Polizeiruf 110

Polizeiruf 110

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2006, Folge 272–281 
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  • Kleine Frau
    Folge 272

    Schon lange hat sich Hauptkommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge) auf diesen Abend gefreut. Nach elf Jahren trifft sie in Brandenburg ihre Abiturklasse wieder. Die Wiedersehensfreude ist entsprechend groß, doch das Fest endet mit einer Katastrophe: Johannas Schulfreundin Lisa Schneider (Johanna Gastdorf) soll ihren Sohn Dirk (Hannes Wegener) erschlagen haben. Polizeihauptmeister Krause (Horst Krause) hatte die Frau zufällig entdeckt, als sie verstört und mit blutverschmiertem Kleid durch die Straße irrte. Lisa legt ein Geständnis ab, doch Johanna glaubt ihr nicht. Der Junge wurde von hinten mit einem schweren Gegenstand am Kopf getroffen. Er ist langsam verblutet. Würde Lisa es fertig bringen zuzusehen, wie ihr Sohn stirbt? Außerdem weisen Indizien darauf hin, dass sie die Tat nicht allein begangen hat. Lisa redet nicht. Die Kommissarin sieht sich gezwungen, in der Vergangenheit ihrer alten Schulfreunde zu recherchieren. Doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens: Birte (Steffi Kühnert), Iris (Pamela Knaack) und Lisas Bruder Michael (Karl Kranzkowski), der früher einmal in Johanna verliebt war, helfen ihr nicht. Trotzdem kommt ans Tageslicht, was die Freunde gern verborgen hätten: Dirk war kein einfacher Mensch. Er war hitzköpfig und konnte sich nicht damit abfinden, dass der Vater die Familie verlassen hat. Er gab seiner Mutter die Schuld, seine Ablehnung steigerte sich in Hass, als sie ihm die Beziehung zu Svenja (Pauline Knof) ausreden wollte. Aber Dirks ebenso attraktive wie kostspielige Freundin hat nicht nur ihm den Kopf verdreht, sondern auch Kai (Marlon Kittel), Birtes Sohn. Deckt Lisa einen Streit unter Freunden, der tödlich ausging? Horst Krause soll es herausfinden. Als vorgeblicher Kunde kommt er zu Svenja in ein Friseurgeschäft, in dem es nicht nur ums Haareschneiden geht. Svenja hat Dirk geliebt. Gemeinsam mit Krause und ihrer Assistentin Katrin (Anja Franke) findet Johanna Herz schließlich die Wahrheit heraus – bitterer als die Lüge. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 08.01.2006
  • Die Mutter von Monte Carlo
    Folge 273

    In seinem zweiten Fall beginnt für Kommissar Keller eigentlich alles recht beschaulich: Eines Morgens sitzt ein kleiner Hund im Restaurant von Sophie Stein (Inga Busch). Als der Kommissar – immer im Amt – den entlaufenen Hund zurückbringen möchte, erfährt er, dass dessen Frauchen vermisst wird. Es ist die Mutter von Peter Karlow, genannt „Monte Carlo“, einem bei einem tragischen Unglück verstorbenen Schulfreund Kellers. Die Mutter hat den Jackpot im Casino von Bad Homburg geknackt und ist danach verschwunden. Am selben Abend holt Keller Sophie von einer Chorprobe ab und trifft dabei auf seinen alten Jugendfreund Paul Bertram (Gustav Peter Wöhler), der den Chor leitet. Während der großen Wiedersehensfeier erfährt Keller, dass es seinem Freund finanziell nicht besonders gut geht, und dass er nach dem tragischen Tod von Karlow dessen schwangere Freundin geheiratet hat. Sophie wittert hinter dem Verschwinden der alten Frau Karlow ein Verbrechen. Bei ihrer eigenmächtigen Recherche trifft sie im Casino auf Edgar Dobler (Rüdiger Vogler), einen ehemaligen Polizei-Kollegen ihres ermordeten Vaters und Freund der Familie, der sich mit der verschwundenen Helene Karlow angefreundet hatte. Eifersüchtig beäugt Keller das vertraute Verhältnis zwischen Sophie und Dobler. Als Keller bei seinem Frankfurter Kollegen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) in Doblers Polizeiakte stöbert, stößt er auf einige Ungereimtheiten. Und dann wird auch noch eine Leiche aus dem Schlossteich von Bad Homburg gefischt … (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 29.01.2006
  • Schneewittchen
    Folge 274

