2025/2026, Folge 22–41
Sendung vom 26.02.2026
Folge 22 (45 Min.)Franken gegen Franken: Identitätskrise wegen Hymnenstrophe Schon über 150 Jahren wird es gesungen, das Frankenlied, und gilt als inoffizielle Hymne aller Franken. Eigentlich. Doch jetzt ist den Mittelfranken aufgefallen, dass sie in keiner Zeile erwähnt werden. Deshalb will der Bezirk eine weitere, explizit mittelfränkische Strophe hinzudichten lassen und hat dafür einen Wettbewerb ausgerufen. Das stößt aber den Oberfranken auf, spiele doch das Frankenlied bei ihnen und lasse sich nicht mal eben „im Vorbeigehen“ verändern. Tiefe Gräben tun sich auf – ob die der mittelfränkische Ministerpräsident wieder schließen kann?Kommt’s oder kommt’s nicht? Debatte um Social-Media-Verbot Australien hat’s vorgemacht, Dänemark will nachziehen und auch bei uns mehren sich die Stimmen für ein Social-Media-Verbot für Kinder. Nach der SPD fordert auch die CDU eine gesetzliche Altersgrenze. Was kurzzeitig nach einer politischen Mehrheit aussieht, wird jedoch von der CSU ausgebremst. Oder doch nicht? Denn das Verbot, das Anfang der Woche noch von Landesgruppenchef Hoffmann harsch zurückgewiesen wurde, findet parteiintern auch Befürworter. Aber selbst, wenn man sich bei den Grundzügen einig wird – der Teufel dürfte einmal wieder im Detail stecken. Münchner Ringkampf: Tempo-Hick-Hack an der Landshuter Allee Aufgrund schlechter Grenzwerte gilt seit Juni 2024 auf einem Teilstück des Mittleren Rings Tempo 30. Die gedrosselte Geschwindigkeit sollte auch die Werte runterfahren. Hat geklappt, weshalb Oberbürgermeister Reiter vor vier Wochen entschied: jetzt gilt wieder 50 km/h! Doch dagegen gingen zwei Anwohner und die Deutsche Umwelthilfe juristisch vor, sie bestehen auf Tempo 30 – das Verwaltungsgericht München gab ihnen Recht. Nun muss der OB die Schilder wieder wechseln lassen. Doch wie lang werden sie bleiben? Ist doch die Wirkung des Tempolimits nach wie vor umstritten. Ver-bürokratisiert? Mehraufwand bei Sprachstandserhebung Bislang wurden Kinder, die in Kitas wegen mangelnder Sprachkenntnisse auffällig waren, in Kitas und Grundschule sprachlich gefördert. Doch seit vergangenem Jahr wird der Sprachstand ALLER Kinder vor der Einschulung erhoben. Wer keine guten Sprachkenntnisse bestätigt bekommt, soll zur Sprachstandserhebung und notfalls zum Deutschkurs. Manche fragen sich: Ist diese Testeritis wirklich nötig? Schließlich wird in den Kitas bereits überprüft, und jetzt werden Grundschullehrer für die Tests abgezogen, die dann in den Klassen fehlen. Sieht so Entbürokratisierung aus? Angriff auf Energiewende? Kritik an Plänen von Ministerin Reiche Wenn die Netze überlastet sind, wird Strom aus regenerativen Energien nicht eingespeist. Die Anlagen werden dann abgeschaltet und die Betreiber bekommen eine Entschädigung. Und diese Entschädigungen gehen mittlerweile in die Milliarden. Deshalb sieht Bundeswirtschaftsministerin Reiche dringenden Handlungsbedarf und will laut einem ersten Entwurf die Entschädigungen für Neuanschlüsse in Gebieten, in denen oft abgeschaltet werden muss, streichen. Ist das die Lösung: den Vormarsch der regenerativen Energien bremsen, um auf den Netzausbau zu warten? Oder würgt man so die Energiewende ab? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 BR Sendung vom 05.03.2026
Folge 23 (45 Min.)Nockherberg: „Same Procedure“ in unruhigen Zeiten? Einmal im Jahr werden die führenden Politiker auf dem Nockherberg „derbleckt“ – so will es die Tradition. Doch ist das noch zeitgemäß? Schließlich können und werden die „Mächtigen“ in den „sozialen“ Netzwerken tagtäglich kritisiert. Oder ist in unruhigen Zeiten, in denen Feindschaften im Netz und in der realen Welt unerbittlich ausgefochten werden, eine vom Brauchtum eingerahmte satirische Kritik wie am Nockherberg, sogar wichtiger denn je?Optimismus gesucht: Die Wirtschaft braucht Frühlingsgefühle: Kaum sprießen die ersten Krokusse und das ifo-Institut verkündet, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft habe sich aufgehellt, kommt mit dem Iran-Krieg auch schon der nächste Tiefschlag. Dabei würde, auch wenn das aktuell schwerfällt, ein bisschen mehr Optimismus guttun – nicht nur der Stimmung, sondern tatsächlich auch der bayerischen Wirtschaft. Deshalb macht sich unser Reporter auf die Suche nach aufkeimender Hoffnung – bei Wirtschaftsforschern, in Schrebergärten und Handwerksbetrieben, die der Krise mit Investitionen trotzen. Und er wird fündig! Heizungs-Reform: Jetzt mit schwarzer Ideologie statt grüner? Das „Habecksche Heizungsgesetz“ wurde von vielen als zu ideologisch kritisiert. Nun haben sich die Koalitionsfraktionen von Union und SPD auf eine Reform verständigt: Öl- und Gasheizungen dürfen weiter in Wohnhäuser eingebaut werden – allerdings müssen sie mit einem wachsenden Anteil grüner Kraftstoffe betrieben werden. Doch sowohl grüner und blauer Wasserstoff als auch Biomethan sind knapp und teuer. Für Mieter könnte das bedeuten: sie zahlen künftig mehr angesichts steigender Betriebskosten fossiler Heizungsanlagen, während Vermieter fein raus sind. Ist also die Reform des Heizungsgesetzes auch ideologisch? Quasi dasselbe in Grün, nur eben schwarz? Meinungsstreit ohne Grabenkampf: Lernen von Österreich? Der Kommunalwahlkampf in Bayern geht in den Endspurt. Auch diesmal wurden Wahlkämpfer bedroht, beleidigt, angegriffen. Doch ab Sonntag müssen die Konkurrenten wieder zusammenarbeiten. Wie das gelingen kann? Ausgerechnet in Österreich, einem Land, dessen raue Debattenkultur tiefe historische Wurzeln hat, wollen es zwei Nationalratsabgeordnete von ÖVP und Grünen vormachen. Und auch mit dem ehemaligen Bundeskanzler Österreichs, Wolfgang Schüssel, spricht quer über Wege aus den Grabenkämpfen, über Fehlerkultur und wehrhafte Demokratie. Nimm das, Trier! Kempten will „Älteste Stadt Deutschlands“ sein: Bisher hatte Trier an der Mosel den Titel „Älteste Stadt Deutschlands“ inne, doch jetzt gibt es in Kempten im Allgäu neue Ausgrabungsfunde ihrer Vorgängerstadt Cambodunum – und die wecken Begehrlichkeiten. Konkret geht es um die Frage, wo die Römer auf ihren Eroberungsfeldzügen zuerst eine Stadt gründeten. Doch für Kemptner und Trierer geht es um viel mehr: den Titel. Denn Superlative wie „Älteste Stadt“, „Längste Burg“ oder „Höchste Brauereidichte“ sind entscheidend im Wettbewerb um die Gunst der Touristen. Oder? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 05.03.2026 BR Sendung vom 12.03.2026
