. Neustart auf dem Campingplatz – Traum oder Albtraum? (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 29.06.2026 arte Blutrache in Albanien
Folge 1703 (30 Min.)In Nordalbanien wirkt ein jahrhundertealtes Gewohnheitsrecht bis heute nach: der Kanun. Nach seinen Regeln endet die Schuld für einen Mord nicht mit einer Gefängnisstrafe. Oft geraten ganze Familien in einen Kreislauf aus Angst, Vergeltung und sozialer Isolation. Die Reportage begleitet den Vermittler Dede Shullani, der seit Jahren versucht, verfeindete Familien zu versöhnen. Sein aktueller Fall reicht 15 Jahre zurück: Nach einem tödlichen Streit stehen sich zwei Familien unversöhnlich gegenüber. Während die Eltern des Täters abgeschottet leben und um das Leben ihrer Söhne fürchten, lehnt die Witwe des Opfers eine Versöhnung bislang ab. Auch Schwester Christina begegnet den Folgen der Blutrache täglich.In ihrer Mission in Shkodra unterstützt sie Frauen, Kinder und Familien, die unter den Auswirkungen der Blutfehden leiden. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen hilft sie Menschen, die oft kaum noch Hoffnung auf ein normales Leben haben. Der Beitrag zeigt, wie tief die Tradition der Blutrache in manchen Regionen Albaniens bis heute verwurzelt ist. Er erzählt von Menschen, die zwischen alten Regeln und modernem Rechtsstaat gefangen sind, von Angst und Einsamkeit – aber auch von jenen, die sich für Versöhnung und ein Ende der Gewalt einsetzen. Dabei wird deutlich, wie schwer es ist, jahrhundertealte Vorstellungen von Ehre und Vergeltung zu überwinden – und wie wichtig diejenigen sind, die dem Hass mit Menschlichkeit begegnen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 30.06.2026 arte Verbranntes Land, zerstörte Träume?
Folge 1704 (30 Min.)„Innerhalb einer Stunde ist mein Haus komplett abgebrannt. Nichts ist übriggeblieben, noch nicht einmal ein Foto. Nichts.“, erzählt Kaiti Kiladity weinend. Der Großbrand im Norden von Chios hat nicht nur 70 Quadratkilometer Land zerstört, sondern für Kaiti auch 30 Jahre Erinnerungen. Sie war aus Liebe zum Ort Volissós und den umliegenden Dörfern in die abgelegene Region gezogen und will trotz der Katastrophe bleiben. Auch der Landwirt Dimitris Mallas versucht wieder Fuß zu fassen, obwohl das Feuer seine gesamte Existenz vernichtet hat und Entschädigungen auf sich warten lassen. „Ich habe viele Jahre gebraucht, um all diese Maschinen anzuschaffen.Ich glaube nicht, dass sie den Schaden bezahlen. Eigentlich sollte ich meinen Beruf wechseln und von hier wegziehen. Aber ich gebe nicht auf.“ Die Menschen in dieser ländlichen, strukturschwachen Region sind es gewohnt, dass der Staat sie kaum unterstützt. Sie haben schon immer versucht, sich selbst zu helfen, so auch dieses Mal. Gemeinsam mit Freiwilligengruppen pflanzen sie neue Bäume und versuchen, die Gegend vor Abwanderung zu bewahren. Werden sie es schaffen, nach den Feuern wieder auf die Füße zu kommen, und wie lang ist dieser Weg? (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mi. 01.07.2026 arte Montenegro – Wild, günstig, korrupt?
