567 Folgen erfasst seit 2020 (Seite 10)

  • 50 Min.
    Der 924 Meter hohe Stromboli gilt als der aktivste Vulkan der Erde. Seinen häufigen Eruptionen fallen immer wieder Meerestiere zum Opfer – nur Kraken offenbar nicht. Besitzen Kraken ein Frühwarnsystem für Vulkanausbrüche und Erdbeben? Mehrmals pro Stunde wirft der Stromboli Lava aus seinem Krater. Der Feuerberg liegt vor den Küsten Siziliens und Kalabriens im Tyrrhenischen Meer. Seinen häufigen Eruptionen fallen immer wieder Meerestiere zum Opfer – nur Kraken offenbar nicht. Fischer berichten, sie könnten vor einem Ausbruch oder einem Erdbeben keine Oktopusse in der Nähe des Vulkans fangen. Besonders in den Gewässern vor dem Nordwesthang, der sogenannten Sciara del Fuoco, der Straße des Feuers, scheinen die cleveren Kopffüßer rechtzeitig in Deckung zu gehen. Besitzen Kraken ein Frühwarnsystem für Vulkanausbrüche und Erdbeben? Die Journalistin Natali Ricciardi sucht gemeinsam mit Wissenschaftlern der renommierten Stazione Zoologica Anton Dohrn in Neapel die Antwort vor Ort. Sie tauchen hinab in die gefährlichen Gewässer rund um den Stromboli. Mit einem hochmodernen Tauchboot erkunden sie die Lebensräume der Kraken bis in 300 Meter Tiefe. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Stefan Geier zeigt in der Dokumentation „Krieg der Ameisen“ mit aufwendigen Makroaufnahmen die lange unentdeckte Welt der Argentinischen Ameisen: Wie sie leben, wie sie kämpfen, wie sie ihre Macht erweitern, und mit welchen Strategien sie es geschafft haben, das größte Raubtier der Welt zu erschaffen. Entlang der europäischen Mittelmeerküste haben winzige, nur zwei Millimeter große Argentinische Ameisen eine Kolonie mit biblischen Ausmaßen erschaffen. Sie erstreckt sich über fast 6.000 Kilometer von Norditalien über Frankreich und Spanien bis nach Portugal. Milliarden von Arbeiterinnen bekämpfen ihre Rivalen mit unglaublicher Aggressivität und vernichten innerhalb kürzester Zeit alle heimischen Ameisenarten. Wissenschaftler beobachten ihr Potenzial, ganze Ökosysteme zu verändern. Mit modernsten Makro-Filmtechniken folgt Filmemacher Stefan Geier den Argentinischen Ameisen auf ihrer Spur zur Machtergreifung – in einer für uns meist unsichtbaren Welt. „Krieg der Ameisen“ zeigt, wie es die Argentinischen Ameisen geschafft haben, zum größten Raubtier der Welt zu werden – auf einer Reise in den erbarmungslosen Mikrokosmos zu unseren Füßen. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Flusspferde sind am Grumeti sehr häufig. Territoriale Bullen können sehr reizbar sein, sie scheuen auch vor Angriffen auf Menschen nicht zurück. Bei den Dreharbeiten an den Krokodilstränden musste besonders auf diese unberechenbaren Kolosse geachtet werden. Auf ihrem Wanderzug durch die Serengeti kommen die Gnuherden auch an den Grumeti. An den Tränken lauern Krokodile auf sie – aber Gnus sind erstaunlich wendig und flink. Sie entkommen den Angriffen oft um Zentimeter. Der Grumeti ist ein wilder, völlig naturbelassener Fluss im Westen des Serengeti Nationalparks. An Uferabschnitten mit sonnigen Stränden vergraben Nil-Krokodile ihre Eier, um sie von der Sonnenwärme ausbrüten zu lassen. Bei dicht nebeneinander liegenden Nestern kommt es häufig zu Auseinandersetzungen unter den Weibchen. Das kann sogar so weit gehen, dass sie sich gegenseitig die Jungen streitig machen.
    Als Zeitgenossen von Dinosauriern bevölkerten sie schon vor über 200 Millionen Jahren die Erde. Kaum eine andere Tierart ist so erfolgreich wie sie – Krokodile. Einzigartige Bilder und erstaunliche neue Verhaltensweisen gepaart mit spektakulären Zeitlupen zeichnen ein beeindruckendes Porträt der Urzeitechsen. Wie clever Krokodile bei der Jagd vorgehen, zeigen einzigartige Aufnahmen aus Tansania. An den Ufern des Grumeti gräbt sich ein großer Krokodilbulle geschickt in ein flaches Wasserloch ein, um seine Opfer mit einem Überraschungsangriff zu überwältigen. Eine Intelligenzleistung, die man einem archaischen Wesen, dessen Gehirn gerade einmal die Größe einer Walnuss hat, nicht zutrauen würde. Mithilfe neuester HD-Zeitlupentechnik werden zudem die erstaunlichen Jagdstrategien der Raubtiere sichtbar. Mit mehr als 2.000 Bildern pro Sekunde wird jeder Angriff zu einem visuellen Ereignis der Extraklasse. Die Weibchen bewachen über drei Monate ihre Gelege und verteidigen sie gegen Eierdiebe. Vor allem Nilwarane belagern die Nester. Einige Mütter haben aber überraschende Alliierte – Wassertriele. Die Vögel bauen ihr Bodennest ganz in der Nähe der Krokodilgelege. Sobald ein Waran kommt, wehren sie ihn mit aggressiven Angriffen ab. So beschützen sie nicht nur ihre eigenen Eier, sondern auch die der Krokodile. Auch die Vögel ziehen ihren Vorteil aus der Allianz. Oft werden ihre Nester von Flusspferden platt getreten, doch die großen Kolosse meiden die Nähe von Krokodilen. (Text: BR)
  • 45 Min.
