• Folge 65 (35 Min.)
    Mexiko: WeltWeit-Reporterin Isabella Purkart (links) trifft in Puerto Vallarta die Amerikanerin Natalie Lynch, die Mexiko alleine erkundet. – Bild: ORF
    Mexiko: WeltWeit-Reporterin Isabella Purkart (links) trifft in Puerto Vallarta die Amerikanerin Natalie Lynch, die Mexiko alleine erkundet.
    Sommer und Urlaub gehören für die meisten zusammen. Und trotz unsicherer Weltlage und hoher Preise bleibt die Reiselust. Urlaub als Konzept gegen die Krisen, die den Alltag bestimmen. Auch die Tourismusbranche selbst kämpft inzwischen mit unterschiedlichsten Problemen: vom Overtourism über Hitze- bis Reisewarnung. Die „WeltWeit“-Reporter haben sich angeschaut, welche Konzepte Länder gegen die jeweiligen Krisen entwickeln. Das On-und-Off im Iran-Krieg hat den Nahen Osten als Drehscheibe für Flüge nach Asien unsicher gemacht. Urlaubsziele in Lateinamerika werden daher immer beliebter. Mexiko will sein Image als gefährliches Land im Griff der Drogenkartelle loswerden und setzt auf den Trend des Alleinreisens. Vor allem Frauen entscheiden sich zunehmend dafür, Länder auf eigene Faust zu entdecken. Für viele steht dabei der Wunsch nach Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und persönlicher Freiheit im Mittelpunkt. Isabella Purkart trifft eine amerikanische Touristin, die davon überzeugt ist, dass das Land für Reisende weitgehend sicher ist und viel zu bieten hat: glasklares Wasser, freundliche Menschen und eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt. Auch Venezuela will künftig vom Lateinamerika-Reiseboom profitieren. Der Sturz von Präsident Maduro durch die USA hat die Situation verändert. Seit wenigen Wochen landen – erstmals nach sieben Jahren – wieder Linienflüge aus Amerika in Caracas. Die bekannte „Isla de Margarita“ war einst ein Hotspot für Karibikurlauber und eine fixe Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe. Heute stehen die meisten großen Hotels und Ferienanlagen als leere Hüllen in der Landschaft. Während der US-Sanktionen kamen kaum Touristen. Bis heute sind die Traumstrände fast menschenleer, doch das soll sich bald ändern. Patrick A. Hafner schaut sich an, wie die Karibikinsel wieder zur Top-Urlaubsdestination werden soll. Overtourism und anhaltende Hitzeperioden machen Sommerurlaub in Spanien immer öfter zur Herausforderung. Vor allem Städtereisen werden in den Monaten Juli und August wegen Rekordtemperaturen, Touristenmassen oder wegen beidem zur programmierten Qual. Das Zauberwort heißt Nachttourismus. Josef Manola erkundet in seiner Wahlheimat Madrid, welche Aktivitäten Besucher bis spät in die Nacht machen können und ob sie die Besucherströme wirklich über einen größeren Zeitraum verteilen: von nächtlichen Stadtrundfahrten, über spezielle Tapas-Lokal-Touren bis Flamencoshows in Kellergewölben, um der Hitze zu entkommen. Drei Reporter auf Spurensuche. Jeweils ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und aus verschiedenen Regionen der Welt. Wie gehen andere Länder mit aktuellen Problemen wie Wohnungsnot, Altersarmut oder dem kränkelnden Gesundheitssystem um? Welche Erfolgsmodelle gibt es? Und sind sie auf Österreich übertragbar? Wo gehen Sachen richtig schief, und wie hängen die Dinge zusammen? Die „WeltWeit“-Reporterinnen und Reporter sind unterwegs, fragen nach und suchen gemeinsam nach Antworten. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 25.06.2026 3satOriginal-TV-Premiere Fr. 22.05.2026 ORF 2
  • Folge 64 (30 Min.)
    USA: Eine auf Inklusion spezialisierte Dating-App hat Jessica und Nathan zusammengeführt.
