Folge 3

  • Folge 3/​2017

    Folge 3
    Tiere. Essen. Denken. Kunst. Darum geht es in der nächsten Ausgabe von Westart live. Zu Gast sind der Philosoph Richard David Precht, der vegane Kochstar Attila Hildmann, der Hornist Felix Klieser, die Kabarettistin Christin Henkel und der Künstler Luki. Das Tier und wir: Richard David Precht über ein schwieriges Verhältnis: Philosoph war nicht sein Berufswunsch Nr. 1. „Ich wollte als Kind Zoodirektor werden“, sagt Bestseller-Autor Richard David Precht. Und so erkundet er in seinen Büchern nicht nur das menschliche Dasein, sondern fragt auch nach den Rechten der Tiere. Dürfen Menschen Tiere essen? Sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Wie passt zusammen, dass wir Tiere streicheln, quälen, schlachten? Sein neues Buch „Tiere denken“ beunruhigt und provoziert. Und es regt an, unser Verhalten zu ändern. Vorschriften will uns der Philosoph aber nicht machen. „Es geht in der Moral ja nicht darum, der Beste zu sein“, sagt er, „sondern so viel Gutes wie möglich zu erreichen.“ „Ich liebe die Vielseitigkeit!“ Der Hornist Felix Klieser: Er war erst vier, als er seinen Eltern verkündete: „Ich will ein Horn!“ Heute ist er mit Mitte 20 Profi-Hornist, trat bereits mit Sir Simon Rattle und Sting auf, bekam 2014 den ECHO Klassik und 2016 den Leonard-Bernstein-Award. Dabei hatte er denkbar ungünstige Voraussetzungen. Felix Klieser wurde ohne Arme geboren und spielt das Instrument mit den Füßen. Mit enormer Ausdauer und unglaublichem Talent schaffte er es als 13-Jähriger auf die Musikhochschule Hannover. Er gewann zahlreiche Preise bei „Jugend musiziert“, spielte im Bundesjugendorchester und nahm 2013 gemeinsam mit dem Pianisten Christof Keymer seine erste hochgelobte CD auf. „Vielleicht hab’ ich mir das Horn deshalb ausgesucht, weil ich dachte: Wenn ich es damit schaffe, schaff ich es mit allem“, sagt er. 2015 erschien die zweite CD „Horn Concertos“. Zurzeit bereitet er ein Kammermusikprojekt vor, mit dem er unter anderem am 19. Februar in der Essener Philharmonie gastiert. Sanfter Zynismus: die Kabarettistin Christin Henkel: Die einen meinen, sie mache Klavier-Kabarett, die anderen nennen sie Singer-Songwriterin. Sie selbst spricht von „KlaKaSon“ – einem Mix aus Klavier, Kabarett und Chanson. Wenn Christin Henkel am Flügel sitzt und mit glockenheller Stimme ihre Lieder singt, erzählt sie Geschichten: tieftraurig oder komisch, zynisch oder voller Mitgefühl. Und immer wieder kommt Surflehrer Klaus darin vor. Im Januar erschien ihr erstes Buch „Juhu, berühmt! Ach nee, doch nich’“, in dem sie selbstironisch ihren Weg als „mittelerfolgreiche“ Musikerin beschreibt. Mit ihrem neuen Programm tourt sie durch Deutschland, begleitet von der „Band ohne Haare“, hinter der sich der Cellist Juri Kannheiser verbirgt. Shootingstar der veganen Küche: Attila Hildmann: Hip und vegan: Attila Hildmann weiß, wie das geht. „Vegan for Fit“ oder „Vegan for Fun“ heißen die Bestseller, die der Kochbuchautor geschrieben hat. „Ich bin ein Genussmensch“, sagt er mit Überzeugung und ergänzt für Zögerliche: „Man muss nicht hundert Prozent vegan leben, aber es macht