Folge 24 (45 Min.)Kommunal-Signal – Was lernen aus der Wahl? Die Kommunalwahlen haben gezeigt: Die AfD ist in Bayern längst kein regionales Phänomen mehr. Die Partei hat zwar keine herausragenden Posten gewonnen, aber flächendeckend in vielen kommunalen Gremien zugelegt. Wie damit umgehen? Und was bedeutet das für die vielbeschworene Brandmauer? quer dazu im Studio-Gespräch mit dem ehemaligen CSU-Vorsitzenden Erwin Huber.Teurer Sprit – Verbrenner in der Ölkrise: Fossiles Fahren und Heizen werden immer teurer. Die Aussichten, dass die Preise in naher Zukunft wieder sinken, sind schlecht. Nach dem Preisaufschwung machen sich inzwischen massenhaft Tanktouristen und -pendler in Nachbarländer auf, in denen günstigerer Treibstoff erhältlich ist. Unternehmen und Handwerk schlagen angesichts des Preisdrucks Alarm – und die Politik sucht im Superwahljahr nach schnellen Hilfsmaßnahmen. Manche haben jetzt das Gefühl: Da gerät gerade etwas ins Rutschen. Flatterband im Brutgebiet – Wohnbau-Schutz vor Artenschutz? Im Knoblauchsland, dem renommierten Gemüseanbaugebiet um Nürnberg, scheint es seit Jahrhunderten eine friedliche Koexistenz zwischen Bodenbrütern und Landwirtschaft zu geben. Immerhin ist es das letzte große Kiebitz-Brutgebiet in Nordbayern. Doch nun sollen 23 Hektar einer Neubausiedlung weichen. Kiebitz und Co. sind zwar streng geschützt und ihre Anwesenheit würde Baumaßnahmen im Weg stehen, aber auf einmal stehen überall Flatterbänder im Gelände, um die Tiere zu vergrämen. Illegal, sagt der Bund Naturschutz. Doch auch die Stadt argumentiert mit Artenschutz. Nur so könne man die Tiere schonend vom Gebiet fernhalten und zum Umzug in ein anderes Brutgebiet motivieren. Leberkas zum Schleuderpreis – Schmankerlkrieg im Grenzgebiet: Dass Leberkäse weder Leber noch Käse enthält, ist unbestritten. Unbestritten auch, dass er eine zutiefst bayerische Traditionsmahlzeit ist. Dennoch ist er fast überall erhältlich. Im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet ist ein Preiskrieg ausgebrochen. Als ein österreichischer Supermarkt Leberkässemmeln für einen Euro verschleudert, reagieren die bayerischen Metzger erbost. Doch auch diesseits der Grenze gibt es den Leberkäs konkurrenzlos billig – ein saarländischer Fleischhändler bietet das praktische Formatfleischprodukt in der Semmel offenbar auch dauerhaft für einen Euro in Supermärkten an. Die Metzger klagen: Ein Euro, das sei nicht mal kostendeckend. Wenn sich die Kundschaft aber abwendet, können sie dichtmachen. Dynastie im Allgäu? – Bürgermeister in dritter Generation: Tradition wird groß geschrieben in Balderschwang. Das merkt man nicht nur an der lebendigen Vereinskultur im kleinen Oberallgäuer Ferienort: Trachten, Viehscheid, Alphornblasen. Sondern auch in der Politik bewahrt man in Balderschwang das Althergebrachte. Denn das Bürgermeisteramt scheint traditionell immer die gleiche Familie innezuhaben, mit einer kleinen Unterbrechung, quasi vom Vater zum Sohn vererbt. quer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: warum? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 BR Sendung vom 19.03.2026
Folge 25 (45 Min.)Wärme weg, Geld auch: Horrende Heizkosten belasten Mieter: Wenn Hans Börner aus Nürnberg seine Heizkostenabrechnung bekommt, ist das jedes Mal ein Schock: schon seit zwei Jahren muss er Tausende Euro Heizkosten nachzahlen, obwohl er doch extra sparsam heizt! Und er ist nicht allein: Mietervereine berichten, dass sich solche Fälle häufen. Ein Grund könnten ungedämmte, alte Heizsysteme sein, bei denen über die Rohre Wärme verloren geht. Deren Kosten werden dann auf die Mieter umgelegt. So war es auch im Münchner Hasenbergl, wo inzwischen der Vermieter auf medialen und politischen Druck hin veranlasst wurde, sein Abrechnungssystem umzustellen. Doch warum wird das nicht von vornherein kontrolliert?Knappe Rohstoffe: Iran-Krieg trifft bayerische Chemiebranche: Der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus setzt der bayerischen Chemieindustrie immer mehr zu. Nicht nur wegen des Erdöls, sondern auch wegen anderer Rohstoffe: Helium zum Beispiel wird dringend für die Herstellung von Halbleitern benötigt – deren Fehlen hätte Auswirkungen auf die Produktion von Maschinen, Haushaltsgeräten und anderen alltäglichen Dingen. Besonders Mittelständler geraten unter Druck, weil Produktionsabläufe immer weniger planbar sind. So trifft es etwa auch die Richard Geiss GmbH in Rettenbach bei Günzburg. Sie stellt seit drei Generationen nachhaltige Chemikalien her, die etwa für Kleber und Medikamente wichtig sind. Je länger der Krieg dauert, desto größer scheinen die Folgen. Eine ganze Branche fürchtet um ihre Existenz. Urlaub mit der KI: Wenn der Reiseführer ins Nichts führt: Bald sind Osterferien, und die nächste Reise will geplant sein. Warum nicht ins Allgäu? Reiseführer gibt es viele, doch neuerdings sollte man da ganz genau hinschauen: Denn bei Amazon etwa kursieren im Eigenverlag erstellte Bücher mit teils sehr fragwürdigen Inhalten. Da werden Hotels empfohlen, die es gar nicht gibt – GPS-Daten lotsen statt zu einem Restaurant auf die Grünfläche eines Krankenhauses. Der Verdacht drängt sich auf, dass da eine KI losgeschickt wurde, die PR-Texte verwertet, und daraus munter völlig neue Links und bayerisch klingende Orte herbei halluziniert. Ortskenntnis und geprüfte Inhalte: Fehlanzeige. Dafür wimmelt es von Stereotypen und falschen Versprechungen. Drogen in E-Zigaretten: Polizei warnt vor Baller-Liquids: Sie kommen harmlos daher, haben es aber in sich: Was neuerdings in „Vapes“, also E-Zigaretten, die eine Flüssigkeit erhitzen und verdampfen, eingefüllt wird, ist ziemlich gefährlich: Immer öfter sind die Liquids mit berauschenden Substanzen versetzt – meistens mit schnell abhängig machenden synthetischen Cannabinoiden. Nun mehren sich Vorfälle, etwa auch im Landkreis Hof, bei denen Jugendliche nach solchem Konsum kollabieren oder mit Herzrasen ins Krankenhaus kommen. Die Langzeitfolgen können Panikattacken oder Psychosen sein. Inzwischen haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu Baller-Liquids stark erhöht. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 19.03.2026 BR Sendung vom 26.03.2026
