Staffel 2, Folge 1–2

    • Staffel 2, Folge 1

      Das im Val Müstair gelegene Kloster St. Johann ist eines von 13 Benediktinerinnenklöstern in der Schweiz und liegt im Kanton Graubünden – abgelegen wie ein kleines Juwel zwischen dem Engadin und den Ötztaler Alpen. Seit seiner Gründung – vermutlich durch Karl den Großen – war es immer bewohnt, zunächst von Mönchen und ab dem 12. Jahrhundert von Nonnen. Zwölf Schwestern sind es derzeit. Da ist Schwester Dominica, die Subpriorin, die stets gern und vieles in Frage stellt. Ihre schelmische und lockere Art ist ansteckend. Sie ist die Poetin in St. Johann und benennt in ihren Gedichten die Probleme, die der Klosteralltag mit sich bringt. Das Leben hat Priorin Pia über Zürich nach Paris und schließlich nach Müstair geführt. Seit 1986 steht sie dem Kloster als Oberin vor und meistert diese Aufgabe wie eine Managerin. Mit ihren 78 Jahren steht sie jeden Tag um 4:20 Uhr auf, um ihr Pensum zu bewältigen. Denn das Kloster und sein Titel als UNESCO-Welterbe bedeuten auch eine nie enden wollende Baustelle. Schwester Elisabeth ist 29 Jahre und wird bald ihre ewige Profess ablegen und der kleinen Gemeinschaft beitreten. Der letzte Neuzugang ist bald 20 Jahre her, deswegen helfen bereits zwei Austauschschwestern aus den Philippinen, den Betrieb aufrecht zu erhalten. (Text: 3sat)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 25.12.2010
        3sat
      von Dominique Klughammer
    • Staffel 2, Folge 2

      Die Benediktinerabtei Muri Gries liegt inmitten der Südtiroler Hauptstadt Bozen. Bekannt ist die Abtei vor allem wegen ihres Weines. Eine halbe Million Flaschen wird dort pro Saison produziert und vermarktet. Das Kloster bewohnen neben dem Abt Benno Malfèr noch zwölf weitere Benediktinermönche. Dabei war Muri Gries nicht immer ein Kloster: Bozener Grafen errichteten sich um 1100 im einstigen „Cheller“ einen befestigten Stützpunkt, um Stärke gegen das damals fremd beherrschte Bozen zu demonstrieren. 1407 wurde die Burg an obdachlose Augustiner Chorherren verschenkt. Erst 1845 bezogen die aus dem Schweizer Muri vertriebenen Benediktinermönche das inzwischen verlassene Kloster in Gries. Für Benediktiner sind Landwirtschaft sowie Weinbau mit ihren geistlichen Aufgaben eng verbunden. „Ora et Labora“ ist der Grundsatz aus Tradition bei den Mönchen. Doch wie sieht es mit Handel und Geschäftemacherei aus? (Text: 3sat)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 25.12.2010
        3sat
      von Titus Hollweg

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