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    • Afrikas Brücken nach Arabien – Sansibar und Lamu (Tansania / Kenia)

      30 Min.

      Sansibar – tropische Insel vor der Küste Ostafrikas. Schiffe aus aller Welt ankerten bis ins 19. Jahrhundert in der weiten Bucht der gleichnamigen Inselhauptstadt. Elfenbein, Sklaven und Gewürze aus Schwarzafrika wurden hier umgeschlagen, asiatischer und arabischer Fernhandel nutzte den Hafen als Zwischenstop – Sansibar entwickelte sich zu einem bedeutenden Knotenpunkt im Indischen Ozeanhandel. Indische und arabische Händler ließen sich hier nieder und kontrollierten die Geschäfte. Sansibar zog nicht nur viele Seeleute, Kaufleute und Handwerker aus Übersee an, auch Sultan Said verlegte 1840 seinen Regierungssitz von Muscat im heutigen Oman in die ostafrikanische Küstenstadt. Sansibar wird zur Insel der Gewürznelken-Plantagen. Die Gewinne aus Gewürzexporten und Sklavenhandel machen aus der Altstadt, in der bis dahin Hütten und Holzhäuser vorherrschen, eine prachtvolle Stonetown. Sein Nachfolger Sultan Barghash lässt an der Uferpromenade Sansibars das modernste Gebäude Ostafrikas errichten, mit Strom und einem elektrisch betriebenen Fahrstuhl. Die Architektur der Altstadt Stonetown reflektiert bis heute diese Synthese aus arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen, ist multikulturell wie ihre Bewohner. Lamu – eine Insel im indischen Ozean. Doch der Stempel der Republik Kenia im Pass besagt wenig, diesem Ort hat nicht nur Afrika, sondern auch Arabien und Indien seinen Stempel eingeprägt. Die Altstadt von Lamu ist einer der wenigen Plätze, an dem sich die über 1.000-jährige, aus vielen Einflüssen verschmolzene, Swahilikultur und ihre Bauwerke erhalten haben. Die Stadt mit heute etwa 30.000 Einwohnern hat eine fast 1.000-jährige Geschichte. Schon im neunten Jahrhundert traten arabische Kaufleute mit den Küstenbewohnern in Handelsbeziehungen. So kam der Wohlstand nach Lamu – und der Islam. Vierstöckige, ohne Zement aus Korallenquadern geschichtete Häuser, deren Wände mit Kalkverputz geglättet sind, zeugen mit schönen Innenhöfen und offenen Räumen von einer hochentwickelten Baukunst. In den zur Gasse fensterlosen Fassaden sind die berühmten, hohen Türen von Lamu, ornamentreich geschnitzt. Bis auf den heutigen Tag beherrschen einige Handwerksmeister die traditionelle Schnitzkunst. Die Türen der Häuser der „Steinstadt“ sind mehr als ein Hauseingang, sie werden zum Sinnbild der formenreichen Swahilikultur. (Text: SWR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 04.03.2005 Südwest Fernsehen
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