Folge 26 (45 Min.)CSU nach Stichwahlen: Kommt jetzt das Ende der Vorherrschaft? Die CSU und Bayern, das war lange: eins. Mit CSU-Parteibuch schien einem das Amt sicher. Doch nach den Kommunalwahlen hat sich die Verwurzelung der Partei im Land gelockert. 14 Landratsämter hat die CSU verloren, dazu zwei Rathäuser in den großen Städten. Die Bayernkarte, lange tiefschwarz gefärbt und vom Alleinherrscher-Selbstverständnis eines Strauß oder Stoiber geprägt, wird bunter. Und Markus Söder? „Es gibt keinen Amtsbonus mehr“, sagt er nach der Wahl.Wenn das stimmt – wie sicher kann dann die CSU ihre Vorherrschaft mit ihm an der Spitze verteidigen? / Autofreie Sonntage – Ist Krisenmodus in Bayern mehrheitsfähig? Ölkrise! An den Tankstellen klettert der Benzinpreis in inflationäre Höhen, nationale Ölreserven werden freigegeben und die ökonomische Zukunft ist auch in Bayern ungewiss. Viele fragen sich: Wie drastisch werden uns die Folgen von Trumps Iran-Krieg treffen? Die Internationale Energieagentur schlägt vor, Tempolimits einzuführen, Autofahrten und Flugreisen einzuschränken und im Homeoffice zu arbeiten, um Öl und Gas zu sparen. Doch seit Corona reagieren die Menschen empfindlich, wenn man in ihr Privatleben hineinregiert. Sind die Bayern noch offen für Krisenmanagement? / Gewalt gegen Frauen: Hilfsanbieter bangen um Finanzierung: Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen haben ein Beben ausgelöst. In Berlin demonstrierten am Wochenende Tausende für den besseren Schutz von Frauen, Justizministerin Hubig will ein Gesetz gegen digitale Gewalt „zügig umsetzen“. Und zur gleichen Zeit müssen Frauenhäuser um ihr Fortbestehen bangen. Denn ausgerechnet, seitdem das neue Gewalthilfegesetz einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für betroffene Frauen und ihre Kinder formuliert, verzetteln sich Kommunen, Länder und Bund in einem Finanzierungsstreit. / Für die Ewigkeit: Das Grab, das man nicht mehr loswird: Ein Rentnerehepaar aus Flintsbach am Inn bei Rosenheim möchte gerne dort beerdigt werden, wo es wohnt. Ein altes Familiengrab in Amberg, über zwei Autostunden entfernt, wollen sie deshalb aufgeben. Vom Friedhofsamt kommt darauf eine hohe Rechnung: 23.000 Euro sollen sie bezahlen, um das Grab an die Stadt Amberg abzugeben – denn es ist denkmalgeschützt. Und damit kann man es nicht einfach auflösen, sondern muss es pflegen … bis in alle Ewigkeit. Ob man nun will oder nicht. / Stiefkind Mittelschule? Die vergessenen Fachkräfte von morgen: Ein kleiner Geldsegen regnet auf Erlangen herab … für rund 23 Millionen Euro soll das Humanistische Gymnasium Fridericianum saniert werden, wie vor ihm schon fünf weitere Gymnasien. Und die Mittelschule Eichendorff? Geht mal wieder leer aus. Und das, obwohl sie den Deutschen Schulpreis 2023 gewonnen hat, Gebäude wie Gelände dringend sanierungsbedürftig sind und für den Ganztagsbetrieb tauglich gemacht werden müssten. Eine Investition, die sich eigentlich mehr als lohnen würde: Denn in Bayerns Mittelschule schlummert viel Fachkräftepotential. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 26.03.2026 BR Sendung vom 09.04.2026
Folge 27 (45 Min.)/ Eiermangel – weil glückliche Legehennen viel Platz brauchen: In Bayern werden Eier knapp und teuer, in manchen Supermärkten sind die Regale schon leer. Nur etwa die Hälfte der in Bayern verbrauchten Eier kommt auch aus dem Freistaat, bei Freiland- oder Biohaltung sogar nur ein Drittel. Dabei ist die Marktlage für Eierproduzenten günstig, durch steigende Nachfrage und hohe Preise. Doch für die gefragten Eier aus Bio- und Freilandhaltung brauchen Neueinsteiger Flächen, außerdem sind Nachbarn mit großen Ställen oft nicht einverstanden.quer begleitet den Geschäftsführer von eines großen bayerischen Eierproduzenten beim Versuch Bauern zu motivieren, in die Eierproduktion einzusteigen. / Otter oder Fisch? Der teure Burgfriede an Bayerns Teichen: Seit vielen Jahre der gleiche Kampf: Otter fressen Fischteiche leer, Teichwirte sagen, sie werden in den Ruin getrieben. In Kemnath ist wegen otterbedingten Karpfen-Mangels sogar das beliebte Fischerfest in Gefahr. Neuer Spieler in dem Konflikt jetzt: Der Bayerische Oberste Rechnungshof. In seinem aktuellen Jahresbericht stellt er fest: Die Kosten für den Ausgleich der Fischverluste haben sich in fünf Jahren verdreifacht. Die Prüfer empfehlen, hier einzusparen. Doch gerade diese Ausgleichszahlungen haben den Burgfrieden zwischen Teichbesitzen und Naturschutz bis jetzt gesichert. Die von den Teichwirten bevorzugte Lösung – eine bayerische Regel zum Abschuss von einzelnen Tieren – hat der Verwaltungsgerichtshof erst im März gekippt, schon zum dritten Mal. Gelingt die Otterpolitik-Reform? / Skrupellose „Selbstbedienung“: Boombranche Ladendiebstahl: Im vergangenen Jahr wurden in Bayern Waren im Wert von 390 Millionen Euro gestohlen, so viel wie noch nie, berichtet der bayerische Handelsverband. Die Gründe sind vielfältig. Seit es die neuen Selbstbedienungskassen im Supermarkt gibt, ist es einfach, Waren nicht einzuscannen. Es gibt aber auch organisierte Banden, die in Supermärkten stehlen. Insgesamt kommen die Ladendiebe laut Handelsverband aus allen Nationen und Schichten. Dabei werden in Deutschland 98 Prozent aller Diebstähle nicht erkannt und zur Anzeige gebracht, stellt das EHI Retail Institute fest. Die Folge: Geschäfte rüsten auf, mit Überwachungskameras, Warensicherungen, Detektiven, Alarmanlagen. Die Kosten dafür werden am Ende an die Verbraucher weitergegeben, mittlerweile macht das 1,50 Euro pro 100 Euro Einkauf aus. / Nicht ernst genommen: Diagnose-Problem bei kranken Frauen: Brustschmerzen, Atemnot – mit diesen Symptomen geht Karin Meier aus der Nähe von Eichstätt zu mehreren Kardiologen, doch erst nach Jahren wird die Ursache festgestellt, eine krampfartige Verengung der Herzkranzgefäße. Ein Grund für die späte Diagnose: Es wurden nur für Männer typische Ursachen untersucht. Solche Leidenswege sind häufig. Denn lange wurden medizinische Studien ausschließlich an Männern durchgeführt. Außerdem sind Ärzte nicht vor Vorurteilen gefeit, schieben körperliche Beschwerden bei Frauen eher auf die Psyche. So werden Frauen später behandelt, bekommen später Schmerzmittel oder ein EKG. Die Kosten für das Gesundheitssystem durch späte oder falsche Diagnosen sind enorm. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 09.04.2026 BR Sendung vom 16.04.2026
