606 Folgen erfasst seit 2020 (Seite 10)
Der kleine Held vom Hamsterfeld
45 Min.Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen. Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate hat ein Weibchen, um den Nachwuchs aufzuziehen und sich selbst für den Winterschlaf zu rüsten. Die niedlichen Tiere mit den Hamsterbacken sind selten geworden. Sie müssen sich vieler natürlicher Feinde wie Raubvögel und Füchse erwehren. Gleichzeitig stehen sie durch die Folgen industrieller Landwirtschaft und den Verlust an Lebensräumen unter Druck. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und werden auch immer seltener – Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen.Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate müssen ausreichen, um einen Partner zu finden, den Nachwuchs aufzuziehen und Wintervorrat zu sammeln. Exemplarisch wird die Geschichte eines Feldhamsterweibchens in einer der letzten deutschen Hamster-Regionen in Thüringen erzählt. Hier gibt es sogar eine seltene melanistische Population mit schwarzem Fell. Filmautor Uwe Müller und sein Team beobachten mit der Kamera das Leben der Hamsterdame zwischen den Halmen auf dem Feld und im Bau unter der Erde, immer aus nächster Nähe: bei der Paarung, der Geburt und beim Körner sammeln. Die ersten Jungen werden schon wenige Wochen nach dem Erwachen der Mutter aus dem Winterschlaf geboren. Anfangs nackt, blind und völlig abhängig, müssen sie binnen kürzester Zeit selbstständig werden und sich einen eigenen Bau graben. Doch zahlreiche natürliche Feinde wie Fuchs, Eule, Kornweihe, Störche und Reiher machen das Kornfeld unsicher. Sieben von zehn Hamstern überleben die ersten Wochen nicht. Schon im Mittelalter wurden Feldhamster als Körnerdiebe verfolgt und noch bis Ende der 1980er-Jahre bejagt. Heute sind die Tiere als „Bau-Stopper“ in Verruf. Dabei stehen sie selbst durch die Folgen industrieller Landwirtschaft massiv unter Druck. Monokulturen, Pestizideinsatz und frühere Ernten machen ihnen zu schaffen. Und die Versiegelung von täglich 60 Hektar Ackerfläche bedroht ihre letzten Lebensräume. Filmautor Uwe Müller erzählt packend, „pelznah“ und humorvoll vom harten Landleben der Feldhamster in Deutschland. (Text: BR Fernsehen) Kleine Katze – Große Freiheit
45 Min.Ocilla, ein verwaister junger Margay in Guyana, hat nur eine Chance zu überleben: Die kleine Raubkatze muss für die Wildnis fit gemacht und in einem geschützten Naturraum ausgewildert werden, in dem sie ihren Platz finden kann. Margays sind kleine Raubkatzen, die hauptsächlich durch die Zerstörung der Regenwälder gefährdet sind. Sie leben meist unbemerkt in den Bäumen des Waldes. Guyana ist eines der kleinsten Länder in Südamerika, doch es besitzt wohl die intakteste Natur des Kontinents: unberührte Wälder, wilde Flüsse und starke autonome indigene Gemeinschaften. In einem kleinen Dorf im Süden Guyanas kümmert sich der junge Falton um das verwaiste Margayjunge.Er betreut den Margay ehrenamtlich im Rahmen des Dorfprojektes Yacumbi. In der Wildtierstation landen verwaiste Jungtiere genauso wie von den Behörden beschlagnahmte oder verletzte Tiere. Ocilla ist der erste Margay, der bei Yacumbi ausgewildert werden soll. Monatelang zieht Falton mit dem kleinen Margay durch den Regenwald. Er lehrt das Tier, was er weiß. Denn er ist hier in der Wildnis aufgewachsen, er weiß wie man im Wald überlebt. Dabei nutzt er das überlieferte Wissen seines Volkes der Wapishana. Wo immer es geht, versucht er das Verhalten der Katzenmutter zu imitieren. Da bisher nur wenig über die seltenen und scheuen Katzen bekannt ist, konzentriert er sich darauf, ihm die Gefahren zu zeigen und beizubringen, wo ein Räuber seiner Größe Nahrung finden kann. Klettern und die Fortbewegung in den Baumkronen, die so typisch sind für die kleinen Raubkatzen, braucht er nicht zu lernen. Der Margay muss zeigen, dass er sich ernähren und verteidigen kann. Erst danach ist es an der Zeit, ihn in ein entferntes geschütztes Gebiet zu bringen und freizulassen. Und auch dort stehen dem jungen Margay noch Prüfungen bevor. (Text: BR Fernsehen) Der kleine Kaukasus – Zwischen Ararat und Kaspischem Meer
Die Bergwelten des Großen und Kleinen Kaukasus markieren die Grenze zwischen Europa und Asien. Nach ihrer preisgekrönten Dokumentation über den Großen Kaukasus legt das Team um Filmemacher Henry M. Mix nun einen zweiten Naturfilm über diese eindrucksvolle Region vor, der die Arten- und Landschaftsvielfalt des Kleinen Kaukasus porträtiert. Der Kaukasus zieht sich über die Landbrücke zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer durch Armenien, Georgien und Aserbaidschan. Der Große und der Kleine Kaukasus – zwei Bergwelten, getrennt nur durch eine tiefe, wüstenhafte Senke. Abgeschirmt von dem mächtigen, mehr als 4.000 Meter hohen Hauptkamm des Großen Kaukasus, konnte sich im niedrigeren Kleinen Kaukasus eine wärmeliebende Tier- und Pflanzenwelt entwickeln.Die zwischen den Bergzügen liegenden Steppen und Halbwüsten sind Lebensraum vieler südlicher Arten. Kropfgazellen weiden in Salzsteppen am Kaspischen Meer, umgeben vom endlosen Auf und Ab alter Erdöl-Pumpen. Blauwangenspinte lassen sich ebenso wenig vom täglichen Viehauftrieb stören