    Die 16-jährige Anja Wilke wird von der Polizei in einem desolaten Zustand aufgegriffen. Die ärztliche Untersuchung ergibt, dass das Mädchen offensichtlich vergewaltigt worden ist. Doch Anja Wilke kann sich an nichts erinnern, weiß angeblich nicht, wo sie die Nacht verbracht hat. Das Drogenscreenring ist negativ. Eine Erklärung für Anja Wilkes Zustand gibt es nicht. Schweigt sie aus Scham, weil sie den Täter kennt? Oder wurde ihr eine Droge verabreicht, die schon nach wenigen Stunden nicht mehr nachweisbar ist? Als dann die Leiche des jungen Mädchens gefunden wird, mit der Anja Wilke am Abend eine Diskothek besucht hat, bestätigt sich der Verdacht. Im Körper der Toten finden sich Überreste der Droge GHB, die willenlos macht und das Erinnerungsvermögen ausschaltet. Junge Mädchen werden so zu ahnungslosen Opfern gewissenloser Vergewaltiger. Schmücke und Schneider geraten im Zuge der Aufklärung des Verbrechens in ein Milieu von scheinbar ehrbaren Geschäftsleuten, die hinter ihrer bürgerlichen Fassade so einiges zu verbergen haben. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 12.02.2006
  • Tod im Ballhaus
    Folge 275

    Die Tänzerin in einem Tanzsportverein Isabel Rösler wird nach dem abendlichen Training im Tanzsaal des Ballhauses erschlagen aufgefunden. Den herbeigerufenen Kommissaren Schmücke und Schneider geben unter anderem die Spuren von Krücken am Tatort Rätsel auf. Außerdem hatte Isabel eine ganze Menge Bargeld in ihrer Tasche. Ist Eifersucht das Motiv für die Tat? Die Tänzerin hatte ein heimliches Verhältnis mit ihrem verheirateten Tanzlehrer Guido Schmidt. Doch der Verdacht gegen ihn bestätigt sich nicht. Dann aber geschieht ein weiterer Anschlag – diesmal auf Frank Ulich, der auch Mitglied der Tanzgruppe ist. Wieder finden die Kommissare Krückenspuren am Tatort. Von nun an geht im Ballhaus die Angst um. Die Aussage der Tänzerin Sandra lenkt die Ermittlungen schließlich in eine neue Richtung. Aber erst als die Kommissare begreifen, dass der Täter am Tatort bewusst Spuren gelegt hat, um den Verdacht in die falsche Richtung zu lenken, kommen sie auf die richtige Spur. Jetzt gesteht Sandra auch den Kommissaren, was Isabel ihr anvertraut hat und woher das Geld stammt. Den Kommissaren Schmücke und Schneider bleibt nicht viel Zeit, denn der Täter ist zu allem entschlossen. (Text: RBB)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 09.04.2006
  • Matrosenbraut
    Folge 276

