Stadt Land Kunst Folge 1784: Sorj Chalandon: Verrat in Belfast / Navarra: Das Schicksal der spanischen Juden / Senegal: Aissatous Reis mit Dörrfisch / Japan: Ein christlicher Samurai
Folge 1784
Sorj Chalandon: Verrat in Belfast / Navarra: Das Schicksal der spanischen Juden / Senegal: Aissatous Reis mit Dörrfisch / Japan: Ein christlicher Samurai
Folge 1784 (45 Min.)
(1): Sorj Chalandon: Verrat in Belfast Für Sorj Chalandon schmeckt Verrat nach Torf und Guinness: eine bittere Galle, die einen bis zur Übelkeit erfüllt und jede Freundschaft vergiftet. So fühlte sich der französische Schriftsteller und Journalist, als er herausfand, dass der Mann, den er als Bruder betrachtete, ein Führungsmitglied der Irisch Republikanischen Armee (IRA), zwanzig Jahre lang für das Vereinigte Königreich spioniert hatte. Aus dem einschneidenden Ereignis entstanden zwei Romane, die hauptsächlich in Belfast spielen: „Mon traître“ (2008) und „Rückkehr nach Killybegs“ (2011). (2): Navarra: Das Schicksal der spanischen Juden Es ist eine Geschichte, die im katholischen Spanien verdrängt wurde: die Geschichte der spanischen Juden.
Navarra im Norden der Iberischen Halbinsel war ihr Zentrum. Im Mittelalter fanden in dieser Region, die sowohl den andalusischen Kalifaten als auch dem Königreich Frankreich nahe lag, zahlreiche Juden unter dem Schutz der
Herrscher Zuflucht, erlangten Wohlstand und schufen die Grundlage der sephardischen Kultur. Doch 1492 beschlossen die katholischen Könige die große Vertreibung, und die Juden wurden im Mittelmeerraum verstreut. (3): Senegal: Aissatous Reis mit Dörrfisch In Toubab Dialaw kocht Aissatou für die Schulkinder einen Klassiker: Thiebou Kéthiakh.
Damit alle satt werden, bereitet sie eine große Menge zu. Zuerst brät sie Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Chilischoten in einem großen Topf an. Dann gibt sie Kéthiakh – getrockneten und gesalzenen Fisch – sowie Gemüse hinzu. Das Ganze wird mit Nokoss, einer Würzpaste, verfeinert und mit Reis serviert. Den Kindern schmeckt’s! (4): Japan: Ein christlicher Samurai „Gebetsinseln“: So wird der japanische Amakusa-Archipel auch genannt. Im 16. Jahrhundert konvertierten viele Japaner zum Christentum, was den Behörden sehr missfiel. Manche gaben ihren Glauben auf, andere beteten heimlich weiter zu Christus. Unter ihnen auch ein kleiner Junge … (Text: arte)