„You’ll never walk alone“: Das wissen nicht nur Fußballer, sondern auch Künstler, Politiker und sogar ganze Länder. Und wir von Westart live wissen es auch: Zu Gast bei Siham El-Maimouni sind die Schauspielerin Hannelore Hoger, der Regisseur Thomas Ostermeier, die Soulsängerin Y’akoto und die Performancekünstler Richter/Meyer/Marx. „Ich träume gern“: die Schauspielerin Hannelore Hoger: Hannelore Hoger hat ihr erstes Buch geschrieben. „Ohne Liebe trauern die Sterne“ heißt es. Ein rätselhafter Titel, aber genau das mag die Schauspielerin: Raum für Phantasie statt starrer Festlegungen.
Sie erzählt darin von ihrer Kindheit und Jugend, ihrer Karriere, den Menschen, die ihr etwas bedeuten, und ihrer Leidenschaft fürs Malen. 1942 in Hamburg geboren, stand sie schon als Sechsjährige zum ersten Mal im Ohnsorg-Theater auf der Bühne. Nach ihrer Schauspielausbildung arbeitete sie mit so renommierten Regisseuren wie Peter Zadek, Edgar Reitz und Alexander Kluge, mit dem sie sieben Jahre lang liiert war. Bundesweit bekannt geworden ist sie als TV-Kommissarin Bella Block, die samstagabends im ZDF ermittelt.
Soeben hat sie nach fast 25 „Dienstjahren“ die letzte Folge abgedreht. Was danach kommt? „Ich bin gerade ohne Ziel. Ich möchte einfach nur ausschlafen und träumen“, sagt sie. Amitié heißt Freundschaft: die Zukunft des deutsch-französischen Kulturaustausches: Aus Feinden wurden Freunde: Die deutsch-französischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg sind eine Erfolgsgeschichte par excellence. Ein Meilenstein war der Élisée-Vertrag, den Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle 1963 in Paris unterzeichneten.
Seither haben sich nicht nur auf Regierungsebene, sondern auf zahlreichen Gebieten Kooperationen und persönliche Freundschaften entwickelt. Besonders eng ist die Zusammenarbeit in der Kultur: Es gibt Städtepartnerschaften, Festivals und mit ARTE sogar einen gemeinsamen Fernsehsender. Doch wie fest sind die Bande geknüpft? Wird es nach der Präsidentschaftswahl Veränderungen geben? Gemischte Gefühle: Thomas Ostermeier über die Wahl in Frankreich: Thomas Ostermeier, künstlerischer Leiter der Schaubühne Berlin, ist einer der bedeutendsten deutschen Regisseure und ein exzellenter Kenner unseres Nachbarlandes.
Seit 2010 ist er Präsident des Deutsch-Französischen Kulturrates. Immer wieder ist er mit seinen Inszenierungen in Frankreich zu Gast: beim Theaterfestival in Avignon, am Théâtre national de Bretagne und natürlich in Paris. Zurzeit probt er die Bühnenfassung des viel diskutierten Buches „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon. Die Zukunft Frankreichs sieht er mit gemischten Gefühlen.
Eine Präsidentin Marine Le Pen wäre eine Tragödie. Aber auch unter Emmanuel Macron, so seine Befürchtung, werden sich die Spannungen in der Gesellschaft verschärfen. Am Tag nach der Präsidentschaftswahl spricht er bei Westart live über die Folgen für die deutsch-französischen Beziehungen und die gemeinsame Kulturarbeit. Die Melancholie der Meerjungfrau: die Sängerin Y’akoto: Für Y’akoto hatte das Meer schon immer einen besonderen Reiz. „Das Unbekannte zieht mich an“, sagt die Sängerin mit der ausdrucksstarken Stimme.
1988 in Hamburg geboren, wuchs sie in Ghana, der Heimat ihres Vaters, in einer Hafenstadt auf. Als sie 13 war, zog sie mit ihrer Familie nach Hamburg zurück. Damals begann sie, Musik zu machen – von Rock über Reggae bis
zu Elektro. Der Durchbruch als Soulsängerin gelang ihr 2012 mit der Single „Tamba“, einem Lied über das Leid der Kindersoldaten. Jetzt ist ihr drittes Album „Mermaid Blues“ erschienen, Blues der Meerjungfrau. Wie die sagenumwobene Nixe bewegt sich Y’akoto zwischen den Welten: Melancholie, Leidenschaft und Rebellion.