    Ein Porträt der Alpen als eine der faszinierendsten Landschaften Europas mal aus anderer Perspektive. Das Filmteam taucht ein in nie gesehene Wasserwelten. Eisberge wie in der Arktis, Inselchen in türkisblauem Wasser, Höhlen in ewiger Finsternis – das größte Hochgebirge Europas hat viele Gesichter: Sigurd Tesche zeigt in dieser Naturdokumentation eine der faszinierendsten Landschaften Europas mal aus anderer Perspektive und taucht ein in nie gesehene Wasserwelten. Die Alpen werden auch geprägt von Sturzbächen, Strudeln und Wasserfällen, die an den Felsen nagen. Das Wasser frisst spektakuläre Höhlen ins Gebirge und lässt dort zauberhafte Tropfsteine wachsen. 5.000 Gletscher gibt es im Gebirge – noch, denn der Klimawandel lässt sie schmelzen. Im Grenzbereich aus Schnee und Eis trotzen Gämsen und Steinböcke dem harten Winter, Kröten tauchen unter dem Eis, und in der Tiefe zugefrorener Seen treffen sich Rutten, bis anderthalb Meter lange Raubfische, zu nächtlichen Massenpaarungen. In der ewigen Dunkelheit der Karstgebirge Sloweniens lebt der skurrile Grottenolm: Seltene Aufnahmen zeigen das ungewöhnliche Amphib. Im Frühling verwandeln sich die seltsamen Neunaugen nach Jahren des Larvenlebens in erwachsene Tiere – nur um zu laichen und dann zu sterben, während ringsum das Alpenleben erwacht. Murmeltiere tummeln sich auf Berghängen, die vor Jahrmillionen mal ein Korallenriff waren, bevor sie zum Hochgebirge aufgetürmt wurden. Und im wohl schönsten Wildwasser der Alpen, der malerischen Soca Sloweniens, lebt noch die seltene, fast ausgerottete Marmorata-Forelle. An der Soca wurde auch die größte Raubkatze Europas wieder angesiedelt, der Luchs. Die Alpenseen bergen viele Geheimnisse und Geschichten: Im Lac du Bourguet wird ein abgestürztes Nazi-Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg zur Heimstätte großer Fische. Der mysteriöse Alatsee bei Füssen gilt als „Blutsee“, denn ab 15 Meter Tiefe beginnt dort eine rote, fast sauerstofffreie Todeszone. Mit aufwendiger Technik dringt das Kamerateam in diese bizarren Kosmen vor. Eindrucksvolle Flugbilder und kristallklare Unterwasseraufnahmen zeigen die verborgenen Gesichter der Alpen. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Diesen Fragen geht Professor Kurt Kotrschal mit seinem Forscherteam in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt nach. Zwölf Wölfe, 17 Hunde: Mit diesen Tieren arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, worin sich Hunde und Wölfe unterscheiden, und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen. Leiter dieser Einrichtung ist Professor Kurt Kotrschal. Bisher leben neben 17 Hunden zwölf Wölfe im Center, alle sind erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden. Im Frühjahr 2017 kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnern ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Vieles ist den Forschern noch immer ein Rätsel. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungen ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Prof. Kotrschal aber erst mal ihr Vertrauen gewinnen. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Britisch Kolumbien – die Austragungsorte der Olympischen Spiele 2010 – werden gesäumt von einer einzigartigen Landschaft, einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Wie reagieren Natur und Mensch auf den Ansturm der Olympiatouristen 2010? Winter bedeutet in Britisch Kolumbien Temperaturen von plus 10 bis minus 30 Grad. Warme Küsten, Kaltregenwälder, hochalpine Regionen und Gletscher formen die Westküste Kanadas. Eine einzigartige Landschaft und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Von und mit dieser Natur leben bis heute die einheimischen Indianer. Der Ansturm der Olympiatouristen 2010 löste bei einigen Furcht vor dem Verlust ihres wertvollen Lebensraums aus, bei anderen Hoffnung auf neue Einnahmequellen. (Text: BR Fernsehen)
  • Mitten im Indischen Ozean liegt eine tropische Insel voller Kontraste – auf der einen Seite einer der aktivsten Vulkane der Erde und auf der anderen vielfältige tropische Wälder, bizarre Schluchten und traumhafte Strände: das französische Überseedepartement La Réunion. Zwei Drittel der Insel mit Wäldern, Seen und Vulkan sind jetzt in einem neuen Nationalpark geschützt. Kurz nach Eröffnung des Parks ist der aktive Vulkan der Insel, der Piton de La Fournaise, mit einer Gewalt ausgebrochen, die selbst Experten überraschte. Ina Knobloch hat mit ihrem Filmteam nicht nur den neuen Nationalpark porträtiert, sondern auch den Verlauf und die Folgen des Ausbruchs dokumentiert. Die glühend heißen Lavamassen haben Fische aus der Tiefsee an die Oberfläche gebracht, die noch nie ein Mensch zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Das Team ist in unterirdische Grotten vorgedrungen, die die Lavamassen gebildet haben, und hat den 2.600 Meter hohen Vulkan mit dem Vulkanforscher Thomas Staudacher bezwungen. Außerdem hat das Filmteam die Kulturgeschichte der Insel porträtiert, Duftgeranien- und Vanillepflanzer besucht und eine Expedition mit einem Kräuterheiler in den Tiefen des Dschungels unternommen. (Text: BR Fernsehen)
