„Star Wars: Das Buch von Boba Fett“: Erster Trailer zur kommenden „Star Wars“-Serie

    Jennifer Beals hat sich neuer Disney+-Serie angeschlossen

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 01.11.2021, 20:48 Uhr

    „Das Buch von Boba Fett“ – Bild: Disney+
    „Das Buch von Boba Fett“

    Am 29. Dezember 2021 beginnt weltweit bei Disney+ die Veröffentlichung der Serie „The Book of Boba Fett“. Dazu wurde nun ein erster Trailer veröffentlicht, der eine erste Ahnung davon vermittelt, was von der Serie zu erwarten ist.

    Zunächst wurde im Rahmen der Trailer-Veröffentlichung auch der offizielle deutsche Titel zur Serie bestätigt: „Das Buch von Boba Fett“.

    Am Ende der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ bekamen die Fans zu sehen, wie Boba Fett (Temuera Morrison) mit seiner rechten Hand Fennec Shand (Ming-Na Wen) den alten Palast von Jabba dem Hutten auf Tatooine übernahm, in dem seit dem Tod von Jabba knapp fünf Jahre zuvor (im Film „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“) dessen rechte Hand Bib Fortuna das Zepter als (kleinere) Unterweltgröße in der Hand hatte. Doch was plant Boba Fett in der neuen Position?

    Offizieller Trailer zu „Das Buch von Boba Fett“ (deutsche Synchronfassung)

    Offizieller Trailer zu „The Book of Boba Fett“ (englischer Originalton)

    Vorweg: Deadline bestätigt, dass kurz nach der Eine-Minute-Marke im Trailer Schauspielerin Jennifer Beals („Flashdance“, „The L Word: Generation Q“) zu sehen ist. Diese hat sich in einer nicht näher spezifizierten Rolle als Mitglied des Twi’lek-Volkes der Serie angeschlossen.

    Im Trailer erklärt Boba Fett, dass er nicht länger ein Kopfgeldjäger sei, sondern nun ein selbsternannter Herrscher, wohl in der Art eines Warlords. Sein Ziel ist, den Respekt der anderen Mitglieder der Unterwelt „der Gegend“ zu erlangen (wobei unklar ist, ob das nur den Planeten Tatooine oder auch weitere Gebiete umfasst). Er weist darauf hin, dass Jabba mit Furcht geherrscht habe, er aber auch für „kritische Anmerkungen“ offen sei.

    Natürlich wird sich zeigen müssen, was wirklich hinter dieser Ankündigung steckt. Was ist Boba Fetts Ziel? Ursprünglich hatte er, darin sind sich viele „Star Wars“-Geschichten einig, das Ziel, sich einen Ruf als perfekter Kämpfer und unschlagbarer Kopfgeldjäger zu erarbeiten – eine Lebenseinstellung, die sein Vater ihm in jungen Jahren anerzogen hatte. Die Kopfgeldjagd hat Boba nun also aufgegeben – aber wird er etwa versuchen, den Respekt weiterhin als perfekter Kämpfer zu erlangen? Fenec Shand weist darauf hin, dass Jabba seine Feinde und Widerständler an seine „Tiere“ verfüttert hat (vom Rancor unter seinem Palast bis zum Sarlacc in der Wüste). Wie wird Boba Fett letztendlich mit Widerstand umgehen? Augenscheinlich beantwortet er direkte Angriffe mit kompromissloser Gewalt, wie schon in „The Mandalorian“ gezeigt. Die Szene, in der Boba Fett im Trailer an einem Tisch mit den anderen Unterweltlern spricht, weist die gleiche Spannung auf, die etwa im bekannten Film „Kill Bill – Volume 1“ herrschte, kurz bevor O-Ren Ishii mit dem Katana Respekt „einforderte“. Wird diese Verhandlung also auch gewalttätig enden?

    Offen bleiben auch Boba Fetts generelle Ziele für seine Herrschaft. In der gesetzlosen Gegend im Äußeren Rand, in der auch der Planet Tatooine liegt, herrscht definitiv das Recht des Stärkeren. Strebt Bobo Fett nach „Macht um der Macht willen“? Manche vermuten, dass er sich zu einem „wohlwollenden Diktator“ aufschwingen wolle, der das Leben der Menschen und Aliens in seinem Machtbereich verbessern will. Allerdings würde eine Verbindung mit der Unterwelt – die ihren Wohlstand aus der Ausbeutung der Wehrlosen zieht – nur schwer hierzu passen: Die Aussage Warum also streiten, wenn eine Zusammenarbeit uns alle reich machen kann? legt nahe, dass es Boba hier nicht um den Wohlstand für die Bevölkerung geht.

    Während der Trailer also erste Details zur kommenden Serie bestätigt, ist zahlreiches anderes, wie angesprochen, noch nicht bestätigt. Etwa der Staffelumfang. Bestätigt ist bisher lediglich, dass Showrunner Robert Rodriguez, Jon Favreau, Bryce Dallas Howard und Dave Filoni bei Episoden Regie geführt haben – es also wohl nicht weniger als vier Folgen gibt. Aber alles von „sechs“ (wie die Marvel-Miniserien) über „acht“ (wie „The Mandalorian“) bis hin zu „zwölf“ (der bestätigte Umfang von „Star Wars: Andor“) scheint möglich.

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