    Viele Menschen sehnen sich in Zeiten von Krisen und Unsicherheit stärker nach Verlässlichkeit und Stabilität in ihrem unmittelbaren Umfeld – sprich in Beziehungen und Partnerschaft. Aber wie diese Stabilität konkret aussieht, wird heute individueller interpretiert als früher. Ob sich ein Paar für die traditionelle Ehe entscheidet oder das Zusammenleben ohne Trauschein vorzieht, ist meist von der kulturellen Einbettung abhängig. Auch in westlich Gesellschaften ist Partnerschaft nach wie vor wichtig, aber Qualität zählt mehr als Dauer. Die WeltWeit-ReporterInnen haben sich unterschiedliche Wege zum „Liebesglück“ angeschaut. Benedict Feichtner geht an der Ostküste der USA der Frage nach, ob und wenn, wie Technologie heute Liebe ermöglicht. Er trifft Paare, deren Beziehungen ohne digitale Hilfe vielleicht nie entstanden wären: David Duda aus den USA und Hong Liang aus China verstehen die Sprache des jeweils anderen nicht. Sie kommunizieren deshalb fast ausschließlich mit Hilfe von Echtzeit-Übersetzungsprogrammen. Tony nutzt gemeinsam mit seiner Verlobten Sarah eine KI-gestützte Beziehungs-App, die er selbst mitentwickelt hat – als digitalen Therapeuten für die eigene Partnerschaft. Indien und Pakistan sind seit Jahrzehnten verfeindete Länder. Die Grenze zu passieren ist für Bewohnerinnen und Bewohner nur schwer möglich. Doch was passiert, wenn sich zwei Menschen aus diesen Ländern ineinander verlieben, hat Eva Pöcksteiner in Indien herausgefunden. Sie trifft Seema und Sachin, denen genau das passiert ist: Sie haben sich bei einem Online-Spiel kennengelernt und ihre Herzen aneinander verloren. Unter schwierigsten Bedingungen und den Umweg über Nepal haben sie es geschafft zusammenzukommen. Filme, Märchen und gesellschaftliche Normen prägen von klein auf unser Bild von der großen Liebe – und die soll es in einer romantischen Partnerschaft geben. Ohne sie fehle etwas im Leben. Seit einigen Jahren werden jedoch Stimmen laut, die das Fokussieren auf genau diese EINE Liebes-Beziehung hinterfragen und zu einem breiteren Verständnis von Liebe aufrufen. Lena Hager ist in Dänemark und trifft die 29-jährige Frida Retz, die vor drei Jahren ihren sogenannten „Goldmenschen“, ihre beste Freundin, geheiratet hat, um ein Zeichen für die platonische Liebe zu setzen. Seit der Hochzeit hat sich jedoch viel verändert. Frida ist Mutter geworden und wohnt mit dem Vater ihres Kindes zusammen. Trotzdem will sie der Freundschaft den gleichen Stellenwert wie ihrer Partnerschaft mit dem Mann zukommen lassen. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 16.07.2026 3satOriginal-TV-Premiere Fr. 08.05.2026 ORF 2
  • Folge 66
    Italien: Cornelia Vospernik im Gespräch mit dem Bürgermeister von Niscemi, Massimiliano Conti.
    Am 28. Mai vergangenen Jahres wird Blatten, ein kleines Dorf im Schweizer Kanton Wallis, von einem Bergsturz weitgehend zerstört. Die Bilder gehen um die Welt. Rund neun Millionen Tonnen Gestein, Geröll und Eis begraben die Häuser unter sich. Da das Dorf rechtzeitig evakuiert wird, kommt keiner der fast 300 Bewohner ums Leben. Heute – ein Jahr später – sind einige der Familien wieder im Dorf zurück. Blatten ist nur ein Katastrophen-Szenario von vielen möglichen: Ob Felssturz, Hangrutsch oder Erdbeben, die WeltWeit-Reporterinnen haben nachgefragt, wie es ist, mit dem Countdown zum Desaster zu leben. Die bergreiche Schweiz hat neben Blatten noch weitere „Sorgenkinder“. Auch in Kandersteg, nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt, muss das Rutschgebiet rund um den sogenannten Spitzen Stein seit 2018 überwacht werden. Das kostet rund 900.000 Franken jährlich, denn zirka 50 Messgeräte und Kameras zeichnen die Bewegungen im Rutschgebiet auf. Marion Flatz-Mäser ist mit Ernst Müller unterwegs, der sich um die Wartung der Instrumente kümmert. In Kandersteg selbst macht sie die Erfahrung, dass nicht alle im Dorf öffentlich über die Bedrohung sprechen wollen: „Jede Berichterstattung über den Spitzen Stein schade dem Tourismus“, sagen sie. 1.500 Menschen verlieren in Niscemi auf Sizilien ihr Zuhause, als es im Jänner nach starken Regenfällen zu einem Erdrutsch kommt. Seither zieht sich ein vier Kilometer breiter und bis zu 50 Meter tiefer Riss durch die Stadt. Cornelia Vospernik ist mit Antonio Pizzacanti vom italienischen Zivilschutz unterwegs und darf mit ihm direkt in die rote Zone. Die Katastrophe