Folge 1705 (30 Min.)Eine aktive Rolle in der Entwicklung Montenegros spielen sowohl deutsche Montenegro-Auswanderer als auch Rückkehrer. Kein Wunder: Montenegro lockt nicht nur mit Naturschönheiten, es ist auch ein Steuerparadies mit Einkommenssteuersätzen zwischen neun und 15 Prozent! Der deutsche Michael Bader kam erstmals 2005 nach Montenegro – für einen Kurzurlaub. Es gefiel ihm so gut, dass er sich eine Ferienwohnung kaufte. Seit 2007 lebt er ganz in Montenegro und hat sich dort ein Business aufgebaut – mit Ferienwohnungen und der Begleitung von Auswanderern zu Behörden und Notaren.Einige Deutsche haben Grundstücke illegal erworben, ohne es zu wissen. Nun hoffen sie auf nachträgliche Legalisierung und suchen seinen Rat. Größere Probleme bereiten in Montenegro diverse Großinvestoren – vor allem aus den Emiraten und der Türkei. Sie sicherten sich nach der Unabhängigkeit im Jahr 2006 sogleich die schönsten Hot-Spots, meist große Hotelanlagen. Bei den Einheimischen stieß dies nicht nur auf Gegenliebe. Ganz anders: das „wooden village“. Marko Mugošas kleines Familienunternehmen verfügt nur über sieben Blockhütten. Es liegt in nächster Nähe zum Skutarisee, einem landschaftlichen Highlight im Hinterland. Seine Frau und sein Bruder unterstützen ihn bei der Arbeit auf dem Areal, seine Mutter kocht für die Gäste im Restaurant. Da die Saison aber nur circa vier Monate dauert, muss sich Marko den Rest des Jahres mit anderen Jobs über Wasser halten. Der Tourismus ist Fluch und Segen zugleich. Die Architektin Zenepa Lipka ist 2008 nach über fünfundzwanzig Jahren in Deutschland auf den Balkan zurückgekehrt, weil sie hoffte, hier ihre Kompetenz für nachhaltiges Bauen besser einbringen zu können. So setzt sie sich unter anderem für den Erhalt des Vogelschutzgebietes auf der Saline von Ulcinj ein. „Die atemberaubende Natur ist ein Grund, warum ich zurückgekehrt bin – und ich habe gehofft, von innen heraus etwas ändern zu können“. Doch mittlerweile ist sie ernüchtert: „Montenegro ist ein ökologischer Staat, so steht es zwar in der Verfassung, aber das gilt“ – so ihre Einschätzung – „nur auf dem Papier!“. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Do. 02.07.2026 arte Aufbruch oder Scherbenhaufen? Eine Familie in Ungarn
Folge 1706 (30 Min.)Deutsche Streaming-Premiere Mi. 01.07.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Fr. 03.07.2026 arte Mein Leben mit K-Pop
Folge 1707 (30 Min.)Dieser Sommer steht im Zeichen des K-Pop, denn mit BTS ist eine der bekanntesten-K-Pop-Bands zurück. Für Fans war K-Pop aber nie weg: In München hat die Friseur-Auszubildene Nhi eine eigene K-Pop-Tanzgruppe gegründet. Aufwändige Choreografien folgen strengen Regeln: Wer dazugehören will, muss sich in Castings beweisen. Um bekannter zu werden, messen sich Nhi und ihre Gruppe auf Social Media und bei Wettbewerben. Der nächste Contest steht an, doch noch wichtiger als der Sieg ist für Nhi die Leidenschaft: sie will ihren Idolen nahekommen, indem sie die Tänze perfektioniert.David hat K-Pop schon als Kind entdeckt, als er im ländlichen Bayern aufgewachsen ist. Die androgynen Idole prägen früh sein Verständnis von Männlichkeit. Koreanischer Pop inspiriert ihn und heute lebt er seinen eigenen Stil, inklusive Make-up und Crossdressing. Doch er musste sich auch vom K-Pop emanzipieren. Denn der progressive Look der Szene steht im Kontrast mit einer Industrie, die Queerness kaum zulässt. Für die Ultra-Fans Nathalie und Joana wird ein Traum wahr: Sie werden BTS live in Madrid sehen. Wochenlang planen sie Outfits und Reise – alles muss perfekt sein. Für Nathalie bedeutet K-Pop mehr als Musik: Nach dem Tod ihres Bruders gibt er ihr Halt. Ihr BTS-Idol Jung Kook ist für sie wie ein Ersatzbruder. Re: taucht in die K-Pop-Fanszene ein – und erlebt Leidenschaft, Gemeinschaft, aber auch die Schattenseiten dieser glitzernden Welt. Denn Teil der Fandom zu sein, wird schnell teuer. Nicht nur die Konzerttickets, sondern auch Merch, Kleidung und der dazugehörige Lifestyle belasten den Geldbeutel junger Fans. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 10.07.2026 arte