wie die Kaiseradler in den Auwäldern und Röhrichten am Fluss Kura. Drei Geierarten brüten in den Canyons der Transkaukasischen Senke. Wenig scheue Schilfkatzen holen sich an Fischteichen ihren Anteil an der jährlichen „Ernte“. Während es im Großen Kaukasus noch menschenleere Wildnis gibt, ist sein kleiner Antipode uraltes Siedlungsgebiet. Armenier, Türken, Kurden, Perser, Georgier und Aserbaidschaner machten den Kleinen Kaukasus zu einem ethnischen Schmelztiegel. Faszinierend ist der ständige Wechsel von Natur- und Kulturlandschaften. Auf ein paar Hundert Kilometern geht es durch ein Mosaik aus Gebirgen, Wäldern, Salzsteppen, Meeresküsten, Flusstälern oder Seen. Mit stimmungsvollen Landschaftsbildern, beeindruckenden Flugaufnahmen und Beobachtungen von interessantem Tierverhalten fesselt diese Naturdokumentation über die Bergwelten des Kaukasus seine Zuschauerinnen und Zuschauer. (Text: BR Fernsehen) Kleine liebenswerte Alaskaner
45 Min.In Alaska sind sie alle groß: die Bären, die Elche, die Wölfe – kein Wunder, dass niemand die Kleinen beachtet. Ernst Arendt und Hans Schweiger hatten die kleinen liebenswerten Alaska-Pfeifhasen vor der Kamera. Wenig ist über die Pfeifhasen bekannt, es gab kaum Filmmaterial. Die kleinen Hasen machen im Sommer Heu, legen Vorräte für den langen Winter an. Die kleinen Kerle rennen und schuften, als sei der Alaska-Sommer zu kurz für ihre Arbeit. Mit viel zu großen Heuladungen flitzen sie blitzschnell über die Steine und bringen Hans Schweiger hinter der Kamera ins Schwitzen. Frühling, Sommer und Herbst hatten Arendt und Schweiger ihr Camp in den Bergen Alaskas. Erdhörnchen besuchten regelmäßig ihr Lager, und die Pfeifhasen inspizierten ihre Ausrüstung. In Nebenrollen: Baumstachler, Murmeltiere, „Wildwasserenten“ und, unglaublich aber wahr, Eiswürmer. (Text: BR Fernsehen)Kleine Meise ganz groß
45 Min.Als intelligente Kommunikatoren können Kohlmeisen ihren Gesang wie eine Sprache benutzen.Bild: MDR/AltayfilmUnter den kleinen Meisen ist sie ganz groß – die Kohlmeise. Sie ist die größte heimische Meise und auch die am häufigsten vorkommende. Aber so wie in dieser Doku erlebt man den schwarz-gelb gefiederten „Allerweltsvogel“ wohl selten: Als wehrhaften Vogel, der seinen Gesang wie eine Sprache benutzt. Die Kohlmeise kommt in ganz Europa vor. Sie ist deshalb auch die wahrscheinlich bekannteste Meisenart. Kohlmeisen verfügen über erstaunliche Qualitäten: Sie können ganze Heerscharen von Raupen besiegen. Sie sind wagemutige Akrobaten, die sich auch gegen Größere zu wehren wissen. Kohlmeisen sind clevere soziale Netzwerker, die sich mit anderen Vögeln zur Nahrungssuche verbünden.Als intelligente Kommunikatoren können sie ihren Gesang wie eine Sprache benutzen. Kohlmeisen sind fürsorglich, vorausschauend, wagemutig und vor allem höchst anpassungsfähig. Ob im Garten, im Wald oder in der Stadt – überall kommen sie zurecht. Manche Kohlmeisen haben sogar ein „Entdecker-Gen“, das ihnen sogar entferntere Welten eröffnet. In der Dokumentation wird die Geschichte eines Kohlmeisenjungen vom Schlupf bis ins Erwachsenenalter und die ungewöhnliche Suche nach einem eigenen Revier gezeigt. Enthüllt wird dabei die verborgene und zauberhafte Welt der Kohlmeisen in einer Mischung aus beeindruckenden Aufnahmen, verblüffenden Beobachtungen und feinem Humor. (Text: BR) Der Kleine Panda – Verborgen im Himalaja
45 Min.Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist weltberühmt. Nur wenige hingegen kennen seinen Vetter: Den Kleinen oder Roten Panda, der sicher zu den scheuesten Tieren der Welt zählt. In manchen Regionen Nepals heißen sie Bambusfresser: „Ponja“. Daraus wurde „Panda“. Sie bilden sogar eine eigene Familie im Tierreich. Verborgen in den dichten Rhododendronwäldern und Bambusdschungeln des Himalaja führt der Kleine Panda ein äußerst verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte.Ein Filmteam folgt einem Weibchen, das gut geschützt in einer Baumhöhle sein Junges zur Welt gebracht hat. Als Nesthocker entwickeln sich Rote Pandababys sehr langsam. Erst nach vier Wochen beginnt das Kleine in der Höhle herumzukrabbeln. Es ist das erste intime Porträt, das es über die Kleinen Pandas gibt. Die Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim ist farbenprächtig. Hier turnen Hanuman-Languren durch Magnolienbäume, balzen Fasane, die in allen Farben des Regenbogens schillern, geht das kleinste Landsäugetier der Welt, die Etrusker-Spitzmaus, auf die Jagd und Takine erklettern mühelos Steilwände. Die seltsamen Huftiere mit Knollennase haben sogar eine eingebaute Bremse am Huf. Inmitten dieses mystischen Bergreichs mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern ist das Filmteam hautnah dabei, wenn die Pandamutter zum allerersten Mal ihr Junges aus der Höhle in die Wälder des Himalayas führt. Eine Welt im Schatten von 8.000 Meter hohen Gipfeln – artenreich und voller Leben, eine Welt, die es zu schützen gilt. (Text: BR Fernsehen) Kleiner Langschläfer hellwach – Die Haselmaus
