Stadt Land Kunst Folge 1763: Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten / Marokko: die Wüste und ihre Nomaden / Nicolas’ Bouillabaisse aus Marseille / Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo
Folge 1763
Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten / Marokko: die Wüste und ihre Nomaden / Nicolas’ Bouillabaisse aus Marseille / Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo
Folge 1763 (45 Min.)
(1): Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten Der 87-jährige Gavino Ledda kehrt oft an die Orte zurück, an denen sich sein unglaubliches Schicksal entschied. Nachdem er sich aus der Herrschaft seines tyrannischen Vaters befreit hatte, wurde aus dem analphabetischen sardischen Hirten ein anerkannter Intellektueller. Diese Geschichte erzählt er in seiner Autobiografie „Padre Padrone“ (1975), mit der er eine ganze Generation ansprach, die durch Bildung und Kultur eine neue Freiheit gewann. Ihre Verfilmung durch die Brüder Taviani erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes 1977 die Goldene Palme. (2): Marokko: die Wüste und ihre Nomaden Das Tafilalet ist eine Oasengruppe in der marokkanischen Sahara und so karg, dass es undenkbar scheint, sich dort niederzulassen.
Und doch haben die Nomadenvölker sich nie damit begnügt, sie nur zu passieren: Sie machten die Region zu einem Ort des Austauschs und der kulturellen Durchmischung,
zu einer wirtschaftlichen Drehscheibe und einem Zentrum für Auseinandersetzung und Dialog zwischen den Mächtigen. So spielten die Nomaden aus Tafilalet eine aktive Rolle in der Geschichte des marokkanischen Königreichs. (3): Nicolas’ Bouillabaisse aus Marseille In Marseille kommt Nicolas von der Unterwasserjagd heim.
Während sich die Söhne um den Fang kümmern, steht Ehefrau Clara in der Küche. Sie gibt den frischen Fisch mit einem Tropfen Pastis in einen Suppenfond und lässt alles köcheln. Die Kinder filtern die fertige Suppe und bereiten Knoblauchcroutons zu. Pünktlich zu Sonnenuntergang werden die Teller gefüllt: Die Familie ist stolz darauf, aus Marseille zu sein. (4): Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo Die dänische Hauptstadt Kopenhagen galt lange als avantgardistisch und progressiv – kein Wunder, dass man gerade hier eine neue Schrift erfand. Schneller denn je flogen die Worte unter den Fingerspitzen dahin … (Text: arte)