Stadt Land Kunst Folge 1831: Florenz: Tschaikowskys weißer Schwan / Indien: Der radikale Pazifismus der Jains / Thailand: Nus Hühnercurry / Belgien: Ein Zug, drei Helden
Folge 1831
Florenz: Tschaikowskys weißer Schwan / Indien: Der radikale Pazifismus der Jains / Thailand: Nus Hühnercurry / Belgien: Ein Zug, drei Helden
Folge 1831 (45 Min.)
(1) Florenz: Tschaikowskys weißer Schwan Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gönnt sich Peter Tschaikowsky, der Meister der russischen Romantik, eine Auszeit in Florenz. Dort genießt er Unterhaltungsmusik und verlebt glückliche Stunden, die ihn zu seinem schwingenden Streichsextett „Souvenir de Florence“ inspirieren. In der toskanischen Stadt entsteht auch seine Oper „Pique Dame“. Nach seiner Flucht aus Moskau und der langen Reise nach Europa hatte Tschaikowsky endlich wieder das Gefühl, lebendig zu sein. (2) Indien: Der radikale Pazifismus der Jains Im Bundesstaat Gujarat gibt es Menschen, die sich nur maskiert fortbewegen und vor jedem Schritt den Boden fegen, um keine Ameisen oder andere Kleinstlebewesen zu zertreten.
Natürlich sind die Jains auch strikte Veganer – vielleicht die ersten in der Geschichte. Die Religionsgemeinschaft hat den Westen Indiens zu ihrem gelobten Land gemacht. Obwohl sie dort in der Minderheit sind, haben die Jains Gujarat
mit ihrer asketischen Lebensweise und ihrem Geschäftssinn geprägt. Ihr Glaube konnte neben dem Hindu-Nationalismus wohl deshalb weiterbestehen, weil er im Pazifismus die bewundernswerteste aller Religionen sieht. (3) Thailand: Nus Hühnercurry In ihrem Thai-Box-Club bereitet Nu ein Hühnercurry zu.
Sie verarbeitet Hühnerfleisch mit Knoblauch, Schalotten, Chili, Galgant (thailändischer Ingwer), Kaffernlimette und Krachai (chinesischer Ingwer) zu einer aromatischen Paste. Sie verfeinert ihr Curry mit Hühnerfüßen und -blut sowie Kokosmilch, dann kommen noch Fischbällchen hinzu. Das mit Nudeln servierte Gericht gibt den Boxern nach dem Training neue Kraft. (3) Belgien: Ein Zug, drei Helden Der Talmud besagt: „Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Drei junge Belgier beschlossen, diesen Satz wörtlich zu nehmen und einen Deportationszug anzugreifen. Dadurch bewahrten sie Hunderte Menschen vor der Hölle der Konzentrationslager. (Text: arte)