  • Zwischen Lübeck und Lauenburg liegen die Lauenburgischen Seen. Das Biotop mit rund 40 Seen gehört zu den wichtigsten Naturlandschaften Deutschlands und ist zum Mittelpunkt für bedrohte Tierarten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild geben einen faszinierenden Einblick in die weitläufige Landschaft und den Reichtum an Tierarten des Naturparks. Die Lauenburgischen Seen sind mit über 470 km˛ der drittgrößte Naturpark Schleswig-Holsteins. Zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, bildet die Landschaft mit ihren ausgedehnten Waldgebieten, den 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee das größte Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dank seines Biotop- und Artenreichtums gehört es zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Die Teilung Deutschlands, mit ihren Sperrzonen an der Grenze, hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich hier nun auch wieder verschollene Tiere an – die Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen eindrucksvoll den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Nach über einem Jahr Dreharbeiten haben sie spannende Geschichten eingefangen von jagenden Seeadlern, großen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Hautnah ist die Kamera dabei, als ein Kranich Geburtshilfe leistet, südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe um die Weibchen liefern. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Neben den spannenden Tiergeschichten erklären die Filmemacher die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung und der Artenvielfalt. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Filmautorin Andrea Rüthlein hat Douglas Trent beim Fotografieren von Jaguaren im Pantanal begleitet. Die drittgrößte Katze der Welt – größer sind nur noch Löwe und Tiger – hat auf dem amerikanischen Kontinent lange um ihr Überleben kämpfen müssen. Das wunderschöne Fell des Jaguars und seine Furchtlosigkeit haben ihn in weiten Teilen Amerikas verschwinden lassen. Einer der wichtigen Lebensräume für den Jaguar ist das Pantanal, ein riesiges Mosaik aus Flüssen, Wäldern und je nach Jahreszeit überfluteten Savannen. Doch in dem über 200.000 Quadratkilometer großen Schwemmland schwelt immer noch der Konflikt zwischen Artenschutz und Viehzucht. Und noch immer lassen viele Viehbesitzer die Jaguare heimlich vergiften. Noch weiß man zu wenig über die Lebensgewohnheiten der Katzen, deshalb haben sich die Forscher im dicht besiedelten Süden des Pantanals mithilfe von Senderhalsbändern an die Spuren einiger Jaguare geheftet. Der Fotograf Douglas Trent dagegen verfolgt seit einigen Jahren im Norden des Pantanals die Jaguare nur mit seiner Kamera. Jedes seiner Bilder hat eine Geschichte – und manchmal liegt zwischen zwei Bildern ein Jaguarleben. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Die beiden Freunde aus der Großstadt, Riho Västrik und Vassili Sarana haben sich den Traum vieler Russen erfüllt, zur Quelle des größten Flusses Sibiriens, der Lena, vorzudringen. Jetzt wollen sie das 45.000 Quadratkilometer große Mündungsgebiet der Lena von der Insel Stolb bis zum Nordpolarmeer mit einem Schlauchboot durchqueren. Nachdem die beiden Freunde Riho Västrik und Vassili Sarana sich den Traum vieler Russen verwirklicht hatten, zur Quelle des größten Flusses Sibiriens, der Lena, vorzudringen, haben sie nun ein weiteres waghalsiges Abenteuer vor sich: Sie wollen das 45.000 Quadratkilometer große Mündungsgebiet der Lena von der Insel Stolb bis zum Nordpolarmeer mit einem Schlauchboot durchqueren. Dank einer Sondergenehmigung bekommen die beiden die einmalige Gelegenheit, das streng geschützte und abgelegene Naturschutzgebiet Lena-Ustje zu befahren. Die Reise über etwa 130 Kilometer wird für die beiden zu einer Irrfahrt: Keine Karte zeigt den Verlauf des Flusses im sich ständig ändernden Mündungsdelta. Mit Kompass und GPS gelingt es den beiden nach mehreren Fehlversuchen, zum Nördlichen Polarmeer zu kommen. Die beiden Abenteurer aber haben noch ein anderes, nicht weniger ehrgeiziges Ziel. Es ist spiritueller Natur – sie wollen sich in der Weite verlieren und so zu sich selbst finden. Zu Beginn des sibirischen Frühlings im Mai treffen sie auf die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt der sibirischen Tundra. Ganze zwei Monate dauert hier die Vegetationszeit. Der Generationswechsel muss innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen sein. Alle Lebewesen sind deshalb in höchster Eile: Balzen, brüten, die Jungen großpäppeln und dann noch schnell ein ausreichendes Fettpolster anlegen, bevor wieder der dunkle arktische Winter Einzug in der Tundra hält. Und am Ende ihrer Reise treffen Riho Västrik und Vassili Sarana noch auf ein Tier, dem sie auf keinen Fall begegnen wollten. Es ist der Herrscher der Arktis, das größte Landraubtier der Erde, der Eisbär. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Von den Einheimischen wird sie auch liebevoll „Großmütterchen“ genannt: die Lena, Sibiriens mächtigster Strom. Rund viereinhalbtausend Kilometer schlängelt sie sich durch die Taiga, ehe sie in den Arktischen Ozean mündet. Der Film ist eine Reise entlang der „Lebensader Sibiriens“. Es ist ein Lebenstraum der beiden Freunde aus der Großstadt, Riho Västrik und Vassili Sarana, einmal zur Quelle der Lena vorzudringen. Sie sehen ihre Reise durch die Wildnis Sibiriens als spirituelle Erfahrung: eins zu werden mit sich selbst und mit der Natur. Gemeinsam mit Genadi Wassiljowitsch, ihrem ortskundigen Führer, machen sie sich im späten Herbst auf den Weg zur Quelle der Lena. 300 Kilometer weit ist es bis dorthin. Für die Ewenken, die Ureinwohner Sibiriens und Vorfahren von Genadi Wassiljowitsch, ist die Lena die „große Ernährerin“, deshalb wird sie von ihnen auch liebevoll „Großmütterchen“ genannt. Sibiriens mächtigster Strom schlängelt sich rund viereinhalbtausend Kilometer durch die Taiga, ehe sie in den Arktischen Ozean mündet. Es wird eine weite und beschwerliche Reise werden, erst in einem Boot flussaufwärts, dann mit Lastpferden und zuletzt zu Fuß. Hautnah werden Riho Västrik und Vassili Sarana der Natur in vielfältiger Art und Weise begegnen, denn sie beschließen, den Einbruch des Winters in einer alten Jagdhütte zu verbringen. Den Herrscher der Taiga, den Braunbären, lernen die beiden Freunde erst kennen, als sie schon gar nicht mehr daran glauben. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Im zweiten Teil „Die Leopardin“ bleibt Naturfilmer Reinhard Radke der Leopardenmutter auf den Fersen, die ihr Junges erfolgreich durch die gefährlichsten Wochen seines Lebens gebracht hat. In der nördlichen Serengeti hat der Filmautor über zwei Jahre lang erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik von Leoparden gewonnen. Im zweiten Teil bleibt Naturfilmer Reinhard Radke einer Leopardenmutter auf den Fersen. Am Rande eines Bachbetts findet sie ausreichend Möglichkeiten, sich unbemerkt an ihre Beute heranzuschleichen. Das sind dort vor allem Warzenschweine, die es in großer Zahl gibt. Hat die Leopardin ein Ferkel gepackt, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern keine ungefährlichen Gegner sind. Zu allem Überfluss muss die Leopardin auch noch stets auf der Hut vor Löwen sein, die nicht zögern würden, die Leopardin und ihren Nachwuchs anzugreifen. Erst nach gut eineinhalb Jahren ist das Weibchen wieder paarungsbereit und toleriert einen Kater in ihrer Nähe. Für ihr Junges bedeutet das aber, dass die Tage an der Seite der Mutter gezählt sind. Sobald die nächste Generation geboren ist, diesmal ist es ein Zwillingspaar, wird die Leopardin nur noch Augen für die beiden Jungtiere haben. Der Halbstarke wird dann auf sich selbst gestellt sein und hat hoffentlich genug von seiner Mutter, der erfahrenen Jägerin, gelernt, um in der Savanne Afrikas zu überleben. (Text: BR)
  • 45 Min.
    In der nördlichen Serengeti ist es gelungen, erstaunliche Einblicke in das Leben und die Jagdtaktik von Leoparden mit der Kamera festzuhalten. Nur wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Nur selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen länger als ein paar Sekunden in freier Wildbahn. Ausgiebiger kann man sie höchstens beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der meist nächtlichen Jagd erholen. Eine Leopardin ist mittlerweile dazu übergegangen, am helllichten Tag auf die Jagd zu gehen. Ihre Heimat entlang eines Bachbetts, umrahmt von dichtem Galeriewald, bietet alles, was eine Leopardenmutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs über die Runden zu bringen. Pittoreske Felsen und dichter Busch, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich aus dem Hinterhalt an potenzielle Beute heranzuschleichen. Wie ein Schatten versucht sich das Weibchen heranzupirschen, um Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen. Beides keine leichte Aufgabe, wenn man immer noch einen tollpatschigen Sohn im Schlepptau hat, der hofft, von der Beute etwas abzubekommen. Tierfilmer Reinhard Radke kennt Afrika wie kaum ein anderer und hat während seiner Dreharbeiten faszinierende und teilweise unbekannte Verhaltensweisen in einzigartige Geschichten gebannt. Ein intimes Porträt einer außergewöhnlichen Leopardin in der nördlichen Serengeti, deren Schicksal über zwei Jahre mit der Kamera verfolgt werden konnte. (Text: BR)
