2026 (Folge 356–374)
Brennpunkt Freibad – Sommer, Sonne, Schlägerei?
Folge 356 (30 Min.)
Wenn der Bademeister nicht mehr ausreicht: Ein Security-Mitarbeiter im Sport-Paradies Gelsenkirchen.Bild: ZDFDas Freibad ist der Sehnsuchtsort der Deutschen im Sommer. Doch die sommerliche Auszeit mischt sich immer häufiger mit Anspannung. Ist die Liegewiese zur Kampfzone geworden? Für Schwimmmeister und Security-Mitarbeiter in Deutschland bedeutet die Freibadsaison immer auch Stress. Damit Freibäder, gerade in der Großstadt, für alle Besucher ein angenehmer Ort sind, braucht es klare Regeln – und jemanden, der sie durchsetzt. „Manchmal können auch 1000 Badegäste mehr Stress machen als 3000 Badegäste. Kommt immer darauf an, wie gut gelaunt sie sind“, weiß Schwimmmeisterin Diana Reimann vom Sommerbad Humboldthain im Berliner Bezirk Wedding.Gemeinsam mit ihrem Team sorgt sie dafür, dass die Badegäste vor allem im Wasser sicher sind und niemand in Not gerät. Doch an heißen Tagen gibt es häufig Konflikte unter den Besuchern, und auch am Beckenrand müssen sie und ihr Team immer wieder diskutieren. Größere gewalttätige Zwischenfälle jedoch, wie sie aus Berlin in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen machten, konnten Diana Reimann und ihr Team bisher erfolgreich verhindern. „Umso heißer es wird, umso erhitzter werden die Gemüter“, sagt Security-Mitarbeiterin Jessie aus Berlin. Prävention beginnt deshalb für sie schon am Eingang. Seit 2023 werden an allen Berliner Bädern am Eingang nicht nur die Taschen auf gefährliche Gegenstände kontrolliert, sondern Besucher müssen auch einen gültigen Ausweis vorzeigen. Davon sind zwar nicht alle begeistert, doch Diana Reimann und ihr Team sind überzeugt, dass auch das zusätzliche Sicherheit schafft. Auch im Sport-Paradies in Gelsenkirchen sind bei heißem Wetter regelmäßig Security-Mitarbeiter im Einsatz. Für Betriebsleiter Frank Hansch ist das eine Realität, mit der er sich abfinden muss: „Freibäder sind natürlich auch ein Spiegelbild der Gesellschaft“, meint er. Und da gebe es eben „Veränderungen, die nicht immer nur positiv sind.“ Doch die Akzeptanz der schwarz gekleideten Männer im Bad ist generell hoch – die meisten Besucher fühlen sich dadurch sicherer. Im Frauenbad des Lorettobades in Freiburg dagegen gibt es keine Security. Laut polizeilicher Statistik ist der weitaus überwiegende Teil der Gewalttäter in Freibädern männlich – handgreifliche Konflikte kommen dort so gut wie gar nicht vor. Die „ZDF.reportage“ zeigt, was Security, Ausweiskontrollen und Hausverbote tatsächlich leisten und bleibt dabei nah an den Menschen, die Ordnung, Respekt und Baderegeln im Alltag durchsetzen. Der Film begleitet Verantwortliche am Beckenrand, die mit Autorität, Deeskalation und manchmal auch einem Augenzwinkern dafür kämpfen, das Freibad als das zu erhalten, was es sein soll: ein Ort der Erholung für alle. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 02.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 04.07.2026 ZDF Leben auf dem Campingplatz – Zwischen Räumung und Neuanfang
Folge 357 (30 Min.)Karsten Fahrig vor den Trümmern seines ‚Campinglebens‘.Bild: 3satCamping in Deutschland boomt. Mit rund 45 Millionen Übernachtungen waren es in 2025 so viele Gäste wie noch nie. Neben Kurzurlaubern prägen vor allem Dauercamper die Plätze. Für manche ist der Campingplatz nur ein Ferienort, für andere ist er der Lebensmittelpunkt. Jährlich kommen neue Plätze dazu, andere schließen. Das Leben auf dem Campingplatz ist also für Betreiber und Campinggäste immer eine Herausforderung. Für Karsten und Bernd war der Platz am See eigentlich als Ort für den Lebensabend gedacht. Doch jetzt schließt ihr Campingplatz in Clausthal-Zellerfeld.Das heißt für die Camper, sie müssen ihre Parzellen räumen. Karsten hat dort 22 Jahre verbracht: „Die Kinder sind hier groß geworden. In den Urlaubszeiten und an den Wochenenden haben wir uns hier mit den Freunden getroffen. Das war wie eine Familie.“ Nachbar Bernd hat nebenan viereinhalb Jahre gecampt, rund 36 Wochen im Jahr. „Das ist meine zweite Heimat gewesen. Ich wollte mein Rentenalter hier verbringen, und das ist uns allen jetzt genommen worden.“ Das Abschiednehmen fällt beiden schwer. In Meppen eröffnet dagegen ein neuer Campingplatz. Heinz und Susanne krempeln ihr Leben um. Statt Schweine- und Bullenhaltung wollen die Landwirte mit ihrem ganz eigenen Konzept ein Zuhause für Urlauber schaffen. „Jeder hat sein eigenes Badezimmer am Platz, kann per Nummernschilderkennung rein, ohne an der Rezeption anzuhalten. Also online buchen, reinfahren, Urlaub machen“, erklärt Heinz. An Pfingsten wollen sie eröffnen, doch aufgrund des langen Winters hinken die Bauarbeiten hinterher. Die Rezeption ist noch nicht fertig, und auch an Spielplatz, Außendusche und Straßen wird noch gearbeitet. Der Campingplatz in Schillig lockt seit Jahrzehnten Dauercamper und Urlauber auf die 1500 Parzellen an der Nordseeküste. Dort wird entspannt, gesonnt, gewerkelt und das Campen als Wochenend-Zuhause zelebriert. Doch die Idylle ist bedroht. Die Betreibergesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Die Camper machen sich Sorgen um ihre geliebte Urlaubsparzelle. Eine „ZDF.reportage“ über Menschen, für die ihr Campingplatz mehr ist als eine Parzelle mit Wohnwagen und Vorzelt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 09.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 11.07.2026 ZDF Urlaub im Karwendel – Abenteuer Alpenwelt