    Tobias Törner hat sich verdrückt. Als Jens Hinrichs eines Morgens ins Büro kommt ist Törners Schreibtisch leer. Auf der blank gewienerten Tischplatte steht ein Aquarium, geschmückt mit einer blauen Schleife. „Ich habe Sie verlassen … wahrscheinlich für immer“, steht in dem beigefügten Abschiedsbrief, der Hinrichs schon etwas melancholisch stimmt. Glücklicherweise ist gerade nichts los in Schwerin und so kann sich Kommissar Hinrichs der Pflege der Büropflanzen widmen und erste zaghafte Bande zu seinem neuen Schutzbefohlenen, einem einsamen Goldfisch, knüpfen. Weiter nördlich in der alten Hansestadt Wismar macht sich Ronny Sorgen über den Verbleib seiner Freundin Caroline. Markus Tellheim, ehemals bei der Wasserschutzpolizei, jetzt Kommissar auf dem Land, kann nicht wirklich helfen. Andererseits hat er auch an seinen eigenen Problemen zu beißen. Er will sich nicht wirklich um etwas kümmern, was er nicht zwingend muss. Überdies erfüllt das Verschwinden von Ronnys Freundin die Kriterien nicht, die Voraussetzungen für eine Vermisstenanzeige sind. Das bekommt Ronny später auch von Jens Hinrichs zu hören. Unglücklicherweise hat Ronnys Gespür ihn nicht betrogen und Carolines Leiche wird kurz darauf in Wismar gefunden. Kommissar Hinrichs wird nach Wismar geschickt, um den Kollegen vor Ort zu unterstützen – es ist Tellheim. Die beiden werden nicht so richtig warm miteinander. Hinrichs hat keine große Lust sich mit Tellheim abzugeben. Tellheim trauert um seine kürzlich verstorbene Schwester, ist verschlossen und lässt niemanden näher an sich heran als unbedingt nötig. Alle Indizien deuten darauf hin, dass Caroline einen anderen Freund hatte und Ronny ihre Liebe zu ihm nur vorgegaukelt hat. Eine Konstellation, die Ronny als völlig absurd ins Reich der Legenden verweist. Hinrichs und Tellheim wissen nicht so recht in welche Richtung sie ermitteln sollen. Routine-Untersuchungen und -Befragungen werden durchgeführt, doch ohne wirkliches Ergebnis. Hinrichs beisst sich an einem Klebestreifen fest, den die Tote am kleinen Finger hatte. Er findet heraus, dass sich ein paar Tage vorher eine „Matrosenbraut“ – eine Sexpuppe – in einem Fischernetz verfangen hatte, an deren kleinen Finger sich ebenfalls ein Klebeband befand. Tellheim sieht keinen Zusammenhang, doch Hinrichs will es wissen. Er stellt zur Irritation von Passanten Versuche mit Sexpuppen an der Hafenmole an, weil er sich fragt, warum die Puppe nicht an der Oberfläche schwamm, sondern in einer bestimmten Tiefe. Der Zusammenhang zwischen der Matrosenbraut und der Toten bestätigt sich schon bald. Die Puppe ging dem falschen Fischer ins Netz. Eigentlich trieb sie in Ronnys Fanggebiet, der am Tag des Fundes aber nicht raus gefahren war. Eine Warnung? Aber von wem? Wem nutzt der Mord? Was könnte das Motiv sein? Eifersucht?! – So wirklich findet sich in Carolines Umgebung weder das passende Motiv noch scheint der Mord jemandem zu nutzen. Bis Tellheim Ada, Ronnys beste Freundin seit Kindesbeinen, im Ozeanografischen Institut Wismar besucht und dabei die interessante Entdeckung macht, dass ein Computer schreiben kann wie ein Mann. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 30.04.2006
  • Er sollte tot
    Folge 277

    Da fährt Tauber, der ja sonst Tag und Nacht nur arbeitet, einmal aufs Land nach Erding, um dort mit seinem früheren Chef Kruppke in Ruhe eine Partie Billard zu spielen, dann setzt sich das Verbrechen auch noch über die ländliche Mai-Idylle hinweg: Johannes Waller, ein einsamer alter Mann, wird in Erding erwürgt aufgefunden. Zunächst fühlt sich Tauber zur Arbeit überhaupt nicht animiert. Aber schnell stellt sich heraus: Die Leiche liegt im Zuständigkeitsbereich von Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber und seiner Kollegin Jo Obermaier (Michaela May). Das Haus des Ermordeten gehört jedoch zu Kruppkes Bereich in Erding. Wer also macht was? Nach kurzen Kompetenz-Rangeleien einigen sich Tauber und Kruppke auf das Vernünftigste, nämlich zusammenzuarbeiten. Das ist schon deshalb sinnvoll, weil Kruppke sofort zu wissen glaubt, wer als Täter in Frage kommt: Maria Lorenz. Das kurze, heftige Verhör des alten Kriminalhauptkommissars Kruppke mit dem jungen Mädchen aus dem Nuttenmilieu bringt nicht die gewünschten Ergebnisse; dafür allerdings unerwünschte, und Tauber vermutet nun, dass sein früherer, einst von ihm angehimmelter Chef in dieser Sache Dreck am Stecken hat. Woher kannte Kruppke diese Nutte? Warum hatte er sie seinerzeit laufen lassen, als sie von dem nun ermordeten Waller angezeigt worden war? Hatte Kruppke etwa was mit ihr? Doch bevor die Wahrheit ans Tageslicht kommt, stirbt Kruppke. Tauber und Obermaier stehen im Dunkeln: Gegen Maria Lorenz, die – schon wieder frei auf Freiersfüßen – anderen alten, einsamen Männern auf die Pelle rückt, gibt es keine Beweise, den Mord begangen zu haben. Deshalb könnte nur ein Geständnis von Maria den Fall beenden. Wer aber sollte Zugang zu dieser extrem verschlossenen, verletzbaren, wirren und misstrauischen Person finden? Da kehrt Tauber sein reiferes Alter, seine Einsamkeit und seine Hilfsbedürftigkeit hervor – und schon passt er voll in Marias Beuteschema. Auf Kruppkes Spuren geht Tauber seinen eigenen gefährlichen Weg. Souveräne, intensive, langwierige Verhöre wird es brauchen, um aus Maria herauszuholen, was in jener Mordnacht wirklich geschah. Wird es Tauber während der langen, schweißtreibenden Tage und Nächte, die er zur Befragung mit der jungen Maria alleine verbringt, gelingen, ihr einerseits sein Ohr zu leihen, aber andererseits nicht sein Herz zu verlieren? Da muss Tauber allein durch. Einrenken kann Jo dieses Mal nämlich nicht Taubers Probleme, sondern bestenfalls ihren eigenen Hals. Den hatte sie sich während einer Verfolgungsjagd im Auto verknackst. Nach ihrer Genesung hat Jo alle Hände voll damit zu tun, die Vorgänge zu überprüfen, die vielleicht doch die Schuld von Maria auch auf rein faktischer Ebene belegen könnten. Das scheint zunächst auch viel erfolgreicher zu sein als Taubers Seelenwühlereien. Schließlich findet Jo heraus, dass Maria versucht hat, einen Mörder für Waller zu finden, um an dessen Geld heranzukommen, damit sie sich endlich von ihren äußerst brutalen Zuhältern freikaufen kann. Als der mutmaßliche Mörder dann auch noch gefunden werden kann, leugnet der aber ebenso wie Maria die Tat, und ebenso wenig ist ihm etwas nachzuweisen. Nun zielt wieder alle Hoffnung auf Taubers nüchterne Sichtweise. Doch auch mit Kreuzverhör und angezogenen Daumenschrauben kommt er keinen Millimeter weiter. So muss sich der zynische Einzelgänger der Kunst des sensiblen Dialogs und der aufmerksamen Zuwendung annähern. Ein hartes Stück Arbeit. Und am Ende liegt zwar die Wahrheit auf dem Tisch, aber Tauber auf dem Boden. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 06.08.2006
  • Bis dass der Tod euch scheidet
    Folge 278

