1. Kiribati
Folge 1 (43 Min.)
Ein Rotfußtölpel im Flug über der Lagune des Kiribati.Bild: ThoRa Film Thomas RadlerKiribati ist einzigartig: Als einziges Land der Erde erstreckt sich der pazifische Inselstaat über alle vier Hemisphären. Seine 32 Atolle verteilen sich über einen Ozeanraum, so groß wie ein Kontinent. Die Insel Kiritimati, auch bekannt als Christmas Island, liegt direkt auf der internationalen Datumsgrenze und gehört damit zu den ersten Orten weltweit, an denen ein neuer Tag beginnt. Doch die extreme Abgeschiedenheit im zentralen Pazifik wurde der Insel in den 1950er und 1960er Jahren zum Verhängnis: Die USA und Großbritannien testeten hier Atom- und Wasserstoffbomben.Dass sich die größte Koralleninsel der Welt heute wieder als Naturparadies mit unberührten Lagunen und Millionen von Seevögeln präsentiert, grenzt für Ranger Bauro Kampei an ein Wunder. Seit Jahren überwacht er Cook Island, ein streng geschütztes Vogelreservat. Zehntausende Seevögel brüten hier – abgeschirmt von äußeren Einflüssen. Für Bauro ist Naturschutz keine abstrakte Idee, sondern eine Verantwortung gegenüber seinen Kindern und Enkeln. Fast 3.500 Kilometer weiter westlich hat der Fischer Iotebwa Temwakei ein Leben geführt, von dem viele in Kiribati träumen. Auf Containerschiffen bereiste er die Weltmeere. Zufrieden war er auf den Ozeanen – wirklich glücklich jedoch erst, seit er in seine Heimat zurückgekehrt ist: auf die Insel Abaiang. Abaiang ist ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht. Die Lagune ist viermal so groß wie die Insel selbst, das Korallenriff weitgehend intakt. Viele Menschen leben hier noch immer von dem, was das Meer ihnen gibt. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.07.2026 arte Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 arte.tv 2. Niue
Folge 2 (43 Min.)Niues stark zerklüftete Küstenlinie ist wie ein Puzzle aus Felsen und Grotten.Bild: ThoRa Film/Thomas RadlerNiue unterscheidet sich von den meisten Inseln im Südpazifik. Der gewaltige Kalksteinfelsen, der sich aus dem Meer erhebt, wirkt wie eine natürliche Festung – mit schroffen Steilküsten, spektakulären Höhlen und schwer zugänglichen Schluchten. Eine Landschaft wie von einer anderen Welt, bewohnt von nur rund 1.700 Menschen. Vor mehr als 20 Jahren kam der Imker Andy Cory wegen einiger verlassener Bienenstöcke nach Niue – und fand seine Lebensaufgabe. Seine Bienenvölker zählen zu den letzten krankheitsfreien der Erde. In Zeiten des weltweiten Insektensterbens bewahrt er auf dieser kleinen Insel einen Schatz von unschätzbarem Wert.2022 stellte Niue seine gesamte Meeresfläche unter Schutz – ein Gebiet von 320.000 Quadratkilometern. Walbeobachter BJ Rex kennt die Gewässer rund um seine Heimat wie kaum ein anderer. Gemeinsam mit der Meeresbiologin Enorha Guimard begleitet er Buckelwale, die hier jedes Jahr ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Ein Naturschauspiel, das nur an wenigen Orten der Erde in dieser Intensität zu erleben ist. Seit jeher bestimmt der Ozean das Leben der Menschen auf Niue. Im Dorf Hakupu im Südosten der Insel arbeitet der Künstler Sully Paea mit Kindern an einem traditionellen Kanu. Er will altes Wissen bewahren und weitergeben. Sein Traum: eines Tages mit einem selbstgebauten Boot nach Tonga zu segeln, so wie es seine Vorfahren einst taten. Niue ist nicht nur ein ökologisches Refugium, sondern auch kulturell einzigartig, mit eigener Sprache, starker Identität und als weltweit erste „Dark-Sky-Nation“. Eine faszinierende Reise in eine nahezu unbekannte Südseewelt – über und unter Wasser, bei Tag und bei Nacht. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Do. 16.07.2026 arte 3. Wallis und Futuna
Folge 3 (43 Min.)Das französische Überseegebiet Futuna im Südpazifik ist fast 16.000 Kilometer von Frankreich entfernt.Bild: ThoRa Film/Thomas RadlerWallis und Futuna gehören zu den Orten im Pazifik, an denen traditionelle Südseekultur bis heute lebendig ist. Das französische Überseegebiet liegt rund 5.000 Kilometer nordöstlich von Australien und mehr als 16.000 Kilometer vom Mutterland entfernt. Die Schwesterinseln gehören zu Frankreich, doch zugleich werden sie von eigenen Königen regiert, tief verwurzelt in polynesischer Tradition. Das Leben in diesem abgelegenen Paradies ist nicht einfach. Viele junge Menschen verlassen die Inseln auf der Suche nach besseren Perspektiven.Der 19-jährige Esaia Kafikaila jedoch ist geblieben. Wie sein Vater arbeitet er als Fischer, taucht nach Muscheln und lebt von dem, was Meer und Felder hergeben. Für ihn ist Futuna kein Ort des Mangels, sondern der Freiheit – ein Leben ohne Hast, ohne Termindruck. Nur zehn Bootminuten entfernt liegt die kleine Nachbarinsel Alofi. Dort lebt Atelemo, bekannt als der „Eremit von Alofi“. Allein bestellt er sein Land, geht täglich mit seinen Hunden zur kleinen Kapelle – und wünscht sich nichts sehnlicher, als eines Tages hier begraben zu werden. Zwischen königlichen Empfängen und Kava-Zeremonien, Familienfesten und sportlichen Wettkämpfen am französischen Nationalfeiertag zeichnet die Dokumentation das eindrucksvolle Porträt einer fernen Inselwelt. Die Landschaften wirken wie ein Kaleidoskop der Natur: Futuna mit steilen Bergen und dichtem Regenwald, Wallis mit geheimnisvollen Vulkankraterseen und vorgelagerten Inseln, die in der Lagune ein leuchtendes Mosaik aus türkisfarbenem Wasser und schimmernden Sandbänken bilden. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Fr. 17.07.2026 arte