45 Min.Sie ist selten, scheu und verschläft nicht nur sieben Monate, sondern in ihrer kurzen aktiven Zeit sogar noch die ganzen langen Sommertage. Kein Wunder, dass sie kaum jemand zu Gesicht, geschweige denn vor die Kamera bekommt: die Haselmaus. Naturfilmer Joachim Hinz ist es gelungen, das Leben des gerade mal daumengroßen Tiers über ein Jahr hinweg in faszinierenden Bildern zu dokumentieren. Erst Anfang Mai verlässt die Haselmaus, die mit dem Siebenschläfer verwandt ist, ihr Winternest am Boden. Rasch klettert sie in Büsche oder Hecken, um sich von Weidenkätzchen und anderen früh blühenden Pflanzen zu ernähren.Nach der zehrenden Fastenzeit wiegt sie gerade mal so viel wie sieben Haselnüsse – ihre Lieblingsnahrung. Doch bis zu deren Reife werden noch etliche Wochen vergehen. Währenddessen muss sie all das bewältigen, wofür andere Tiere ein ganzes Jahr zur Verfügung haben: Einen Partner suchen, sich paaren, Junge aufziehen und sich dann schon wieder rechtzeitig Speck für den nächsten Winter anfressen. Den Tag verschlafen die kleinen Tiere in kunstvoll aus Gräsern und Laub gefertigten Nestern in Büschen oder Hecken und sind nur während der kurzen Sommernächte aktiv – ständig auf der Hut vor Waldkauz und Wiesel. Schlau hat sie vorgesorgt und gleich mehrere Nester gebaut. In einer mühevollen Nachtaktion zieht sie in ein anderes, zehn Meter entferntes Domizil. Sie transportiert ihre winzigen Jungen im Maul, und trägt dabei ein Drittel ihres Körpergewichts. So gelingt es ihr, ihre Nachkommen durch den Sommer zu bekommen. (Text: BR Fernsehen) Klippschliefer – Überlebenskünstler in Südafrika
45 Min.Der Film bietet Einblicke in das Leben von Klippschliefern in der Kapregion Südafrikas, von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Ob Familienleben, Konflikte oder Gefahren, die sie zu überstehen haben – Klippschliefer, die Murmeltieren ähneln, sind etwas ganz Besonderes. Sie sind klein, kuschelig und ähneln Murmeltieren – Klippschliefer. Besucher der Kapregion Südafrikas bewundern ihre atemberaubenden Kapriolen auf den Felsen am Rande des Abgrunds und erfreuen sich an ihrem ganz besonderen Charme.Auch wenn man es ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht, ihre engsten tierischen Verwandten sind Elefanten und Seekühe. Und dies ist bei Weitem nicht die einzige Überraschung aus der Welt der Klippschliefer. Sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und brauchen nur etwa eine Stunde am Tag für die Nahrungsaufnahme, das ist sehr wenig für reine Pflanzenfresser. So bleibt den Sonnenanbetern viel Zeit zum Spielen, Kuscheln und für den Müßiggang. Auch ihre Anatomie bietet Anlass zum Staunen: Die Iris lässt sich so weit verengen, dass sie problemlos direkt in die Sonne schauen können. Das hilft ihnen, ihrem ärgsten Feind, dem Kaffernadler, zu entkommen. Sie können zudem ihre Fußsohlen einziehen. Wie mit Saugnäpfen können sie so im felsigen Gelände hervorragend Halt finden. Alles in allem sind es friedliche Gesellen, doch in der Paarungszeit zeigen sie ihre streitlustige Seite. Filmautorin Marlen Hundertmark zeigt das Leben der Klippschliefer und gleichzeitig ein Porträt der Küstenregion Südafrikas. (Text: BR Fernsehen) Die klugen Rabenvögel
45 Min.Ein Kolkrabe vor dem Futterspender-Touchscreen.Bild: HRSie sind ausgesprochen intelligent. Doch bei den meisten Menschen haben Rabenvögel einen schlechten Ruf. Filmautor Markus Schmidbauer zeigt, warum die Rabenvögel unsere Nähe suchen, und was die Menschen so alles anstellen, um die schlauen Tiere von sich fernzuhalten. Rabenvögel werden aufgrund ihrer enormen Intelligenz auch als „fliegende Schimpansen“ bezeichnet. Doch die klugen Schwarzen sind bei den meisten Menschen nicht sonderlich beliebt. Sie haben einen schlechten Ruf. Selbst der Elster geht es nicht besser, obwohl sie kein rein schwarzes Federkleid besitzt und sogar ihre Gegner zugeben, dass sie ein sehr hübscher Vogel ist.Eigentlich sind Rabenvögel eher scheu. Trotzdem halten sich Saatkrähe, Rabenkrähe oder Elster gerne in der Nähe von Menschen auf. Und damit beginnen die Probleme. Das Zusammenleben ist schwierig und mit Vorurteilen belastet. Die einen klagen über den Kot und das laute Gekrächze, die anderen darüber, dass angeblich in den Gärten jedes Singvogelnest ausgeräubert wird. Doch meist hat der Mensch selbst die Grundlage für die entstandenen Konflikte gelegt. Eine intensive Landwirtschaft, die Rodung von Hecken und Feldgehölzen sowie die Jagd auf Rabenvögel haben den Lebensraum Feldflur in weiten Teilen unattraktiv werden lassen. Deshalb haben viele Rabenvögel ihren klassischen Lebensraum verlassen und siedeln jetzt in den Städten. Markus Schmidbauer zeigt in seinem Film an Beispielen, warum Rabenvögel die Nähe der Menschen suchen, und was diese so alles anstellen, um die schlauen Tiere von sich fernzuhalten. Die Reaktion der Vögel ist aber nicht immer so, wie es sich die Menschen vorstellen. Was steckt hinter den Vorurteilen, mit denen Rabenvögel konfrontiert werden? Auch auf diese Frage wird in dem Film eingegangen. (Text: BR) Königsechsen