    Zwei Stunden nach seiner Trauung wird der Dessauer Bauunternehmer Michael Granzkow vor den Augen seiner jungen Braut auf offener Straße erschossen. Aufgrund ihrer Aussage glauben Schmücke und Schneider zunächst an einen Raubmord. Doch schon bald vermuten die Kommissare, dass der Raub vorgetäuscht gewesen ist und das Opfer seinen Mörder gekannt haben muss. Wer aus Granzkows Umgebung hat ein Motiv für die Tat? Ist es der Ehemann jener Frau, die seit dem Unfall, an dem Granzkow beteiligt war, querschnittsgelähmt ist? Oder wurde Granzkow von einem Opfer seiner nicht immer feinen Geschäftsmethoden getötet? Unter Mordverdacht gerät auch Heiko, der Bruder der Braut, den Granzkow bei einem Grundstücksverkauf offensichtlich betrogen hat. Doch als die Kommissare Heiko erneut befragen wollen, ist er verschwunden. Wenig später wird seine Leiche in der Elbe gefunden. Die Analyse der Tatortspuren weist auf den gleichen Täter hin. Musste Heiko sterben, weil er Granzkows Mörder kannte? Erst als die Kommissare das Undenkbare denken und die Widersprüche in der Aussage der Braut erkennen, kommen sie einer kalt geplanten Intrige auf die Spur und begreifen, warum Granzkow am Tag seiner Hochzeit sterben musste. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 13.08.2006 Das Erste
  • Traumtod
    Folge 279

    Die morgendliche Ruhe, in der Hauptkommissar Jens Hinrichs beim Rudern Eisvögel beobachtet, wird von Schüssen gestört. Noch ahnt er jedoch nicht, dass diese mit seinem nächsten Fall zusammenhängen. Zunächst gibt es auch keine Leiche, sondern nur einen vermissten Ehemann. Sein neuer Kollege Markus Tellheim hält es für nicht weiter bemerkenswert, dass Ehemänner verschwinden, doch Hinrichs Intuition und Sympathie für die Ehefrau folgend beginnen die beiden mit Nachforschungen. Bei ihren Ermittlungen treffen sie auf Kunsthändler und Kunstsammler, die mit einer schon fast beängstigenden Leidenschaft den begehrten Objekten hinterher jagen. Tellheims frühere Freundin, Paulina Meier, die überraschend wieder in seinem Leben aufgetaucht ist, verkehrt ebenfalls in diesen Kreisen und ihre Beziehung zum Kunsthändler Wölflein scheint mehr als nur eine professionelle zu sein. Tellheims Beobachtungen während einer Party im Hause von Wölflein machen ihn misstrauisch. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet nach dem Alptraum, in dem er zum Mörder geworden war, aufwacht und keine Erinnerung an die letzte Nacht hat, setzt er alles daran, die Wahrheit heraus zu finden. Hinrichs ist von den Alleingängen des ®Neuen’ alles andere als begeistert, doch als eine Tote aus dem See geborgen wird, müssen die beiden mit vereinten Kräften arbeiten, um den Mörder zu finden. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 03.09.2006
  • Die Lettin und ihr Lover
    Folge 280