Folge 358 (30 Min.)Im Almstüberl bewirtet Marco Hollaus jede Saison tausende Wanderer und Kletterer.Bild: Julian Bungart / TVN / ZDFDie Alpenwelt Karwendel ist ein Sehnsuchtsziel voller Natur, Bewegung und Erholung. Doch während Gäste entspannen, beginnt für viele Einheimische der Arbeitstag oft lange vor Sonnenaufgang. In Mittenwald, Krün und Wallgau lebt ein großer Teil der Bevölkerung vom Tourismus. Damit Urlaub reibungslos funktioniert, braucht es Menschen, die führen, versorgen und organisieren – oft unsichtbar, aber unverzichtbar für das perfekte Ferienerlebnis. Bergwanderführerin Alessa zeigt Besucherinnen und Besuchern die schönsten Seiten der Berge. Ihre Touren führen durch beeindruckende Landschaften und machen die Faszination der Alpen unmittelbar erlebbar.Doch kaum ist die Wanderung vorbei, wartet im Tal schon die nächste Aufgabe: Gemeinsam mit ihrem Partner kümmert sie sich um Ferienwohnungen, wechselt Betten, organisiert Anreisen und sorgt dafür, dass für neue Gäste alles bereitsteht. In Mittenwald ist Özkan mit seinem Imbiss ein Treffpunkt für Einheimische und Urlauber. Dort entstehen Gespräche, Begegnungen und ein Gefühl von Gemeinschaft, das den Ort weit über seine landschaftliche Schönheit hinaus prägt. Auf einem Campingplatz in der Region wird sichtbar, wie Urlaub und Arbeit ineinandergreifen. Benedikt hat den Platz vor einem Jahr von seinem Vater Alois übernommen. Seitdem führt er den Betrieb, während der Vater weiter in der Küche steht. Für die Gäste ist der Platz Natur, Freiheit und Sommergefühl. Für Vater und Sohn bedeutet er vor allem Organisation, Verantwortung und ständige Präsenz. Ihre Geschichte erzählt auch von einem Generationenwechsel, bei dem Verantwortung neu verteilt wird, ohne dass der Vater ganz aus dem Alltag verschwindet. Noch unmittelbarer wird das Leben hinter der Urlaubskulisse auf einer Berghütte in der Region. Dort beginnt der Tag früh, oft lange bevor die ersten Wanderer ankommen. Dann geht es um Vorbereitungen, Versorgung, Organisation und einen Betrieb, der nur funktioniert, wenn jeder Handgriff sitzt. So wird sichtbar, wie viel Einsatz hinter einem Ort steckt, den andere vor allem mit Aussicht und Einkehr verbinden. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen, die die Alpenwelt Karwendel prägen – und Gästen unvergessliche Tage ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten aus einer Region, in der Natur, Begegnung und Alltag eng zusammengehören. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 16.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 18.07.2026 ZDF Urlaub auf dem Darß: Traumstrand der Ostsee
Folge 359 (30 Min.)Zeesbootsegeln: Klassiker auf dem Darßer BoddenBild: Felix Krüger / ZDFUrlaub wird immer teurer. An der Ostsee zeigt sich, wer sich das Paradies noch leisten kann. Auf dem Darß prallen Boom im Camping und Luxus auf unsichere Jobs im Hintergrund. Während Stellplätze ausgebucht sind, halbieren sich anderswo die Aufträge. Beschäftigte kämpfen mit hohen Mieten und langen Wegen. Eine Ferienregion zwischen touristischem Erfolg und sozialer Schieflage. Feinster Sand, schier endlos und unberührt: Der Darß zählt zu den beliebtesten Küstenregionen Deutschlands. Millionen Gäste suchen hier jedes Jahr Erholung – doch hinter der Idylle zeigen sich wachsende Gegensätze. „Wir sind bis auf 2,3 Wohnwagenstellplätze komplett ausgebucht“, sagt Sven Schüring, Leiter des Ahoi-Camps in Prerow.Draußen stehen die Caravans Schlange, drinnen füllt sich die Rezeption. Das Pfingstwochenende markiert den Start in eine starke Saison. Camping boomt – auch, weil viele beim Urlaub sparen müssen. Ferienhausanbieter haben dagegen zu kämpfen und spüren den Druck. „Im letzten Jahr zur gleichen Zeit habe ich 40 Betten am Tag bezogen – aktuell sind es nur 20“, erzählt Reinigungskraft Emilia G. „Man macht sich schon Sorgen, ob das alles so bleibt, auch die Arbeit hier“, sagt Heiko F. Viele Servicekräfte pendeln täglich weite Strecken, denn „Hier arbeiten und zugleich wohnen – das ist angesichts der Preise aussichtslos“, sagt Heiko. Ganz anders im Luxushotel „The Grand“: Dort ist von Zurückhaltung nichts zu merken. Die Suite mit Meerblick für über 1200 Euro pro Nacht ist wochenlang ausgebucht. „Ich bin überwältigt von diesem Blick!“, sagt Kathrin H. „Hier genießen wir beste Rundumversorgung“, ergänzt ihr Mann Uwe T. Wer es sich leisten kann, findet hier die perfekte Erholung. Zu denjenigen, die diese Versorgung möglich machen, gehört Bäckermeister Marvin Boldt. Jeden Morgen um zwei Uhr beginnt seine Arbeit. „Wir backen nach dem Wetterbericht“, sagt er. „Bei Schlechtwetter backen wir weniger“. Das Geschäft schwankt mit den Gästezahlen. Auch auf dem Wasser spüren Anbieter die Dynamik. Mit seinem historischen Zeesenboot nimmt Jochen Eymael täglich Touristen mit hinaus auf den Bodden. „Bei Windstärke fünf macht das auf dem Bodden richtig Spaß“, beschreibt eine Besucherin das Erlebnis – für einen Moment scheint die Realität weit weg und das Urlaubsparadies sehr nah. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen zwischen Luxusurlaub und Arbeitsalltag und zeigt, wie nah Traum und Belastung beieinanderliegen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 30.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 01.08.2026 ZDF Jung und glücklich auf dem Land
Folge 360 (30 Min.)Jungbäuerin Lucy Schmidt lebt für die Landwirtschaft.Bild: ZDFJunge Menschen ziehen häufig weg aus ländlichen Regionen. Aber das Bild vom Land als rückständig und unattraktiv greift zu kurz. Es gibt junge Menschen, die sich bewusst für das Leben außerhalb der Großstadt und in ihrer Heimat entscheiden. Sie übernehmen Verantwortung, führen Traditionen weiter und sorgen für Stimmung auf dem Land. Lucy Schmidt ist 21 Jahre alt und führt gemeinsam mit ihrem Freund Jonas den Ackerbaubetrieb seiner Eltern fort. Auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb eine Stunde östlich von Leipzig übernimmt sie schon in jungen Jahren Verantwortung.Rund 400 Hektar bewirtschaftet das junge Paar. Ihr Alltag ist bestimmt von den Jahreszeiten, vom Wetter und von der Pflege der Tiere. Als junge Frau in der Landwirtschaft erfährt Lucy oft Vorurteile. Außerdem ist das Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen nicht immer leicht. Trotzdem bedeutet der Hof für sie Zusammenhalt, Sicherheit und eine Zukunft, die sie selbst mitgestalten kann. Monika Berghammer aus Rottach-Egern am Tegernsee verbindet die Pflege von Tradition mit einem modernen Leben. Seit ihrer Kindheit ist