Stadt Land Kunst Folge 1780: José Afonso, die Stimme des portugiesischen Volkes / Saint-Denis, eine Hochburg bretonischer Brüderlichkeit / Montenegro: Nikos gegrillter Tintenfisch / Türkei: Zurück auf die Schulbank
Folge 1780
José Afonso, die Stimme des portugiesischen Volkes / Saint-Denis, eine Hochburg bretonischer Brüderlichkeit / Montenegro: Nikos gegrillter Tintenfisch / Türkei: Zurück auf die Schulbank
Folge 1780 (45 Min.)
(1): José Afonso, die Stimme des portugiesischen Volkes Man sagt, er habe Fenster geöffnet, wo zuvor nur Mauern standen. Mit seiner sanften, unverfälschten Stimme sang José Afonso seine poetischen Texte zu allen Rhythmen, die die portugiesische Musik zu bieten hat. Sein Lied „Grândola, Vila Morena“ gab am 25. April 1974 das Signal zum Start der friedlichen Nelkenrevolution, die die vierzigjährige Diktatur von António Salazar beendete. Afonso, auch Zeca genannt, war die kämpferische Stimme des portugiesischen Volkes und sah sich im Dienste einer gerechteren Welt. (2): Saint-Denis, eine Hochburg bretonischer Brüderlichkeit Mitte des 19. Jahrhunderts ließ sich im damaligen Pariser Vorort Saint-Denis eine Gemeinschaft unbeugsamer Bretonen nieder.
Unterbezahlt, in miserablen Wohnverhältnissen lebend und oft diskriminiert, bildeten diese neuen Fabrikarbeiter die erste Zuwanderergeneration der Stadt. Die lange Zeit verachteten
Neuankömmlinge legten den Grundstein für eine säkulare, linksgerichtete Arbeiterhochburg, in der Solidarität und Brüderlichkeit bis heute oberstes Gebot sind. (3): Montenegro: Nikos gegrillter Tintenfisch In der Fischerstadt Tivat bereitet Niko ein Gericht zu, das mittlerweile selten geworden ist: im Ofen gegarter Tintenfisch.
Zunächst spült er ihn ab und mariniert ihn mit Essig, Zitrone und Lorbeer, bevor er ihn bei geringer Hitze in Wasser köcheln lässt. Anschließend kommt der Tintenfisch mit sonnengereiftem Gemüse und dem obligatorischen Knoblauch in den Ofen. Noch etwas Petersilie darübergestreut – und schon ist die Köstlichkeit servierfertig! (4): Türkei: Zurück auf die Schulbank 1923 gründete Mustafa Kemal die Republik Türkei auf den Trümmern des Osmanischen Reiches. Neues Land, neue Hauptstadt: Ankara. Die Modernisierung schritt zügig voran und mit ihr bald auch eine neue Art des Lesens und Schreibens … (Text: arte)