Polizeiruf 110

Polizeiruf 110

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2007, Folge 282–289 
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  • Dunkler Sommer
    Folge 282

    Ein wegen wiederholter Körperverletzung verurteilter Familienvater wird frühzeitig aus der Haft entlassen und bedroht erneut seine Familie. Doch dann wird er in einem nahegelegenen Waldstück tot aufgefunden, begraben unter einem Haufen Steine. Die Kommissare Jens Hinrichs und Markus Tellheim stehen vor einem Rätsel. Wer begräbt so einen Menschen? Sein Mörder? Keiner mochte diesen Udo Rascher. Weder seine Schwiegereltern noch seine beiden Kinder noch seine Ehefrau, die ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hat, scheinen traurig über seinen Tod zu sein. Wollte die Familie sich von dem gewalttätigen Vater befreien? Oder hat vielleicht doch dessen Mithäftling Boris Bobin etwas mit dem Mord zu tun? Die Spuren führen die Kommissare zurück zur Familie, doch die hält zusammen. Einer scheint den anderen schützen zu wollen. Schließlich führen Instinkt und der richtige Blick fürs Detail die Kommissare zur Lösung des Falls, und die verlangt von ihnen ein besonderes Gespür für Recht und Gerechtigkeit. (Text: NDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 14.01.2007
  • Taubers Angst
    Folge 283

    Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier und ihr Ehemann Tarik sind privat unterwegs zu einer Hochzeit auf dem Land. Da klingelt das Handy, und Kollege Jürgen Tauber teilt Obermaier mit, dass eine Wasserleiche an der Isar gefunden wurde – die ukrainische Edelprostituierte Zusana Lebedova. Alle Spuren führen zum Geschäftsmann Hermann Denninger. Doch dieser ist nicht bereit, ein Geständnis abzulegen. Verärgert versucht Tauber, Denninger auszutricksen. Damit wird der Fall, den Tauber im „Handumdrehen“ lösen wollte, für ihn zum Albtraum: Aus Wut darüber, dass er an der Nase herumgeführt wurde, würgt Denninger Tauber bis zur Bewusstlosigkeit. Zwar überlebt Tauber die Attacke, aber psychisch ist er nicht mehr der Alte. Denninger nutzt Taubers Schwäche, um ihn noch mehr in die Enge zu treiben. (Text: 3sat)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 04.02.2007
  • Tod in der Bank
    Folge 284

    Im Vorraum einer Bank wird eine Leiche gefunden. Der Tote, Heinz Markowski, war Mitinhaber der Firma, die das Sicherheitssystem der Bank installiert hat. Alles deutet darauf hin, dass der Mann von seinem Komplizen erschlagen wurde. Warum die Täter in die Bank eingebrochen sind, ist zunächst völlig unklar. Ebenso, warum das Alarmsystem auf das nächtliche Eindringen der Täter nicht reagiert hat und aus welchem Grund es zum tödlichen Streit gekommen ist. Eine erste Überprüfung ergibt zur Überraschung der Kommissare, dass nichts gestohlen wurde. Unter Verdacht gerät zunächst Rainer Hentschel, der als früherer Angestellter der Sicherheitsfirma Zugang zu den Daten für die Deaktivierung des Sicherheitssystems der Bank hatte. Doch auch die Mitarbeiter der Bank sind verdächtig, da die Spuren am Tatort eindeutig auch auf Insiderwissen hinweisen. Als die Kommissare mit Hilfe der Spurensicherung entdecken, dass der Einbruch dem Inhalt eines Schließfachs galt, kommen sie den Betrügereien eines Bankmitarbeiters auf die Spur. Unklar bleibt aber, woher die Einbrecher von der Existenz des illegalen Gelddepots wussten. Auch der bestohlene Betrüger weiß auf diese Frage keine Antwort. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 13.05.2007
  • Gefährliches Vertrauen
    Folge 285

    Auf der Großbaustelle im Brandenburgischen Mittwitz wird eine Journalistin tot aufgefunden. Wurde sie ermordet weil sie einem Bauskandal auf der Spur war? Diese Frage stellt sich für Hauptkommissarin Johanna Herz. Die Beteiligten an dem Bauprojekt sind schnell gefunden. Einen Mord allerdings streiten alle ab und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Polizeihauptmeister Krause, sonst bei den Ermittlungen der Hauptkommissarin durchaus hilfreich, ist bei diesem Fall nicht ganz bei der Sache. Zeitgleich mit dem Mord ist seine zwölfjährige Nichte Laura spurlos verschwunden. Krause gerät in Panik, da er seiner Schwester versprochen hat, während ihrer Abwesenheit auf das Mädchen aufzupassen. Was er nicht weiß: Laura will Model werden und ist zu einem Mann gefahren, der ihr im Internet-Chat eine Model-Karriere versprochen hat. Das Büro des Unbekannten befindet sich in einem leeren Gebäude auf dem Gelände der Großbaustelle. (Text: RBB)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 03.06.2007
  • Verstoßen
    Folge 286