die heute 22-Jährige im Trachtenverein aktiv. Gleichzeitig macht sie eine Ausbildung in München und führt eine Fernbeziehung nach Lissabon. Für Monika bedeutet Heimat nicht, auf Möglichkeiten zu verzichten. Sie will Traditionen bewahren und trotzdem ihren eigenen Weg gehen können. Micha Kible aus Brackenheim in Baden-Württemberg ist der Beweis dafür, dass eine Musikkarriere nicht zwingend in der Stadt beginnen muss. Als Partyschlagersänger „Micha von der Rampe“ verbindet der 29-Jährige Schlager mit Techno und spielt in Bierzelten und auf Dorffesten in ganz Deutschland. Mehr als 100 Auftritte hat er pro Jahr. Mit seinem „Dahoam Feschd“ bringt er Tausende Menschen zusammen und will zeigen, dass auch auf dem Land Neues entstehen kann. Für ihn steht das Dorf nicht für Stillstand, sondern für Gemeinschaft, Spaß und Lebensqualität. Eine „ZDF.reportage“ über junge Menschen, die das Landleben der Großstadt vorziehen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 06.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 08.08.2026 ZDF Jung und Schausteller – Reisefieber im Blut
Folge 361 (30 Min.)Rebecca (11) hilft ihrer Mutter Stefanie bei der Vorbereitung und beim Verkauf von Schokofrüchten.Bild: 3satImmer auf Achse, immer im Einsatz: Junge Schausteller und Kirmesfans träumen vom Leben unterwegs. Doch wie attraktiv ist der Jahrmarkt zwischen Freiheit, Familientradition und Existenzsorgen? Steigende Kosten, unsichere Einnahmen und wechselhaftes Wetter setzen der Branche zu. Wer heute von Kirmes, Wasen, Wiesn oder Kirchweih leben will, braucht Durchhaltevermögen, Flexibilität und Leidenschaft. „Geht weg, lasst mich das machen!“: Energisch greift Dennis Ruppert ein, wenn es beim Aufbau nicht so läuft. „Frisbee“ heißt die drehende Schaukel, sie ist 19 Meter hoch, ein Stahlkoloss.Beim Errichten und späteren Betrieb unterstützt ihn Kevin. Der 26-Jährige ist gelernter Garten- und Landschaftsbauer und hat seinen Traum verwirklicht: Er arbeitet auf der Kirmes. „Der Ton ist hier manchmal rau, aber das bin ich vom Gartenbau gewohnt.“ Inzwischen darf Kevin sogar das Fahrgeschäft führen und die Ansagen am Mikrofon machen. Für sein neues Leben nimmt er vieles in Kauf. Während der Saison wohnt er in einem winzigen Abteil im Mannschaftswagen. „Ich habe hier alles, was ich brauche“, meint Kevin. Nur seine beiden kleinen Söhne würde er gern häufiger sehen. Beim Aufbau hilft auch der 15-jährige Emil. Für den Sohn von Dennis Ruppert ist die Zukunft längst klar: „Wenn nächsten Jahr die Schule fertig ist, werde ich hier der Juniorchef.“ Vanessa B. ist 22 Jahre alt und betreibt ihr eigenes Karussell. Gemeinsam mit ihren Eltern hat sie den „Twister“ vor zwei Jahren gekauft und finanziert. Doch das Geschäft ist wetterabhängig. An besonders heißen Tagen bleiben die Besucher aus. „Damit müssen wir Schausteller leben. Mal regnet es in Strömen, mal ist es zu heiß. Das ist Gift fürs Geschäft, aber es kommen auch wieder bessere Tage.“ Wenn sich schlechte Wochen häufen, wächst die Sorge, die Kreditraten nicht mehr bedienen zu können. Trotzdem bereut Vanessa ihre Entscheidung nicht. Statt später den Betrieb ihrer Eltern zu übernehmen, wollte sie ihren eigenen Weg gehen. „Das ist Arbeit, aber auch ein Spiel“, sagt die elfjährige Rebecca. Auf dem Heinerfest in Darmstadt hilft sie im Schoko-Früchte-Wagen ihrer Mutter beim Verkauf. Danach bleibt noch Zeit für die Attraktionen auf dem Festplatz. Am liebsten fährt sie auf einem „Fliegenden Teppich“ mit, der einer Tante gehört. Rebecca gehört zu den Kindern, die mit dem Schaustellerleben aufwachsen. Unterrichtet wird sie in einem Schulwagen direkt auf dem Platz. So kann sie unterwegs denselben Stoff lernen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an ihrer Heimatschule in Düsseldorf. Wenn sie zurückkehrt, hat sie nichts verpasst. Die „ZDF.reportage“ begleitet junge Erwachsene und Kirmeskinder zwischen Fahrgeschäften, Festzelten und Wohnwagen. Der Film zeigt, warum sich auch eine neue Generation für das Leben der Schausteller begeistert – und welchen Preis sie für ihren Traum von Freiheit und Mobilität bezahlt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 13.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 15.08.2026 ZDF Die Hochhäuser von Kölnberg – Leben auf 26 Etagen
Folge 362 (30 Min.)Zwischen den Blocks: Samantha mit ihren beiden Kindern vor ihrem Zuhause.Bild: ZDFNeun Hochhäuser mit 4000 Menschen aus mehr als 60 Nationen: Der Kölnberg im südwestlichen Kölner Stadtteil Meschenich gilt als Problemviertel. Viele Bewohner kämpfen um Arbeit, um die Kinder, um einen Weg nach draußen. Trotzdem sagen einige: „Das ist meine Heimat, und ich gebe sie nicht auf.“ „Hier kennt jeder jeden“, sagt Emir. Der 22-Jährige betreibt seinen eigenen Frisiersalon, mitten zwischen den Hochhäusern. Dort ist er aufgewachsen, dort hat er sich selbstständig gemacht. Heute ist Emirs Salon Treffpunkt für die halbe Nachbarschaft, der Ort, an dem über Jobs, Miete und Behördenbriefe geredet wird. Sein Ziel bleibt trotzdem klar: irgendwann ein eigener Laden in der Kölner Innenstadt.Wie hart der Alltag sein kann, zeigt Samantha. Die 38-Jährige zieht ihre beiden Kinder allein groß, ist aktuell auf Jobsuche und organisiert nebenbei die Behandlungen ihres kranken Kindes: Termine, Klinikaufenthalte, Anträge. „Aufgeben ist keine Option. Ich will, dass meine Kinder es einmal besser haben“, sagt sie. Als Kölnbergerin fühlt sie sich benachteiligt – etwa bei der Job- und Wohnungssuche. Ein paar Meter weiter, auf dem Platz vor dem Kiosk, sitzen Sakko und Ahmed. Musik ist für sie mehr als ein Hobby, in der Musik können sie sich verwirklichen. Der eine produziert Beats, der andere rappt über Geldsorgen, Perspektivlosigkeit und den Wunsch, es raus zu schaffen. Für die Polizei ist das Viertel vor allem ein Einsatzort mit eigenen Regeln. Die örtliche Wache kümmert sich um Ruhestörungen und Nachbarschaftskonflikte; bei Drogenkriminalität und Gewaltdelikten rücken täglich Spezialkräfte aus anderen Städten an – bewusst nicht aus Köln, um die Beamten vor privaten Begegnungen und Racheakten zu schützen. Die „ZDF.reportage“ begleitet Bewohner des Kölnbergs durch ihren Alltag – in den Wohnblocks, bei der Arbeit, am Kiosk und auf der Straße. Der Film gibt intensiven Einblick in ein Viertel, das mehr ist als schlechte Schlagzeilen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 20.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 22.08.2026 ZDF Vorbereitet für den Ernstfall – Notstrom, Wasser, Dosenbrot
