Tutti Frutti
    D 1990–1993
    Deutsche Erstausstrahlung: RTLplus

    Keine Sendung löste derart viele Diskussionen aus und warf dermaßen viele Fragen auf wie „Tutti Frutti“, das am 21. Januar 1990 erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen war. Da ist zum Beispiel die Frage nach den Länderpunkten und den Regeln der Strip-Show, oder die Entscheidung: Kirsche oder Kiwi? Markenzeichen der Show sind neben den drei Assistentinnen Monique, Nora und Tiziana die bunt gekleideten Mädchen, die sich nach Wahl der Kandidaten zwischen den Spielen ausziehen – für Länderpunkte.

    Apropos Kandidaten: Bei „Tutti Frutti“, der Show mit den nackten Fakten, kommen am Ende auch die Kandidaten dran – um Punkte zu sammeln wird gestrippt. Bis zu vier Millionen Zuschauer schalteten regelmäßig ein. Noch heute ist „Tutti Frutti“ Legende: Keine Sendung wird so oft erwähnt, wenn es um die RTL-Erfolgsgeschichte geht. (Text: RTL)

    Neue Version als Tutti Frutti 2016
    Adaption von Colpo grosso

    Tutti Frutti – Kauftipps

    Tutti Frutti – Streams

    Tutti Frutti – Community

    • am

      https://www.ebay.de/itm/Tutti-Frutti-VHS-Kassetten-Raritat-Aus-Den-90ern/283942562985?hash=item421c4baca9:g:ArcAAOSw7y1fBvYM
    • am

      https://www.ebay.de/itm/Tutti-Frutti-VHS-Kassetten-Raritat-Aus-Den-90ern/283942562985?hash=item421c4baca9:g:ArcAAOSw7y1fBvYM

      Wäre was Für Tutti Frutti Fans :-)

      ich Fand die show Damals Gut :-) war mal was anderes .
    • (geb. 1985) am

      oh mein gott. Gott hat mich bewahrt davor, dass ich das nicht miterleben musste 


      aber interessant, dass HUGO EGON BALDER heute so ein renommierter und angesehener Moderator ist und so einen Schund gemacht hat. Ob er sich dafür schämt ?
    • (geb. 1986) am

      .
    • (geb. 1986) am

      IM ERNST

    Tutti Frutti – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Lustige Fleischbeschau mit Hugo Egon Balder und die erste Striptease-Show im deutschen Fernsehen.

    Nach dem italienischen Vorbild „Colpo grosso“ – und auch in deren Kulissen in Italien – spielen Kandidaten, Männer und Frauen, gegeneinander. Es gibt dauernd Länderpunkte, und dann ist da noch das Tutti-Frutti-Ballett „Cin Cin“, eine Horde bunt und leicht bekleideter Tänzerinnen, die verschiedene Fruchtsymbole auf ihren Brustwarzen tragen. Das muss wohl auch irgendwie mit dem Spiel zu tun haben. Und irgendwann ziehen sich auch die Kandidaten aus. Männer und Frauen. Die Unterwäsche wird anbehalten. Und dann ist die Sendung zu Ende.

    Woher die guten Einschaltquoten kamen (anfangs vier Millionen Zuschauer, später im Schnitt rund 1,5 Millionen – 80 % davon Männer), hat, wie auch die Spielregeln, keiner verstanden, da sich natürlich niemand die Sendung ansah, wie auch niemand zu McDonald’s geht oder die „Bild“-Zeitung liest. Keine andere Sendung erregte Anfang der 90er-Jahre so viel Aufsehen. Balder avancierte zum „Herrn der Möpse“ und hatte sichtlich Spaß an der eigentlich harmlosen und selbstironischen Show. Er selbst sagte z. B.: „Andere Leute machen intelligente Arbeit, ich mache Tutti Frutti.“ Und seine Assistentin Scarlett war so übertrieben großbusig, lispelnd und mit albernem holländischem Akzent, dass der Unernst der ganzen Veranstaltung eigentlich deutlich war. Tutti Frutti war eine der ersten Sendungen, die ab März 1991 versuchsweise in 3D ausgestrahlt wurden und mit entsprechenden Brillen dreidimensional zu sehen waren.

    Insgesamt liefen 143 Folgen, erst sonntags, später samstags und auch mal freitags im späten Abendprogramm, die den Sender fast nichts kosteten. Angeblich lag der Preis pro Sendeminute bei 1000 DM (eine Minute einer Daily Soap kostet das Fünffache, eine Minute Tatort etwa das Zwanzigfache). Immer fünf Folgen wurden am Stück in den Originalkulissen des italienischen Formates aufgezeichnet.

    Tatsächlich gingen die Spielregeln so: Jeder Kandidat wählt unter den sieben Models, die die Namen und Farben von Früchten tragen, eines aus. Auf Kommando von Balder tanzen die Models, öffnen am Ende ihre BHs und präsentieren ihre Brüste. Auf manchen davon stehen Sterne, die der Kandidat, der die jeweilige Frucht gewählt hat, als Startkapital bekommt. Weitere Punkte gibt es für richtig beantwortete Ratefragen (und niemals ein, zwei oder zehn Punkte, sondern z. B. gleich 10 000, was schlicht damit zusammenhing, dass sie im Original Lire entsprachen). Je 50 000 erspielte Punkte werden in 1000 DM Bargeld und einen Länderpunkt umgetauscht. Für jeden Länderpunkt macht eine der so genannten „acht internationalen Damen“ einen Strip. Wenn ein Kandidat schlecht rät, kann er Punkte gutmachen, indem er selber strippt. Dafür erhält er – je nach der Zahl abgelegter Kleidungsstücke – in der Regel einen Länderpunkt und 1000 DM in bar. Alles klar?

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