Folge 28 (45 Min.)Spektakulärer Maibaumklau: wieviel Moderne verträgt Tradition? Ein gesichertes Kraftwerk, ein 30 Meter langer Baum und 65 Burschen mitten in der Nacht in Karlsfeld auf Diebestour: Was den Inninger Maibaumdieben zusammen mit den Allachern da gelungen ist, kann man zurecht einen spektakulären Coup nennen. Sie haben sich „Mission Impossible“-gleich über ein Dachfenster abgeseilt und hatten trotz Kameras, Bewegungsmelder, Alarmanlage Erfolg. Ja, das Maibaumklauen ist mittlerweile zu einer hochtechnisierten Angelegenheit geworden, aber: wieviel Modernisierung verträgt ein Brauch, so dass er immer noch als Tradition gelten kann?Sympathie verspielt? Playmobil schließt letztes deutsches Werk: Das nostalgische Puppenhaus, der Oldtimer, und vor allem: das Piratenschiff. Seit 1974 haben Generationen von Kindern damit gespielt, jetzt ist Schluss im Hause Playmobil. Zumindest, was die Produktion in Deutschland angeht: bis Ende Juni soll das letzte bestehende Playmobil-Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen werden. In der Region ein Schock: Während sich der Betriebsrat um einen Sozialplan für die Mitarbeiter bemüht, trauern Fans um den Verlust eines global bekannten Spielzeugs, das den Sprung in die heutige Popkultur einfach nicht mehr geschafft hat. Korbersdorf muss warten: Geplantes LKW-Verbot kommt nicht: Die Freude war riesig, als sich im Juli 2025 der Marktredwitzer Stadtrat für ein Durchfahrtsverbot für LKW im Ortsteil Korbersdorf aussprach – zunächst geplant als einjährige Testphase. Doch Lärm, Dreck und die ständige Gefahrenquelle seitens der durchrauschenden LKW sind immer noch nicht passé. Denn Standorte für Schilder oder bauliche Maßnahmen füllen rund 100 Seiten Planungsunterlagen, die erst einmal abgearbeitet werden müssen. Ein immenser bürokratischer Aufwand! Weshalb die Korbersdorfer mittlerweile schon fast ein Jahr warten, auf ein Verbot, das eigentlich schon seit fast einem Jahr gelten sollte. Ewiger Streit: Zulauf zu Brennerbasistunnel immer noch unklar: Irgendwie geht’s bei uns einfach nicht voran, beim Thema Brennerbasistunnel. Während Österreich und Italien längst bauen, wird bei uns immer noch diskutiert, und zwar über die Zulaufstrecken. Die Bahn will neu bauen und damit Hochgeschwindigkeitszüge möglich machen. Viele Anwohner und Experten halten das aber für landschaftszerstörend und zu teuer, fordern bestehende Gleise auszubauen. Und die Politik? Hätte eigentlich schon 2025 eine Entscheidung treffen sollen. Über die Entdeckung der Langsamkeit beim Traum von der schnellen Bahn. Interessenskonflikt? Gesetz zwingt Stadträtin zu Jobwechsel: Wer sich in Bayern politisch engagieren will, braucht vor allem eines: den richtigen Job. Denn Beschäftigte von Städten und Gemeinden, die nicht körperlich arbeiten, dürfen oft ihr Mandat nicht annehmen. So muss eine frisch gewählte Stadträtin aus Pfaffenhofen an der Ilm ihren Job im Kindergarten aufgeben, um Kommunalpolitik machen zu dürfen. Der Grund steht in der Gemeindeordnung: sie will allein den Anschein von Interessenskonflikten vermeiden. Eigentlich gut, doch Kritiker sehen ein Repräsentationsproblem: gerade Frauen und Teilzeitkräfte werden so ausgebremst. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 16.04.2026 BR Sendung vom 23.04.2026
Folge 29 (45 Min.)Key Visual Sendereihenbild mit Typo zu „quer“, dem kritischen und satirischen Wochenmagazins. Hintergründig, politisch, bayerisch mit Christoph Süß.Bild: BR/Markus Konvalin/Montage: Susanne Baur/Markus Konvalin, Montage: Susanne BaurTanke für gar nichts – Irankrieg sorgt für Spritklau-Anstieg. Es ist kein völlig neues Phänomen, aber es gibt gerade ein neues Hoch: Die Tanks von Lastwagen, Baumaschinen und Privat-Pkw werden aufgebrochen und der darin befindliche Treibstoff abgepumpt. Die Polizei in Bayern beobachtet eine Zunahme der Taten. Die Aufklärungsquote ist gering, denn selten gelingt es, Täter auf frischer Tat zu ertappen. Für Pendler bedeutet das ein mulmiges Gefühl, wenn sie ihr Auto auf einem schlecht beleuchteten Parkplatz abstellen.Für Lkw-Fahrer steht womöglich sogar die Gesundheit auf dem Spiel: Betroffene berichten, vor dem Diebstahl betäubt worden zu sein – die Polizei hält das für plausibel. Sorgt der Krieg im Nahen Osten also für eine Zunahme der Gefahren an bayerischen Parkplätzen? Energie-Sharing als Nachbarschaftshilfe: Hast Du mal n’ Watt? Am Land oder in Vierteln mit gelebter Nachbarschaftskultur ist die Logik vollkommen klar: Wird ein Rohstoff – in dem Fall Eier, Milch, Butter – knapp, dann klingelt man beim Nachbarn und fragt, ob er oder sie aushelfen könne. Weltkriege, Mangelwirtschaft und andere Krisen wurden in Deutschland auch Dank der nachbarschaftlichen Tausch- und Leihkultur überstanden. Schade, dass uns das in der aktuellen Energiekrise rein gar nichts bringt. Oder? Nun, es gibt unter anderem einen emeritierten Professor in Oberbayern, der sagt: Energie lässt sich sehr wohl auch privat in der Nachbarschaft teilen – im Grunde wie Eier, Milch und Butter. Nur braucht man dazu erneuerbare statt fossiler Energie und womöglich eine ausgeprägte Reformbereitschaft des Gesetzgebers. Zukunft mit Behinderung: Arbeitsmarkt hat Inklusionsproblem. Die Erkenntnis kommt nicht überraschend: Junge Menschen mit Behinderung haben genau wie solche ohne Behinderung Träume für ihre berufliche