Folge 363 (30 Min.)Wie viele Vorräte braucht man für eine fünfköpfige Familie?Bild: ZDFStromausfall, Hochwasser, Feuer: Es ist gut, wenn man auf den Ernstfall vorbereitet ist. Der Katastrophenschutz rüstet nach, auch Privathaushalte legen Vorräte an. Die einen bunkern Konserven im Keller, die anderen statten ihr Haus mit Wassertanks und Notstromaggregaten aus. Auch Survivalfans, die wochenlanges Überleben im Wald trainieren, haben Zulauf. Was ist sinnvolle Vorsorge, was übertrieben? „Ich möchte völlig autark sein“, meint Marius Görnandt aus Hannoversch Münden. Er hat Vorräte für vier Wochen im Keller, übt an Wochenenden das Überleben draußen.Dafür hat er sich gut ausgestattet, mit Schlafsäcken, Feuersteinen und Wasserfiltern. „Das Ganze macht mir auch Spaß, ich bereite mich nicht auf ein konkretes Ereignis vor.“ Tobias Zweckerl arbeitet freiberuflich als Krisenvorsorgeberater. Gibt Firmen und Familien Tipps, wie sie sinnvoll vorbeugen und was sie dafür brauchen. „Wir haben in Deutschland nach sorglosen Jahrzehnten ordentlich Nachholbedarf“, meint er. „Bisher sorgen die Deutschen immer nur für das vor, was gerade akut war, das ist falsch.“ Krisenvorsorge ist für ihn immer ein Rundumpaket. Einer seiner Kunden: die Metzgerei Hidding im Münsterland. Die Firma mit fünf Filialen und eigener Schlachtung war vor einigen Jahren von tagelangen Stromausfällen betroffen. Seitdem wurde viel in eine lückenlose Energieversorgung der Kühlhäuser investiert. Aber wie soll die Kommunikation zwischen Chef und Mitarbeitern funktionieren, wenn auch die Telefonnetze brachliegen? Eine Baustelle für Krisenberater Zweckerl. Ganz am Anfang stehen die Eheleute Simone und Jürgen Schlotterhose in Bochum: Sie sind seit einer Veranstaltung in der Schule ihrer Kinder alarmiert, wollen vorsorgen für den Krisenfall. Sie haben sich eine Liste der Bundesregierung besorgt. Dort werden bestimmte Lebensmittel und die Mengen für einen Notvorrat empfohlen. Bei fünf Personen und einer Etagenwohnung gerät die Familie in ein echtes Platz- und Geldproblem: „Wo sollen wir 100 Liter Trinkwasser lagern?“ Die Eheleute stehen vor ungeahnten Herausforderungen. Die „ZDF.reportage“ begleitet Profis und Laien bei der Vorbereitung: Was braucht man, um für Stromausfälle, Schneechaos, Naturkatastrophen, sprich, für einen Ernstfall gerüstet zu sein? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 27.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 ZDF Kleiner Motor, großes Abenteuer – Auf Tour mit der Simson
Folge 364 (30 Min.)Voll bepackt: Einmal im Jahr fahren die Simson-Freunde gemeinsam auf große Tour.Bild: ZDF1528 Kilometer, acht Freunde und Mopeds aus DDR-Zeiten: Die „ZDF.reportage“ begleitet eine außergewöhnliche Reise quer durch Deutschland und die Beneluxstaaten. Was als Abenteuer und Freundschaftsausflug beginnt, entwickelt sich diesmal zu ihrer längsten und zugleich härtesten Tour – geprägt von Pannen, Emotionen und einem Unfall, der alles infrage stellt. Der Start führt sie über die Wartburg bei Eisenach, die bereits zur ersten großen Herausforderung wird. Steile Anstiege, technische Grenzen und Erschöpfung sorgen früh für Spannungen. Doch das Ziel ist klar: täglich rund 250 Kilometer zurücklegen und dabei möglichst frei und spontan unterwegs sein – inklusive wildem Übernachten in der Natur.Doch dann passiert ein Unfall. Zwei Freunde kollidieren, beide müssen ins Krankenhaus. Der Schock sitzt tief. Zwischen Sorge, Schuldgefühlen und der Frage nach einem möglichen Abbruch rücken Zusammenhalt und Verantwortung stärker denn je in den Mittelpunkt. Am Ende entschließen sich die übrigen sechs Freunde, die Tour fortzusetzen – auch im Sinne der Verletzten. Die Fahrt führt sie weiter durch Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Belgien. Müdigkeit, steigender Zeitdruck und verschiedene Fahrstile sorgen erneut für Reibungen. Doch ebenso erleben die Freunde unvergessliche Momente: spontane Hilfsbereitschaft fremder Menschen, Zufallsschlafplätze inmitten idyllischer Natur und immer wieder das Gefühl grenzenloser Freiheit auf zwei Rädern. Die „ZDF.reportage“ begleitet die Männer eine Woche lang hautnah – zwischen Euphorie und Erschöpfung, Schrauberleidenschaft und existenziellen Momenten. Am Ende geht es nicht nur um 1528 Kilometer, sondern um Zusammenhalt, Verantwortung und Freundschaft. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 03.09.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 ZDF Countdown im Norden – Mecklenburg-Vorpommern vor der Wahl
Folge 365 (30 Min.)Mecklenburg-Vorpommern. Ein Land steht vor einer Wahl, die viele als Richtungsentscheidung sehen. Am 20. September 2026 wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und fragt, was die Wählerinnen und Wähler kurz vor dem Urnengang bewegt. Landärztin Dr. Sylvia Tschötschel erlebt die Sorgen der Menschen täglich. In ihren zwei Praxen in Borrentin und Demmin hört sie von steigenden Preisen, kleinen Renten und fehlenden Zukunftschancen. „Wütend sind viele darüber, dass alles teurer geworden ist.Die Jungen sind weggezogen, es fehlt weit und breit an Perspektiven und leider auch an Vertrauen in die Politik.“ Die aktuellen Umfragewerte bereiten ihr Angst. Unzufriedenheit auch in Stralsund. Vor einem Einkaufsmarkt treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene. Die 20-jährige Christin S. sagt offen, wen sie wählen möchte: „Die Partei, die uns noch nicht belogen hat. Das ist die AfD.“ Ihr Begleiter ergänzt: „Die meisten denken hier so wie wir.