Stadt Land Kunst Folge 1822: Côte d’Azur: Maryline Desbiolles und die Wunden des Rassismus / Gujarat: Ahmedabad, Metropole der Moderne / Panama: Johvannas Hühnersuppe / Grönland: Die Pioniere des nordischen Indie-Rock
Folge 1822
Côte d’Azur: Maryline Desbiolles und die Wunden des Rassismus / Gujarat: Ahmedabad, Metropole der Moderne / Panama: Johvannas Hühnersuppe / Grönland: Die Pioniere des nordischen Indie-Rock
Folge 1822
(1) Côte d’Azur: Maryline Desbiolles und die Wunden des Rassismus L’Agrafe von Maryline Desbiolles fesselt den Leser ab der ersten Szene: Eine junge Frau sprintet über steinige Pfade im Hinterland von Nizza, durch Maquis und Bergdörfer. Trainiert sie? Oder läuft sie um ihr Leben? Die junge Frau, so erfährt man später, heißt Emma Fulconis und ist die Hauptfigur des Romans, der 2024 den Literaturpreis der Tageszeitung „Le Monde“ gewann. Desbiolles greift darin ihre Lieblingsthemen auf: Fremdsein, Rassismus, Emanzipation und Schicksale, die in den Geschichtsbüchern kaum Beachtung finden. (2) Gujarat: Ahmedabad, Metropole der Moderne Die Millionenstadt Ahmedabad im indischen Bundesstaat Gujarat scheut keine Herausforderung.
Als sich Indien 1947 endlich vom Joch der britischen Kolonialherrschaft befreit hatte, wurde die Metropole zum Versuchslabor für Unternehmer jeder Couleur. Auch der junge Architekt und Le-Corbusier-Schüler Balkrishna Doshi wurde von der neuen
Freiheit angesteckt. In Ahmedabad konnte er Wagnisse eingehen, Fehler machen und von vorne beginnen. Villen, Museen, Viertel, Hochschulgebäude: Doshi verlieh der Stadt ihr neues, avantgardistisches Gesicht. (3) Panama: Johvannas Hühnersuppe Johvanna lebt in El Valle de Antón, einer der wenigen Ortschaften der Welt, die im Krater eines erloschenen Vulkans liegt.
Heute gibt es Sancocho-Suppe mit Hühnchen. Johvanna zerlegt das Geflügel, würzt es mit Oregano, Koblauch, Koriander, Zwiebeln und Chili und brät es in etwas Öl an. Dann fügt sie Wasser und Yamswurzeln hinzu, die im panamaischen Sancocho nicht fehlen dürfen. (4) Grönland: Die Pioniere des nordischen Indie-Rock Anfang der 1970er Jahre gingen zwei trendbewusste junge Grönländer zum Studium nach Dänemark. Dort gründeten sie eine Rockband, die in ihrer Heimat im Handumdrehen zur Legende wurde: Sumé. Ihr Name bedeutet auf Kalaallisut „Wo?“, denn damals konnte kaum jemand Grönland auf der Landkarte verorten … (Text: arte)
Deutsche TV-PremiereMo. 19.10.2026arte
Sendetermine
Mo. 19.10.2026
13:10–14:00
13:10– NEU
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