Zukunft. Und: Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung an einer für sie passenden Stelle eingestellt haben, berichten begeistert von motivierten, bereichernden Mitarbeitenden. Was allerdings überrascht: Trotz positiver Einstellung und Erfahrung auf beiden Seiten und trotz gesetzlicher Verpflichtung Menschen mit Behinderung ab einer gewissen Betriebsgröße einzustellen, zeigt die Statistik: Es klappt viel zu selten. quer und die Frage: Wieso werden Menschen mit Behinderung bei der Arbeit behindert? Denkmal oder Bruchbude? Lauben reißt den Landgasthof ab. Der Streit ist so alt, er könnte selbst unter Denkmalschutz stehen: Seit fast zehn Jahren diskutiert Lauben im Oberallgäu, was mit dem leerstehenden 630 Jahre alten Gasthaus „zum Löwen“ im Ortskern passieren soll. Hoffnung auf eine Reaktivierung hatte der Bürgermeister längst nicht mehr, stattdessen stiegen die Kosten: Wintersicherung, Verkehrssicherheit, und jedes Jahr wäre ein Abriss noch teurer geworden. Nun wurde der Gasthof abgerissen. Ein Frevel, finden Denkmalschützer, die extra aus München angereist waren, um den Abriss doch noch zu stoppen. Die Frage ist nur, was mit dem geschichtsträchtigen Gebäude sonst hätte passieren sollen. Womöglich wird in Lauben nur das Symptom einer Entwicklung bekämpft, die vor Jahrzehnten begonnen hat: Das Sterben traditioneller Ortskerne. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 23.04.2026 BR Sendung vom 30.04.2026
Folge 30 (45 Min.)Der Run aufs Maibaumstüberl: Dauerparty als neues Brauchtum: Früher war’s einfach nur ein Baucontainer, ein paar Burschen, ein Kartenspiel, ein Kasten Bier – fertig war die Maibaumwache. Heute kommen manche Maibaumstüberl daher wie eine Event-Location mitten im Ort. Von der „Halligallidrecksau-Party“ bis hin zum Hütten-Rave – gefeiert wird fast täglich was anderes und der Stüberl-Betrieb startet oft schon Ende März, Während die einen die Eventisierung eines Brauchtums beklagen, freuen sich die anderen einfach nur, gemeinsam feiern zu können. Und am 1. Mai ist ja dann eh Schluss. Zumindest bis zum nächsten Jahr.Mit Abitur ins Handwerk? Studium kein Garant mehr für Job: „Mach Abi, geh studieren – dann hast Du ausgesorgt!“ – dieser gute Rat von einst bröckelt. Denn die Zahl arbeitsloser Akademiker hat sich seit 2019 fast verdoppelt. Trotz vorbildlicher Lebensläufe kämpfen Hochschulabsolventen mit Absagen. Grund dafür sind die schwache Wirtschaft, Einstellungsstopps und der Druck durch die KI. Gleichzeitig boomt das Handwerk. Und so entscheiden sich immer mehr Abiturienten gegen die Uni und für eine zukunftssicherere Ausbildung. Hat unser Bildungssystem mit dem Ideal der Akademiker-Laufbahn zu viel versprochen? Müde Nation, wachsender Markt: Ist Schlafen der neue Luxus? Millionen Menschen schlafen schlecht, der Bedarf an Hilfe wächst rasant. Studien zeigen: Schlafstörungen nehmen deutlich zu und belasten Gesundheit und Wirtschaft. Eine boomende Industrie verkauft nun verzweifelten, übermüdeten Menschen Medikamente, Gadgets und digitale Schlaftracker. Und so ist aus der Volkskrankheit „Schlafmangel“ inzwischen ein lukratives Geschäft geworden. Doch Experten warnen: Allzu viel Schlaf-Optimierung kann ihn sogar noch verschlechtern. Vom Gewerbe zu Wohnraum: Eine gute Idee stockt in der Praxis: Um dem Wohnraummangel Herr zu werden, testen immer mehr Kommunen den Umbau leerer Gewerbeflächen zu Wohnraum. In Bad Kötzting etwa sollen in einer ehemaligen Metzgerei sechs Wohnungen entstehen. Auch in München ist geplant, Bürohochhäuser für Studierende umzunutzen. Die Idee ist gut – schließlich stehen deutschlandweit Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Doch die Umsetzung ist oft kompliziert: Hohe Kosten und zigtausend strenge Bauvorschriften bremsen viele Projekte aus. Keine Hilfe für Betroffene: Schutzstatus des Bibers neu prüfen? Er war erwünscht, wurde sogar extra angesiedelt – doch allerorten in Bayern kämpfen Menschen mit den Schäden, die er anrichtet: der Biber. So auch in Tiefenlauter im Landkreis Coburg. Dort hat Anja Jakob ein Wohnhaus samt Hundeschule. Das Gelände ist mittlerweile so von Bibertunneln unterhöhlt, dass der Einsturz des Hauses droht. Täglich entfernt sie selbst die Bauten, Unterstützung gibt es keine. Abschüsse helfen laut Experten kaum – neue Biber rücken einfach nach. Und Entschädigungen sind nur für Land- und Forstwirtschaft vorgesehen. Mit zunehmenden Konflikten wächst auch die Forderung, den Schutzstatus des Bibers neu zu prüfen. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 30.04.2026 BR Sendung vom 07.05.2026
Folge 31 (45 Min.)Hat Frankenwein eine Zukunft? Winzer müssen Weinberge roden: Die Krise hatte sich lang angekündigt: Die fränkischen Weinlagen sind immer seltener profitabel. Zu Trockenheit, gestiegenen Energie- und Personalkosten kam zuletzt noch fehlender Absatz. Weil immer weniger Wein getrunken wird – besonders von den Jüngeren – mussten schon viele Winzer aufgeben. Schon jetzt liegen viele Weinberge brach oder werden gerodet. Experten sind sich sicher: Die fränkische Weinlandschaft wird sich verändern. Wo einst Wein wuchs, könnten dann Oliven, Raps oder Lavendel stehen.Das Vermächtnis des Eremiten – Streit um Einsiedelei im Allgäu: Es ist ein ungewöhnlicher Ort, den der Eremit Heinrich Maucher in einem Wald bei Breitenbrunn im Unterallgäu errichtete: Über 40 Hütten, eine Grotte, eine Kirche und sieben Glockentürme zimmerte der „Waldmensch“ in Erwartung der Apokalypse. Von den Behörden wurde das lange geduldet. Doch seit seinem Tod verfällt das sogenannte „Mariental“. Für die Behörden sind die Häuser Schwarzbauten, sollen also zurückgebaut werden. Anwohner und Amtskirche hätten wohl nichts dagegen: Das Mariental hat keinen kirchlichen Rang. Und die Besuchermassen stören Landwirte und Wildtiere. Trotzdem werden die Besucher gerade durch den drohenden Abriss mehr. Brenner-Sperre zur Ferienzeit – Anwohner bremsen Urlauber aus: Er ist vielleicht der unbeliebteste Mann bei Italien-Urlaubern aus Bayern: Karl Mühlsteiger, Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner. Nach jahrelangem Kampf hat er durchgesetzt, die Brenner-Autobahn für eine Demo gegen die Verkehrsbelastung vom Vormittag bis zum Abend sperren zu lassen. An einem Samstag, mitten in den bayerischen Pfingstferien. Während Italien-Urlauber überall umplanen müssen und die Tourismus-Branche zähneknirschend Stornierungen und Mehrkosten akzeptiert, zeigt sich vor Ort: Was für Urlauber das Nadelöhr ins Ferien-Glück, ist für die Anwohner ein immer weniger hinnehmbares Dauerärgernis. Pollen-Alarm – Kommunen im Kampf gegen Heuschnupfen: Wenn im Frühjahr die Nase juckt und die Augen tränen, ist das nicht nur unangenehm. Allergien belasten zunehmend auch die Volkswirtschaft. Allein die Fehlzeiten wegen Heuschnupfens belaufen sich europaweit auf 100 Millionen Arbeits- und Schulausfalltage im Jahr. Und Allergien nehmen zu: Umwelteinflüsse und der moderne Lebensstil machen uns anfälliger. 