Das Gefängnis – eine Welt hinter Mauern, die man vielleicht aus Filmen kennt, aber selten selbst betritt. Für die meisten ein Ort, den sie unter allen Umständen meiden wollen. Aber es gibt Menschen, die sich bewusst dafür entscheiden, dort täglich zu arbeiten: Als Beamter und Beamtin im Justizvollzug verbringen sie einen großen Teil ihres Berufslebens im Gefängnis – mitten im Alltag von Strafgefangenen. Wie ist es Aufsichtsperson in einem Gefängnis zu sein? Wie schafft man es, mit Straffälligen zu arbeiten und dabei gerecht, konsequent und trotzdem menschlich zu bleiben? Und was macht dieser Beruf mit einem selbst? Reporterin Cara Döhlemann bekommt 7 Tage lang die Gelegenheit, im
Hochsicherheitsgefängnis JVA Weiterstadt, den Arbeitsalltag von Justizvollzugsbeamten mitzuerleben.
Hier sitzen Straftäter unter verschärften Sicherheitsbedingungen ein. Sie möchte so tief wie möglich in diesen Kosmos eintauchen, in dem rund 300 Mitarbeitende im Wechselschichtdienst arbeiten, um eine 24-stündige Betreuung der Gefangenen zu gewährleisten. Dabei stellt sich für sie auch die persönliche Frage, ob sich ihr Blick auf Gefängnisse, Straffällige und auf die Menschen, die von Berufs wegen hinter diesen Mauern arbeiten, verändern wird. 7 Tage, die zeigen, wie der Alltag hinter Gittern wirklich aussieht und was es bedeutet, dort zu arbeiten, wo andere ihre Freiheit verloren haben. (Text: hr-fernsehen)