“ Streetworker Mathias T. von der Kreisdiakonie Stralsund beobachtet seit Jahren Veränderungen unter jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Rechts zu sein, sei für viele inzwischen selbstverständlich geworden. „Politisch greifen wir eher wenig ein. Anders natürlich, wenn sie was Verfassungsfeindliches machen. Das haben wir hier sehr genau im Blick.“ Gleichzeitig fehlten vielerorts Räume und Perspektiven. Von einst 15 Jugendklubs seien nur noch zwei geblieben. Mecklenburg-Vorpommern scheint gespalten. Während die einen auf einen politischen Neuanfang hoffen, befürchten andere die Vertiefung gesellschaftlicher Risse. Die „ZDF.reportage“ ist unterwegs im Land und versucht, die Stimmung kurz vor der Wahl einzufangen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 10.09.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 ZDF Leben auf Achse – Pendler, Trucker, Monteure
Folge 366 (30 Min.)Kalle lebt seit Jahren auf Montage – nur am Wochenende ist er zuhause.Bild: ZDFStau, Rastplatz, Monteurszimmer: Millionen Menschen sind für die Arbeit unterwegs. Das Zuhause wird dabei oft zur Zwischenstation. Dabei ist Deutschland auf mobile Arbeitskräfte angewiesen. Allein in der Logistik fehlen laut Branche mehr als 100.000 Fahrerinnen und Fahrer. Gleichzeitig pendeln Millionen Beschäftigte jeden Tag über weite Strecken zur Arbeit. Für Melina gehört das Leben auf der Straße zum Alltag. Die Lkw-Fahrerin ist vor vier Jahren in den Beruf eingestiegen und fährt vor allem von Ostwestfalen zu den Häfen in Hamburg und Bremerhaven. „Die Arbeitsbedingungen sind eine große Herausforderung“, sagt Melina.„Oft weiß ich abends noch nicht, ob ich am nächsten Tag nach Hause komme oder wieder im Lkw schlafe. Ich kann kaum planen.“ Besonders belastet sie der Mangel an Parkplätzen und geeigneten Sanitäranlagen. Trotzdem spricht sie vom Lkw-Fahren als einem „Traumberuf mit kleinen Macken“. Auch Stahlbauer Kalle verbringt einen großen Teil seines Lebens unterwegs. Rund 200 Tage im Jahr ist er auf Montage und errichtet mit seinem Team deutschlandweit Stahlgerüste für Industriehallen. „Man sieht immer etwas Neues, es ist weniger Routine“, sagt er. Die Kollegen sind für ihn längst zur Ersatzfamilie geworden. Während Familienvater Tobias am Wochenende möglichst viel Zeit mit seinen Kindern verbringen möchte, überwiegen für Kalle inzwischen die Vorteile des mobilen Lebens: „In der Woche macht meine Frau ihr Ding und ich meins. Das hält die Beziehung frisch.“ Weit weniger sichtbar ist die Situation vieler Berufspendlerinnen und Berufspendler. Millionen Menschen legen täglich lange Wege zur Arbeit zurück. Eine von ihnen ist Anja aus Oberhausen. Für den Weg zu ihrem Arbeitsplatz bei Witten braucht sie wegen des dichten Verkehrs im Ruhrgebiet oft drei bis vier Stunden am Tag. Ein Umzug kommt für sie nicht infrage. Neben ihrem sozialen Umfeld vor Ort unterstützt sie ihre pflegebedürftige Mutter und ihren Vater nach einem Schlaganfall: „Er hat sich recht gut wieder erholt, aber trotzdem unterstütze ich sie jetzt fast täglich – vom Großeinkauf bis zur Fahrt zum Arzt.“ Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen, die Deutschlands Straßen, Baustellen und Lieferketten am Laufen halten, und zeigt die Belastungen, Chancen und persönlichen Opfer eines Lebens auf Achse. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 17.09.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2026 ZDF Bahnhofsviertel Frankfurt – Alltag, Drogen, Nightlife
Folge 367 (30 Min.)Die junge Anabelle tanzt in einem Stripclub im Frankfurter Bahnhofsviertel.Bild: ZDF und Mathias WindrathDas Frankfurter Bahnhofsviertel ist ein Ort der Gegensätze: Zwischen Drogenelend und Designer-Bars, Subkultur und Gentrifizierung, internationalem Flair und sozialem Brennpunkt. Rund 4000 Menschen leben hier. Das nur 0,5 Quadratkilometer große Gebiet schreckt manche Passanten ab, zieht aber viele auch magisch an. Die 19-jährige Anabelle hat ihr Hobby Tanzen zum Beruf gemacht und einen Job als Stripperin angenommen. Wie funktioniert das Geschäft mit dem Körper? Wie groß ist die Gefahr, auf die „schiefe Bahn“ zu geraten? Angst hat sie im Bahnhofsviertel nicht.Sie sagt: „Klar muss man als Frau aufpassen, aber das muss man überall.“ Um diejenigen, die wegen Alkohol, Medikamenten oder Drogen abgestürzt sind, kümmern sich nicht nur professionelle Sozialarbeiter, sondern auch freiwillige Streetworker wie der 36-jährige Mo. Er war früher selbst Dealer und hilft nun anderen, durch Entgiftung aus der Spirale von Sucht und Elend herauszukommen. Dabei arbeitet er mit einem Team von Freiwilligen zusammen. „Wir bringen mindestens fünf bis sechs Menschen in die Entgiftung im Monat. Davon schafft es natürlich nicht jeder, aber von zehn Leuten schaffen es etwa zwei bis drei bei uns“, erzählt Mo. Der Gastronom Rusbeh Toussi wohnt und arbeitet seit rund 20 Jahren im Bahnhofsviertel, betreibt dort ein Restaurant und den Club „Karlson“. Auch wenn es für ihn als Geschäftsmann nicht immer leicht ist inmitten von Suchtkranken und Kriminalität, findet er: „Das Bahnhofsviertel ist einer der kosmopolitischsten, energiegeladensten Orte in Frankfurt – wahrscheinlich in Deutschland überhaupt. Ich bin froh, dass wir Teil dieser Community sind.“ Seit vier Jahren ist Hauptkommissar Daniel Kerleau regelmäßig im Bahnhofsviertel im Einsatz. Drogen, Menschen ohne Aufenthaltstitel, illegale Straßenprostitution – die Einsätze sind vielfältig und oft äußerst stressig. „Stellen Sie sich einen Tag ohne uns vor, wie es dann hier aussehen würde“, sagt der 29-Jährige. Doch trotz der nie endenden Kriminalität mag er das Bahnhofsviertel wegen seiner Vielfalt und Buntheit. Die „ZDF.reportage“ gibt Einblicke in das verrufene und lebendige Areal am Frankfurter Hauptbahnhof. Der Film blickt hinter die Kulissen des Viertels und trifft Anwohner, Ex-Dealer, Polizisten, Crack-Süchtige und Geschäftsleute. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 24.09.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 26.09.2026 ZDF Familien unter Druck – Jeder Euro zählt