2050 könnte die Hälfte der Bevölkerung allergisch sein. Kommunen in Bayern versuchen nun gegenzuhalten: Mit mehr Biodiversität und allergie-armen Bäumen etwa. Doch der Kampf gegen die Pollen ist mühsam. Die Mauer muss weg! – Streit um Wegerecht am Hachinger Bach: Am Hachinger Bach im Münchner Süden ärgern sich Spaziergänger seit Monaten über eine Betonmauer, die ein Anwohner dort gebaut hat und die den Zugang zu einem beliebten Spazierweg versperrt. Der Weg führt über sein Grundstück, Nutzungsrechte durch die Öffentlichkeit gibt es nicht. 2400 Menschen haben bereits eine Petition unterschrieben, wollen dass die Mauer abgebaut wird. Doch danach sieht es im Moment nicht aus. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 07.05.2026 BR Sendung vom 21.05.2026
Folge 32 (45 Min.)· Mein Lokal, dein Lokal, kein Lokal? Extragebühren in Restaurants Zwei Euro Aufpreis, wenn die Pizza geteilt oder ein leerer Teller zum Teilen bestellt wird. Zusatzgebühren, wenn andere Beilagen gewünscht werden. Was früher Service war, kostet heute extra. Manche Gäste finden so etwas unmöglich, denn wie viel kann ein Teller mit nix drauf kosten? Wirte rechtfertigen sich, dass ja viel mehr Kosten im Lokal anfallen, als nur der Warenwert. Und dass der Aufwand für die zunehmende Zahl von Umbestellungen Personal bindet. Aber: Hilft ein Aufpreis wirklich der Gastronomie – oder vergrämt sowas die Gäste noch viel mehr?· Kein Platz mehr für Gewerbe? Firmen in Städten unter Druck Ein Autohändler aus München will nicht mehr: zumindest nicht mehr in der Stadt bleiben. Denn was viele als Wohltat empfinden, verkehrsberuhigte Zonen etwa oder mehr Bäume, stößt dem Gewerbetreibenden sauer auf. Und er ist nicht allein – die Resonanz auf seinen Instagram-Post hin, dass er sich in der Stadt nicht mehr willkommen fühlt, war riesig. Viele fragen sich: Wo ist bei all der Entwicklung weg vom Auto denn noch Platz fürs Gewerbe? Auch in Ingolstadt beklagen sich Ladenbetreiber, dass ihnen durch die Umgestaltung der Innenstadt Kunden wegbleiben. · Smart-Meter-Wüste – Blockiert Deutschland günstigeren Strom? Zuletzt rieb sich an Feiertagen so manch einer die Hände: Wer mittags das E-Auto lud oder die Waschmaschine einschaltete, kassierte tatsächlich eine Gutschrift. Möglich machten das die negativen Strompreise, die bei massivem Überangebot durch Wind- und Solarstrom entstehen. Der Erzeuger muss dann an der Strombörse dafür zahlen, den Strom ins Netz einspeisen zu dürfen. Profitieren konnten allerdings nur Kunden mit dynamischem Stromtarif und einem intelligenten Stromzähler. Kritiker sagen: Genau bei diesen „Smart Metern“ hängt Deutschland im europäischen Vergleich meilenweit hinterher. Woran liegt das? · Bunt, billig und: verboten! Snus-Boom unter Jugendlichen Es gibt sie mit Fruchtgeschmack, sie sind günstig und viel unauffälliger zu konsumieren als Zigaretten: sogenannte „Snus“, Beutel mit Nikotin, die unter die Oberlippe geschoben werden. Für Jugendliche hoch attraktiv! In Deutschland ist der Verkauf dieser Nikotinbeutel verboten, doch online und unter der Ladentheke werden sie massenhaft verkauft. Während Gesundheitsexperten vor hohem Suchtpotential und Gesundheitsrisiken warnen, fordert die Industrie eine regulierte Freigabe. Nur dann sei Jugendschutz möglich und ein Schwarzmarkt zurückzudrängen. Doch wäre das der richtige Weg? · Anwohner gegen Lärm – Aus für Coburgs einstige Partymeile? Der Steinweg in Coburg galt jahrzehntelang als Hotspot für Kultur, Clubs und Nachtschwärmer. Doch seit dem Zuzug eines Anwohners häufen sich die Lärm-Beschwerden, mit drastischen Folgen: Nach dem „Monkeys“ und dem „Loom“ kämpft jetzt auch der letzte Club in der Straße ums Überleben. Die Stadtverwaltung indes versucht den Spagat: Coburg soll eine lebendige Innenstadt behalten, ohne dass es den Anwohnern zu laut wird. Kein leichtes Unterfangen. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 21.05.2026 BR Sendung vom 28.05.2026
Folge 33 (45 Min.)· Streiten statt feiern? Ärger um Lieder-„Verbot“ am Erlanger Berg Die Erlanger Bergkirchweih ist eines der größten Volksfeste in Bayern und hat dieses Jahr einen „Skandal“: Denn die städtische Gleichstellungsstelle hat den Wirten und Bands empfohlen, auf zwölf Lieder zu verzichten, die aus Sicht der Stadt frauenfeindliche Inhalte transportieren. Fast reflexartig führt das zu großer Aufregung. Doch ist es tatsächlich nötig, zum Feiern sexistische Lieder zu spielen? Andererseits geht es vielen im Bierzelt ja gerade um Grenzüberschreitung – kommt es da noch darauf an, welche Lieder gegrölt werden?