Auf der Bühne von Westart live beschwört sie mit ihrer Musik die Macht des Meeres. Erhellend: Internationaler Lichtkunstpreis in Unna verliehen: Eine Funken sprühende Säule aus Glühlampen: Für seine Installation „Point of Contact“ hat der japanische Multimediakünstler Satoru Tamura den diesjährigen „International Light Art Award“ bekommen. Das Werk erinnert an einen gigantischen Lichtschalter. Denn sobald ein sich langsam bewegender Metallstab eine Stahlplatte berührt, bringt der Kontakt die Lampen zum Leuchten.
Der zweite Preis ging an den deutschen Künstler Tilman Küntzel für einen von der Decke gefallenen Kronleuchter, der dritte an das niederländische Duo Vroegop/Schoonveld, das aus 200 rotierenden Lampen eine begehbare Installation formte. Alle drei Arbeiten, die sich gegen 300 Bewerbungen durchsetzten, sind noch bis zum 3. September im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Westart live bringt aus der Ausstellung erhellende Einblicke mit.
Die Legende lebt: Deep Purple mit neuem Album auf Abschiedstournee: „Smoke on the Water“ – wirklich zum letzten Mal? Jedenfalls ist die legendäre Rockband Deep Purple auf großer Abschiedstournee. In Nordrhein-Westfalen sind die britischen Jungs, mittlerweile alle um die 70, gleich zweimal zu Gast: am 6. Juni in Köln und am 7. Juni in Dortmund. Aber keine Angst vor dem Ende! Immerhin haben die Hardrocker ihr neues Album vorausschauend „inFinite“ genannt. Sollte es sich also tatsächlich um die letzte Tour und das letzte Studioalbum handeln, so hat Deep Purple schon mal die Unendlichkeit ins Auge gefasst.
Westart live über eine Band, die Musikgeschichte schrieb und noch immer rockt. „You’ll never walk alone“: auf den Spuren der Fußballhymne: „You’ll never walk alone“ ist mehr als ein Song, es ist eine Hymne, die seit Jahrzehnten weltweit die Fußballseele bewegt. Kein Wunder, dass die BVB-Fans sie vor wenigen Wochen beim Spiel nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus besonders laut sangen. Jetzt gibt es den Film zum Lied.
André Schäfer hat eine Doku über die Entstehung der inoffiziellen Fußball-Hymne gedreht. Sein Freund Joachim Król, Schauspieler und bekennender Fußballfan, hat die Rolle des Erzählers übernommen und zeichnet den Weg des Liedes nach: von einer Budapester Theaterbühne Anfang des 20. Jahrhundert über den Broadway ins Stadion des FC Liverpool an der Anfield Road, von dort zum BVB nach Dortmund und auf die Fußballtribünen in aller Welt. Kunst in 60 Minuten: Richter/Meyer/Marx: Das Berliner Performancekollektiv Richter/Meyer/Marx: Das sind die Stuntfrau und Choreografin Katja Richter und der Philosoph und Dramaturg Helge Björn Meyer – erweitert um Gäste aus den Bereichen Design, Musik, Theater.
Mit einer Vorliebe für das Abseitige und Absurde suchen sie in ihren Aufführungen eine Verbindung von Text und Tanz, Performance und bildender Kunst. Bei Westart live zeigen sie gemeinsam mit DJ Felix Wewerka die Körper-Performance „AUSHALTEN!“. Der Gipfel mit Scheck: Hymne oder Verriss? Unser Literaturkritiker Denis Scheck nimmt sich diesmal zwei sehr unterschiedliche Bücher vor: die Neuübersetzung des Science-Fiction-Romans „Freie Geister“ von Ursula K. Le Guin und Zsuzsa Bánks E-Mail-Roman „Schlafen werden wir später“. (Text: WDR)
Deutsche TV-PremiereMo. 08.05.2017WDR
Sendetermine
So. 14.05.2017
08:40–10:00
08:40–
Mo. 08.05.2017
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