Folge 2

  • Folge 2/​2017

    Folge 2
    Musik, die unter die Haut geht, Spaß am anarchischen Puppenspiel und die flirrende Schönheit des Alltags. Das sind die Zutaten der nächsten Ausgabe von Westart live. Zu Gast sind der Sänger Max Mutzke, die Medienkünstlerin Britta Thie, die Schriftstellerin Julia Zange, der Puppenspieler René Marik und der Bildhauer Stefan Rosendahl. Deutschlands Soulstimme Nr. 1: Max Mutzke: Der Mann mit der Kappe ist einer der besten Sänger Deutschlands. Ob Soul, Funk, Jazz oder Pop – Max Mutzkes Musik geht unter die Haut. 2004 vertrat er Deutschland beim European Song Contest mit „Can’t Wait Until Tonight“, ein rasanter Karrierestart, der hielt, was er versprach. In den letzten Jahren gewann Max Mutzke zahlreiche Preise (unter anderem die 1Live Krone), trat mit Jazzstars wie Klaus Doldinger und Nils Landgren auf und veröffentlichte acht Alben – zuletzt „Experience“, das er gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie aufgenommen hat. Ein „Ritterschlag“ und „gigantisches Erlebnis“, wie er sagt. Zurzeit ist Max Mutzke auf Deutschlandtour und mit seiner Band bei Westart live zu Gast. Anarchische Show: der Puppenspieler René Marik: Ein Maulwurf aus Plüsch – blind, wie es sich für dieses Tier gehört, leicht cholerisch und mit einem aberwitzigen Sprachfehler gesegnet – begeistert Millionen auf Youtube und Tausende von Zuschauern live auf der Bühne. Der Mann, der den Maulwurf zur Kultfigur machte, ist der Puppenspieler und Musiker René Marik. Frosch Falkenhorst, Eisbär Kalle und der Hasskasper komplettieren sein Ensemble. „Ich bin Comedian“, sagt René Marik, „und Anarchist“. Am 31. Januar startet er seine neue Tour „Best of Plus X“. Vorher lässt er im Westart live-Studio die Puppen tanzen. Leben im Dazwischen: die Medienkünstlerin Britta Thie: Sie bringt das Lebensgefühl ihrer Generation auf den Punkt: Britta Thie, Medienkünstlerin und Model. 1987 in Minden geboren, studierte sie Kunst in Münster, Berlin und New York. Ihre Webserie „Transatlantics“, von Arte und der Frankfurter Schirn veröffentlicht, ist ein Videotagebuch ihres Alltags. In sechs Folgen erzählt sie mal schrill, mal nachdenklich von sich und ihren Freunden, von Liebe und Einsamkeit, Träumen und Zweifeln, Feminismus und Kunst. Ein Leben im Dazwischen, das die Grenze zwischen Wirklichkeit und Spiel verwischt. Nach dem großen Erfolg von „Transatlantics“ hat Britta Thie im vergangenen Sommer an den Münchner Kammerspielen ein „Live-Drama über die Tragik des Ratings“ inszeniert. Bei Westart live erzählt sie von ihrem Plan für eine TV-Show fürs Streaming, in der es um „Emotionale Mobilität“ in unserer digitalisierten virtuellen Welt gehen wird. „Realitätsgewitter“: Julia Zange über die Vereinsamung einer Generation: Sie ist Schauspielerin, Redakteurin und Schriftstellerin: Julia Zange. In der Webserie „Transatlantics“ von Britta Thie spielte sie eine Hauptrolle und ist demnächst in Philip Grönings Film „Mein Bruder Robert“ im Kino zu sehen. Als Schriftstellerin gewann sie 2005 den „open mike“. Nun ist ihr neuer Roman erschienen: „Realitätsgewitter“ – ein Roman über die Vereinsamung ihrer Generation. Darin taumelt ihre Protagonistin Marla durch die Großstadt und begegnet vielen jungen Menschen, die wie sie keine dauerhaften Bindungen