    auf jeden Fall einen Unterschied, was wir essen.“ Für ihn steht fest: Fleischlos ist nicht nur gesund, sondern macht Spaß. Deshalb will er sich auch nicht in eine ideologische Ecke stellen lassen. „Vegan ist keine Religion. Kompromisse sind möglich.“ Kompromisslos vegan ist allerdings die Spezialität, die er bei Westart live serviert: eine Leberwurst ganz ohne Fleisch. Essen ist fertig! Doku über das weltbeste Restaurant „Noma“: 2003 wurde es eröffnet und bisher viermal zum besten Restaurant der Welt gekürt: das „Noma“ in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Mit eigenwilligen Kreationen wie „Krosse Rentierflechte, Kräuter und Crème fraîche“ hat sich Küchenchef René Redzepi auch schon drei Michelin-Sterne erkocht. Drei Jahre lang hat der Dokumentarfilmer Pierre Deschamps hinter die Kulissen geschaut und den Meister und seine Küchen-Crew bei der Arbeit beobachtet. Sein Film erzählt die Geschichte des „Noma“ mit allen Höhen und Tiefen. Am 9. Februar startet er in den Kinos, wenige Wochen, bevor René Redzepi sein Restaurant für ein Jahr schließt und eine Neueröffnung in der dänischen Freistadt Christiana vorbereitet. Gerhard Richter wird 85! Neue Werke im Museum Ludwig: Er ist ein Star der internationalen Kunstszene und einer der wichtigsten Maler der Gegenwart: der Wahlkölner Gerhard Richter. 23 Jahre lang war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie und überraschte immer wieder mit wechselnden Methoden und Motiven. Von blassen fotorealistischen Ölbildern bis hin zu bunten abstrakten Gemälden und dem leuchtenden Glasfenster im Kölner Dom hat er ein facettenreiches und tiefgründiges Werk geschaffen. Am 9. Februar feiert er seinen 85. Geburtstag und beschenkt das Museum Ludwig mit neuen Werken. Eine Sonderausstellung zeigt erstmals 26 ab¬s¬trakte Bilder, die alle im let¬zten Jahr ent¬s¬tan¬den sind, sowie bedeutende Arbeiten aus den vergangenen fünf Jahrzehnten. Die Schau ist vom 9. Februar bis zum 1. Mai 2017 zu sehen. Martin Luther Superstar: Pop-Oratorium für tausend Stimmen: Ein Pop-Oratorium zu Ehren des großen Reformators: Ausgedacht haben sich das Monumentalwerk Michael Kunze und Dieter Falk, zwei Großmeister der internationalen Musical-Szene. Im Rock-, Pop- und Gospelsound bringen sie Luthers Lebensgeschichte auf die Bühne. Aufgeführt wird es in ganz Deutschland mit Chören, die sich eigens für das Projekt zusammenfinden. Über 20.000 Sänger haben sich insgesamt angemeldet. Am 4. Februar ist das Pop- Oratorium in Düsseldorf zu Gast. Westart live ist bei dem wort- und stimmgewaltigen Konzertereignis dabei. Kunst in 60 Minuten: Luki: Luki, Student an der Kunstakademie Düsseldorf, probt den Spagat zwischen Kunst und Kommerz, Mode und Kunst. Seine Arbeit verbindet Model Casting, Social Sculpting, Fotografie und visuelle Textarbeit. #artstudentsofthefuture heißt eines seiner Projekte, in dem er selbstironisch den Hype um das Kunststudium ins Visier nimmt. Im vergangenen Jahr war er gemeinsam mit Isabella Fürnkäs mit der Videoinstallation „Selfiekalypse“ und einer Performance bei einer Gruppenausstellung im Museum Abteiberg dabei. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Herbst in der New Day Gallery Berlin. Für Westart live wird er eine Kunst-Modeschau gestalten. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 06.02.2017 WDR

Sendetermine

So. 12.02.2017
08:30–09:50
08:30–
Mo. 06.02.2017
22:40–00:00
22:40–
NEU
Erhalte Neuigkeiten zu Westart direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Westart und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Reviews & Kommentare

    Erinnerungs-Service per E-Mail

    TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn Westart online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.

    Folge zurückFolge weiter

    Auch interessant…

    Hol dir jetzt die fernsehserien.de App