· Altersvorsorge weg: Vermögensverwaltung zockt Rentner ab Die 72-jährige Isolde Schleich muss noch immer an einem Münchner Obststand verkaufen, obwohl sie auf einem Auge blind ist und ein Sauerstoffgerät braucht. Aber ihre gesetzliche Rente deckt nicht mal die Miete ab. Dabei wollte sie alles richtig machen und privat vorsorgen, deshalb hatte sie vor 19 Jahren einen Vertrag mit einer privaten Vermögensverwaltung abgeschlossen. Die Risiken der Anlage waren ihr aber nicht bewusst. Von den eingezahlten 37.000 Euro bekam sie bislang keinen Cent ausgezahlt. So geht es laut Anwälten vielen Rentnern, die ihr Geld im sogenannten „Grauen Kapitalmarkt“ angelegt haben. Der ist zwar legal, aber weitgehend unreguliert. · Vertauschte Rollen? Protest gegen Treffen der Sudetendeutschen Es ist etwas ganz Besonderes: Erstmals fand das Treffen der Sudetendeutschen in Tschechien statt. Und zwar auf Einladung einer Initiative aus Brünn, als Zeichen der Versöhnung. Doch die Fraktionen der rechten Regierung im tschechischen Parlament haben dagegen abgestimmt, es könnten Verbrechen der Nationalsozialisten relativiert werden. Auch flammt wieder die Sorge vor Gebietsansprüchen auf, die die Sudetendeutschen aber gar nicht mehr erheben. So kommt es, dass in Brünn versöhnungsbewegte liberale Tschechen gemeinsam mit den eher konservativen deutschen Vertriebenen marschieren – und beide sich gegen rechte, nationalistische und kommunistische Tschechen zur Wehr setzen müssen. Und quer mittendrin. · Leben mit dem Storch: Uehlfeld zwischen Ärger und Freude Es wird wärmer in Bayern, das gefällt den Störchen: Während es 2005 hier 126 Brutpaare gab, sind es dieses Jahr rund 1.600. Als Ort mit den meisten Störchen gilt das mittelfränkische Uehlfeld. Das kann für Hausbesitzer ärgerlich sein, denn der Storchenkot verstopft Dachrinnen, ätzt und färbt Dächer weiß. Andererseits profitiert der Ort von den Touristen, die zur Storchenbeobachtung kommen. Ein Storchenkiosk verkauft nun Storchen-Souvenirs, der Gewinn soll für die Reinigung genutzt werden. · Explodierende Immobilienpreise: Münchner Stiftung hält dagegen Miet- und Immobilienpreise steigen scheinbar ungebremst, viele können sich Wohnen in Großstädten nicht mehr leisten. Aber Marktgesetze sind kein Naturgesetz. Das zeigt zum Beispiel der Hausbesitzer Otto Gugger. Er hätte sein Münchner Grundstück für Millionen verkaufen können, doch er hat es der Stiftung „Daheim im Viertel“ geschenkt. Die Stiftung wird auf dem Grundstück nun bezahlbaren Wohnraum schaffen. Solche Modelle könnten Vorbild für viele Städte sein – Nürnberg hat einen Anfang gemacht. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 28.05.2026 BR Sendung vom 11.06.2026
Folge 34 (45 Min.)Biesl-Brennpunkt: Notdurft-Notstand auf Bayerns Autobahnen: Sie sind unverzichtbar für unseren Alltag: LKW-Fahrer, die alles transportieren, was wir so brauchen, Lebensmittel, Konsumgüter, Baumaterialien. Der Güterverkehr wächst allerdings schneller als der Ausbau der Infrastruktur – und weil die Fahrer immer öfter keinen Stellplatz finden, Autobahntoiletten teuer oder unhygienisch sind und weil sie unter Zeitdruck stehen, verrichten manche ihre Notdurft sogar während der Fahrt in Plastikflaschen. Die so genannten „Trucker-Bomben“ landen dann … im Straßengraben. Sehr zum Ärger von Bürgern und Kommunen.Chinas langer Arm: Bayerische Gemeinden unter Beobachtung: Der Bürgermeister Burkhard Klein aus Rödelsee bei Kitzingen staunte nicht schlecht, als in seiner 2000-Seelen-Gemeinde Post vom chinesischen Generalkonsul eintrudelte. Aus Solidarität hatte die Gemeinde wie jedes Jahr die Tibet-Flagge gehisst, um auf die Unterdrückung der Tibeter aufmerksam zu machen. Eine Aktion, an der sich viele bayerische Gemeinden beteiligen. Einige von ihnen wurden daraufhin vom chinesischen Konsulat ermahnt, sich nicht in chinesische Angelegenheiten einzumischen. Eine Machtdemonstration? China mischt sich offenbar immer mehr ein, um das Bild, das von dem Land im Ausland herrscht, in seinem Sinne zu beeinflussen. Quak Quak Quark? Öko-Froschteich raubt Anwohnern den Schlaf: Eine Dorferneuerung im Vilsbiburger Ortsteil Haarbach bescherte den Bürgern eine „Grüne Mitte“, einen Ort, der zum Treffpunkt für Jung und Alt werden sollte, samt „artenreichem Dorfteich mit Möglichkeiten zur Erfrischung, Beobachtung und Besinnung.“ So steht es im Leitbild und so wurde es gemacht. Auch das mit dem Artenreichtum hat geklappt: der Teich ist sehr beliebt bei Fröschen. Nur … die quaken. Laut. Auch nachts. Das gefällt nun nicht mehr jedem. Keine Verbindung: Bayerns Busnetz schwindet dahin: Aus Geldnot streichen immer mehr Kommunen ihre Busverbindungen. Die ÖPNV-Wende – war gestern. Vor allem im vielbeschworenen „Ländlichen Raum“ trifft das Leute ohne Auto, Rentner, Kinder, Menschen mit Behinderung. Wer in Dunsdorf im Landkreis Eichstätt wohnt, kommt bald nicht mehr zur Arbeit nach Ingolstadt, und im Oberallgäu wird eine Firma vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten, obwohl sie die Bushaltestelle am Firmengelände damals mitfinanziert hat. Nun fragen sich Mitarbeiter, wie sie zur Arbeit kommen und der Firmenchef, wo hier eigentlich die Prioritäten gesetzt werden. Aus für Wasserkraft? Regionale Betreiber schlagen Alarm: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Einspeisevergütung für kleine Wasserkraftwerke streichen. Gerade in Bayern gibt es besonders viele davon, sie tragen keine großen Mengen zum Energiemix bei, doch stabilisieren in der Summe das System, indem sie wetterunabhängig Strom liefern und bei Stromausfällen beim Wiederaufbau des Stromnetzes helfen können, sagt die Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern. Und warnt: Reiches Pläne gefährdeten nun ihre Existenz. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 11.06.2026 BR Sendung vom 18.06.2026
Folge 35 (45 Min.)Ortsschild adé – Warum klauen Diebe „Füssen“-Schilder? Wer kennt sie nicht, die kindische Freude an Ortsnamen wie: Pups und Petting, Schabernack, Wichsenstein, Kloo, Kotzendorf, Bieselbach oder Busendorf? Solch herrliche Namen haben aber auch Schattenseiten. So werden immer wieder ihre Ortsschilder geklaut. Das ist nicht nur ärgerlich und kostet die Kommunen Geld, sondern auch gefährlich. Besonders, wenn auswärtige Autofahrer nicht mehr erkennen können, wann sie innerorts sind. Zuletzt hat es Füssen im Allgäu erwischt – zwölf Mal wurde heuer schon ihr Ortsschild geklaut. Doch warum Füssen? Wo ist da der Witz?Gasspeicher adé – Wie sicher ist Bayern mit Gas versorgt? Im Krisenwinter 2022/23, als Russland seine Gaslieferungen einstellte, da retteten uns auch die deutschen Gasspeicher. Im Sommer wurde dafür Gas günstig eingekauft, eingelagert und im Winter weiterverkauft. Doch seitdem die Gaspreise auch im Sommer hoch