    Auf einem Schrottplatz bei Halle wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Als die Kommissare Schmücke und Schneider die Eltern des Toten aufsuchen, sind sie schockiert, denn sie treffen auf eine Familie, die um ihr siebenjähriges Enkelkind trauert, das wenige Tage zuvor ums Leben gekommen ist. Zu ihrem Sohn Matthias kann die Familie kaum Auskunft geben, denn sie hatten angeblich schon seit Jahren keinen Kontakt zu dem auf die schiefe Bahn geratenen Sohn. Nicht nur deshalb vermuten Schmücke und Schneider den Mörder zunächst in dessen kriminellem Umfeld. Der Bewährungshelfer bezweifelt aber, dass Matthias wieder rückfällig geworden ist. Er wollte mit seiner schwangeren Freundin neu anfangen und mit seiner kriminellen Vergangenheit brechen. Die Vermutungen, dass Matthias Opfer einer Auseinandersetzung mit seinen ehemaligen Kumpanen geworden ist, bestätigen sich nicht. Durch die Ermittlungen der Kommissare verdichten sich jedoch die Hinweise darauf, dass der Mörder aus dem Kreis der Familie des Toten kommen muss. Die Kommissare werden mit einer Familie konfrontiert, die den Täter durch eine Mauer des Schweigens zu schützen sucht. Erst als sie erfahren, warum Matthias als Kind ins Heim gegeben wurde, kommen Schmücke und Schneider hinter den tragischen Irrtum, der zum Mord an Matthias geführt hat. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 17.06.2007
  • Tod eines Fahnders
    Folge 287

    Schmücke und Schneider werden zu einem neuen Einsatz gerufen. In Halle wurde ein Zivilfahnder der Polizei erschossen. Stefan Häfner hatte verdeckt ermittelt. Er war auf der Suche nach einem aus der Haft entflohenen Gewalttäter. Mit hohem Einsatz und Geschick hatte der erfahrene Zivilfahnder eine Falle für den flüchtigen Raubmörder vorbereitet. Die Fahndung wurde scheinbar eingestellt, damit Sakowski sich in Sicherheit wiegen konnte. Häfner war es gelungen, das Vertrauen der Ehefrau Sakowskis zu gewinnen. Mit ihrer Hilfe sollte die Verhaftung des Flüchtigen erfolgen. Nach ersten Ermittlungsergebnissen deutet alles darauf hin, dass Sakowski von seiner bevorstehenden Verhaftung erfahren hat und Häfner erschoss, nachdem er zuvor seine Ehefrau zur Rede gestellt und verprügelt hat. War Häfner bei seinen verdeckten Ermittlungen zu unvorsichtig, oder wurde der Plan für Sakowskis Verhaftung verraten? Der Vorgesetzte Häfners hält das für unwahrscheinlich. Schmücke und Schneider stehen unter Druck. Die Fahndung nach Sakowski läuft auf Hochtouren. Doch nur durch einen Zufall gelingt der Polizei die Verhaftung des Gesuchten. Aber Sakowski hat Häfner nicht erschossen. Bei ihren Ermittlungen nach Häfners Mörder werden die Kommissare mit dessen zweifelhaften und nicht immer ganz legalen Ermittlungsmethoden konfrontiert. Ist Häfner das Opfer seiner Fahndungsmethode geworden? Und warum verraten sein Vorgesetzter und seine Kollegen nur schrittweise, was sie davon wissen? (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 19.08.2007
    TV24
    Do 28.08.
    20:15 Uhr
  • Farbwechsel
    Folge 288