45 Min.Sie sehen aus wie Drachen und sind der Ursprung vieler Legenden um feuerspeiende Monster: Warane. Wissenschaftler vergleichen die Intelligenz der Warane oft mit der von hochentwickelten Säugetieren. Ausgestattet mit gefährlichen Klauen, messerscharfen Zähnen und langen, kräftigen Schwänzen sind Warane die größten Echsen der Welt. Doch nicht nur ihr imposantes Auftreten fasziniert. Warane sind vor allem eins: außergewöhnlich clever. Sie haben eine Menge überraschender Strategien auf Lager, vor allem, was ihre Futterjagd und Fortpflanzung angeht.Dr. Eric Pianca wagt mit Kollegen ein neuartiges Experiment. Mit Miniatur-Kameras, die auf dem Kopf oder dem Rücken eines Warans angebracht werden, begleiten sie Warane auf ihren Wanderungen und gewinnen Einblicke, die verständlich machen, warum diese faszinierenden Tiere noch einen weiteren Namen tragen: Königsechsen. Die meisten Waranarten finden sich in Australien. Etwa 30 der bisher 50 identifizierten Arten leben hier auf dem Boden, in Bäumen oder im Wasser. Sie leben in Wüsten, Buschgebieten oder tropischen Regenwäldern. (Text: BR Fernsehen) Königstiger – Kampf ums Überleben
Der Ranthambhore-Nationalpark in Rajasthan ist weltberühmt für seine Tiger. Für die Raubkatzen ist er mit knapp 400 Quadratkilometern einer der letzten großen Zufluchtsorte im Norden Indiens. Der Ranthambhore-Nationalpark in Rajasthan ist weltberühmt für seine Tiger. Für die Raubkatzen ist er mit knapp 400 Quadratkilometern einer der letzten großen Zufluchtsorte im Norden Indiens. Hier lebt die 13 Jahre alte Machli. Ganz Indien kennt und verehrt sie. Noch ist sie die mächtigste Tigerin in der Region, doch sie ist alt und wird ihr Reich nicht mehr lange verteidigen können. Tiger sind Einzelgänger und halten ein Revier normalerweise für sieben bis acht Jahre.Dass Machlis Herrschaft bereits länger als ein Jahrzehnt andauert, zeigt ihren Mut und ihre Entschlossenheit. In ihren Kämpfen ging es immer um besonders viel: eines der besten Tigerreviere Indiens. Das Gebiet liegt rings um eine malerische alte Festung, fast das ganze Jahr über finden sich Wasser und Nahrung. Der Rajbagh-See lockt Axis- und Sambarhirsche, die Hauptbeute der Königstiger. In diesem perfekten Umfeld bekommt Machli fünf Mal Nachwuchs. Neun ihrer Jungen überleben bis ins Erwachsenenalter. Keines wagt zu bleiben. Bis heute … Der Film „Königstiger – Kampf ums Überleben“ erzählt die wahre Geschichte einer Königstigerfamilie. Er gibt Einblicke in das Leben Machlis und ihrer drei Töchter: Satra, Athara und Unis. Als die Geschwister mit zweieinhalb Jahren erwachsen werden, ist die Zeit gekommen, sich von ihrer Mutter zu trennen und eigene Reviere zu suchen. Satra, Machlis selbstbewusste Tochter jedoch, bleibt. In spektakulären Machtkämpfen vertreibt sie ihre Schwestern Athara und Unis aus dem Gebiet und stellt sich schließlich ihrer Mutter. Wird sie die neue Herrscherin von Ranthambhore? (Text: BR Fernsehen) Kolumbien – Zwischen Amazonas und Orinoco
45 Min.Der Orinoco und der Amazonas sind Giganten, jeder auf seine Art: Der Orinoco und seine Nebenflüsse fließen durch ein weites Grasland mit Seen und Auwäldern: die Llanos. Das Grasland ist eine der größten Weideflächen der Erde. Millionen Rinder leben Seite an Seite mit Jaguar, Ameisenbär, Wasserschwein und Anakonda. Im kolumbianischen Einzugsgebiet des Amazonas breitet sich eine der spektakulärsten Wasserlandschaften der Erde aus – der Várzea-Auwald. Der Osten Kolumbiens wird von zwei gigantischen Flüssen beherrscht: dem Orinoco und dem Amazonas. Im Reich des Amazonas steht dichter Regenwald, während der Orinoco und seine Nebenflüsse durch weites Grasland, die „Llanos“ fließen.Die Feuchtsavannen am Orinoco erstrecken sich allein in Kolumbien über 380.000 Quadratkilometer. Das Grasland ist eine der größten Weideflächen der Erde, aber dennoch Wildnis. Millionen Rinder leben hier in Nachbarschaft mit Raubkatzen und Kaimanen. Rund um die fischreichen Gewässer versammeln sich besonders in der Trockenzeit unzählige Vogelarten und Säugetiere wie Ameisenbären, Wasserschweine und Weißwedelhirsche. Und das, obwohl an den schrumpfenden Wasserstellen Kaimane, Krokodile, Jaguare und Riesenschlagen lauern. Im Einzugsgebiet des Amazonas breitet sich in Kolumbien eine der spektakulärsten Wasserlandschaften der Erde aus – der Várzea-Auwald. Ein Regenwald, der über viele Monate immer wieder überflutet wird und bis zu den Baumkronen unter Wasser steht. Die tierischen Stars dieser Region sind Zwergseidenäffchen, eine der kleinsten Affenarten der Welt, Faultiere und ein ganz besonderer Vogel, der Fadenpipra. Am Nebenfluss Rio Caquetá lebt das Volk der Muinane fern jeder Zivilisation, es pflegt seine uralte Kultur. Die Cocapflanze spielt darin eine wichtige Rolle. Für die Muinane ist Coca Heilpflanze und ein Teil der Natur, von der und in der sie leben, und die ihnen alles schenkt: Früchte, Fisch, Fleisch, Medizin. Hier, in der Nachbarschaft großer Schutzgebiete, haben Goldwäscher und Holzfäller ihr Werk noch nicht begonnen. Wohl auch, weil ihnen mächtige Stromschnellen den Wasserweg versperren. Die Indigenen schützen die Natur, zusammen mit staatlichen Naturschützern und mit der Unterstützung der ZGF, der Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt. (Text: BR Fernsehen) Kolumbien – Zwischen Pazifik und Anden