  • Musikprofessor Valdis Muktupavels ist immer auf der Suche nach neuen Melodien. Er wandert durch seine lettische Heimat und sammelt traditionelle Lieder seiner Landsleute. Auf seinem Weg lernt Valdis auch, den Stimmen der Natur zu lauschen und verarbeitet seine Eindrücke in neuer Musik. Auf seinen Wanderungen durch seine lettische Heimat lernt Musikprofessor Valdis Muktupavels den Stimmen der Natur zu lauschen. Inspiriert durch die Klänge der Natur, komponiert Valdis kleine Melodien, schnitzt sich eine Flöte aus getrockneten Schilfstengeln, lockt Tannenmeisen mit einer Tonpfeife heran und fordert ein Rudel Wölfe mit kraftvoller Stimme zur Antwort heraus. Valdis beginnt seine Wanderung in Riga, dem pulsierenden Mittelpunkt Lettlands. Auf einem Hochhausdach brütet die größte Seeschwalbenkolonie des Landes. In Kurzeme westlich von Riga mit seinen langen, einsamen Ostseestränden und fruchtbaren Ebenen erlebt Valdis den Frühling mit dem traditionellen Frühlingsfest, beobachtet die Bekassine bei der Balz und Fohlen ausgewilderter Przewalski-Pferde beim Spiel. In Vidzeme im Nordosten durchwandert er Hügellandschaften mit unzähligen Seen, während die Bauern ringsum mit Pferdewagen die Ernte einbringen. Sein Weg führt am Rand eines großen Hochmoors vorbei, das von den Rufen der Kraniche beherrscht wird. Je weiter Valdis nach Osten kommt, desto dünner wird das Straßennetz. In Latgale, der russisch-orthodox geprägten Grenzprovinz im Nordosten, leben die Menschen in ärmlichen Dörfern. Vorbei an Elchen, Bibern, und Fischottern fährt Valdis mit dem Pferdewagen durch tief verschneite Wälder zur Weihnachtsmesse und kehrt schließlich über die vereiste Daugava, Lettlands größten Fluss, nach Riga zurück. Zu Hause angekommen, verarbeitet er seine Eindrücke in einem neuen Musikstück – eine gelungene Komposition aus lettischen Weisen und natürlichen Klängen. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Dem Feldhamster geht es immer schlechter. Einst ein Allerweltstier, gibt es ihn in Bayern aktuell nur noch im Filmautor Markus Schmidbauer hat die letzten bayerischen Feldhamstervorkommen aufgesucht. Dabei hat er einige Menschen kennengelernt, die sich ganz dem Schutz der kleinen Nager verschrieben haben und mit viel Engagement sowie neuen Ideen den Feldhamster doch noch vor der Ausrottung bewahren wollen. Um die Nöte der Feldhamster auch aus deren Sicht zu verstehen, hat das Filmteam die etwa Meerschweinchen großen Nager mit der Kamera durchs Jahr begleitet und das Hamsterleben aus nächster Nähe dokumentiert. Die intensive Landwirtschaft, der Siedlungsdruck und der Straßenbau haben den Lebensraum der Feldhamster verschlechtert oder gleich komplett vernichtet. Und das, obwohl der Hamster ein europaweit geschütztes Tier ist. Aus diesem Grund hat der Bund Naturschutz im März 2020 eine offizielle Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Frankreich wurde bereits vom EUGH (Europäischen Gerichtshof) verurteilt, weil dort zu wenig für den Feldhamster getan wurde. Und auch in Bayern zeigt die Beschwerde des BN schon eine gewisse Wirkung. So wurde bei der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Unterfranken die Stelle einer „Feldhamsterbeauftragten“ eingerichtet. Darüber hinaus wurde ein neues, deutlich umfangreicheres Feldhamsterschutzprogramm mit dem Namen „Hamsterinseln“ ins Leben gerufen. Das Besondere an den Hamsterinseln gegenüber den bisherigen Maßnahmen ist, dass die Landwirte diese Felder vier Jahre am Stück hamstergerecht bewirtschaften. Ob dies die Wende bringen kann? Immerhin konnten in Unterfranken im ersten Jahr dieses Programms 74 Hamsterinseln mit einer Fläche von etwa 260 Fußballfeldern geschaffen werden. Hilfe könnte auch noch von einer anderen Seite kommen. So haben sich mehrjährige Blühfelder, die versuchsweise als Alternative zu den Maisfeldern für Biogasanlagen angepflanzt wurden, als Hamsterlebensraum herausgestellt. Die Hamster sind dort freiwillig eingezogen und haben sich Jahr für Jahr vermehrt. Leider gibt es bisher nur wenige solcher Flächen. Es gibt also Grund zu vorsichtigem Optimismus. Aber wird es wirklich gelingen, den kleinen Nager hierzulande noch vor dem Aussterben zu bewahren? (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Tierfilmer Christian Baumeister begleitete die Dülmener Wildpferde mehr als ein Jahr mit der Kamera. Die letzten Wildpferde Europas überstanden jahrhundertelang den Wandel von Wildnis in Kulturland und leben noch immer bei jeder Witterung mitten im Münsterland. Im Herzen Westfalens verbirgt sich eine Sensation: die letzten Wildpferde Europas – ursprünglich, ungezähmt und nahezu frei. Jahrhundertelang überstanden sie den Wandel von Wildnis in Kulturland und leben noch immer bei jeder Witterung mitten im Münsterland – Seite an Seite mit anderen seltenen Tieren und Pflanzen. Über ein Jahr begleitete Tierfilmer Christian Baumeister die Dülmener Wildpferde. Sein Film beginnt mit spektakulären Szenen aus der Paarungszeit im zeitigen Frühjahr, wenn die Hengste um die Stuten kämpfen. Pferde sind ausgesprochen soziale Tiere. Die große Herde besteht aus vielen Familieneinheiten, die alle von einer erfahrenen Stute angeführt werden. Der Winter stellt die Pferde vor besonders große Herausforderungen. Doch sie wechseln regelmäßig von den Wiesen in die Wälder und wissen genau, wann sie wo welche Nahrung finden. Und doch geht so manches Fohlen zugrunde, wenn es zu lange nasskalt bleibt. Die faszinierenden, mit aufwendiger Technik gedrehten Aufnahmen aus dem Leben der Pferde werden flankiert von ebenso atemberaubenden Einsichten in den Alltag der wilden Nachbarn. Des Uhus beispielsweise, der seine Jungen großzieht. Oder der winzigen Zwergmaus, die kunstvolle Kugelnester inmitten von Kornfeldern baut. Auch die Geburt junger Kreuzottern – eine Rarität in der Welt der Reptilien – fängt Christian Baumeister mit der Kamera ein. Der Film endet mit spektakulären Zeitlupenaufnahmen der letzten wilden Pferde Europas, wie sie nach dem Fang der Junghengste aus der Arena stürmen – zurück in ihr Schutzgebiet. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Das Orinoco-Krokodil gilt als das größte Raubtier Südamerikas. Über sechs Meter lang wird das seltene, nur im Süßwasserbereich des Orinoco lebende Tier. In den letzten Jahren hat der Bestand weiter deutlich abgenommen. Geschätzte 1.500 Tiere gibt es noch in freier Wildbahn. Die El Hato Masaguaral Ranch in Venezuela ist einer der wenigen Orte, wo versucht wird, Jungkrokodile aufzuziehen und anschließend auszuwildern. Zu den größten und am wenigsten erforschten Tieren Südamerikas gehört das Orinoco-Krokodil. Nur wenig haben Wissenschaftler bis heute über die bis zu sechs Meter langen Tiere herausgefunden. Der Bestand der Tiere in Venezuela und Kolumbien nimmt weiter ab, obwohl sie offiziell unter Schutz stehen. Auf der El Hato Masaguaral Ranch in Venezuela werden Jungtiere gezüchtet und aufgezogen, bis sie allein in der Wildnis überleben können. Filmautor Julien Hamelin hat den „Krokodil-Kindergarten“ besucht. Janel Abas arbeitet auf der El Hato Masaguaral Ranch, einer ehemaligen Rinderfarm im Norden Venezuelas. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Brut der Eier sowie die Aufzucht der Jungkrokodile zu betreuen, bis diese ausgewildert werden können. Für Nachschub sorgen zum einen Elterntiere auf der Farm. Zum anderen werden Eier und Jungtiere in den Seitenarmen des Orinoco eingesammelt, deren Überlebenschancen bis zum ersten Lebensjahr in der freien Natur sehr gering sind. Die Wirtschaftskrise, in der sich Venezuela befindet, macht sich auch auf der Farm bemerkbar. Stromausfälle sorgen für Unterbrechungen bei Licht und Heizung und bedrohen die empfindlichen Gelege. Durch defekte Kühlsysteme verdirbt das Fleisch für die Tiere. Dennoch sollen demnächst wieder Jungtiere ausgesetzt werden. (Text: BR Fernsehen)
  • Wer die Touristenschauplätze der ungarischen Puszta hinter sich lässt, entdeckt eine unglaubliche Fülle seltener Pflanzen und Tiere und manch kleines Geheimnis. Denn im Inneren des Naturschutzgebietes Hortobágy herrschen leisere Töne vor: Mit etwas Glück hört man dort das Trillern der Feldlerche, den Pfeifruf der Ziesel oder auch gickernde und schnarrende Laute wie die der Rotfußfalken und Großtrappen. Vögel wie der Schilfrohrsänger, die Rohrammer oder die Schafstelze sind leichter zu beobachten. Außerhalb des Naturschutzgebietes erklingen auch lautere Töne: das Peitschenknallen heranstürmender Pferdehirten, das Glöckchengeläute der Zackelschafe, das Brüllen der Graurinder. Bei einer Kutschfahrt lassen sich diese altungarischen Haustierrassen aus nächster Nähe betrachten. Am Rande der Puszta, in einem einfachen ungarischen Gehöft, wohnt ein alter Pferdehirt, ein Csikós, der in liebevoller Kleinarbeit Peitschen anfertigt. Kunstvoll verziert er ihre Handgriffe mit seltenen Tieren und Pflanzen der Puszta, vor allem aber mit seinen geliebten Pferden. Die Tradition und Lebensfreude der Hirten wird am deutlichsten spürbar, wenn es einen Anlass zum Feiern gibt. Dann kommen Freunde und der Erste Geiger der Zigeunerkapelle zu Besuch, und beim alten Pferdehirt erklingt das Lied der Puszta in den schönsten Tönen. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    In der Serengeti kümmert sich ein Löwenrudel liebevoll um seine insgesamt neun Jungen. Doch so idyllisch es auch scheint, für die Kleinen geht es darum, einen Platz in der Savanne zu finden. Ihre Reise beginnt tragisch: Einer der Brüder tötet eine Schwester. Seitdem sind die Männchen auf sich allein gestellt. Fünf Jahre lang werden die Löwenbrüder von einem Filmteam begleitet, wie sie die Herausforderungen der Serengeti meistern müssen. In der Serengeti hat ein Löwenrudel viel bessere Chancen sich gegen Konkurrenten durchzusetzen als allein. Doch auf die „Königskinder“ kommen noch raue Lehrjahre zu. Bald geben ihnen die Masai Namen nach ihren individuellen Eigenschaften: Olomina, der Lahme. Er trägt keine Schramme im Gesicht, denn er beteiligt sich weder an der Jagd noch an Kämpfen. Olosiadu, der Nachzügler. Bedächtig und zurückhaltend, sondert er sich oft ab. Lorkulup, der Assistent. Orrpadan, der Jäger: Immer vorneweg und als erster an der Beute. Und schließlich Oloborr, der Schwestermörder. Als stärkstes Männchen ist er der unangefochtene Chef des Löwenrudels. Vom Hunger vorangetrieben, versuchen die Brüder sogar manchmal Beute von alten Löwen zu stehlen – was böse daneben gehen kann. Oft haben sie Glück und kommen mit ein paar Schrammen davon, doch einer der Fünf wird bei so einem Versuch schwer verletzt und für sein Leben gezeichnet. Eines Tages tauchen bei den Löwenbrüdern ihre Mütter auf. Diese unerwartete Wiedervereinigung sorgt allerdings für eine ungewöhnliche Konstellation. (Text: BR)
  • 45 Min.
