Zwei Neuzugänge in der „Lindenstraße“

    Axel Holst und Arne Rudolf verstärken ARD-Dauerbrenner

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 20.10.2017, 11:56 Uhr

    „Lindenstraße“: Axel Holst (l.) und Arne Rudolf (r.) als Vater und Sohn – Bild: WDR/Martin Menke
    „Lindenstraße“: Axel Holst (l.) und Arne Rudolf (r.) als Vater und Sohn

    Die langjährige ARD-Serie „Lindenstraße“ heißt demnächst zwei Neuzugänge willkommen. Am 12. November stößt in der Folge „Freund oder Feind?“ der 50-jährige Axel Holst hinzu, eine Woche später verstärkt ab dem 19. November in der Episode „Auf die Spitze“ der 28-jährige Arne Rudolf die Serie. Vor genau 30 Jahren gab es in der „Lindenstraße“ eine Knochenmarkspende. Nun haben sich die Macher der Serie entschieden, sich diesem brisanten und wichtigen Thema noch einmal anzunehmen.

    Axel Holst verkörpert den ausgebildeten Koch Roland Landmann, Gabi Zenkers (Andrea Spatzek) Cousin aus Görlitz. Mit seiner zupackenden, hilfsbereiten und charmanten Art begeistert er die Dreier-WG. Allerdings kann er auch aufbrausend und teilweise sogar aggressiv sein. Zudem vertritt er politische Ansichten, die Helga (Marie-Luise Marjan), Andy (Jo Bolling) und Gabi befremden. Darüber hinaus wittert Roland überall Gefahr, was schon fast panische Züge annimmt.

    Arne Rudolf verkörpert Rolands Sohn Konstantin Landmann, ein ernsthafter junger Mann, der, sofern es der Zustand seiner Krankheit zulässt, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Konstantin ist an Leukämie erkrankt und sucht dringend einen Stammzellspender. Sein ruppiger Umgang mit seinem Vater macht es seinem Umfeld nicht gerade leicht, in ihm den klugen, sensiblen Mann zu erkennen, der eigentlich eine starke soziale Ader hat.

    Beide hat es in die Lindenstraße verschlagen, da Gabi für Konstantin als Knochenmarkspenderin infrage kommt. Roland setzt alles daran, dass Gabi die Knochenmarkspende nicht verweigert – denn seit dem Tod seiner Ex-Frau und Konstantins Mutter plagt ihn das schlechte Gewissen, sich nie richtig um seinen Jungen gekümmert zu haben. Seine plötzliche, fast überbordende Fürsorge lehnt Konstantin jedoch brüsk ab. Unfreiwillig werden Gabi, Andy und Helga in das extrem angespannte Vater-Sohn-Verhältnis hineingezogen.

    Axel Holst war nach seinem Schauspielstudium zunächst an zahlreichen Staatstheatern tätig, bevor er unter anderem für „SOKO Stuttgart“ und „German Angst“ vor der Kamera stand. Inzwischen ist er auch als Schauspieldozent und Theaterregisseur tätig und arbeitet als Autor und Grafiker. „Die ‚Lindenstraße‘ ist eine ehrliche Haut und eine Institution. Sie hat auch mein Leben ein Stück weit begleitet“, so Axel Holst. „Ich bin gerne über eine gewisse Zeit ein Teil der dienstältesten Serie Deutschlands. Die Rolle des Roland Landmann interessiert mich in ihrer Widersprüchlichkeit. Roland hat immer ein ‚zu viel‘ an Gefühl – an Fürsorge, an Zuneigung, aber auch an Aggression und Wut. Er ähnelt einem Elefant im Porzellanladen. Er steht alleine und sucht, wie ein jeder, Anschluss und Bestätigung. Ich mag diese Figur sehr.“

    Arne Rudolf ist bekannt aus Kinofilmen wie „Freigeist“, „Anton“ und „Aus der Traum“ sowie aus Fernsehserien wie „SOKO Köln“, „Heldt“ und der Daily-Soap „Unter uns“, in der er 2016 eine durchgehende Rolle als Mario Schmidt hatte. Zudem ist er Sänger und Songwriter der Kölner Rock/Metal-Band „Gleißer“. Über sein neues festes Engagement in der „Lindenstraße“ sagt er: „Ich freue mich sehr, dass ich die Chance bekommen habe, Konstantin zu spielen. Diese Rolle ist anspruchsvoll und bedeutet eine große Herausforderung für mich. Dass sich die ‚Lindenstraße‘ mit einem so schwierigen und wichtigen Thema befasst, und wie sie es behandelt, hat mich positiv überrascht.“ Um den leukämiekranken Konstantin so authentisch wie möglich spielen, beschloss Rudolf, sich nicht nur den Kopf komplett rasieren zu lassen, sondern auch seine Augenbrauen: „Es wirkt. Man bekommt plötzlich in der U-Bahn Seitenblicke zugeworfen und fragt sich, wer dieser Mensch da im Spiegel ist. Zum Glück sind die meisten Leute in meiner Familie und in meinem Freundeskreis eher beeindruckt und finden es gut, wie ich die Sache angehe.“

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