• Folge 1 (42 Min.)
    Angeführt von einem Trupp Kapuzineräffchen geht es tief hinein in den mittelamerikanischen Regenwald. Fernab vom lauten Treiben der Menschen gewinnt die Natur die Oberhand zurück. Mit jedem Schritt unter dem dichten Blätterdach entdeckt man Tiere auf wichtiger Mission. Der Jaguar, unsichtbarer Herrscher des Unterholzes, streift lautlos umher. Hoch oben in den Wipfeln lassen sich Rotgesicht-Klammeraffen ganze Früchte schmecken, spucken die Samen aus und säen damit die Bäume von morgen. Am Boden suhlen sich Weißbartpekaris im Dreck und graben dabei temporäre Tümpel im ausgetrockneten Wald, in denen neues Leben entsteht. Das umtriebige Aguti vergräbt jede Menge Samen und vergisst die Hälfte davon; daraus werden neue Baumriesen. Nach der Trockenzeit kehrt der Regen zurück, und der Wald erwacht zu neuem Leben. In einer beeindruckenden Flugshow steigen tropische Laubfrösche aus dem Blätterdach herab und paaren sich. Krötenmännchen locken mit ihrer leuchtend gelben Farbe Weibchen an. Die von den Pekaris gegrabenen Tümpel füllen sich und werden zum Kinderzimmer für unzählige Kaulquappen. Der Stoffwechsel der Kolibris läuft auf Hochtouren: Sie sammeln den Nektar von bis zu dreitausend Blüten am Tag und sorgen so für die Bestäubung Tausender Pflanzenarten. Die Folge „Im Herzen des Regenwaldes“ enthüllt die faszinierenden Wechselwirkungen der Natur: Eine erlegte Beute düngt den Boden, ein transportierter Samen schließt eine Lücke im Blätterdach, eine von Nabelschweinen gegrabene Wasserstelle wird zum Treffpunkt für die gesamte Fauna. Nach und nach wird klar: Regeneration ist kein abstraktes Konzept, sondern ein konkreter Prozess, bei dem die Artenvielfalt wieder die Oberhand gewinnt – wenn man sie nur lässt. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 17.08.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 arte
  • Folge 2 (42 Min.)
    Ein Trupp Kapuzineräffchen führt uns an den Rand des Regenwaldes, wo Dschungel, Mangroven und Ackerland ineinander übergehen. Hier wird jedes Tier zum Entdecker, Landwirt oder Lebensspender. In den Mangroven bewegen sich die Kapuzineräffchen zwischen zwei Welten hin und her und tragen dabei Samen von einem Ökosystem zum anderen. Am Strand ist die Arribada in vollem Gange: Mehr als hunderttausend Oliv-Bastardschildkröten marschieren im Schutz der Nacht an Land, um ihre Eier abzulegen. Ein hungriger Jaguar nutzt diese Gelegenheit, um sich den Magen vollzuschlagen und die Reste seines Festmahls dienen wiederum als Nahrung für Nasenbären, Rabengeier und Kahlkopfgeier. Letztere sind fliegende Düngemaschinen und transportieren Nährstoffe vom Waldrand bis tief ins Herz des Dschungels. Etwas weiter entfernt trampelt eine Herde Weißbartpekaris durch einen Palmenhain, frisst sich an den Früchten satt und schleppt wilde Samen dorthin, wo es an Bäumen fehlt. Die Montezumastirnvögel weben ihre Hängenester in Eukalyptusbäume und integrieren diese Eindringlinge nach und nach in das Ökosystem. Ein Rotaugenlaubfrosch laicht im Wasserbehälter einer Kaffeeplantage und verwandelt diesen unwahrscheinlichen Ort in einen biologischen Korridor. Am Waldrand wacht der Bechsteinara über die letzten Bergmandelbäume, schneidet mit dem Schnabel tote Äste ab und baut sein Nest in das weiche Holz. Die Folge „Am Rand des Regenwaldes“ zeigt, wie die Tierwelt geduldig die Lücken des Regenwaldes schließt und die Natur wieder zu ihrem Recht kommt, wenn Mensch und Fauna respektvoll zusammenleben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 17.08.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 arte
  • Folge 3 (43 Min.)
    In Mittelamerika entsteht ein neues Bündnis zum Schutz des Regenwaldes. Ob Klammeraffen oder Fregattvögel, jede Tierart leistet ihren Beitrag. Die einen bringen Samen für neue Baumriesen ein, die anderen versorgen die Küsten mit Nährstoffen und verbinden Meer und Land. Doch die Tiere sind nicht länger auf sich allein gestellt. Seit zwanzig Jahren beobachtet ein Biologe die Rotgesichtklammeraffen hoch oben in den Baumwipfeln. Er kennt jedes Tier beim Namen, notiert jede Bewegung und jede Geburt. Seine Daten zeigen, wie diese Gärtner des Dschungels den Regenwald von morgen gestalten. Am Waldrand hat sich ein Dorf dafür entschieden, mit den Weißbartpekaris zusammenzuleben, statt die Nabelschweine zu jagen. Mit den Tieren ist ein neues Gleichgewicht zurückgekehrt. Oben in den Bergen spürt ein Forscher Harlekinkröten auf, Überlebende einer Epidemie, die die Amphibien weltweit dezimiert hat. Jedes einzelne Tier ist ein kleiner Sieg! In der Ebene wacht ein Vogelkundler über die Bechsteinaras und ihre Nester im weichen Holz der Mandelbäume, ohne die sich die Papageienvögel nicht fortpflanzen könnten. Auf einer Insel im Pazifik beobachtet ein Biologe die größte Fregattvogelkolonie Mittelamerikas. Ihr Kot düngt die Küsten und Trockenwälder und schlägt eine Brücke zwischen Meer und Land. Die Folge „Die Verbündeten des Regenwaldes“ zeigt, wie Menschen und Tiere zusammenarbeiten, um den Regenwald wieder zu einem wilden Biotop zu machen und die Wunden von Kultur- und Naturlandschaft zu schließen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 18.08.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 arte

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