    In der Serengeti kümmert sich ein Löwenrudel liebevoll um seine Jungen. Doch so idyllisch es auch scheint, für die Kleinen geht es darum, einen Platz in der Savanne zu finden. Nach einem tragischen Vorfall sind die Löwenbrüder auf sich allein gestellt. Aus fünf kleinen Männchen werden bald selbstbewusste Löwen – ihr Leben ist von Gewalt geprägt. Gemeinsam gelingt es ihnen, ein Rudel zu übernehmen. Doch es wird unerwartet kompliziert. Solange die Gnus wandern, gibt es für das Löwenrudel in der Serengeti Beute im Überfluss. Sind die Herden fort, müssen sie wieder in riskante Kämpfe gehen – mit den mächtigen Büffeln. Die Wildrinder sind für Löwen deutlich schwieriger zu erlegen als die Antilopen. Nicht nur, weil sie mit bis zu 800 Kilogramm massiger sind – sie haben auch einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu allen anderen Huftieren Afrikas lassen Büffel einen in Not geratenen Artgenossen nicht im Stich! Ihr Geheimnis liegt in ihrer Sozialstruktur. Die Herden bestehen aus miteinander verwandten Kühen, die von zugewanderten Bullen begleitet werden. Gemeinsam schaffen sie es immer wieder, die Angriffe der Löwen abzuwehren – und aus Jägern werden oft Gejagte. Bei einem Kampf mit konkurrierenden Löwen wird Orrpadan, der beste Jäger der fünf Löwenbrüder, schwer verletzt. Es ist auch ein sehr gefährliches und deshalb manchmal kurzes Leben in einem Löwenrudel. Ohne den Schutz der Männchen ist es für eine Löwin kaum möglich, ihren Nachwuchs durchzubringen. Auch die ersten Jungen der fünf Löwenbrüder kündigen Veränderungen in diesem besonderen Rudel an. (Text: BR)
  • 45 Min.
    Löwen gelten als Symbole für Kraft und Furchtlosigkeit, Mut und Macht. Kaum ein Tier ist so intensiv erforscht worden. Doch einiges blieb im Dunkel verborgen. Mithilfe von Wärmebildkameras enthüllt dieser Film die letzten Geheimnisse von Afrikas größten Raubkatzen. Die letzten Geheimnisse von Afrikas Löwen werden in dieser Dokumentation enthüllt: Tierfilmer Reinhard Radke zeigt erstaunliches Verhalten, das so bisher nicht zu sehen war – packende Dramen im täglichen Kampf ums Überleben und anrührende Momente bei der Aufzucht der Jungen. Die erste Folge des Zweiteilers zeigt zwei Rudel im Herzen der Massai Mara im Süden Kenias. Das erste hat bereits eine ganze Horde Halbwüchsiger in seinen Reihen, die kaum wissen, wohin mit ihrer Energie. Beim zweiten hat der Nachwuchs gerade erst das Licht der Welt erblickt. Drei der Weibchen haben Junge, die im Schutz von mächtigen Paschas aufwachsen. Die Kleinen kommen blind und hilflos zur Welt. Verborgen in Büschen und gut geschützt verbringen sie die ersten Wochen ihres Lebens. Hin und wieder jedoch wird das Gelände von Büffeln heimgesucht, den größten Feinden der Löwen. Während die Löwinnen mit den Kleinen auch tagsüber manche Gelegenheit zur Jagd nutzen, muss das Rudel auf die Nacht warten. Wärmebildkameras enthüllen die Dramen, die sich in totaler Finsternis in der Savanne zutragen. Für die Mütter mit ihren Jungen sind die ersten Monate die schwersten. Glücklicherweise kamen die Kleinen zu einer Zeit auf die Welt, als die großen Gnuherden der Serengeti in der Massai Mara auf ihrer Wanderung Rast machten. Das sichert reiche Beute, und die Weibchen produzieren viel Milch für die Kleinen. Doch diese Zeit der Fülle endet schnell, bald ziehen die Herden wieder gen Süden. Zurück bleiben ein leeres Land und kaum noch Nahrung. In den nun folgenden Wochen wird sich das Schicksal der jungen Löwen entscheiden. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Doch aus der riesigen zusammenhängenden Wildnis ist ein Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Immer häufiger drängen junge Löwenmännchen aus Schutzgebieten hinaus, wenn sie sich ein eigenes Territorium suchen müssen. Konflikte mit Farmern nehmen zu. Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die in dieser Wüste leben. Aber aus der riesigen zusammenhängenden Wildnis ist ein Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten. Schlupflöcher gibt es überall. Immer häufiger drängen junge Löwenmännchen aus Schutzgebieten hinaus, wenn sie ihre Familien verlassen und sich ein eigenes Territorium suchen müssen. Konflikte mit Farmern nehmen zu. Großkatzen, die Rinder gerissen haben, dürfen erschossen werden. Die Betreiber der Ghanzi-Farm konnten 20 solcher Löwen und etliche Wildhunde retten. Vier von ihnen sollen im Central Kalaharia Game Reserve wieder ausgewildert werden. Auch für Löwen ist eine Lösung in Sicht. Die botsuanische Regierung, Naturschutzorganisationen und Vertreter vieler Dörfer planen drei Wildkorridore, die künftig die großen Naturreservate miteinander verbinden. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Löwen, die Herrscher der Savanne, gelten im Rudel als unschlagbar. Doch auch sie müssen täglich ums Überleben kämpfen. Und die Mütter haben es manchmal besonders schwer, ihre Jungen durchzubringen. Das Rudel vom Ronkai-Bach im Süden Kenias konnte den Großteil seines Nachwuchses sicher durch die gefährlichen ersten Monate bringen. Für die Löwinnen und ihre Kleinen brechen magere Zeiten an: Die großen Gnuherden, die den jungen Familien bisher reichlich Beute boten, wandern in der Trockenzeit Richtung Süden in die Serengeti ab. Zurück bleibt ein leeres Land mit nur wenig potenzieller Nahrung. Warzenschweine etwa sind nur kleine Happen und zudem erstaunlich schnell. Und im direkten Wettlauf sehen die Katzen nicht gerade gut aus. Sie brauchen ihre kräftigen Pranken, um Beute zu packen und niederzuringen. Für rasante Sprints sind die schweren Muskelpakete nicht gemacht. Die Notzeit fordert von den Müttern vollen Einsatz. Immer wieder riskieren sie bei der Jagd alles, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Bald sind die Kleinen nur noch Haut und Knochen. Als endlich der Regen zurückkommt, ist die harte Zeit aber noch lange nicht zu Ende. Für eine Löwin mit ihrem Nachwuchs sind die tropischen Gewitter besonders fatal: Sie hatte ihren Nachwuchs im Ried eines Sumpfgebietes versteckt. Dort schien er vor Büffeln sicher, aber nicht vor den Fluten. Schnell steht die Löwenkinderstube einen halben Meter unter Wasser. Mit dem Regen kehrt auch das Grün in die Massai Mara zurück. Das bringt für die Löwen neue Schwierigkeiten: Jetzt versinken die Jäger in einem Meer aus Gras. Zwischen den manchmal meterhohen Ähren verlieren sie immer wieder ihre Beute aus den Augen. Erst als die Gnuherden aus der Serengeti auf ihrer Wanderung nach Norden zurückkehren und die tödliche Barriere des Mara Flusses überquert haben, ist der Hunger für das Rudel vorbei. Nun gibt es wieder Nahrung im Überfluss und die Löwinnen jagen Tag und Nacht. Neueste Wärmebildkameras, die kleinste Temperaturunterschiede sichtbar machen können, enthüllen Verhalten, das dem menschlichen Auge sonst verborgen bliebe und zeigen Afrikas größte Raubkatzen von einer ganz neuen Seite. Die jungen Löwen kommen schnell wieder zu Kräften. Doch als eine Gruppe junger Löwen-Männchen auftaucht und den derzeitigen Herrschern das Revier streitig machen will, spitzt sich die Lage zu. Der Zweiteiler „Löwen“ ist eine dramatische Familiensaga, eine Geschichte von Loyalität und Großmut, aber auch von gnadenlosem Egoismus und roher Gewalt. (Text: BR Fernsehen)
  • 45 Min.
    Der Nationalpark Luangwa gilt als eines der wildreichsten Gebiete Afrikas mit Elefanten, Büffeln, Leoparden, Giraffen und Flusspferden. Die wahren Herrscher aber sind die Löwen und die Krokodile. Die einen halten den Fluss und seine Ufer besetzt, die anderen das Land. Nur selten treffen die beiden großen Jäger Afrikas so direkt aufeinander wie am Luangwafluss – hier kommt es regelmäßig zum „Showdown der Giganten“. In spektakulären Bildern zeigt die Dokumentation den täglichen Konkurrenzkampf zwischen Löwen und Krokodilen in einer der schönsten Regionen Afrikas. (Text: BR Fernsehen)
  • 43 Min.
    Sonne, romantische Urlaubsstrände und eine frische Brise, dafür ist die Lübecker Bucht bekannt. Die Region ist eines der beliebtesten deutschen Ferienziele. Vom Menschen unberührte Landschaften sind selten geworden. Dennoch gibt es sie, die wilden Naturparadiese im Verborgenen. Deutschlands drittgrößte Ostseebucht bietet feinsandige Strände, einzigartige Dünenlandschaften, schroffe Steilküsten und im Kontrast dazu ein buntes Treiben in quirligen Seebädern wie Grömitz, Travemünde oder Timmendorf. Im Binnenland liegt eine wildromantische Seenlandschaft mit urigen Eichen und Wallhecken. Über den Fehmarnsund, entlang der malerischen Küstenlinie, lassen sich abseits der viel besuchten Strände Naturparadiese entdecken: Die Trockenrasen am Dummersdorfer Ufer, das hohe Kliff an der Brodtener Steilküste oder der Dassower See, der durch die ehemalige innerdeutsche Grenze jahrzehntelang unberührt blieb. Tiere wie der Fischotter, die Zwergseeschwalbe und der Warzenbeißer, eine seltene Heuschreckenart, kehren in die Lübecker Bucht zurück und erobern ihre alten Lebensräume. Auch der in Deutschland selten gewordene Kiebitz ist nach über 50 Jahren auf den Priwall, einer Halbinsel in der Travemündung, zurückgekehrt. Mutig verteidigt er seinen Nachwuchs vor Feinden wie Füchsen, Raben und Krähen. Die Naturfilmer Klaus Weißmann und Wilma Kock waren zwei Jahre lang abseits der viel besuchten Strände unterwegs. Von Fehmarn bis Travemünde, entlang einer malerischen Küste entdecken sie unberührte Landschaften, wilde Naturoasen und Tiere, die voller Überraschungen sind. (Text: BR Fernsehen)

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