Auschwitz ist ein Ort, der sprachlos macht. Wo Worte versagen, setzt Musik ein. Für den Film „7 Tage … Auschwitz – ein musikalisches Experiment“ haben die Filmemacher den Kommentatorentext des Films „7 Tage … Auschwitz“ durch Musik ersetzt. Der polnischstämmige Komponist Vladyslav Sendecki hat dafür ein knapp 30-minütiges Werk geschaffen, das dem Film unterlegt ist. Und so erzählt nun die Musik von der Gefühlswelt der Protagonisten. So präzise, so mächtig, dass einem die Worte nicht mehr fehlen. Eine Reise an einen besonderen Ort. Früh fährt Andrzej raus nach Auschwitz-Birkenau. Er hat einen der intensivsten Jobs der
Welt: Er ist Restaurator in der Gedenkstätte Auschwitz. Heute repariert er einen ehemaligen Deportationswagon. Hämmern und Bohren an unbegreiflicher Geschichte. Gegen das Vergessen. 7 Tage sind die Autoren Christian von Brockhausen und Timo Großpietsch in Auschwitz. Sie arbeiten mit den Restauratoren, erleben Auschwitz so aus einzigartiger Perspektive. „Über die Hände in den Kopf und dann ins Herz“, das ist der Rat von Andrzej an die beiden. Der Film erzählt vom Alltag in Auschwitz im Hier und Jetzt. Zugleich liefert er überraschende Einblicke, wie schwer es für die späteren Generationen immer noch ist, das Trauma Auschwitz zu verarbeiten. (Text: ARD)