    In seinem dritten Fall kommt es für Kommissar Thomas Keller knüppeldick. Eines Morgens erwacht er mit furchtbaren Rückenschmerzen in einer fremden Wohnung und kann sich an nichts erinnern. In der Badewanne liegt eine bewusstlose Frau … „Die Lettin und ihr Lover“ heißt die neue Folge der beliebten ARD-Krimireihe „Polizeiruf 110“ mit Jan-Gregor Kremp als Bad Homburger Kommissar Keller. Inhalt: Das Unheil begann, als Keller sich entschloss, Sport zu machen, und sich dabei prompt den Ischias einklemmte. Die unerträglichen Schmerzen führten ihn zu seinem alten Bekannten Dr. Gríns (Christoph Waltz), der ihm heimlich Morphium spritzt – ein Heilmittel, zu dem er sich selbst hingezogen fühlt. Während Keller noch damit beschäftigt ist, die Bruchstücke seiner Erinnerung zusammenzusetzen, wird er zu einem weiteren Fall gerufen: Sophies Weinhändler liegt mit gebrochenem Genick in seinem Laden. Die Spur führt Keller zu der jungen Lettin Laima (Rezija Kalnina), die auf der Suche nach einem Mann in Bad Homburg gelandet ist. Zu Kellers großer Überraschung ist Laima die Frau aus der Wanne. Doch es kommt noch schlimmer: Kommissar Keller wurde von Zeugen gesehen und hat nur eine Möglichkeit: Er muss untertauchen und gegen sich selbst ermitteln. Das ist die Chance für den ehrgeizige Polizist Norbert (Felix Vörtler), der ab sofort Jagd auf seinen Chef macht. Und auch Kellers Freundin Sophie (Inga Busch) zweifelt langsam an ihrem Freund und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Auf Laimas Spur gelangen Keller und Sophie schließlich bis nach Lettland. In einem altem Hotel am Ostseestrand wartet eine überraschende Lösung auf sie … (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 17.09.2006
  • Mit anderen Augen
    Folge 281

    Serienmorde halten bei der Mordkommission seit Monaten alle in Atem und es gibt nicht den kleinsten Hinweis auf den Täter. Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier ist am Ende ihrer Kräfte, sowohl körperlich als auch psychisch. Ihr Kollege Jürgen Tauber versucht, Haltung zu bewahren und Stärke zu zeigen, aber sein Weltbild hat einen Riss bekommen. Taubers Selbstbewusstsein gerät schwer ins Wanken, als sein Chef beschließt, einen Profiler zu den Ermittlungen heranzuziehen: Heinrich Zermahlen ist ein Koryphäe auf seinem Gebiet, weil er mit völlig anderen Methoden als seine Kollegen arbeitet. Diese Methoden sind Tauber unverständlich und suspekt, erinnern ihn eher an Zirkustricks. Allmählich wächst in Tauber der Verdacht, dass Zermahlen mehr mit den Morden zu tun hat, als es scheint. Er weiß Dinge, die eigentlich außer dem Mörder niemand wissen kann. Obermaier akzeptiert Zermahlens Vorgehensweise. Sie interessieren nur Ergebnisse. Sie will den Mörder fassen, egal wie. Hauptsache, sie kann wieder ruhig schlafen und muss sich um ihre Familie, insbesondere um ihre Tochter Christine keine Sorgen mehr machen. Zwischen Tauber und Zermahlen bahnt sich ein Duell an, in dem es für Tauber um seinen Stolz als guter Polizist und für Zermahlen um seinen Seelenfrieden geht. Es bedarf des Verständnisses von Tauber, um die Energie nicht mit Revierkämpfen zu verschwenden. Denn der Kreis der Opfer scheint sich um Jo Obermaier zu ziehen. Ihr Tod wäre der absolute Machtbeweis des Mörders und die endgültige Niederlage Taubers. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 22.10.2006