bleiben, rechnet sich das Geschäftsmodell nicht mehr, die Gasspeicher füllen sich nur langsam. Zwei der fünf bayerischen Gasspeicher haben nun die Stilllegung beantragt. Kommt Bayern trotzdem sicher durch den Winter? Bayerisches Kleinod adé? Gut Guglhör von Schließung bedroht Die Vorstufe zum Paradies – so könnte man Gut Guglhör im Blauen Land bei Murnau wohl beschreiben. Bergblick, Wirtshaus und seltene Tierrassen wie das Brillenschaf. Schon die bayerischen Könige liebten diesen Ort. Heute ist er Teil der „Bayerischen Staatsgüter“. Doch letztes Jahr der Schock: der Bayerische Oberste Rechnungshof rügte die „Bayerischen Staatsgüter“ wegen Missmanagements. Nun steht Guglhör auf dem Prüfstand. Vor Ort fürchtet man den Verkauf des beliebten Ausflugziels und protestiert für den Erhalt. Es geht um eine Grundsatzfrage: Kann man angesichts des Sparzwangs noch Geld für Sachen ausgeben, die einfach nur schön sind? Barrierefreiheit adé – Verschlimmbesserung nach Bahn-Umbau Der Bahnhof im oberpfälzischen Laaber wird gerade modernisiert, beide Bahnsteige neu gebaut, alles barrierefrei. Auch die Personenunterführung wird saniert, aber nicht barrierefrei. Denn für einen Aufzug hat Laaber zu wenig Fahrgäste. Bisher gab es sog. „Schiebespuren“ seitlich der Treppe, doch das sei, laut Bahn, aufgrund von EU-Vorschriften nicht mehr zulässig. Deswegen: Pech für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Sie müssen nun einen 15-minütigen Umweg entlang einer Kreisstraße ohne Gehweg nehmen. Für viele ist das keine Alternative. Den neuen, barrierefreien Bahnhof können sie wegen der neuen Barriere-Unterführung nicht nutzen. Denkmal adé? Ering und sein teures Prachterbe Was für eine Kulisse: ein 400 Jahre altes Schloss, im Besitz der Familie Esterházy. 100 Meter weiter eine Malzfabrik, Jahrhundertwendebau, Blankziegel-Fassade. Ering an der österreichischen Grenze hat eine herausragende Geschichte. Doch heute verfällt der Ortskern, die Malzfabrik ist gesperrt, eingerüstet, ein Teil eingebrochen. Auch das Schloss bröckelt und steht weitgehend leer. Ering steht vor der Frage: Die Baudenkmäler retten oder sterben lassen? Die kleine Kommune ist klamm und so mancher im Ort möchte lieber in die Gegenwart als in die Vergangenheit investieren. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 18.06.2026 BR Sendung vom 25.06.2026
Folge 36 (45 Min.)Keine Kühlung: Kommt jetzt die Zeitenwende bei Klimaanlagen? In der Welt zu Hause, in Deutschland verpönt: die Klimaanlage. Doch die letzten Tage haben gezeigt: Wenn es mehrere Tage nacheinander 30 Grad und mehr hat, wäre eine Klimaanlage vielleicht doch willkommen. In Zeiten von Balkonkraftwerken und Wärmepumpe erscheinen klimatisierende Stromfresser gar nicht mehr so klima-schädlich. Gerade für Kranke und alte Menschen ist Hitze mitunter lebensgefährlich. Doch selbst Kliniken und Heime sind oft nicht mit Klimaanlagen ausgestattet.Keine Verbindung: Feuerwehrleute bei Alarm ohne Empfang: Die gute Nachricht: Nach langen Jahren der Vorbereitung ist die Umstellung des Feuerwehr-Alarms von analog auf digital nahezu abgeschlossen. Aber was, wenn die Antenne nicht funkt? Im Fall der Passauer Feuerwehr hat die zuständige Behörde, die „Autorisierte Stelle Bayern Digitalfunk“, die Antenne an der Wache abgeschaltet. Man wollte testen, ob es sie überhaupt noch braucht. Die Feuerwehrleute stellten fest: ja. Zu oft meldeten ihre Pager „kein Empfang“. Die Funklöcher wurden akribisch dokumentiert und der Behörde vorgelegt. Doch die will nun trotzdem die Antenne nicht mehr betreiben. Und der Feuerwehr bleibt im Notfall nur das gute alte Handy. Kein Kraut gewachsen? Giftraupen auf dem Vormarsch: Eichenprozessionsspinner-Raupen haben sich dank der Wärme in Bayern rasant ausgebreitet und besiedeln immer mehr Regionen. Mit ihren giftigen Härchen, die Haut und Atemwege reizen, machen sie Menschen den Aufenthalt im Freien madig und gefährden besonders Asthmatiker und Allergiker. In Nürnberg ist das gesamte Stadtgebiet befallen. Betroffene Bereiche werden gesperrt, etwa Schulen und Parks. Die Bekämpfung ist mühsam: Letztlich kann man die Tiere und Nester nur absammeln. Keine Kontrolle? Lehrer fordern Schutz vor KI-Spickern: Am Wochenende wird Abitur gefeiert, und gleichzeitig finden an den Realschulen Abschlussprüfungen statt. Doch beim Korrigieren von Aufgaben bleibt manchmal unklar, wer die eigentlich geschrieben hat. Denn manche Absolventen lösen heimlich komplette Prüfungsaufgaben mithilfe von KI und ausgefeilter Spionagetechnik. Die Tipps des Ministeriums fürs Auffinden sind nicht wirklich durchführbar, klagen manche Lehrer. Was also hilft: Gegenseitiges Wettrüsten oder eine neue Prüfungskultur? Keine Chance? Bürger von Holzheim fürchten Schlacke-Deponie: Viele Jahre ist es Einwohnern im schwäbischen Holzheim gelungen, eine eigentlich genehmigte Deponie für Schlacke aus den Lech-Stahlwerken zu verhindern. Sie hatten ein für den Betrieb relevantes Grundstück gekauft und darauf die Kapelle Maria Hilf errichtet. Doch Maria allein hilft nicht mehr. Das Landratsamt verschickte jüngst Bescheide: Das Gelände dürfe schon bald bebaut werden. „Enteignung“ nennen es die Bürger. Doch die Behörde beschwichtigt: Der Betreiber solle das Grundstück ja nur nutzen dürfen. Hinterher bekämen es die Eigentümer zurück, verfüllt, als Ackerland. Doch den Deponie-Gegnern geht es nicht um die Fläche, sondern darum, die Einbringung der Schlacke zu verhindern. Sie fürchten um ihr Grundwasser. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Do. 25.06.2026 BR Sendung vom 02.07.2026
Folge 37 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Do. 02.07.2026 BR Sendung vom 09.07.2026
Folge 38 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Do. 09.07.2026 BR Sendung vom 16.07.2026
Folge 39 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Do. 16.07.2026 BR Sendung vom 23.07.2026
Folge 40 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 BR Sendung vom 30.07.2026
Folge 41 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Do. 30.07.2026 BR
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