Folge 368 (30 Min.)Preistreiber Kinderkleidung: Katharina S. kauft Kindersachen nur secondhand ein und spart so viel Geld.Bild: Marie Koytek / ZDFIn Deutschland gilt jedes siebte Kind als armutsgefährdet. Zugleich verschärfen unfreiwillige Teilzeit und unsichere Einkommen die finanzielle Lage vieler Familien. Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Kind bis zum 18. Geburtstag im Schnitt rund 190.000 Euro. Zudem müssen Eltern einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Miete, Lebensmittel, Kleidung und Kinderbetreuung ausgeben. Iris und Armin aus Sersheim in Baden-Württemberg haben Ausbildung und Berufseinstieg längst hinter sich.Trotzdem muss das Ehepaar mit zwei Kindern bei alltäglichen Ausgaben genau rechnen. Wegen Personalmangels und verkürzter Öffnungszeiten in der Kita kann Iris nach ihrer zweiten Elternzeit nicht in den Beruf zurückkehren. „Wir brauchen Betreuungszeiten, auf die wir uns wirklich verlassen können“, sagt sie. Armin trägt mit seinem Einkommen allein die laufenden Kosten und Kreditraten für Auto und Wohnung. „Wir haben nie damit gerechnet, dass wir mal mit nur einem Einkommen dastehen. Aktuell sind wir oft auch mal im Dispo.“ Selbst mit einem soliden Gehalt können unerwartete Ausgaben schnell zur Belastung werden. Noch enger ist der finanzielle Spielraum beim alleinerziehenden Vater Farhad aus Wolfenbüttel in Niedersachsen. Der 52-Jährige arbeitet seit einem Jahr wieder in Vollzeit als Hauswart. Weil dadurch das Wohngeld weggefallen ist, hat die Familie mit zwei Kindern trotz zusätzlicher Arbeitsstunden nur circa 130 Euro mehr als zuvor. Nach Feierabend kümmert Farhad sich allein um Haushalt, Essen, Hausaufgabenbetreuung und die Freizeitgestaltung seiner Kinder. Urlaub ist meist nur mithilfe geförderter Angebote möglich. „Kinder sind unsere Zukunft. Ich möchte, dass es ihnen gut geht und sie alle Möglichkeiten haben“, sagt er. „Aber trotz Vollzeitjob müssen wir überall sparen.“ Wo Familien an ihre Grenzen geraten, versucht die Kindertafel Wuppertal gegenzusteuern. Täglich erhalten dort rund 30 Kinder ein warmes Essen, Hausaufgabenhilfe und Unterstützung beim Lernen. „Bildung ist der wichtigste Weg aus der Armut. Wir möchten mit unserem Angebot verhindern, dass diese Kinder die Tafelkunden von morgen werden“, sagt Leiterin Elena Merlakova. Ihr Ziel ist es, Kindern durch Teilhabe und Bildung langfristig bessere Chancen zu eröffnen. Katharina und Jannik aus dem Münsterland haben sich bewusst dafür entschieden, bereits während ihrer Ausbildungszeit eine Familie zu gründen. Katharina war bei der Geburt ihres ersten Kindes 21 Jahre alt, Jannik 19. Jannik arbeitet in Teilzeit und studiert gleichzeitig, Katharina steht kurz vor ihrem Abschluss an einer Fernuniversität. „Zwischen Kita, Studium, Haushalt und Renovierung ist unser Alltag eng getaktet“, sagt Katharina. Rund 2.500 Euro stehen der Familie monatlich zur Verfügung. „Ohne die Unterstützung unserer Familie würden wir das alles nicht schaffen.“ Trotz der Einschränkungen stehen die beiden absolut hinter ihrer Entscheidung, früh Eltern zu werden. Eine „ZDF.reportage“ über die Herausforderungen von Familien in der heutigen Zeit. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.10.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 10.10.2026 ZDF Die gefährlichsten Jobs – Tauchen, Klettern, Sprengen
Folge 369 (30 Min.)Sprengmeister Artur Feitenheimer steht vor den Trümmern des gerade gesprengten Kesselhauses.Bild: ZDFSie arbeiten unter den härtesten Bedingungen und machen Jobs, die andere nicht machen wollen: Industrietaucher, Berufskletterer und Abrissprofis. 18 Meter tief im Abwasser, 120 Meter in der Höhe oder direkt neben einer Sprengung: Manche Menschen arbeiten dort, wo Fehler lebensgefährlich werden können. Erfahrung, höchste Konzentration und absolutes Vertrauen ins Team sind die Voraussetzungen. „Das Gefährlichste ist, wenn man Panik bekommt“, sagt Catharina Richter. Als erste Frau in Deutschland hat sie den Meistertitel als Industrietaucherin erworben. Bei ihrem heutigen Einsatz herrscht unter Wasser völlige Dunkelheit, die Temperatur liegt bei rund 40 Grad.Orientierung gibt es kaum. Gemeinsam mit ihrem Team reinigt sie einen Faulturm im niedersächsischen Achim. Mit 60 Kilogramm Ausrüstung muss sie in 18 Meter tiefes Abwasser hinab, um Ablagerungen zu entfernen. Am anderen Ende, an der Sicherungsleine, steht ihr Vater Siegfried Richter. Er kennt die Risiken des Berufs genau. „Wenn jemand nicht zu 100 Prozent fit oder mit den Gedanken woanders ist, weil er vielleicht gerade privat Probleme hat, wird er keinen Tauchgang machen. Das ist lebensgefährlich.“ Trotzdem ist der Beruf für Catharina ihr Traumjob. Auch Janis Weber arbeitet in Extremlagen: Als Industriekletterer seilt er sich am Hamburger Michel in rund 120 Metern Höhe vom Dach ab. Dort sucht sein Team nach Schäden, durch die Wasser in das historische Bauwerk eindringen könnte. „Das ist schon immer etwas ganz Besonderes, hier am Michel zu klettern. Und die Aussicht auf den Hafen ist von hier oben einfach nur gigantisch.“ Jeder Schaden wird dokumentiert, kleinere Reparaturen werden direkt erledigt. Selbst Werkzeuge müssen gesichert sein. Denn was aus dieser Höhe herunterfällt, kann zur Gefahr werden. Sprengmeister Artur Feitenheimer wiederum sorgt dafür, dass Gebäude kontrolliert zu Fall gebracht werden. Bei Lüdenscheid bereitet er mit seinem Team die Sprengung eines alten Kesselhauses vor. Monate der Planung gehen dem Einsatz voraus. In unmittelbarer Nähe stehen ein intaktes Kraftwerk und weitere Gebäude. „Wir müssen da schon extrem aufpassen und alles doppelt und dreifach prüfen und kontrollieren. Ein Fehler kann hier wirklich fatale Auswirkungen haben.“ Die „ZDF.reportage“ porträtiert Menschen, die täglich unter außergewöhnlichen Bedingungen arbeiten. Sie zeigt, warum in diesen Berufen Mut allein nicht genügt und Präzision, Erfahrung und Teamvertrauen über alles entscheiden. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 22.10.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 24.10.2026 ZDF Tür. Aufzug. Reifen. – Notdienste im Einsatz