    eingehen können. Wenig Sex, dafür mehr iPhone-Kontakte, immer unterwegs, aber ohne einen richtigen Halt im Leben. In Westart live erzählt sie, was sie zu diesem Buch inspiriert hat. Zeitlos schön: Sage Sohiers Bildband „Witness to Beauty“: Sie ist bekannt für ihre Porträts: die amerikanische Fotografin Sage Sohier. In der neuen Serie „Witness to Beauty“ steht ihre Mutter im Mittelpunkt. Die heute 89-Jährige war ein gefeiertes Topmodel, eine Stilikone der 50er-Jahre. Sage Sohiers Porträts entstanden zwischen 2000 und 2014. Sie zeigen, wie die Mutter dem Alter trotzt und souverän das Beste daraus macht. Es sind sehr persönliche Aufnahmen, die den Wandel des Schönheitsideals dokumentieren, mehr aber noch über das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter erzählen. „Ich dachte, das Altern würde schrecklich für sie werden“, sagt Sage Sohier. „Aber jetzt ist sie schon 89 und hat noch immer eine irre Energie!“ „Erzähl es niemandem!“ Eine deutsch-norwegische Liebesgeschichte im Kino: Ostern 1942. Auf der norwegischen Insel Hinnoy begegnet die 19-jährige Lillian dem deutschen Wehrmachtssoldaten Helmut. Es ist Liebe auf den ersten Blick – in einem von den Deutschen besetzten Land. Als Lillian an der Beziehung zu zweifeln beginnt, vertraut ihr Helmut ein Geheimnis an: Seine Mutter ist Jüdin, er selbst trägt die Soldatenuniform zur Tarnung. Er beschwört sie, niemandem etwas davon zu erzählen. Lillian hält sich daran. Erst nach dem Tod des Vaters rekonstruiert die Journalistin Randi Crott die Liebesgeschichte ihrer Eltern und veröffentlicht gemeinsam mit ihrer Mutter das bewegende Buch „Erzähl es niemandem!“ Der Bestseller ist die Grundlage des gleichnamigen Dokumentarfilms von Klaus Martens, der in Deutschland und Norwegen gedreht wurde und am 2. Februar in die Kinos kommt. Kunst in 60 Minuten: der Künstler und Bildhauer Stefan Rosendahl: Die Frage nach dem „rechten Maß“, nach dem Verhältnis von Körper und Raum zieht sich wie ein roter Faden durch Stefan Rosendahls Werk. „Bis heute beschäftigt mich der menschliche Körper als bildgebendes Medium“, sagt er, „demgegenüber Architektur als das Zeichen für menschliches Maß.“ 1970 in Münster geboren, studierte er nach einer Ausbildung zum Steinmetz Kunst und Bildhauerei in Bremen, Marseille und Münster. 2004 war er Meisterschüler von Katharina Fritsch. Seit 1995 arbeitet er als freier Bildhauer. Seine Werke sind in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Außerdem unterrichtet er und kuratiert internationale Projekte. Kosmos der Straße: Peter Lindbergh und Garry Winogrand im NRW-Forum: Zwei Weltstars der Fotografie in Düsseldorf: Unter dem Titel „Women on Street“ präsentiert das NRW-Forum Arbeiten von Peter Lindbergh und Garry Winogrand. Es sind außergewöhnliche Einblicke in den Kosmos der Straße. Garry Winogrand (1928⁠–⁠1984) gehört zu den wichtigsten Vertretern der Street Photography. Von ihm sind 85 Schwarz-Weiß-Bilder zu sehen sowie als Weltpremiere auch seine seltenen Farbaufnahmen aus den Jahren 1958 bis 1967. Peter Lindbergh, in Rheinhausen aufgewachsen, ist einer der bedeutendsten Modefotografen der Welt. Mit seinen Aufnahmen von Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz und Cindy Crawford prägte er den Begriff des Supermodels. Die Ausstellung zeigt 44 Fotos, die bei Modeshootings auf der Straße entstanden sind. Sie wird am 3. Februar zum Duesseldorf Photo Weekend 2017 eröffnet und ist bis zum 30. April zu sehen. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 30.01.2017 WDR

Sendetermine

So. 05.02.2017
08:30–09:50
08:30–
Mo. 30.01.2017
22:40–00:00
22:40–
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