45 Min.An der entlegenen Pazifikküste bringen Buckelwale im Sommer ihre Kälber zur Welt. In den nahen Mangroven jagen Fische nach Krabben. Weit vor der Küste liegt ein Meeresschutzgebiet der Superlative: Dort ziehen Millionen Schwarmfische, Hammer- und Seidenhaie ihre Bahnen. Aus der zentralen Anden-Kordillere ragen 5.000 Meter hohe Vulkane. Der aktivste ist der Nevado del Ruiz. Die verschiedenen Höhenlagen der Anden sind die Heimat des seltenen Brillenbären und vieler Arten von Kolibris. Pazifik und Anden-Hochgebirge: Zwei Regionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In Kolumbien liegen sie dicht beieinander.Die wild zerklüftete Küste ist jeden Sommer Ziel der Buckelwale. Die 3.000 Kilometer weite Wanderung aus der Antarktis nehmen die Riesen auf sich, um im Schutz ruhiger und warmer Buchten und Fjorde ihre Kälber zur Welt zu bringen. In den Mangrovenwäldern flüchten Krebse auf die Bäume, sobald die Flut kommt. Fallen sie ins Wasser, stürzen sich Kugelfische auf sie. 500 Kilometer entfernt liegt vor der Küste die kleine Felsinsel Malpelo. Sie umgibt eines der größten und spektakulärsten Meeresschutzgebiete der Welt. Die Armee wacht über das UNESCO-Welterbe. Der Schutz funktioniert: Unter Wasser trifft man auf Millionen Schwarmfische, Adlerrochen, Riesenzackenbarsche, den Walhai und große Schulen von Hammer- und Seidenhaien. Der Aufstieg von der Küste in die Gipfelregion der Anden gleicht einer Reise zu einem fremden Planeten. Aus der zentralen Kordillere ragen 5.000 Meter hohe Vulkane, die Los Nevados, die Schneeberge. So hoch fliegt nur der Kondor, einer der größten Vögel der Welt. Der aktivste und gefährlichste Vulkan ist der Nevado del Ruiz. Er ist von einem Gletscher bedeckt und zugleich von einer zauberhaften alpinen Steppe umgeben, dem Páramo-Hochland. Hier stehen Wälder aus Riesenblumen, die man Schopfbäume nennt. Die verschiedenen Höhenlagen der Anden sind die Heimat des Brillenbären und vieler Arten von Kolibris. Doch je weiter man absteigt, desto mehr wird die Zerstörung deutlich. Der Regenwald am östlichen Fuße der Anden schwindet in erschreckender Weise. Die seltene Harpyie, einer der größten Greifvögel der Erde, brütet nur noch auf Waldinseln zwischen Rinderweiden. Brandrodung ist hier Alltag. Eine Tragödie im Paradies, die zeigt, welche unermesslichen Naturschätze in Kolumbien auf dem Spiel stehen. (Text: BR Fernsehen) Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer
45 Min.Die Kornrade ist als Ackerwildkraut wegen des modernen Ackerbaus in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen.Bild: BR/nautilusfilm GmbHIn „Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer“ entführt Naturfilmer Jan Haft mit spektakulären Bildern in einen wenig beachteten Lebensraum vor der Haustür: in ein Kornfeld. Etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands wird für den Getreideanbau genutzt. Kornfelder stellen nach dem Wald den flächenmäßig größten Anteil in der heimischen Natur. Filmautor Jan Haft stellt die Vielfalt der Feldbewohner vor und zeigt, wie sich die einzelnen Arten nach der Besiedelung eines kahlen Ackers im Frühling untereinander arrangieren. Er begleitet mit der Kamera eine Feldhamster-Familie durch ein abenteuerliches Jahr im Kornfeld. Was einen Acker zu einem wertvollen Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen werden lässt, ist eine nachhaltige Bewirtschaftung ohne Gift.Dann gedeihen u. a. Ackerlichtnelke, Ackergauchheil, Kornblume, Kornrade, Feldhase, Feldhamster, Feldmaus, Feldwachtel, Feldwespen und Feldsperling. Heute hat die moderne, industrielle Landwirtschaft fast überall nicht nur die Artenvielfalt dem Profit geopfert, sondern auch sauberes Grundwasser und gesunde Böden. „Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer“ zeigt, dass im Biokornfeld nicht nur gesunde Lebensmittel gedeihen, sondern dass eine naturnahe Landwirtschaft auch andere Vorteile hat. (Text: BR Fernsehen) Korsika – Wildnis zwischen Bergen und Meer
45 Min.Schneebedeckte Gipfel, malerische Sandstrände: Korsika ist eine Insel der Gegensätze und bietet zudem eine überraschende Tier- und Pflanzenvielfalt. Bis heute sind nicht weniger als 146 endemische Pflanzen und rund ein Dutzend endemische Tierarten gezählt worden, also Arten, die es ausschließlich auf Korsika gibt. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler porträtieren die unterschiedlichen Lebensräume der Mittelmeerinsel, die hohe Anforderungen an die dort lebenden Tiere stellen. Korsika ist die Heimat des Korsischen Hirschen und bedrohter Schildkröten.Hier liefern sich Mufflons spektakuläre Massenkämpfe und es gibt fliegende Schweine. Korsikas Tierwelt ist tatsächlich sehr speziell. Auf den ersten Blick erscheint Korsika als eine sanfte Mittelmeerinsel mit malerischen Sandstränden. Doch gleich dahinter erheben sich mächtige Felswände. Auf dem „Gebirge im Meer“ sind Wetterextreme keine Seltenheit: extreme Trockenheit, heftige Regenfälle, Brände oder plötzliche Wintereinbrüche bestimmen den Rhythmus, von den mächtigen Gebirgen mit den charakteristischen Laricio-Schwarzkiefern durch die dicht bewaldeten Täler bis hin zu Pflanzenformationen wie der von immergrünen Macchia bedeckten Klippen und subtropischen Stränden. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler sind immer wieder auf die vielfältige Tierwelt Korsikas gestoßen: vom Mufflon, dem Wappentier der Insel, bis zum Korsischen Hirschen, dem endemischen Feuersalamander und den bedrohten Hermann-Schildkröten. Sehr schnell zeigte sich, dass die unterschiedlichen Höhenlagen und ihre Wetterextreme ganz verschiedenartige Anforderungen an die Tiere und Pflanzen stellen, die hier ihren Lebensraum haben. Vor rund 20 Millionen Jahren wurde Korsika vom europäischen Festland abgetrennt. Seitdem ist die Mittelmeerinsel eine Schatztruhe außergewöhnlicher Arten geworden. Obwohl Korsika ein populäres Urlaubsziel ist, sind die seltenen und ungewöhnlichen tierischen Bewohner weitgehend unbekannt. Die Dokumentation rückt sie und ihren Lebensraum ins Zentrum. Zu sehen sind erstaunliche Verhaltensweisen von Tieren, das es nur hier zu bewundern gibt, sowie von Tieren, die in Europa sehr selten geworden sind. (Text: BR Fernsehen) Kragenbären im Tigerwald
Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, startet er ein Projekt zur Rettung des Kragenbären in Südostsibirien. Galina Kirsunova hat ihn mit einem Filmteam begleitet. Der Bestand des Kragenbären in Südostsibirien schrumpft unaufhaltsam. Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, befürchtet er, dass sie abgewandert sind. Sowohl Futtermangel als auch ihr Erzfeind, der Amur-Tiger, könnten sie vertrieben haben. Weil er sich Sorgen um ihren Fortbestand macht, startet Alex eine Expedition in die Taiga: Wohin mag es die geschickten Kletterer verschlagen haben? Seine Suche ist ein lebensgefährliches und mühsames Unterfangen, das ihn tief in das unwegsame Dickicht Ussuriens führt.Ganz unerwartet taucht im Lager zumindest ein verlassener Kragenbär auf: ein entkräftetes und verwaistes Jungtier. Um ihm zu helfen, bringt Alex es zu einer Auffangstation, in der es wieder zu Kräften kommt. Doch die Hoffnung des Forschers ist es, auch die übrige Bärenpopulation zu finden. Nach und nach entdeckt er, wo es genügend Futter gibt. Tatsächlich findet er dort auch Bärenspuren. Die Aufnahmen seiner Kamerafalle bestätigen ihm schließlich, dass die Kragenbären in den Wald zurückkehren. Erleichtert stellt Alex fest, dass sie ihr Refugium also nicht aufgegeben haben, sondern es wieder bevölkern und sich auch vom Amur-Tiger nicht verdrängen lassen. Nun kann also auch das Bärenjunge, das sich mittlerweile gut erholt hat, ausgewildert werden und unter seinesgleichen ein hoffentlich langes und ungestörtes Leben führen. (Text: BR Fernsehen) Die Kraken von Stromboli
50 Min.Der 924 Meter hohe Stromboli gilt als der aktivste Vulkan der Erde. Seinen häufigen Eruptionen fallen immer wieder Meerestiere zum Opfer – nur Kraken offenbar nicht. Besitzen Kraken ein Frühwarnsystem für Vulkanausbrüche und Erdbeben? Mehrmals pro Stunde wirft der Stromboli Lava aus seinem Krater. Der Feuerberg liegt vor den Küsten Siziliens und Kalabriens im Tyrrhenischen Meer. Seinen häufigen Eruptionen fallen immer wieder Meerestiere zum Opfer – nur Kraken offenbar nicht. Fischer berichten, sie könnten vor einem Ausbruch oder einem Erdbeben keine Oktopusse in der Nähe des Vulkans fangen.Besonders in den Gewässern vor dem Nordwesthang, der sogenannten Sciara del Fuoco, der Straße des Feuers, scheinen die cleveren Kopffüßer rechtzeitig in Deckung zu gehen. Besitzen Kraken ein Frühwarnsystem für Vulkanausbrüche und Erdbeben? Die Journalistin Natali Ricciardi sucht gemeinsam mit Wissenschaftlern der renommierten Stazione Zoologica Anton Dohrn in Neapel die Antwort vor Ort. Sie tauchen hinab in die gefährlichen Gewässer rund um den Stromboli. Mit einem hochmodernen Tauchboot erkunden sie die Lebensräume der Kraken bis in 300 Meter Tiefe. (Text: BR Fernsehen) Krieg der Ameisen
45 Min.Stefan Geier zeigt in der Dokumentation „Krieg der Ameisen“ mit aufwendigen Makroaufnahmen die lange unentdeckte Welt der Argentinischen Ameisen: Wie sie leben, wie sie kämpfen, wie sie ihre Macht erweitern, und mit welchen Strategien sie es geschafft haben, das größte Raubtier der Welt zu erschaffen. Entlang der europäischen Mittelmeerküste haben winzige, nur zwei Millimeter große Argentinische Ameisen eine Kolonie mit biblischen Ausmaßen erschaffen. Sie erstreckt sich über fast 6.000 Kilometer von Norditalien über Frankreich und Spanien bis nach Portugal. Milliarden von Arbeiterinnen bekämpfen ihre Rivalen mit unglaublicher Aggressivität und vernichten innerhalb kürzester Zeit alle heimischen Ameisenarten.Wissenschaftler beobachten ihr Potenzial, ganze Ökosysteme zu verändern. Mit modernsten Makro-Filmtechniken folgt Filmemacher Stefan Geier den Argentinischen Ameisen auf ihrer Spur zur Machtergreifung – in einer für uns meist unsichtbaren Welt. „Krieg der Ameisen“ zeigt, wie es die Argentinischen Ameisen geschafft haben, zum größten Raubtier der Welt zu werden – auf einer Reise in den erbarmungslosen Mikrokosmos zu unseren Füßen. (Text: BR Fernsehen) Kroatiens wilde Küste – Unter Geiern und Braunbären