kann sich aufgrund der Bodenbeschaffenheit rund um Niscemi jederzeit wiederholen, sagen Geologen. Auch davor hat es bereits 1997 einen riesigen Erdrutsch gegeben. Den Verdacht, dass das Geld für die notwendigen Maßnahmen klassisch sizilianisch versickert sein könnte, weist der Bürgermeister entschieden zurück. Dass es in Istanbul ein großes Erdbeben geben wird, daran zweifelt niemand. Die Frage ist nur, wann es passiert. Der Grund: im Meer vor der Küste stoßen Eurasische und Anatolische Kontinentalplatte aneinander, wodurch sich starke geologische Spannungen ergeben. Die türkische Metropole mit fast 16 Millionen Menschen ist für so ein Beben nicht gerüstet. Wer, so wie Türkei-Korrespondentin Rosa Lyon, in der Stadt lebt und arbeitet, muss sich mit dem Thema konfrontieren. Ihre Recherchen zeigen ein schlechtes Bild: Die Stadt ist zu dicht bebaut, die Substanz der Häuser meist schlecht und viele wurden auf zu weichem Untergrund errichtet. Wenn die Erde in Istanbul bebt, muss man mit verheerenden Schäden und vielen Opfern rechnen, denn in den schmalen Gassen wird es kaum ein Durchkommen für Einsatz- und Rettungskräfte geben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 29.05.2026 ORF 2
  • Folge 67
    USA, Kanada, Mexiko: Lokalaugenschein vor der WM. Am 11. Juni beginnt die Fußball-WM und zum ersten Mal in der Geschichte wird sie von drei Ländern gemeinsam ausgetragen: USA, Kanada und Mexiko. Gespielt wird an insgesamt 16 Orten, die über die drei Länder verteilt sind. Das Turnier inszeniert ein geeintes Nordamerika, doch eigentlich waren es gerade die beiden Länder Kanada und Mexiko, die Trump in seiner zweiten Amtszeit extrem unter Druck gesetzt hat. Die WeltWeit Reporter: innen schauen sich im Vorfeld des großen Sport-Spektakels an, ob der Fußball einen kann, was Trump mit seiner Zoll-, Wirtschafts- und Einwanderungspolitik so konsequent zerstört hat. Kanada will sich von den USA emanzipieren: „Buy Canadian“ ist längst mehr als ein Slogan. Auf einem Roadtrip entlang der Grenze trifft Benedict Feichtner Menschen, für die sich das Verhältnis zum Nachbarn spürbar verändert hat. In der kanadischen Autostadt Windsor direkt gegenüber von Detroit, erzählt Unternehmer Stephen Hargreaves, dass er statt wie früher dreimal pro Woche jetzt nur noch dreimal im Jahr in die USA fährt. Bar-Inhaberin Nicole Sekela hat aus Protest alle US-Produkte aus ihren Regalen verbannt. Donald Trumps feindliche Zollpolitik macht es kanadischen Unternehmen wie Schneepflug-Hersteller „Arctic Snowplows“ unmöglich, ihre Produkte auf dem amerikanischen Markt konkurrenzfähig anzubieten. In Mexiko wird der Widerspruch zwischen „Sport als verbindendendes Element“ und der Realität besonders deutlich. Isabella Purkart erfährt, wie stark das Land die Folgen der harten US-Immigrationspolitik zu spüren bekommt. Seit dem Amtsantritt von Trump sind etwa 150.000 Mexikaner und Mexikanerinnen deportiert worden. Viele Familien in den Dörfern haben damit die finanzielle Unterstützung durch die Angehörigen in den USA verloren. Und die Rückkehrer finden in der Heimat keine Arbeit. Zugleich ist Mexiko wirtschaftlich eng an die USA gebunden. Das Land produziert vorrangig für den US-Markt und ist seinerseits beim Erdgas stark auf die Lieferungen aus den USA angewiesen. Präsident Donald Trump hat die Fußball-WM zu einem seiner Prestigeprojekte gemacht. In den USA ist Markus Müller in Los Angeles unterwegs. In keiner anderen amerikanischen Großstadt ist Fußball so präsent wie hier mit seinen großen Zuwanderer-Communities. Er besucht den Fußballklub „Downtown-Soccer LA.“, in dem es ein spezielles Programm zur Förderung von Latinas gibt. Immer wieder tauchen Beamte von ICE auf, um den Aufenthaltsstatus der Eltern der Spielerinnen zu prüfen. In Long Beach trifft er den ehemaligen Fußballspieler Alan Johnson, der gerade den alten Industrie-Fischereihafen zu einem großen Freizeitzentrum umbaut. Bis zum Start der WM soll der erste Teil der Anlage fertig sein – mit einer großen Fanzone, um dort die Spiele schauen zu können, ohne horrende Summen ausgeben zu müssen. Inzwischen geht die US-Justiz gegen die Preispolitik der FIFA vor, denn schon die billigsten Tickets für die interessanten Spiele kosten mehrere tausend Dollar. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 05.06.2026 ORF 2

Mehr Spoiler…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App