    „Bagatellschäden“ heißt es, als die Kommissare Jens Hinrichs und Markus Tellheim sich auf den Weg zu zwei türkischen Imbissbuden in einer Kleinstadt nahe Schwerins machen. Dort hat es gebrannt, doch die Besitzer bringen nur wenig überzeugende Erklärungsversuche vor. Eine frustrierende Angelegenheit für die Kommissare, denn: keine geklärte Ursache, keine Anzeige, kein Fall. Das ändert sich, als am nächsten Tag ein Lieferant der örtlichen Gastronomie-Betriebe in seiner Lagerhalle tot aufgefunden wird. Es soll wie ein Unfall aussehen, doch die Kommissare kommen schnell dahinter, dass er ermordet wurde. Vielleicht war es dessen ehemaliger Lagerhelfer Joku, der gefeuert wurde und nun spurlos verschwunden ist. Tellheim findet allerdings Hinweise, die zu einem osteuropäischen Schutzgeld-Erpresserring führen, den er noch aus seiner Rostocker Amtszeit kennt. Hinrichs kümmert sich währenddessen um eine alte Bekannte seines Vaters. Lisa Böhn hat in der Kleinstadt eine gut gehende Konditorei und will Hinrichs als vogelkundlichen Referenten für ihren Heimatverein anwerben. Doch bevor er zusagen kann, findet Hinrichs heraus, dass ein vietnamesischer Junge aus dem Ort überfallen und verprügelt wurde. Minh hat offenbar große Angst und will nicht verraten, wer ihm das angetan hat. Wie hängen diese Verbrechen zusammen? Keine leichte Aufgabe für die Kommissare, zumal seit dem Amtsantritt ihrer neuen Chefin, Kriminalrätin Carla Knechthammer, ein anderer Wind weht in der Schweriner Polizeidirektion. Schließlich versucht Hinrichs, über Lisa Böhn einen Blick hinter die Kulissen des Städtchens zu werfen. Was er da sieht, ist ein Heimatverein, der seit einiger Zeit von dem Immobilienmakler Ommer geführt wird. Der gibt vor, den Ort mit einer selbst aufgebauten Bürgerwehr gegen die osteuropäische Erpresserbande schützen zu wollen. Doch bald wird klar, dass Ommer sich nur hinter einer perfiden Argumentation versteckt. Um ihn überführen zu können, müssen die Kommissare alle Puzzle-Teile zusammenfügen. Am Schluss fehlt ihnen noch ein Stein, und der scheint der Lagerhelfer Joku zu sein. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 02.09.2007
  • Jenseits
    Folge 289

    Die alleinerziehende Mutter Nina Hausner sorgt sich um ihren Sohn: Tim müsste längst von der Schule zurückgekommen sein. Nina wird immer nervöser. Dann bemerkt sie das Blaulicht, das sich in den Fenstern ihrer Wohnung spiegelt. Allem Anschein nach wurde ein Junge von einem Auto überfahren. Doch die Spurensicherung vermutet, dass der Bub wahrscheinlich schon tot war, bevor er von dem Auto überrollt wurde. Als Nina am Unfallort ankommt, kann sie nur erkennen, dass es sich um ein Kind handelt. Gewissheit, dass es tatsächlich ihr Sohn ist, erhält Nina von der Polizei nicht. Sie wird sogar daran gehindert, sich dem Unfallort zu nähern. Wenig später erfährt sie die bittere Wahrheit: Der tote Junge ist ihr Sohn Tim. Die Kriminalhauptkommissare Jürgen Tauber und Jo Obermaier ermitteln nach dem wahren Hergang der Tragödie. War es Totschlag oder Mord? Sie suchen den Kontakt zu Bekannten und Angehörigen von Nina und Tim Hausner, die zur Aufklärung beitragen könnten. Die Nachbarn wissen jedoch nicht viel über Mutter und Kind, da diese erst kürzlich nach der Trennung von Tims Vater Manfred eingezogen sind. Tims Vater ist Lkw-Fahrer und seit Tagen auf einer Tour im Baltikum unterwegs. Und auch der Bruder des Vaters, Erwin Hausner, kann den Kommissaren nicht weiterhelfen. Dabei berührt Tims Tod die Kommissare emotional sehr: Obermaier lässt der Gedanke nicht mehr los, dass es sich bei dem Kind um einen Jungen im Alter ihres eigenen Sohnes handelt. Tauber ist vor allem im Umgang mit der trauernden Mutter überfordert. Denn diese kann nicht begreifen, warum man sie nicht zum Leichnam ihres Sohnes lässt, um von ihm Abschied nehmen zu können. Auch wenn Tauber versteht, was in der Mutter vorgeht, steht es nicht in seiner Macht, ihr zu helfen. Schließlich sind die rechtsmedizinischen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 04.11.2007