45 Min.„Kroatiens wilde Küste“ zeigt ein kaum bekanntes Naturparadies jenseits des Tourismus: über 6.000 Küstenkilometer und 1.000 Inseln mit hoher biologischer Vielfalt. Im Mittelpunkt stehen eine der letzten Gänsegeierkolonien, Braunbären und Luchse im Velebit-Gebirge, uralte Kulturlandschaften auf Hvar, unscheinbare Arten wie Schleimfische und Zikaden sowie faszinierende, teils invasive Unterwasserlebensgemeinschaften der Adria. Der Film über Kroatiens wilde Küste öffnet den Blick in ein kaum bekanntes Naturparadies entlang von mehr als 6.000 Kilometern Küstenlinie und über 1.000 Inseln, eine Landschaft zwischen Felsen, Meer und Gebirge, geprägt von enormer biologischer Vielfalt.Im Zentrum des Naturfilms steht eine der letzten Kolonien von Gänsegeiern, die an senkrechten Klippen direkt über dem Meer brüten. Rund 100 Paare trotzen dort manchmal orkanartigen Winden. Den Filmemachern Christine Sonvilla und Marc Graf gelang es, die majestätischen Tiere über Wochen aus versteckten Kamera-Standorten zu beobachten – ein logistisches Mammutprojekt, das zu einzigartigen Aufnahmen führte. Im Landesinneren offenbart Kroatien weitere Überraschungen: Braunbären und Luchse streifen wieder durch das mächtige Velebit-Gebirge. Und auf der Insel Hvar bilden 2.400 Jahre alte griechische Felder eine Kulturlandschaft, die sich bis heute behauptet. Der Film widmet sich auch unscheinbaren Helden: etwa dem Amphibischen Schleimfisch, ein Grenzgänger zwischen Wasser und Land. Oder den Zikaden, deren ohrenbetäubender Gesang die Sommermonate prägt – und die doch kaum jemand je zu Gesicht bekommt. Die Dokumentation führt in die geheimnisvollen Unterwasserlandschaften der Adria. Hier haben sich tropisch anmutende Lebensgemeinschaften entwickelt, darunter auch invasive Arten wie der giftige Feuerwurm oder der aggressive Rotfeuerfisch. Sie fühlen sich wohl bei steigenden Wassertemperaturen in diesem Meeresarm. Dieser Film über die wilde Küste Kroatiens ist eine Liebeserklärung an ein weniger bekanntes Stück Europa, das sich im Rhythmus von Wind, Wellen und Sonnenlicht ständig wandelt. In atemberaubenden Bildern erzählen Christine Sonvilla und Marc Graf von einer Küste, die mehr ist als ein Ferienziel. (Text: BR) Krokodile – das wahre Leben der Urzeitechsen
45 Min.Als Zeitgenossen von Dinosauriern bevölkerten sie schon vor über 200 Millionen Jahren die Erde. Kaum eine andere Tierart ist so erfolgreich wie sie – Krokodile. Einzigartige Bilder und erstaunliche neue Verhaltensweisen gepaart mit spektakulären Zeitlupen zeichnen ein beeindruckendes Porträt der Urzeitechsen. Wie clever Krokodile bei der Jagd vorgehen, zeigen einzigartige Aufnahmen aus Tansania. An den Ufern des Grumeti gräbt sich ein großer Krokodilbulle geschickt in ein flaches Wasserloch ein, um seine Opfer mit einem Überraschungsangriff zu überwältigen. Eine Intelligenzleistung, die man einem archaischen Wesen, dessen Gehirn gerade einmal die Größe einer Walnuss hat, nicht zutrauen würde. Mithilfe neuester HD-Zeitlupentechnik werden zudem die erstaunlichen Jagdstrategien der Raubtiere sichtbar.Mit mehr als 2.000 Bildern pro Sekunde wird jeder Angriff zu einem visuellen Ereignis der Extraklasse. Die Weibchen bewachen über drei Monate ihre Gelege und verteidigen sie gegen Eierdiebe. Vor allem Nilwarane belagern die Nester. Einige Mütter haben aber überraschende Alliierte – Wassertriele. Die Vögel bauen ihr Bodennest ganz in der Nähe der Krokodilgelege. Sobald ein Waran kommt, wehren sie ihn mit aggressiven Angriffen ab. So beschützen sie nicht nur ihre eigenen Eier, sondern auch die der Krokodile. Auch die Vögel ziehen ihren Vorteil aus der Allianz. Oft werden ihre Nester von Flusspferden platt getreten, doch die großen Kolosse meiden die Nähe von Krokodilen. (Text: BR) Kühle Schönheiten – Alpenseen
45 Min.Ein Porträt der Alpen als eine der faszinierendsten Landschaften Europas mal aus anderer Perspektive. Das Filmteam taucht ein in nie gesehene Wasserwelten. Eisberge wie in der Arktis, Inselchen in türkisblauem Wasser, Höhlen in ewiger Finsternis – das größte Hochgebirge Europas hat viele Gesichter: Sigurd Tesche zeigt in dieser Naturdokumentation eine der faszinierendsten Landschaften Europas mal aus anderer Perspektive und taucht ein in nie gesehene Wasserwelten. Die Alpen werden auch geprägt von Sturzbächen, Strudeln und Wasserfällen, die an den Felsen nagen.Das Wasser frisst spektakuläre Höhlen ins Gebirge und lässt dort zauberhafte Tropfsteine wachsen. 5.000 Gletscher gibt es im Gebirge – noch, denn der Klimawandel lässt sie schmelzen. Im Grenzbereich aus Schnee und Eis trotzen Gämsen und Steinböcke dem harten Winter, Kröten tauchen unter dem Eis, und in der Tiefe zugefrorener Seen treffen sich Rutten, bis anderthalb Meter lange Raubfische, zu nächtlichen Massenpaarungen. In der ewigen Dunkelheit der Karstgebirge Sloweniens lebt der skurrile Grottenolm: Seltene Aufnahmen zeigen das ungewöhnliche Amphib. Im Frühling verwandeln sich die seltsamen Neunaugen nach Jahren des Larvenlebens in erwachsene Tiere – nur um zu laichen und dann zu sterben, während ringsum das Alpenleben erwacht. Murmeltiere tummeln sich auf Berghängen, die vor Jahrmillionen mal ein Korallenriff waren, bevor sie zum Hochgebirge aufgetürmt wurden. Und im wohl schönsten Wildwasser der Alpen, der malerischen Soca Sloweniens, lebt noch die seltene, fast ausgerottete Marmorata-Forelle. An der Soca wurde auch die größte Raubkatze Europas wieder angesiedelt, der Luchs. Die Alpenseen bergen viele Geheimnisse und Geschichten: Im Lac du Bourguet wird ein abgestürztes Nazi-Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg zur Heimstätte großer Fische. Der mysteriöse Alatsee bei Füssen gilt als „Blutsee“, denn ab 15 Meter Tiefe beginnt dort eine rote, fast sauerstofffreie Todeszone. Mit aufwendiger Technik dringt das Kamerateam in diese bizarren Kosmen vor. Eindrucksvolle Flugbilder und kristallklare Unterwasseraufnahmen zeigen die verborgenen Gesichter der Alpen. (Text: BR Fernsehen) Kurt und seine Wölfe