Folge 370 (30 Min.)Schlüsseldienstbetreiber Can ist rund um die Uhr im Einsatz.Bild: Philipp Lückert / ZDFEin kleines Missgeschick – und schon brauchen wir Hilfe und zwar gleich. Ob zugefallene Tür, kaputte Waschmaschine oder Panne kurz vor dem Urlaub: Schon sind Notdienste gefordert. Viele Dienstleister haben sich auf diese Art Aufträge spezialisiert. Oft sind die Kunden für schnelle Hilfe bereit, einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Das zieht auch so manche schwarzen Schafe an. „Ich hatte letztens noch eine Kundin gehabt, die für eine zugezogene Tür am Ende über 1.400 oder 1.500 Euro bezahlt hat.“, sagt Cemil Can. „Finde ich schade, dass Menschen dann halt die Notsituation von anderen Menschen ausnutzen“.In Köln ist Schlüsseldienstbetreiber Can rund um die Uhr im Einsatz. Mal öffnet er innerhalb weniger Sekunden eine zugefallene Wohnungstür, mal tauscht er nach einem Fall häuslicher Gewalt ein Schloss aus. Der 38-Jährige erlebt dabei täglich neue Situationen und versucht, sich mit transparenten Preisen vom schlechten Ruf seiner Branche abzuheben. Im Raum Bottrop fährt Tim Mattheus jeden Tag zu Kunden, deren Haushaltsgeräte plötzlich den Dienst versagen. Ob Scherbe in der Spülmaschine, gerissener Riemen im Trockner oder verschlissene Stoßdämpfer einer alten Waschmaschine: Er versucht zu reparieren, was sich noch retten lässt. Wie wichtig das sein kann, zeigt der Einsatz in einem Friseursalon. „Ohne Handtücher geht schlecht. Wir brauchen 200 Stück am Tag. Und wenn der nicht läuft, kriegen wir die nicht trocken“, erklärt der Inhaber kurz vor einem umsatzstarken Wochenende. Auch Roland Johren ist ständig unterwegs. Mit seiner mobilen Reifenwerkstatt hilft er Autofahrern, die nach einer Panne nicht weiterkommen. Besonders an reisestarken Wochenenden klingelt sein Telefon pausenlos. „Wann es passiert, weiß man natürlich nicht. Gestern ging es am Nachmittag erst los“, sagt Johren. „Ich war bis um halb zwei unterwegs. Es war schon richtig was zu tun.“ Für viele Reisende entscheidet sein Einsatz darüber, ob die Fahrt fortgesetzt werden kann oder nicht. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen, die einspringen, wenn rasche Hilfe gefragt ist, und zeigt, wie ihr Einsatz dafür sorgt, dass unser Leben auch in unerwarteten Situationen weiter funktioniert. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 29.10.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 31.10.2026 ZDF Jung und Macher
Folge 371 (30 Min.)Erst Ausbildung, dann Festanstellung? Immer mehr junge Menschen gehen ganz anders ins Berufsleben: Sie gründen selbst ein Unternehmen. Gründen liegt bei Gen Z im Trend. 40 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland sind unter 30. Die „ZDF.reportage“ begleitet junge Menschen, die früh Verantwortung übernehmen und für ihren Traum alles auf eine Karte setzen. „Mein Unternehmen besteht hauptsächlich aus Druck und Perfektionismus“, sagt Celine Blessin aus Berlin. Die 24-Jährige hat sich als Konditorin selbstständig gemacht. Gerade in den Sommermonaten herrscht Hochbetrieb: Hochzeiten, Einschulungen und Familienfeiern sorgen für volle Auftragsbücher.Schon morgens um sechs beginnt der Arbeitstag. Dann entstehen vegane Zimtschnecken, aufwendige Torten und außergewöhnliche Eiskreationen. Unterstützung bekommt sie von ihrem Ehemann George. Gemeinsam versuchen sie, Unternehmen und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Auch Nicolas Bender und Jan Grüterich aus Horhausen im Westerwald haben sich früh gegen einen klassischen Berufsweg entschieden. Nach dem Abitur gründen die beiden Freunde ein Entrümpelungsunternehmen. Heute gehören Haushaltsauflösungen, Firmenräumungen und Messie-Wohnungen zu ihrem Alltag. Gleichzeitig wollen sie eine eher konservative Branche modernisieren. Mit einer selbst entwickelten Software setzen sie auf digitale Abläufe. Für Milan von dem Bussche aus Darmstadt beginnt alles mit einem Bastelprojekt in der heimischen Garage. Mit 15 Jahren stellt er aus recycelten Plastikflaschendeckeln Filament, den Grundstoff für den 3D-Druck, her und gewinnt damit bei „Jugend forscht“. Noch während der Schulzeit gründet er mit Freunden ein Unternehmen. Heute verkauft der 23-Jährige Maschinen und Software für den 3D-Druck, beschäftigt 30 Mitarbeitende und beliefert Kunden in 14 Ländern. Um weiter zu wachsen, sucht er Investoren. Freizeit spielt für ihn eine untergeordnete Rolle. „Ich war eigentlich noch nie ein großer Partygänger. Deshalb habe ich nicht das Gefühl, besonders viel zu verpassen“, sagt Milan. Sein ehrgeiziges Ziel: Mit seiner Firma Weltmarktführer werden. Die „ZDF.reportage“ begleitet junge Macher auf ihrem Weg in der Selbstständigkeit. Der Film zeigt, wie sie zwischen wirtschaftlichem Risiko, persönlichem Verzicht und großen Ambitionen ihren Platz im Berufsleben suchen und dabei schon in jungen Jahren Verantwortung für andere übernehmen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 05.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 ZDF Die jungen Pflegerinnen: Dienstbeginn an der Charité