45 Min.Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Diesen Fragen geht Professor Kurt Kotrschal mit seinem Forscherteam in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt nach. Zwölf Wölfe, 17 Hunde: Mit diesen Tieren arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, worin sich Hunde und Wölfe unterscheiden, und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen. Leiter dieser Einrichtung ist Professor Kurt Kotrschal. Bisher leben neben 17 Hunden zwölf Wölfe im Center, alle sind erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden.Im Frühjahr 2017 kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnern ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Vieles ist den Forschern noch immer ein Rätsel. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungen ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Prof. Kotrschal aber erst mal ihr Vertrauen gewinnen. (Text: BR Fernsehen) Land der Adler – Britisch Kolumbien im Winter
45 Min.Britisch Kolumbien – die Austragungsorte der Olympischen Spiele 2010 – werden gesäumt von einer einzigartigen Landschaft, einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Wie reagieren Natur und Mensch auf den Ansturm der Olympiatouristen 2010? Winter bedeutet in Britisch Kolumbien Temperaturen von plus 10 bis minus 30 Grad. Warme Küsten, Kaltregenwälder, hochalpine Regionen und Gletscher formen die Westküste Kanadas. Eine einzigartige Landschaft und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Von und mit dieser Natur leben bis heute die einheimischen Indianer. Der Ansturm der Olympiatouristen 2010 löste bei einigen Furcht vor dem Verlust ihres wertvollen Lebensraums aus, bei anderen Hoffnung auf neue Einnahmequellen. (Text: BR Fernsehen)La Réunion – Feuerinsel und Tropenparadies
Mitten im Indischen Ozean liegt eine tropische Insel voller Kontraste – auf der einen Seite einer der aktivsten Vulkane der Erde und auf der anderen vielfältige tropische Wälder, bizarre Schluchten und traumhafte Strände: das französische Überseedepartement La Réunion. Zwei Drittel der Insel mit Wäldern, Seen und Vulkan sind jetzt in einem neuen Nationalpark geschützt. Kurz nach Eröffnung des Parks ist der aktive Vulkan der Insel, der Piton de La Fournaise, mit einer Gewalt ausgebrochen, die selbst Experten überraschte. Ina Knobloch hat mit ihrem Filmteam nicht nur den neuen Nationalpark porträtiert, sondern auch den Verlauf und die Folgen des Ausbruchs dokumentiert.Die glühend heißen Lavamassen haben Fische aus der Tiefsee an die Oberfläche gebracht, die noch nie ein Mensch zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Das Team ist in unterirdische Grotten vorgedrungen, die die Lavamassen gebildet haben, und hat den 2.600 Meter hohen Vulkan mit dem Vulkanforscher Thomas Staudacher bezwungen. Außerdem hat das Filmteam die Kulturgeschichte der Insel porträtiert, Duftgeranien- und Vanillepflanzer besucht und eine Expedition mit einem Kräuterheiler in den Tiefen des Dschungels unternommen. (Text: BR Fernsehen) Die Lauenburgischen Seen – Wildnis zwischen Lübeck und Elbe
Zwischen Lübeck und Lauenburg liegen die Lauenburgischen Seen. Das Biotop mit rund 40 Seen gehört zu den wichtigsten Naturlandschaften Deutschlands und ist zum Mittelpunkt für bedrohte Tierarten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild geben einen faszinierenden Einblick in die weitläufige Landschaft und den Reichtum an Tierarten des Naturparks. Die Lauenburgischen Seen sind mit über 470 km˛ der drittgrößte Naturpark Schleswig-Holsteins. Zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, bildet die Landschaft mit ihren ausgedehnten Waldgebieten, den 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee das größte Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.Dank seines Biotop- und Artenreichtums gehört es zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Die Teilung Deutschlands, mit ihren Sperrzonen an der Grenze, hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich hier nun auch wieder verschollene Tiere an – die Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen eindrucksvoll den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Nach über einem Jahr Dreharbeiten haben sie spannende Geschichten eingefangen von jagenden Seeadlern, großen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Hautnah ist die Kamera dabei, als ein Kranich Geburtshilfe leistet, südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe um die Weibchen liefern. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Neben den spannenden Tiergeschichten erklären die Filmemacher die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung und der Artenvielfalt. (Text: BR Fernsehen)
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