Folge 372 (30 Min.)Emilia bereitet ein Medikament vor.Bild: ZDFVier junge Frauen, eine große Aufgabe: Nach dem Examen starten sie an der Charité Berlin als Pflegekräfte in den Berufsalltag. Wie werden sie die Realität im stressigen Klinikalltag verkraften? Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre, dann heißt es: Theorie in Praxis umsetzen. Das Grundgehalt in der Pflege liegt für Berufseinsteiger bei rund 3700 Euro brutto im Monat. Doch der immense Druck stellt alle vor große Herausforderungen. „Lasst uns die Pflege groß machen“, sagt Emilia, 24. Seit sie ihre Großeltern in deren letzten Tagen begleitet hat, gibt es für sie nur dieses eine Ziel.Auf der Gastroenterologie versorgt sie bis zu 22 Patientinnen und Patienten pro Schicht und spürt zunehmend, wie schwer es wird, zwischen dem engen Takt des Stationsalltags und der Zeit für den einzelnen Menschen die Balance zu halten. „Ich möchte nicht als Roboter enden, der einfach nur Aufgabe nach Aufgabe erledigt.“ Die vier jungen Frauen eint eine hohe Motivation und derselbe Konflikt: Sie wollen mehr tun, als nur zu funktionieren. Doch der Alltag auf Station lässt für das, was sie an diesem Beruf lieben, oft nur wenig Zeit. Franzi, 21, hat ihr Examen mit Auszeichnung bestanden und startet auf der Kinderintensivstation. Schon in ihrer ersten Schicht kommt ein zweijähriger Junge mit einer lebensbedrohlichen Sepsis. Sude, 23, war Erzieherin und arbeitet nun auf der Kinderkrebsstation. Als ihr kleiner Patient einen Fieberkrampf erleidet, muss sie lernen, die Ablehnung schwer kranker Kinder nicht persönlich zu nehmen. „Mich fasziniert an den Kindern, dass ich immer jeden Tag sehe, wie stark sie sind und wie viel sie wegstecken können“, resümiert Sude. „Mir ist es sehr wichtig, etwas Sinnvolles zu machen und ich bin hochmotiviert.“ Für die 24-jährige Anna bedeutet Pflege, „den Menschen, die jetzt aktuell in Not sind, unterstützend zu helfen, für sie da zu sein.“ Auf der pneumologischen Intensivstation betreut sie einen Mann, der seit Monaten auf eine Spenderlunge wartet und nur noch mithilfe einer künstlichen Lunge am Leben gehalten wird. Schließlich darf sie ihm die Nachricht überbringen, auf die er so lange gehofft hat. Eine „ZDF.reportage“ über die ersten Wochen im Pflegeberuf, über große Verantwortung in jungen Jahren und über den Mut, sie zu übernehmen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 12.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 ZDF Kriminalität in Deutschland: Gefühlte Ängste, reale Gefahren
Folge 373 (30 Min.)Am Leipziger Hauptbahnhof sind wegen eines verdächtigen Gegenstandes die Gleise gesperrt.Bild: ZDFAuf Straßen, in Parks oder im Nahverkehr fühlen sich viele Menschen in Deutschland heute unsicherer als noch vor einigen Jahren. Doch subjektives Sicherheitsgefühl und tatsächliche Kriminalitätslage unterscheiden sich. Insgesamt ist die Zahl der registrierten Straftaten in den vergangenen 30 Jahren gesunken – von rund 6,5 Millionen im Jahr 1994 auf etwa 5,5 Millionen Fälle 2025. Bei Gewaltdelikten gab es zuletzt allerdings wieder einen deutlichen Anstieg. Hannover gehört zu den deutschen Großstädten mit besonders vielen registrierten Straftaten pro Einwohner.Der Kriminaldauerdienst ist hier rund um die Uhr im Einsatz. Christina G. und Michael B. sichern Spuren, dokumentieren Tatorte und treffen auf Menschen in Ausnahmesituationen. „Man nimmt schon auch mal was mit nach Hause“, sagt Christina G. Michael B. ist seit 18 Jahren beim KDD: „Es gibt fast nichts, was ich noch nicht gesehen habe“. Am Leipziger Hauptbahnhof ist die Zahl der erfassten Gewaltdelikte stark angestiegen. Rund 100.000 Menschen passieren den Bahnhof täglich. 2025 registrierte die Bundespolizei dort rund 860 Gewalttaten – über 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bundespolizisten Ronny W. und Jördis W. sind regelmäßig zu zweit auf Streife. Sie kontrollieren Verdächtige, schlichten Konflikte und versuchen, Situationen frühzeitig zu deeskalieren. „Wir spüren schon, dass die Aggressivität zunimmt“, sagt Ronny W. In Bielefeld zeigt sich, gezielte Polizeiarbeit kann sowohl die gefühlte als auch die tatsächliche Sicherheit auf den Straßen verbessern. Die 2024 gegründete „Soko Innenstadt“ kontrolliert bekannte Brennpunkte, geht gegen Drogenkriminalität vor und verstärkt die Präsenz im öffentlichen Raum. Die Zahl der angezeigten Straftaten in der Innenstadt sank innerhalb eines Jahres um rund 22 Prozent, die Zahl der Gewaltdelikte sogar um 35 Prozent. Aus der zunächst befristeten Sonderkommission wird deshalb nun eine feste Einheit. Eine „ZDF.reportage“ über die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit im öffentlichen Raum. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 26.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 28.11.2026 ZDF Adventskreuzfahrt: Ahoi auf dem Rhein
Folge 374 (30 Min.)Lichter, gebrannte Mandeln und Glühwein, Weihnachtsmärkte sind für viele Menschen ein Highlight im Advent. Ihr Zauber zieht jedes Jahr Millionen Gäste nicht nur aus Deutschland an. Next Level ist es allerdings, eine Flusskreuzfahrt zu verschiedenen Weihnachtsmärkten entlang des Rheins zu buchen. Weihnachtsfans Anja, Marion, Martin und Carsten haben das gemacht und so fünf Weihnachtsmärkte in fünf Tagen besucht. Von Köln über Rüdesheim, Speyer und Germersheim nach Straßburg geht die Tour – und wieder zurück über Koblenz. In jeder Stadt wartet ein neuer Weihnachtsmarkt auf die beiden Paare aus Niedersachsen.Die „Weihnachtshauptstadt“ Straßburg ist mit ihrer geschmückten Altstadt und dem 30 Meter hohen Weihnachtsbaum ein Höhepunkt der Reise. „Jede Stadt hat ihren eigenen Stempel“, sagt Martin Röver. „Das Flair ist immer unterschiedlich, und wir probieren gern regionale Spezialitäten.“ Während die Urlauber die Weihnachtsmärkte erkunden, wird auch an Bord hinter den Kulissen die Weihnachtszeit eingeläutet. Die Besatzung und der Kapitän arbeiten unter Hochdruck, damit die Zeitpläne eingehalten werden – auch bei Winterwetter und Schleusen. Im Spa-Bereich werden Sauna und Massageräume für die Gäste nach den kalten Landgängen vorbereitet. Für Koch Olli darf sein persönliches Weihnachtshighlight auf dem Schiff nicht fehlen: das XXL-Hexenhaus. Auch beim Weihnachtsmenü kommt Stimmung auf: In der Küche bereitet Olli mit seinen Kollegen Gänse, Enten, Rotkohl und Klöße zu. Das Essen hat auf der Adventstour für den Koch einen hohen Stellenwert: „Zu Weihnachten gehört einfach gutes Essen und Trinken dazu.“ Eine „ZDF.reportage“ über eine weihnachtliche Kreuzfahrt zur Adventszeit. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 10.12.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 ZDF
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